Cover von: Das Hannibal-Syndrom
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Das Hannibal-Syndrom

Phänomen Serienmord
Buch
Taschenbuch, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3492236502

ISBN-13: 

9783492236508

Auflage: 

9 (01.02.2003)

Preis: 

9,99 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 6.107
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492236502

Beschreibung von Bücher.de: 

Dank Hollywood gilt Hannibal Lecter als Inbegriff des infernalischen Serienmörders. Doch wer sind diese Täter in der Wirklichkeit? Der Kriminalexperte Stephan Harbort hat zahlreiche von ihnen in ihren Hochsicherheitszellen besucht und interviewt, um Motivation, Tathergang und Täterprofil zu erforschen. Er befaßte sich mit allen fünfundsiebzig deutschen Serienmördern seit 1945 - eine aufschlußreiche und schockierende Dokumentation, aus der man viel über die Psyche solcher Täter erfährt.

»Zum ersten Mal erklärt eine Studie, was deutsche Serienmörder umtreibt.« (Der Spiegel)

Kriminetz-Rezensionen

Grausamer als ein Krimi oder Thriller

Bei Hannibal Lecter denkt jeder gleich an den bestialischen Serienmörder. Aber Hannibal ist nicht der einzige brutale Mehrfach-Mörder. Es gibt viele Verurteilte und viele, die noch nicht gefasst worden sind, wie z. B. der Harzmörder.

Was aber haben diese Täter gemeinsam, wer sind sie und was treibt sie zu diesen Taten?

Diesen Fragen geht Stephan Harbort in seinem Buch „Das Hannibalsyndrom. Phänomen Serienmord“ nach. In folgenden 7 Phasen verläuft diese negative Karriere: Konditionierungs-, Entwicklungs-, Verselbständigungs-, Probier-, Umsetzungs-, Vertiefungs- und schließlich die Wiederholungsphase, siehe Seite 225 ff.

Der Kriminalexperte, der internationale Fahndungsmethoden entwickelte, die zur Überführung von Serienmördern dienen, hat in zahlreichen Interviews mit diesen Menschen Tathergang und Täterprofil erforscht. Herausgekommen sind schockierende Berichte, die Harbort in diesem Buch in 18 Kapiteln festgehalten hat. Die Seiten des Buches sind mit Text sehr ausgereizt und die Schrift ist eng und klein, das erschwert leider das Lesen. Positiv ist, das über jeder Seitenzahl der Titel des Kapitels steht.

Das Buch liest sich nicht einfach nebenbei weg wie ein Krimi oder spannender Thriller. Allein die Taten sind schon abschreckend und grausam, dazu kommt noch, welche Gedanken, inneren Antriebe und Gefühle der Täter hatte.

Stephan Harbort beleuchtet auch die familiären, sozialen und wissenschaftlichen Hintergründe, die aus einem Menschen einen Serienmörder machen.

Der Schreibstil lässt sich trotz vieler wissenschaftlicher Informationen gut lesen, denn der Autor schreibt von sich in der Ich-Form und erzählt zwischen den empirischen Fakten von seinen Gedanken und Gefühlen und beschreibt anschaulich das Leben der Personen, mit denen er sich befasst hat.

Spannung bzw. Gänsehaut entsteht hier nicht durch einen reißerischen Schreibstil, sondern durch die Kombination von Fakten, Handlungen und Emotionen realer Mörder.

Aufregung schafft Erregung? Serienmörder müssen nicht immer Sexualverbrecher sein.