Cover von: Imkersterben
Amazon Preis: 12,00 €
Bücher.de Preis: EUR 12.00

Imkersterben

Der zweite Fall für Kommissar Oke Oltmanns. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 282 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3839228336

ISBN-13: 

9783839228333

Auflage: 

1 (10.03.2021)

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3839228336

Beschreibung von Bücher.de: 

Imkern ist der neueste Trend - und ein gefährliches Geschäft?

Als sich Imker Kurt Tietjen auf seinem Moped wegen eines über den Feldweg gespannten Drahtes das Genick bricht, spielt die Polizeiführung den Fall herunter. Doch Kommissar Oke Oltmanns spürt, dass mehr dahintersteckt. Dann findet er heraus, dass Tietjens Honig mit Glyphosat verseucht war. Als es ein weiteres Opfer aus der Bienen-Branche gibt, ist Oke sich sicher, dass an der Küste neben dem Bienensterben das Imkersterben beginnt …

Kriminetz-Rezensionen

Vor den Bienen sterben die Imker

Es könnte so schön in Howacht an der Küste sein, findet Landpolizist Oke. Wenn es da nicht diverse »wenn’s« gäbe, wie die veganen Experimente seiner Frau, die sich auch schon auf das Angebot der Fischbude ausgewirkt haben. Oder den Kollegen Gott, frisch aus Köln importiert und offensichtlich dem kölschen Dialekt auf ewig verbunden und natürlich auch noch Förster und Hobbyimker Kurt Tietjen, ein unangenehmer Mensch und nun leider tot.

Auch wenn Oke Oltmanns aus Kostengründen nur noch stundenweise die Ein-Mann-Wache besetzt, so hat seine Spürnase noch nicht auf Sparflamme geschaltet. Der Tod Tietjens scheint ihm perfide geplant und es bleibt nicht bei einer Mordtat.

Patricia Brandt hat gleich mehrere Trendthemen in ihrem Krimi verarbeitet. Da sind natürlich an erster Stelle die Bienen, Hobbyimkern ist »in« geworden. Und das große Insekten- und Bienensterben können inzwischen auch Ignoranten erkennen. Dann ein regionaler Schauplatz, immer besonders landschaftlich reizvoll und kauzige Typen, wie sie nur in so kleinen Dorfgemeinschaften entstehen können.

Leider hat sie für meinen Geschmack zu viel gewollt und vor allem zu viel in ihre Geschichte gepackt. Ich muss gestehen, ich habe über alle die kleinen Einfügungen manchmal den Faden des Krimis kaum noch sehen können. Ihre Figuren sind mir allesamt zu überzeichnet geraten. Der Kölner Beamte Gott, der nur im breitesten Kölsch labert und natürlich ständig »es kütt, wie es küt« oder »es is noch alles jott jegange« anbringt, ein ständig zugedröhnter Souvenirverkäufer mit reichlich Honig im Keller und eine völlig verpeilte Imkerin, die auch den sehr beliebten Urlaubskurs »Wir schreinern unseren eigenen Sarg« anbietet.

Oke selbst ist Friese wie aus dem Bilderbuch, etwas langsam und behäbig, aber nicht auf den Kopf gefallen und so bringt er dann auch das Imkersterben zu einem guten Ende.

Brandt schreibt flüssig und humorvoll und so liest sich der Küstenkrimi trotz seiner Schwächen auch ganz unterhaltsam weg.