Cover von: Hotel Cartagena
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Hotel Cartagena

Der neunte Fall für Chastity Riley. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 228 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3518470035

ISBN-13: 

9783518470039

Auflage: 

1 (29.09.2019)

Preis: 

15,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 8.651
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3518470035

Beschreibung von Bücher.de: 

Eine unterkühlte Hotelbar am Hamburger Hafen. Unten an den Docks glitzern die Lichter, oben sind die Tische eher dünn besetzt. Plötzlich gehen die Türen auf, zwölf schwerbewaffnete Männer kapern die Bar, nehmen Gäste und Personal in Geiselhaft. Mittendrin: Chastity Riley, die sich eigentlich auf ein schmerzhaftes Wiedersehen mit alten Freunden eingestellt hatte, jetzt aber gemeinsam mit allen anderen Geiseln lernen muss, dass es Verletzungen gibt, die sich einfach nicht mehr reparieren lassen ...

Der Kiez in den 80ern, ein junger Mann will raus. Er nimmt ein Schiff nach Kolumbien und lernt am Strand von Cartagena, was passiert, wenn man mit den falschen Leuten feiert. Auf die große Party folgt die Hölle. Erst das ganz große Drogengeschäft, dann Verrat, Flucht, Untertauchen. Später dann: die Chance auf Vergeltung. Der inzwischen gar nicht mehr so junge Mann beschließt, sie zu ergreifen.

Und so wird St. Pauli von einer spektakulären Geiselnahme erschüttert. Die Polizei steht draußen und scheint zum Zuschauen verdammt, während Staatsanwältin Chastity Riley ihren inneren John McClane aktivieren muss.

Kriminetz-Rezensionen

Hotel Cartagena

In einer noblen Hotelbar im Hamburger Hafen wird Geburtstag gefeiert. Unter den Gästen sind Polizeibeamte und die Staatsanwältin Chastity Riley. Da stürmen zwölf schwer bewaffnete Männer in die Bar und nehmen Gäste und Personal als Geisel. Was wollen die Attentäter?

In einem weiteren Handlungsstrang erfahren wir von einem jungen Mann, der sich nach Kolumbien aufmacht und in der Hafenstadt Cartagena auf die falschen Leute trifft. Nun ist Henning Garbarek zurück in Hamburg.

Was haben die beiden Handlungen miteinander zu tun? Das erschließt sich erst im Laufe der Zeit.

Es ist mein erstes Buch der Autorin Simone Buchholz. Sie hat einen ausgefallenen Schreibstil, der mir gut gefällt. Die Ausdrucksweise finde ich sehr passend. Auch die Atmosphäre Hamburgs um den Hafen herum ist stimmig dargestellt. Aber auch Cartagena kann man sich aufgrund der Beschreibung gut vorstellen. Die Personen sind sehr differenziert, aber auch authentisch beschrieben. Auch Chastity Riley ist speziell, so habe ich mir nicht unbedingt eine Staatsanwältin vorgestellt. Ihre Gedankengänge waren für mich nicht immer klar.

Es ist ein spannender Krimi, bei dem eine Menge Emotionen im Spiel sind. Mir hat er gut gefallen.

Weisser Stoff

Eine Abschiedsparty für einen Kriminalbeamten endet in einer Geiselnahme. Die Staatsanwältin Chatity Riley ist mittendrin und außerdem noch geschwächt. Die Geschichte, wie es zu der Geiselnahme kommt, wird in Abschnitten erzählt und am Ende wird einiges sehr viel deutlicher.

Der Krimi, den »Hotel Cartagena« erzählt, ist sehr interessant in verschiedenen Zeitepisoden aufgeteilt und der Leser wird mit auf eine Zeitreise genommen. Manche kriminellen Karrieren entstehen halt durch Zufall. Dieser zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Krimi. Sehr interessant ist auch eine gedichtähnliche Passage, die den Erzählstrang verändert und erst einmal ein Stirnrunzeln zurücklässt.

Das Buch kann ich ganz entspannt weiterempfehlen. Es handelt sich um leichten Lesestoff, der kurzweilig zu lesen ist!!!

