Cover von: Der Hof
Amazon Preis: EUR 19,95
Bücher.de Preis: EUR 19.95

Der Hof

Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 464 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3805250681

ISBN-13: 

9783805250689

Erscheinungsdatum: 

01.02.2014

Preis: 

19,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 154.579
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3805250681

Beschreibung von Bücher.de: 

Mit seinem neuen Werk, »Der Hof«, gelingt es Simon Beckett erneut, einen mitreißenden Thriller abzuliefern. Knapp drei Jahre nach dem Erfolgsroman »Verwesung« seiner David-Hunter-Reihe folgt endlich das neue Buch des 53-jährigen Bestsellerautors, Simon Beckett. »Der Hof« besticht nicht nur durch eine spannende Handlung, sondern auch durch authentische Charaktere, deren Schicksale die Leser bewegen. Gekonnt versteht es Beckett, mit den Erwartungen erfahrener Krimienthusiasten zu spielen und diese hinters Licht zu führen. Bezüglich der Handlungsorte greift Beckett, auch in seinem neuen Krimi, auf Altbewährtes zurück. So verwendet er, wie in seinen früheren Werken, erneut ein abgeschiedenes Fleckchen Erde, in dem Fremden von Natur aus misstrauisch entgegengeblickt wird (u.a. »Die Chemie des Todes«), sowie die Weltstadt London (u.a. »Voyeur«), als Kulisse für seine Erzählung. Inhaltsangabe zu Simon Beckett: Der Hof Auf der Flucht vor dem Gesetz findet der Engländer Sean, unfreiwillig, Unterschlupf auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Bauernhof in Südfrankreich, der von der Familie Arnaud bewohnt wird. Schnell realisiert er, dass abseits der gewöhnlichen Probleme, die die Arnauds plagen, auch noch weitaus dunklere Geheimnisse auf dem Hof begraben sind - und, dass das Wissen um das Verborgene, die Möglichkeit für ihn, den Hof jemals wieder zu verlassen, in unerreichbare Ferne rücken lässt. Als Sean, bei dem Versuch sich auf dem Grundstück der Arnauds vor der Polizei zu verstecken, in eine Bärenfalle tritt, trägt er eine schwere Beinverletzung davon. Die beiden Schwestern, Mathilde und Gretchen, bringen Sean, ohne dem Wissen ihres Vaters, in der Scheune unter, um ihn dort gesund zu pflegen. Da keiner der Beteiligten die Polizei miteinbeziehen möchte, verzichtet Sean darauf, ins Krankenhaus gebracht zu werden und gibt sich mit der privaten Behandlung zufrieden. Doch als das Familienoberhaupt dahinterkommt, versucht dieser den unerwünschten Gast, mit vorgehaltener Waffe, von seinem Land zu vertreiben. Mathilde, die ältere Tochter und selbst schon Mutter, verhindert dies und sorgt dafür, dass Sean, für die Zeit seiner Genesung, auf dem Hof verbleiben kann. Trotz der Spannungen die zwischen Sean und Arnaud herrschen, willigt letzterer, auf Drängen seiner Tochter, ein, Sean als Hilfsarbeiter einzustellen, um die angefangenen Reparaturarbeiten auf dem Hof, die sie allein nicht bewältigen können, fortzusetzen. Obwohl der junge Brite eine baldige Abreise geplant hatte, fürchtet er die Rückkehr in sein altes Leben, was ihn dazu bringt das Stellenangebot anzunehmen. »Es ist, als würden sie in einer anderen Epoche leben. Trotzdem ist ein Teil von mir gar nicht so unglücklich über diesen Bauernhof, der von der Außenwelt abgeschnitten ist.« Bei einem Ausflug in das nahegelegene Dorf kriegt Sean am eigenen Leib zu spüren, dass Arnaud auch mit den Anwohnern auf Kriegsfuß steht, doch die Gründe dafür bleiben ihm unbekannt. Nur die Warnung sich von Arnauds Töchtern fernzuhalten, wird ihm mit auf den Weg gegeben, was in ihm den Verdacht weckt, dass sämtliche Animositäten gegen die Arnauds in Zusammenhang mit der Abwesenheit des Vaters von Mathildes Sohn stehen könnten. Trotz seines Vorsatzes, sich nicht weiter in das Leben der Arnauds einzumischen als notwendig, gewinnt seine Neugier die Oberhand und bringt ihn dazu, selbst Nachforschungen über den Verbleib des Mannes anzustellen...

