Cover von: Der Hilliker-Fluch
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Der Hilliker-Fluch

Meine Suche nach der Frau
Buch
Gebundene Ausgabe, 256 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3550088434

ISBN-13: 

9783550088438

Erscheinungsdatum: 

05.10.2012

Preis: 

19,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 5.451.788
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3550088434

Beschreibung von Bücher.de: 

'Alles begann im Jahr 1958. Jean Hilliker hatte sich von ihrem untreuen Ehemann scheiden lassen. Sie trank. Ihr Sohn James war zehn Jahre alt, lebte beim Vater, hasste und vermisste seine Mutter und wünschte ihr sogar den Tod. Drei Monate später wurde sie ermordet. Der Hilliker-Fluch ist das Bekenntnis eines Jägers, eines wie besessen Suchenden, eine Abhandlung über Schuld, aber vor allem ein Aufschrei. James Ellroy beschreibt schonungslos seine kaputte Kindheit, seine Jahre als Kleinkrimineller, sein Leben als Schriftsteller, seine Affären und Ehen, seinen Zusammenbruch und schließlich den Beginn der Beziehung mit einer Frau, die vielleicht die lang Gesuchte ist.

Kriminetz-Rezensionen

Ellroy auf der Couch - Schreiben als Therapie

Für mich gibt es nur die Underworld-Trilogy Punkt Ein amerikanischer Thriller - Ein amerikanischer Albtraum - Blut will fließen Punkt Mit einigem Abstand folgt Don Winslow: Tage der Toten, Zeit des Zorns, Kings of Cool.
Warum also sich den Hilliker-Fluch antun? Weil ich den Autor Ellroy liebe. Und es bedarf tatsächlich einiges an Liebe Ellroy in die dunkelsten Gegenden seines Ich zu folgen. Die Problematik des Hilliker-Fluchs beginnt mit der Form. Handelt es sich um eine Autobiographie, essayistische Memoiren oder eine neue Form des Krimis, der sein Spannungsptenzial aus der Beziehungsdialektik von Mann und Frau eruiert?
Alles begann mit der Ermordung seiner Mutter als er ein Kind war und dass er seine Mutter kurz vorher verfluchte und ihr den Tod wünschte. Dieses Matra Ellroys ist bekannt. Ebenso wie er seine Zwanziger zubrachte: Alkohol, Drogen, Spannen und Brüche. Weitgehend neu sind seine Analysen über seine realen und fiktiven Beziehungen. Jede Frau kategorisiert und bewertet er. Er weist ihnen einen funktionalen Stellenwert an einem Lebensabschnitt zu. Offen und schonungslos zeigt Ellroy sein von Hybris getriebenes Ich, das aber zu Nervenzusammenbrüchen und Panikattacken neigt. Retten kann ihn dabei nur die eine Frau, die er als seinen heiligen Gral bezeichnet. Er behauptet, sie jetzt gefunden zu haben. Aber bekanntlich ist das ja auch nur eine Momentaufnahme. Ellroy rekonstruiert sein Leben anhand seiner Beziehungen zu Frauen, damit der Leser ihn dekonstruieren kann. Das erfordert einiges an Mut. Danke dafür. Und insofern ist der Hilliker-Fluch selbstreferentiell: Als Voyeur dem Voyeur zusehen.