Kurz, knackig und spannend

Was so unscheinbar daher kommt, hat es faustdick in sich und ist für mich total überraschend auf positive Weise. Aber erst einmal zur …

Geschichte:
In einem Luxushotel am Hamburger Hafen in einer Bar in einem der oberen Stockwerke feiert Faller seinen 65. Geburtstag und hat seine Kollegen und Freunde von der Polizeiinspektion eingeladen. Auch Staatsanwältin Chastity Riley, geht gespannt auf die Party, da zumindest 2 Ex-Liebhaber als auch ihr aktueller Freund anwesend sein werden, wobei ein Ex-Liebhaber noch gar nicht so EX ist. Als die Türen aufgehen und 13 Männer die Bar besetzen, weiß noch niemand welche Ziele die Männer verfolgen, die die Polizisten und Chastity als Geiseln nehmen.

Personen und Schreibweise:
Sehr gut dargestellte und teilweise wirklich verrückt wirkende Personen geben sich die Hand. Der Schreibstil ist völlig unkonventionell und manche Seiten bestehen aus Denkfetzen eines mit Medikamenten vernebelten Hirns, aber trotzdem ist alles irgendwie klar und wird nicht unübersichtlich. Harte Töne und klar geschriebene Geschichte machen das Buch wirklich sehr gut.

Meinung:
Ich kannte noch kein Buch dieser Schriftstellerin und man braucht auch keine Vorgeschichte, um das Buch und seine Geschichte, genießen zu können. Das Hin und Her in den Kapiteln, zwischen der Geschichte der Barbesetzer oder den privaten Gedanken und der Erzählung der Staatsanwältin, sowie der Geschichte von Stepanovic, sind irgendwie anders aufgebaut und härter als in einem klassischen Krimi. Die Dialoge und Denkspalten sind so, wie jemand etwas denkt und es so hinschreibt, ohne sich Gedanken zu machen, wie das in korrekter Form wohl aussehen könnte, aber das hat seinen Charme und gefällt mir sehr gut. Für einen 5. Stern ist mir das Buch zu kurz und mit 15,00 € für ein Taschenbuch überzogen, ob nun Krimipreis oder Kunst, wir bewegen uns in einem Terrain, das zu hoch angesetzt ist.

Fazit:
Absolute Empfehlung an jeden Krimi-Fan. Zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Seiten fliegen beim Lesen einfach vorbei und somit wurde alles richtig gemacht. Die Geschichte ist stark und auch das Ende passt und ist nicht konstruiert, weil keiner mehr weiß, wie er den Knoten auflöst. Spannend und super geschrieben, es hätte einfach noch mehr sein können! Top!

Nicht so überzeugend wie erhofft

Eigentlich wollte der Faller nur seinen 65. Geburtstag feiern, zusammen mit seinen Kollegen. Doch es kommt anders. Sie stehen plötzlich mitten in einer Geiselnahme und die Geiselnehmer sind keine Amateure.

Im Buch gibt es hauptsächlich zwei Handlungen.

Zum einen die Handlung rund um den jungen Mann Henning, der sich in den 80ern auf nach Kolumbien macht, um dort neu anzufangen. Anfangs läuft es auch sehr gut für ihn und er gründet sogar eine Familie. Doch er lässt sich dort mit den falschen Leuten ein und es endet in einer Katastrophe. Doch nach Jahren hat er nun die Chance sich zu rächen.

Und somit kommen wir zur Geiselnahme um Chastity Riley. Sie und ihre Kollegen sind plötzlich die Geiseln von einer Gruppe, die auf Rache sinnt.

Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Allerdings ist die Umsetzung nicht ganz das, was ich erhofft habe. Die Rückblenden aus Kolumbien finde ich sehr gelungen und man bekommt ein gutes Gefühl für das Leben.
Die Geiselnahme selbst zieht sich phasenweise etwas. Ein bisschen zu viel finde ich die genaue Beschreibung, wie sich der Finger von Chastity entzündet. Es kann ja erwähnt werden, aber mir nimmt es etwas viel Raum in der Geschichte ein.
In der Beschreibung steht außerdem, dass sie ihren inneren John McClane aktivieren muss. Um ehrlich zu sein, ist sie nicht wirklich an der Lösung der Geiselnahme beteiligt.

Interessant ist allerdings, wie sich das Verhalten der Geiselnehmer verhält. Anfangs sind sie sehr höflich und es ist nicht ersichtlich, worum es bei der ganzen Aktion geht. Erst nach und nach erkennt man die Zusammenhänge zwischen Kolumbien und der aktuellen Geiselnahme.

Es ist nicht das erste Buch von Simone Bucholz, das ich lese, aber meiner Meinung nach ist es nicht das beste. Es gibt einige unnötige Teile, die man auf jeden Fall hätte kürzen können. Für eine kurzweilige Unterhaltung ist es aber auf jeden Fall interessant.