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Hinterhaus

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404178270

ISBN-13: 

9783404178278

Auflage: 

1 (31.05.2019)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 275.798
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404178270

Beschreibung von Bücher.de: 

Journalistin Carolin stolpert wider Willen in einen Kriminalfall, der sie tief in die Vergangenheit Ost-Berlins führt. In einem Hinterhaus in Prenzlauer Berg findet sie die Leiche eines seit Langem vermissten Jungen. Doch kaum jemand scheint sich an ihn erinnern zu wollen. Die Hausbewohner schweigen, und die Polizei ermittelt nur halbherzig.

Eigentlich hat Carolin andere Sorgen. Ihr Freund ist weg, sie hat keine Wohnung mehr und keinen Job. Aber ehe sie sichs versieht, ist sie dem Mörder zu nahe gekommen. So wird das Hinterhaus auch für Carolin zur tödlichen Falle ...

Kriminetz-Rezensionen

Hast Du Driss am Schuh ...

Zum Inhalt:
Carolin sitzt vor dem Scherbenhaufen ihres bis dato gemütlichen Lebens. Ihr langjähriger Lebenspartner ist verschwunden, hat nur sieben Umzugskartons mit persönlicher Habe zurückgelassen und die gemeinsame Wohnung zum gleichen Tag gekündigt. Glücklicherweise nimmt ihre Nachbarin Mandy aus dem Hinterhaus sie unbürokratisch auf, da Caro zusätzlich zu Mann und Wohnung den Job verliert. Doch auch dieses Arrangement ist nicht von langer Dauer, als die Leiche von Mandys Bruder, der vor vielen Jahren verschwunden ist, plötzlich hübsch verpackt auftaucht und Mandy deshalb verhaftet wird.

Mein Eindruck:
Wie schon Poldi sagte: „Hast Du Driss am Schuh, hast Du Driss am Schuh!“. Ein Motto, welches Werrelmann in aller epischen Breite für ihre Protagonistin wählt. Der Umgang Caros mit all dem Unglück entbehrt nicht einer gewissen Komik – sie hat nämlich keinen und fällt deshalb von einem Ungemach in die nächste Katastrophe. Leider sind dabei einige Szenen überspitzt bis absolut unglaubwürdig und insbesondere die vielen Szenen mit Lebensmitteln, die auf mannigfache Art und Weise Körper verlassen, führen zu einem gewissen Grad des Ekels. Anzumerken ist dabei, dass die Autorin in einzigartiger Güte schildern kann – hier ist diese Gabe leider eher unglücklich. Ganz im Gegensatz dazu die Geschichte: Wunderbar schlüssig, das Ende klärt über fast alle Begebenheiten auf, die mordende Person ergibt sich folgerichtig, ohne zu früh bekannt zu sein. Eine Entwicklung der Figuren (insbesondere der Hauptperson) findet statt, das Ende befriedigt auf weiter Strecke und bietet einen rosa Streifen am Horizont für diejenigen, die es verdient haben. Das skurrile Personal ist dabei für den einen oder anderen Schmunzler gut. Das macht Leser glücklich und froh (wenigstens die meisten davon) und sorgt für eine letztendlich doch noch gute Wertung.

Mein Fazit:
Geschichte top, sehr gute Beschreibungsqualität, leider manchmal für die falschen Vorgänge genutzt.

Geheimnisse im Hinterhaus

Die Journalistin Carolin ist nicht sonderlich ambitioniert, denn sie führt mit ihrem Freund Jens ein recht privilegiertes Leben am Prenzlauer Berg. Doch das ändert sich, als sie vom Yoga nach Hause kommt und ihre Siebensachen vor der Tür findet. Die Wohnung wurde vor einiger Zeit gekündigt und ist bereits leergeräumt. Sie findet Unterschlupf bei Mandy im Hinterhaus. Hier ist alles sehr heruntergekommen. Dann verliert Caro auch noch ihren Job. Im Hinterhaus findet sie die Leiche eines seit langem vermisstem Jungen, was aber niemanden besonders zu belasten scheint. Caro wird in den Fall hineingezogen und gerät so in Gefahr.

Mich hat dieses Buch ziemlich enttäuscht. Ich hatte einen sehr spannenden Krimi erwartet und habe eher eine Milieustudie bekommen. Der Schreibstil hat mich auch nicht angesprochen. Die Sprache war streckenweise sehr direkt und derb. Die Charaktere sind zwar sehr individuell beschrieben, aber es gab niemanden, der mir sympathisch war. Jeder von ihnen hat so seine Geheimnisse.

Caro ist ein wenig weltfremd. Bisher haben die Männer ihr Leben geregelt, erst der Vater, später Jens. So bekommt sie nichts richtig auf die Reihe. Wieso beendet Jens auf diese merkwürdige, lang geplante Weise ihre Beziehung und sie spürt davon nichts? Dann findet sie im Hinterhaus den kleinen toten Jungen, aber es belastet keinen. Auch was da sonst im Haus abgeht, wird einfach so abgetan.

Das Cover des Buches wirkt schon ziemlich düster und so ist auch die ganze Atmosphäre im Hinterhaus. Gut, am Ende wissen wir, wer der Täter ist und das ist eine Überraschung.

Mich hat diese Geschichte nicht packen können.

Tolle Nachbarn

✿ Meine Meinung ✿
Ohje, so einen Gossenslang habe ich ja lange in keinem Buch gelesen, sorry dafür, aber es wird extrem viel geka**ckt, gekotzt und gepi**t. Diese Ausdrucksweise wird so überflüssig und oft benutzt, dass ich es einfach nur widerlich fand. Keine Ahnung was mir das mitteilen sollte!!! Zudem fand ich alle Protagonisten einfältig und dumm, ihr Handeln einfach unrealistisch und billig. Wer sich so benimmt, hat es auch nicht anders verdient. Ständig werden zuvor ausführliche beschriebene Geschehnisse nochmals als Zusammenfassung wiederholt, als wenn ich das beim ersten Durchlesen noch nicht kapiert hätte und dann oftmals noch mit genau demselben Wortlaut. Wollte man damit Seiten voll bekommen? Alle Hausbewohner haben Probleme und weit zurückreichende Schicksale, so das es wirklich ein Elendshinterhaus ist. Spannung? Krimi? Um das zu unterschreiben, muss ich leider passen. Zudem wird das Ende durch Perspektivenwechsel künstlich in die Länge gezogen und dann auf einmal löst sich alles ratzfatz auf, schnell, fragwürdig und unspektakulär.

✿ Fazit ✿
Ein unglaubwürdiger und extrem an den Haaren herbeigezogener Plot mit völligen PlemmPlemm-Charakteren.