Cover von: Ich bin die Nacht
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Bücher.de Preis: EUR 10.99

Ich bin die Nacht

Der erste Fall der Shepherd Organization. Thriller
Buch
Taschenbuch, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404169239

ISBN-13: 

9783404169238

Erscheinungsdatum: 

20.12.2013

Preis: 

10,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 8.957
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404169239

Beschreibung von Bücher.de: 

Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.

Kriminetz-Rezensionen

Das Spiel zwischen Wolf und Hirte

"Gut gemacht. Gehen wir jetzt zu einem anderen Spiel über. Nennen wir es : "Mach´s dir leicht oder mach´s dir schwer". Du darfst entscheiden, wie du sterben willst." (Auszug aus dem Buch)

Der Wolf: Francis Ackerman junjor, von seinem Vater missbraucht für ein Experiment, durch das er ein Monster geschaffen tat. Jetzt ist Francis Ackerman jun. als Serienmörder unterwegs um Menschen zu töten, doch zuvor gibt er ihnen die Chance, mit ihm um ihr Leben zu spielen. So ergeht es zwei Troopers aus Colorado, einer kommt gleich am Tatort um, der andere - Jim Morgan - muss mit Francis um das Leben von sich und seiner Familie spielen. Und Francis bekommt nie genug, um seinen Hunger nach Spielen und dem Töten zu befriedigen.

Der Hirte: Marcus Williams, ein ehemaliger Cop aus New York, hat ein Haus von seiner Tante geerbt. Dieses Domizil kommt ihm gerade recht, nachdem er sich wegen eines Zwischenfalls von seinem Beruf zurückgezogen hat. Bei einer Schlägerei lernt er Maggie, die Tochter des Sheriffs, kennen. Doch wie er später herausfindet, ist dieser ein korrupter Polizist, der Selbstjustiz begeht. Da Marcus ihm auf die Schliche kommt, jagt er ihn mit seiner Truppe bedingungslos. Und noch einer hat an Marcus Gefallen gefunden, nämlich Francis Ackerman junior, denn er sieht in ihm seinen geeigneten Gegenspieler. Das Spiel beginnt um Leben und Tod!

Meine Meinung:
Ein Thriller, der spannend und eigenwillig zugleich ist. Mit sehr viel Phantasie konstruiert hier der Autor Ethan Cross ein Buch, das teilweise viel zu unrealistisch ist. Natürlich gibt es Serienmörder und auch welche, die man so schnell nicht erwischt. Aber bei Francis Ackerman hatte ich manchmal das Gefühl, dass er ein Übermensch ist, was ich für übertrieben empfand. Das erlebe ich aber oft bei amerikanischen Autoren, dass sie ihre Täter so extrem darstellen. Man hat das Gefühl, jeder ist diesem Täter machtlos ausgeliefert. Marcus Williams hingegen fand ich zum großen Teil mit seinen Gewissenskonflikten sehr gut dargestellt. Auch das Ende hat mich sehr überrascht, da ich mit so einem Ausgang nicht gerechnet hätte. Außerdem macht es einem gleich den Vorgeschmack auf den nächsten Band. Der Schreibstil ist sehr gut, flüssig und spannend, so dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Gut gefiel mir auch, die Denkweise des Täters mitzuerleben. Vielleicht wäre es schön gewesen noch etwas mehr in die Vergangenheit des Täters blicken zu können, da Francis ja durch seinen Vater zum Monster wurde. Das Cover ist einfach, aber wirkt durch die dunkle Optik und erhöhte Schrift sehr gut. Ich danke dem Verlag, dass ich durch diese LR in den Genuss kam, das Buch zu lesen, und vergebe 4 von 5 Sternen. Jetzt würde ich natürlich auch gerne die anderen Bücher lesen.

Ich bin die Nacht

Schon das Äußere des Buches ist etwas ganz Besonderes, tiefschwarz und auch die Buchränder sind schwarz und mit weiß ist der Titel in Großbuchstaben draufgedruckt. Das Buch handelt von dem irren, aber sehr intelligenten Serienmörder Francis Ackermann junior. Dieser wurde von seinem Vater zur Bestie erzogen.

Schon auf den ersten Seiten des Buches werden wir mit brutalen Morden konfrontiert und mit den schrecklichen psychologischen Spielchen des Massenmörders. Später lernen wir noch Marcus kennen, einen Ex-Cop, der, nachdem er einen Mann erschossen hat, seinen Dienst bei der Polizei aufgegeben hat und sich seitdem mit seelischen Qualen herumquält. Die beiden Männer treffen aufeinander und ein teuflischen Spiel beginnt, in dem auch der Sheriff des Ortes mit eingebunden ist.

Der Leser muß sehr viel blutige und grausame Momente erleben. Das Buch ist Horror und Spannung zugleich. Jedoch hat mich das Ende etwas enttäuscht, denn es ist doch nicht alles so, wie es über fast 400 Seiten aúsgeschaut hat.

