Cover von: Ich weiß, wo sie ist
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Ich weiß, wo sie ist

Thriller
Buch
Broschiert, 352 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3959672349

ISBN-13: 

9783959672344

Auflage: 

1 (03.12.2018)

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 221.861
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3959672349

Beschreibung von Bücher.de: 

Zehn Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter Autumn bekommt Francine einen Zettel durch den Briefschlitz geschoben, auf dem steht: Ich weiß, wo sie ist.

Am nächsten Tag steht ein junges Mädchen vor ihr und behauptet, den Brief geschrieben zu haben. Francine hält es für einen grausamen Scherz. Doch das Mädchen weiß erschreckend viel über ihre Tochter. Ist Autumn noch am Leben? Oder ist es bereits zu spät?

»Dieses explosive Debüt packt den Leser von der ersten Seite an und lässt ihn nicht mehr los. Düster, erschreckend und wahnsinnig spannend.« The Sun

Kriminetz-Rezensionen

Nichts für zarte Gemüter

Vor zehn Jahren ist Autumn verschwunden. Die Eltern haben diesen schweren Schicksalsschlag sehr unterschiedlich verarbeitet. Francine, die Mutter, begann zu trinken. Will, der Vater, ist im Fernsehen aufgetreten und als Autor bekannt und erfolgreich geworden. Ihre Ehe überstand diese harte Prüfung nicht, der Ehemann hat mittlerweile eine neue Ehefrau, die gerade ein Kind erwartet.

Und genau zu diesem Zeitpunkt bekommt Francine einen Zettel zugesteckt, auf dem steht „Ich weiß, wo sie ist“. Nun setzt Francine alles daran, ihre Tochter aufzuspüren. Zuerst trifft sie auf Lena, das Mädchen, das den Zettel geschrieben hat. Nur Lena erzählt so wirre Geschichten, dass sie nicht einschätzen kann, ob diese der Wahrheit entsprechen oder Lügen sind. Andererseits weiß Lena sehr viele Details über Autumn zu berichten, so dass Francine zu hoffen beginnt, ihre Tochter nach so vielen Jahren doch noch lebend zu finden. Leider kann sie ihren Ex-Mann Will mit diesem Wissen nicht davon überzeugen, die gemeinsame Suche nach Autumn wieder aufzunehmen. In einem zweiten Handlungsteil erfährt der Leser die brutalen Erlebnisse der gefangenen Mädchen.

Der Autor hat auf jeden Fall ein spannendes, temporeiches Debüt abgeliefert. Der Schreibstil ist einfach und lässt sich flüssig lesen. In die Rolle der verzweifelten und kämpferischen Mutter konnte man sich als Leser gut hineinversetzen. Sie geht bis zum Äußersten, um ihre Tochter wiederzufinden. Für den Vater war das Thema Autumn abgeschlossen, er hat ein neues Leben und für Francine ist das schwer zu akzeptieren. Die Suche nach Autumn wurde sehr realistisch und packend beschrieben. Mir persönlich war Francine auf der einen Seite etwas zu naiv und auf der anderen etwas zu viel hero. Die Geschichte der Mädchen mit den grausamen Schilderungen ist allerdings nur etwas für hart gesottene Leser. Der Showdown und das Finale war für mich typisch amerikanisch.

Eine Story, die vor allem Lesern gefallen wird, die einen richtigen Thriller lesen möchten. Auf jeden Fall nichts für schwache Nerven. Am Ende sei noch erwähnt, dass das Cover absolut passend zu der Geschichte gewählt wurde!

Fünf Wörter der Hoffnung

Mit »Ich weiß, wo sie ist« hat der Autor S.B. Caves seinen Debüt-Thriller vorgelegt und der Klappentext hatte mich sofort angesprochen. Er versprach Spannung und die verzweifelte Suche einer Mutter nach ihrer verschwundenen Tochter.

So kam es dann auch, aber leider war Francine, die Mutter, mir zu oberflächlich geblieben. Ich konnte nicht richtig mit ihr mitleiden, da hätte der Autor etwas mehr in die Tiefe gehen können, die Verzweiflung und die kaum auszuhaltende Trauer hätte man ausgeprägter und trauriger darstellen können. Die Kapitel, in denen es um das verschwundene Mädchen geht, waren sehr belastend zu lesen. Ich mag ja, um den Plot voranzutreiben, sehr gerne Perspektivenwechsel, aber hier sind es viele, die einfach nur sinnlos waren und mich ärgerten. Zudem waren mir die Action-Szenen zu Superwomen-lastig und einfach übertrieben. Um nicht zu spoilern, kann man leider nicht mehr dazu schreiben, es würde zu viel von der Geschichte preisgeben und wer sich mit wem anlegt.

Tja und das Ende hat mich nervös werden lassen, bei jedem Umblättern dachte ich, Mensch jetzt kommt bestimmt noch eine völligst unerwartete Wendung, ein Knaller, ein Oberhammer, doch ... leider geschah nichts. Der Schluss lässt viele Fragen offen und es gibt auch keinen Hinweis, aus dem man ersehen kann, wie es vielleicht sein könnte.

Das Debüt konnte mich nicht überzeugen. An vielen Dingen könnte der Autor noch etwas mehr feilen, z.b. am holprigen und hölzern wirkenden Schreibstil und am Tiefgang der Personen.