Von Frankreich nach England und wieder zurück »Denkst du auch manchmal darüber nach, wie es sein wird, zu sterben?« Parallel zu den Ereignissen auf dem Hof in Frankreich, erfährt der Leser in Rückblicken wie Sean zu dem Punkt gelangt, an dem die eigentliche Geschichte beginnt. Diese erzählen von seinem Leben in London, wo er als ambitionsloser Lehrer an einer Sprachschule sein Dasein fristet, sowie von den Höhe- und Tiefpunkten seiner Beziehung zur erfolglosen und unglücklichen Künstlerin Chloe. Der Ton in der Erzählung dieser Abschnitte unterscheidet sich immens von dem des restlichen Buches, was immer wieder frischen Wind in die Geschichte bringt. Zusätzlich verdeutlichen diese Einschübe die Entwicklung die Sean durchmacht und liefern so gleichzeitig logische und vor allem nachvollziehbare Gründe für die Entscheidungen, die er trifft. Rückkehr zu den Wurzeln Wer sich bisher ausschließlich mit Simon Beckett und seinen Werken über die Abenteuer des forensischen Anthropologen David Hunter auseinandergesetzt hat, wird sich möglicherweise über den Weg, den der Schriftsteller mit »Der Hof« einschlägt, wundern. Im Fokus liegen hier nämlich nicht Verbrechen und Tatortanalyse. Im Gegenteil, die Beziehungen und Vertrauensverhältnisse der Charaktere zueinander, sowie die Wahrnehmung eben dieser, sind das Hauptaugenmerk der Geschichte. Zwar fallen die detaillierten Beschreibungen von Verletzungen, für die Beckett bekannt ist, nicht völlig unter den Tisch, sind aber bei weitem nicht so zahlreich, wie in seinen zuletzt geschriebenen Büchern. Mit »Der Hof« kehrt Simon Beckett zu einer anderen Art des Thrillers zurück, die Fans an seine früheren Werke, wie »Obsession« oder »Voyeur«, erinnern wird. Intelligent, spannend, mitreißend und beklemmend - ein Muss für alle Krimi-Leser und ein definitives Highlight des Jahres 2014.

Kriminetz-Rezensionen

Flimmernde Hitze und düstere Charaktere in der Einöde

Sean flüchtet von England nach Frankreich. Dort irrt er in der Hitze durch die Einöde. Auf einem abgelegenen Hof bittet er um Wasser und wird schroff abgewiesen. Aus Angst vor der Polizei muss er kurze Zeit später erneut auf dieses Grundstück flüchten. Dort tritt er in eine Eisenfalle und verletzt sich schwer am Fuß.

Mathilde, die Tochter des Hofbesitzers, verarztet seinen Fuß und pflegt ihn. Als er sich langsam erholt, schaut er sich auf dem Hof um. Auf dem Hof werden Wildschweine gehalten und die Gebäude sind stark runtergekommen. Der Besitzer Arnoud ist ein zänkischer Eigenbrötler, der seine Töchter Mathilde und Gretchen streng im Auge behält.

Arnoud macht keinen Hehl daraus, dass er es lieber sähe, wenn Sean verschwinden würde. Sie einigen sich, dass Sean bleiben kann, bis sein Fuß verheilt ist. Dafür hilft er auf dem Hof und macht Ausbesserungen am Haus.

Sean spürt, dass ein dunkles Geheimnis auf dem Hof und der Familie liegt. Aber auch Sean trägt ein Geheimnis mit sich herum. Bei einem Einkauf in der Stadt erfährt er, wie sehr Arnouds Familie von den Dörflern gehasst und gemieden wird. Aber warum?

Wird Sean das Geheimnis um den Hof lüften oder wird er selber weiter vor seinem Geheimnis flüchten?

Dies ist mal ein anderer Simon Beckett. Hier geht es nicht um einen Thriller mit kriminalistischer Aufklärung, sondern eher um eine Erzählung. Simon Beckett schreibt sehr bildhaft und lebendig, aber diesmal auch sehr sachlich erzählend. Erzählt wird in zwei Erzählsträngen. In dem einen erfährt der Leser von Seans Flucht und Aufenthalt in Frankreich und in dem anderen Erzählstrang erfährt man nach und nach was vor der Flucht in London passiert ist. Durch den Wechsel zwischen den Erzählsträngen wird Spannung aufgebaut. Der Leser ahnt nach und nach was in London passiert ist und will gleichzeitig wissen, wie es auf dem Hof weitergeht.

Mich hat „der Hof“ anfangs stark an Stephen King „Sie“ erinnert. Ein Autor, der nach einem Autounfall von einer Krankenschwester gepflegt wird. Auch er ist an den Beinen verletzt und seine Pflegerin ein düsterer Charakter. Ähnlich ist es mit den Charakteren auf dem Hof.

Die Charaktere Arnoud, George, Mathilde und Gretchen werden sehr geheimnisvoll dargestellt. Sie sind eigenartig und verbergen was. Ich habe ständig erwartet, dass einer der Charaktere sein wahres Gesicht zeigt bzw. eine Situation eskaliert. Aber da musste ich erst noch mehrere Seiten über flimmernde Hitze und Wände, die vermörtelt werden, lesen.

Als am Ende die Situation „endlich“ eskaliert, war ich nicht sonderlich überrascht. Es war irgendwie abzusehen. Da hätte ich mir am Ende doch mehr Spannung, eine unerwartete Wendung und natürlich Nervenkitzel gewünscht.