Cover von: Hochamt in Neapel
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Hochamt in Neapel

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 365 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3406731333

ISBN-13: 

9783406731334

Auflage: 

1 (25.01.2019)

Preis: 

19,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 2.627
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3406731333

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein tödlicher Verkehrsunfall in Rom ruft Commissario Bariello auf den Plan, und ein geheimnisvoller Brief im Bistumsarchiv von Neapel lässt Weihbischof Montebello eine archäologische Sensation und einen kirchlichen Skandal erahnen. Die Spuren, die sie verfolgen, führen sie auf die dunkelsten Seiten Italiens. Sie müssen erkennen, dass sie die Interessen ebenso mächtiger wie skrupelloser Kreise gewaltig stören.

Als sich ihre Wege kreuzen und sie zusammenarbeiten, stoßen sie auf eine Verschwörung aus Camorra, Kirche und Kapital. Die meisten Opfer finden sich in den Armenvierteln Neapels, wo in unmittelbarer Nähe zu Kunst, Schönheit und tiefer Frömmigkeit brutale Verbrechen geschehen. Doch dann erkennen Bariello und Montebello, dass die wahre Apokalypse erst noch bevorsteht. So beginnt, noch ehe die Neapolitaner das Blutwunder ihres Stadtheiligen San Gennaro erflehen können, das Blut ganz anderer zu fließen.

Kriminetz-Rezensionen

Sehr spannend!

Gian Carlo Montebello ist seit einem Jahr Weihbischof in seiner Heimatstadt Neapel, als der Altertumswissenschaftlerin Jacky Neapolitano auffällt, dass Dokumente verschwunden sind. Als diese wieder auftauchen, enthüllen sie ein brisantes Geheimnis.

In Rom wird ein Mann, offenbar absichtlich, überfahren. Kriminalhauptkommissar Bariello ermittelt und stößt in ein Wespennest.

Stefan von der Lahr ist promovierter Althistoriker, man kann also davon ausgehen, dass der historische Anteil des Romans gut recherchiert ist, und interessant ist er auch. Sicher, manches, was hier über das Geheimnis erzählt wird, ist, wie auch im Anhang erwähnt, fiktiv, aber die Hintergründe sind real, und mir war bisher gar nicht bewusst, wie interessant dieser mögliche Fund für manche sein könnte. Noch ein ganzes Stück interessanter finde das, was über Neapel und seine Geschichte erzählt wird, z.B. über San Gennaro. Ich erfahre in Romanen gerne etwas Neues und weiß jetzt einiges mehr über diese italienische Stadt.

Der historische Moment ist nur ein Teil der Geschichte, mit im Fokus steht der Kriminalfall, der sich immer mehr ausweitet, und schließlich auch nach Neapel führt, so dass Bariello und Montebello sich wiedertreffen (wer „Das Grab der Jungfrau“ gelesen hat, kennt die beiden bereits). Der Hintergrund dieses Falls schlägt weite Kreise, erzählt von Korruption und einem Verbrechen, unter dem viele leiden müssen, Skrupellosigkeit, Egoismus und Gier, dazu organisiertes Verbrechen – hier findet sich vieles, und Bariello hat es nicht einfach, überhaupt Ermittlungen in die Wege leiten zu können. Aufgelöst wird alles nachvollziehbar – und das Ende hat es in sich.

Der Roman ist sehr spannend und entwickelte sich für mich schnell zum Pageturner. Ich kann mir aber vorstellen, dass mancher Probleme hat mit den vielen italienischen und lateinischen Begriffen und Sätzen (die im Anhang übersetzt werden) und den vielen Namen (im Anhang findet sich auch ein Personenverzeichnis). Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, die fremden Worte kann man zur Not auch überspringen, man verpasst nichts Wichtiges, und die wesentlichen Namen hat man schnell im Kopf.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, vor allem Montebello gefällt mir gut. Ich hoffe sehr, dass Stefan von der Lahr ihn noch ein weiteres Mal zum Protagonisten eines Romans macht. Für manche Überraschung sorgt Padre Luis, der sich damit den zweiten Platz in meinem Herzen erobert hat, vor allem, weil alles gut nachzuvollziehen ist.

Für mich ist dieser Roman mein erstes Highlight in diesem Jahr, spannend, interessant, und mit Charakteren, mit denen ich mitfühlen kann. Ich hoffe auf weitere Romane mit den Protagonisten und vergebe gerne 4,5 Sterne (wo nötig aufgerundet) und eine Leseempfehlung.

Facettenreicher hochspannender Kriminalroman

In Rom beobachten zwei Polizisten einen mutmaßlichen Mord an einem kleinen Zollbeamten, der Commissario Bariello zunächst einiges Kopfzerbrechen bereitet. Doch diese Fährte führt tief in mafiöse Gefilde, wobei sie eine Spur des Todes hinterlässt. Dabei erregt er einigen Widerstand, den es geschickt zu umschiffen gilt.

Währenddessen stoßen in Neapel der neue Weihbischof Montebello und seine Vertrauten im dortigen Kirchenarchiv auf einen geheimnisvollen Brief mit dem Hinweis auf eine verborgene archäologischen Sensation …

In dem spannenden Kriminalroman „Hochamt in Neapel“ von Autor Stefan von der Lahr, führen unzählige komplexe Begebenheiten am Ende zu einem großartigen Finale. Es gibt zwei Hauptorte, Rom und Neapel, mit unterschiedlichen Ermittlern.

Die eine Seite ist klassische Polizeiarbeit, mit loyalen und hoch motivierten Kräften, angeführt von Commissario Bariello. Auf der anderen Seite die theologische Fraktion, mit Weihbischof Montebello an der Spitze, die einem kirchlichen Geheimnis auf der Spur ist. Wie das alles zusammenkommt, bleibt sehr lange im Dunkeln, was die Geschichte unglaublich aufregend macht.

Sehr viele Protagonisten, Ereignisse und vielschichtige Handlungsorte fordern alle Konzentration des Lesers, doch die wunderbare Konstruktion der Story lohnt diesen Aufwand auf alle Fälle! Der Schreibstil gefällt mir gut, sehr präzise, nicht allzu emotional, eine Art Betrachtung von außen, wie bei einem bilderreichen, aufwühlenden, spannenden und actionreichen Kinofilm.

Mein Fazit: Der Krimi bietet ganz großartige Unterhaltung, besonders begeistert dabei die Jagd nach dem großen Ganzen und dem Aha-Effekt am Ende! Faszinierend auch das unterschwellige Böse, in all seinen Facetten, mit einerseits unglaublicher Arglosigkeit oder Skrupellosigkeit, als Motivation der mitwirkenden Gestalten. Wirklich aufregend:)