Er neigte den Kopf zur Seite und ließ die Nackenwirbel knacken

Francis Ackerman junior ist ein brutaler, bestialischer Massenmörder. Seine Opfer müssen entsetzlich leiden, nachdem er mit ihnen „ein Spiel“ gespielt hat. Die Regeln sind schräg, der Gewinner immer er. Der ehemalige Polizist Marcus Williams landet in Dimmit County, weil seine Tante, die ihn nach dem Tod seiner Eltern großgezogen hatte, ein Haus vererbt hat. Schnell wird er in die Geschehnisse hineingezogen. Immer öfter kreuzen sich die Wege von Francis und Marcus. Die Katastrophe scheint vorprogrammiert …

Die Idee des Buches ist schlicht und ergreifend genial. Leider ist die Umsetzung nur bedingt gelungen. Insgesamt liest sich das Buch weg wie nix. Doch leider nicht, weil es so super toll und in sich stimmig wäre, sondern weil man immer öfter den Kopf schütteln muss und nur noch denkt: „Ja, nee, is klar!“, „Echt jetzt?!“, „Im Ernst??“ oder „Hallo?!?“. Ein Bolzen jagt den nächsten und in vielen Teilen habe ich mich gefragt, ob mich Ethan Cross verschaukeln will. Ich habe dann für mich beschlossen, das Buch als Persiflage zu lesen. Das machte es mir etwas leichter, wenn unser Held Marcus mal wieder aus einer ausweglosen Situation ohne jede Schramme herauskam und dabei noch die halbe Welt gerettet hat.

Viele Phrasen wiederholen sich immer und immer wieder. Besonders genervt hat mich irgendwann dieses elende Genickknacken von Marcus. Seine wundersamen Fähigkeiten hat er laut eigener Aussage von Chuck-Norris-Filmen – und das ist ein eindeutiger Hinweis auf alles, was kommt.

Cross versucht, den Leser eine gewisse Sympathie für Francis aufbringen zu lassen. Bei mir hat das allerdings nicht funktioniert. Auch die nach und nach einsetzende Entwicklung dieser Figur macht es nicht besser.

Der Titel ist, wie so oft, ganz gruselig gewählt worden. Im Original lautet er „The Shepherd“. Das macht in mehrerlei Hinsicht wesentlich mehr Sinn, als „Ich bin die Nacht“. Die Kapitel beziehen sich auf eine Herde und deren Schutz und in der Handlung wird ebenfalls mehrfach Bezug dazu genommen. Der Bezug zur Nacht ist kurz auch gegeben, spielt aber eine sehr viel kleinere Rolle.

Das Ende kommt mit einem gewaltigen, überwältigenden Showdown, der quasi die Krönung der ganzen Kampfszenen auf den vorherigen Seiten darstellt. Die einen nennen es Wendung, die anderen sehen darin die Bestätigung der Vermutungen beim Lesen. Für mich ist diese Auflösung ein wenig zu sehr drüber, auch wenn sie mich ein wenig mit dem Verlauf versöhnt.

Für mich ist „Ich bin die Nacht“ eine zu lang geratene Vorgeschichte für die folgenden Bände. Ob ich diese lesen werde, vermag ich jetzt noch nicht zu sagen. Noch fühle ich mich zu sehr verschaukelt, noch habe ich keine Lust auf weitere Überhelden und bitterböse Psychopaten mit Wahnvorstellungen. Für die Älteren unter uns: Das Buch hat einen „Dallas“-Faktor, Stichwort: Bobby unter der Dusche. Doch ein kleiner Funke in mir lodert immer wieder auf und will mich dazu bringen, herauszufinden, ob sich das Niveau doch noch steigert. Wir werden sehen.

Für den ersten Band der Shepherd-Reihe gibt es von mir jedenfalls nur drei Sterne.

Das ganze Leben ist ein Spiel

... und manchmal ist das Leben der Preis

Zum Inhalt:
Marcus war Polizist, durchlebt gerade eine Sinnkrise und erbt in dieser Situation ein Haus. Kurz nach seinem Einzug treibt der Serienmörder Francis Ackerman junior sein Unwesen in Marcus’ neuer Umgebung. Leider erweisen sich die dortigen Gesetzeshüter als wenig hilfreich bei der Durchsetzung von Recht und Ordnung, so dass Marcus dazu genötigt wird, sich auf seine kämpferischen Fähigkeiten zu besinnen – gegen Francis und gegen die Polizei.

Mein Eindruck:
„Ich bin die Nacht“ ist optisch mit schwarzem Schnitt ein Meisterwerk und das erste Buch einer Reihe, die sich mit dem Ex-Polizisten Marcus und dem Killer Francis Ackerman beschäftigt. Fast biblisch werden die beiden als Lichtgestalt und dunkle Seele eingeführt, der Leserschaft alttestamentarische Verhaltensweisen auf das Auge gedrückt und Selbstjustiz als Heilsbringer verkauft. Mir persönlich nimmt das viel vom Lesespaß, da ich diesen Rückwärtsgang im menschlichen Miteinander vor allem unter den im Buch dargestellten Voraussetzungen gar nicht gutheißen will.

