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Ein Herz und eine tote Seele
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Turbulente Zeiten im idyllischen Shaftesbury: Ein Rabe terrorisiert das Dorf, ein Kleptomane scheint von Haus zu Haus zu gehen, und obendrein wird das Anwesen Highgrove Hall von einem abgerissenen Mann gekauft, der aussieht, als hätte man ihn eben aus dem Gefängnis entlassen.
Alles Fälle für Penelope St. James meint man im Dorf, weil alle sie für eine verdeckt arbeitende Detektivin halten. Doch der schwierigste Fall erwartet Penelope noch – als sie den neuen und schon unbeliebten Pfarrer tot in der Kirche findet.
Cosy Crime im idyllischen Südengland – mit liebenswerten Figuren und tierischer Unterstützung.



















Ein Dieb, ein angsteinflößender Rabe und der Mord am Pfarrer
Pneleope lebt nun schon einige Monate im dem Dörfchen Shaftesbury und hat sich ganz gut damit arrangiert, dass die Dorfbewohner glauben, sie sei eine verdeckt arbeitende Ermittlerin des MI5. Denn sie übernimmt gerne die kleinen Fälle, die ihr anvertraut werden. Neuerdings verschwinden Wertsachen aus den Häusern der Dorfgemeinschaft, verantwortlich dafür machen die Leute einen Raben, der ein wenig aggressiv daherkommt. Penelope bezweifelt das, auch wenn sie sich ansonsten mit Tieren so gar nicht anfreunden kann. Als sie eines Tages den Pfarrer in der Kirche in einer Blutlache liegend tot vorfindet, ändern sich ihre Prioritäten und sie versucht, den Mörder zu finden. Nebenbei muss sie auch noch eine Hochzeit arrangieren, ihre Partnervermittlungsagentur betreiben, die Dorfbewohner davon überzeugen, dass die neuen Bewohner von Highgrove Hall (eine ehem. Rockband) keineswegs direkt aus dem Kittchen kommen und sich auch noch Freiräume für die noch junge Beziehung zu Tierarzt Sam freischaufeln. Ach ja, dann ist da auch noch die Sache mit dem Geld, das plötzlich bei einigen Leuten vor der Haustüre liegt. Nicht nur ein Dieb, ein Mörder und ein nervender Rabe treiben also ihr Unwesen in Shaftesbury, sondern auch noch ein geheimnisvoller Wohltäter. Penelope hat alle Hände voll zu tun.
Nachdem ich Band 1 regelrecht inhaliert habe, kann mich auch Band 2 sehr gut amüsieren. Er knüpft zeitlich ein paar wenige Monate nach dem ersten Buch an und ich habe es sehr genossen, die alten Bekannten auch hier wieder vorzufinden plus ein paar neue, sehr interessante Charaktere (Mensch und Tier) obendrein. Der Schreibstil gefällt mir unheimlich gut, weil er so leicht zu lesen, so lebendig und bildhaft ist. Ich liebe das Flair, das mir aus dem Buch förmlich entgegenspringt. Das Dorfleben, die Cottages, die englische Landschaft, die teils skurrilschrägen, aber immer so liebenswerten Leute. Ein Buch zum Eintauchen und Wohlfühlen. Aber auch zum Miträtseln. Ich wusste bzw. ahnte dann zwar etwa ab der Hälfte, wer die Taten begangen hat, jedoch nicht warum und wie. Von daher war die Auflösung für mich trotzdem schön. Ja, natürlich ist es teilweise ein bisschen weit hergeholt, wenn Penelope wieder mal bereitwillig Auskunft von der Polizei erhält oder sogar bei der Inventur des Diebesguts mit einbezogen bzw. eine Hauptaufgabe erhält. Und auch wenn sie bei ihren Besuchen beim Bischoff in London von diesem einfach so umfassende Auskünfte erhält. Aber egal, das tut der Story keinen Abbruch, ich mag sie trotzdem sehr. Ich freue mich auf die Fortsetzung. Ein toller CosyCrime zum Wohlfühlen, Schmunzeln, Lachen und Miträtseln. 4/5 Sterne.