Im Gegensatz zu dieser inhaltlichen Schwäche schreibt Ethan Cross brillant eingängig, die furchtbaren Teile spielen sich hauptsächlich nur in der Vorstellung der Leser ab – dadurch wird das Spiel um Leben und Tod, welches Ackerman seinen Opfern aufzwingt, fast noch grausamer. Zum Schluss überdreht die Geschichte jedoch und wird zu bizarr. Auch wenn man einem Autor eine elegante Einführung seiner Charaktere zubilligt, wird das Ende zu schwer verdaulich und – auch für einen Thriller um Serienkiller – zu unglaubwürdig.

Mein Fazit:
Überaus spannend geschrieben, mit dem richtigen Quantum Grausamkeit bei einem Thriller, ein absolut interessanter Antagonist, jedoch in fragwürdiger Gesamtausrichtung

Ein Psychopath, der mir beinahe sympathisch ist…

Macus Williams leidet unter dem, was er getan hat und akzeptiert dankbar die Chance, die sich ihm auftut, als er von seiner Tante eine kleine Farm in Asherton erbt. Als urplötzlich seine Nachbarin brutal ermordet aufgefunden wird, deutet alles auf Francis Ackerman Jr. hin – einen psychopathischen Killer, der gerne Spielchen mit seinen Opfern spielt. Gegen seinen Willen landet Williams so in einem undurchsichtigen Spiel um Mord. Korruption, Selbstjustiz und einer ziemlich großen Verschwörung

Handlungs- vs. Verschwörungstheorien
Es ist ziemlich schwierig, dem Gesamtkonzept des Romans, sofern es eines gibt, zu folgen. Spätestens als die Verschwörungstheorie auftaucht, wird es mehr als undurchsichtig und unübersichtlich. Allerdings habe ich mich dann mehr auf die Handlung rund um Williams und Ackeman konzentriert und den Präsidentschaftskandidaten schlicht ausgeblendet – angesichts der aktuellen tatsächlichen Präsidentschaftswahlen in den USA fiel mir das auch nicht sonderlich schwer :-) Aber die Handlung rund um Williams und Ackerman bietet auch ohne den ganzen Verschwörungskram ausreichend spannendes :-)

Francis Ackeman Jr.
Gerade die Perspektive von Francis Ackeman Jr. bietet jede Menge Einblicke in das Seelenleben dieses Killers und offenbart so manche, beinahe philosophische, Erkenntnis. Nicht, dass ihn das vom Töten abhält – so philosophisch ist er nun auch wieder nicht. Aber er will um jeden Preis mehr über Marcus Williams wissen und er will sich mit ihm messen. Gelegenheiten dazu haben die beiden reichlich und neben den erwähnten philosophischen Exkursen gibt es jede Menge handfeste Action in Form von Schießereien, Explosionen, Feuer und jeder Menge blutigen Details.

Marcus Williams
Aber auch die Perspektive von Marcus Williams ist sehr spannend, denn er hinterfragt immer wieder sein Tun und kämpft mit seinen Erinnerungen. Er verliebt sich, schon vor dem Mord an der Nachbarin, in Maggie, die Tochter des Sheriffs. Aber die beiden müssen flüchten und hinterlassen dabei eine Spur aus Leichen, die Marcus immer wieder zweifeln lassen, ob er wirklich das richtige tut – und immer wieder hat Ackerman irgendwie seine Finger im Spiel. Der große Showdown wird ausgesprochen feurig und wartet am Ende mit einigen Überraschungen auf.

Hollywoodmäßiges Ende
Dieses Ende fand ich vollkommen überzogen und reichlich unglaubwürdig – sehr hollywoodmäßig eben. Trotzdem hat mir das Buch als solches viel Spaß gemacht, das Zusammenspiel von Ackerman und Williams fand ich spannend und so konnte ich von der Auflösung, die mir der Ethan Cross als Autor angeboten hat, ganz gut ein bisschen Abstand nehmen. Ich hoffe, mit dem nächsten Buch, »Ich bin die Angst«, kehrt ein bisschen mehr Ruhe ein – denn das werde ich auf jeden Fall lesen bzw. hören :-)

Der Sprecher
Der Sprecher dieses Hörbuchs ist Thomas Balou Martin, der mir hier ein wirklich tolles Hörvergnügen bereitet hat. Er spricht die unterschiedlichen Personen mit entsprechenden Betonungen, die stets passend sind, ohne übertrieben zu wirken. Vor allem ihm verdanke ich die eine oder andere Gänsehaut, wenn er Francis Ackermans Gedanken formulierte :-)

Mein Fazit
»Ich bin die Nacht« ist ein durchaus spannendes Buch, das Lust auf weitere Teile macht. Ich fand es ein bisschen drüber und unübersichtlich – aber ich hoffe, beim nächsten Band wird es ein bisschen übersichtlicher, ohne dabei die Spannung zu verlieren.