Guter Cosy Crime
Zum Inhalt:
Penelope wird wieder einmal von der Gemeinde eingespannt: Diebstähle und ein Mord wollen aufgeklärt werden. Zusätzlich nimmt ihr Geschäft mit der Partnerschaftsvermittlung endlich Fahrt auf und die Gefühle zum Tierarzt nebenan werden tiefer.
Mein Eindruck:
Nach dem eher holprigen ersten Buch überzeugt Emily Winston mit ihrem zweiten Aufschlag. Mag es dem Umstand geschuldet sein, dass die Figuren eingeführt sind,- die Geschichte kommt schnell in Schwung, die Charaktere sind liebenswert schrullig und die Auflösung ist (leider zu schnell) absehbar. Da Winston auch das Geschäft mit den Herzen nicht aus den Augen verliert, bietet sich auch auf dieser Ebene immer eine Möglichkeit der Unterhaltung der (wahrscheinlich zumeist weiblichen) Leser. Genauso gekonnt jongliert Penelope mit den unterschiedlichen Anforderungen an ihre Person und es macht durchaus Spaß, dieser leichten Unterhaltung zu frönen.
Mein Fazit:
Leichte Sommerlektüre
Ein Cosy-Krimi, der Lust auf mehr gemacht hat
Buchmeinung zu Emily Winston – Ein Herz und eine tote Seele
Ein Herz und eine tote Seele ist ein Kriminalroman von Emily Winston, der 2023 bei Aufbau Digital erschienen ist. Dies ist der zweite Band um den Mordclub von Shaftesbury.
Zum Autor:
Emily Winston ist das Pseudonym von Angela Lautenschläger. Sie arbeitet seit Jahren als Nachlasspflegerin und erlebt in ihrem Berufsalltag mehr spannende Fälle, als sie in Büchern verarbeiten kann. Ihre Freizeit widmet sie dem Krimilesen, dem Schreiben und dem Reisen. Besonders die britische Lebensart und der englische Humor haben es ihr angetan. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in Hamburg.
Zum Inhalt:
Die modebewusste Penelope St. James ist von London nach Shaftesbury gezogen und hat dort eine Partnervermittlungsagentur gegründet. Für die meisten Einwohner ist sie aber eher eine Detektivin. Als sie den unbeliebten neuen Pfarrer ermordet in der Kirche auffindet, steckt sie mitten in einem neuen Fall.
Meine Meinung:
Mich hat dieses Buch von Anfang an gefangen genommen. Die drei Protagonisten Penelope St. James, Tierarzt Sam Bower und dessen achtjährige Tochter Lilly mögen im Detail ein wenig überzeichnet sein, aber sie sind reihum überaus sympathisch und agieren mit Herz und Verstand. Natürlich gehören auch romantische Verwicklungen in diesen Titel. Diese drei Hauptfiguren sind umfassend und auch mit ein paar Ecken und Kanten gezeichnet, während die übrigen Figuren nur grob skizziert werden, auch wenn dies liebevoll geschieht. Natürlich werden auch Klischees bedient, aber oft wird mit diesen gespielt. Die netten Musiker, die mit ihren Tattoos eher wie Ex-Sträflinge wirken, oder der Bischof, der seine Besetzungsgeheimnisse mit Penelope teilt, gehören dazu. Penelope findet sogar noch Zeit, um ihre Partnervermittlung voran zu bringen.
Wechselnde Perspektiven liefern Einblicke in diverse Gefühlswelten und die Beschreibung der Örtlichkeiten und der dörflichen Gemeinschaft machen Shaftesbury attraktiv. Fast nebenbei wird der Fall vollständig und nachvollziehbar gelöst. Die kurzweilige Erzählung hat mich sehr gut unterhalten, weil es auch eine Wohlfühloase darstellt.
Fazit:
Ein Cosy-Krimi wie ich ihn mag. Sympathische Protagonisten, liebevoll gezeichnete Figuren, eine Handlung mit etlichen überraschenden Wendungen, ein bisschen Romantik und natürlich auch ein Kriminalfall haben mich sehr gut unterhalten. Deshalb bewerte ich das Buch mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung für die Freunde von Cosy-Krimis aus.