Cover von: Insel des Schweigens
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Insel des Schweigens

Thriller
Buch
Taschenbuch, 384 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3442491487

ISBN-13: 

9783442491483

Auflage: 

1 (14.03.2022)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442491487

Beschreibung von Bücher.de: 

Am Flughafen von Melbourne wartet Kate auf die Ankunft ihres Ehemannes John. Vergeblich. Von seinen Kollegen muss Kate erfahren, dass er bereits vor Monaten gekündigt hat. John scheint wie vom Erdboden verschluckt. In der verzweifelten Hoffnung, ihn in ihrem Ferienhaus auf Belport Island zu finden, reist Kate auf die einsame, stürmische Insel.

Auf Belport Island macht eine weitere Frau, Abby, eine erschütternde Entdeckung über ihren Mann. Und als ihre und Kates Welt aufeinanderprallen, drohen die dunklen Geheimnisse der kleinen Insel auch die beiden Frauen in den Abgrund zu ziehen …

Kriminetz-Rezensionen

Wenn das Unheimliche sich anschleicht

Die Geschichte beginnt damit, dass Kate und Töchterchen Mia ihren Mann und Vater John Keddies vom Flughafen abholen wollen. Er war auf einer Konferenz in London und die beiden wollen ihn überraschen. Aber er kommt nicht an, er meldet sich auch nicht und recht schnell findet Kate heraus, dass er nie auf dieser Konferenz in London war und dass er schon länger gar nicht mehr in seinem Job arbeitet. Stattdessen ist er nach Belport Island geflüchtet, einen Ort, den er nie leiden konnte – obwohl sie dort ein Ferienhäuschen besitzen.

Inselleben
Und während der folgenden Tage, an denen Kate und Mia ebenfalls nach Belport Island reisen, enthüllt Kate Stück für Stück die letzten zwei Wochen ihres Mannes. Belport Island ist eine fiktive Insel in der Bass Strait vor der Küste des Bundesstaates Victoria. Der Autor zeichnet ein wirklich sehr plastisches und lebendiges Bild des winterlichen Insellebens – aber gleichzeitig schleicht sich auch immer mehr düsteres, geheimnisvolles in dieses Bild ein.

Gemeinsamkeiten
Belport Island ist auch der Punkt, an dem sich die Lebenslinien von Kate und Abby treffen. Kate und John besitzen hier ein sporadisch genutztes Sommerhaus, wogegen Abby und ihr Mann Ray hier dauerhaft das ganze Jahr leben. Die beiden Männer verbindet zumindest ihre Abneigung gegen die kleine Insel, denn John hat Belport nie gemocht und Ray sehnt sich danach, ihr zu entkommen. Aber warum ist John dann ausgerechnet hierher geflohen und warum verhält sich Ray so merkwürdig? Haben die beiden eine gemeinsame ungute Vergangenheit?

Geduld
»Insel des Schweigens« ist auf jeden Fall eine Geschichte für die etwas Geduldigeren unter uns, denn sie wirkt lange Zeit wie eine ziemlich einfache, vertraute Geschichte. Nach und nach decken beide Frauen beunruhigen Details aus dem Leben ihrer Männer auf. Die unheimliche Leere einer Ferieninsel außerhalb der Saison trägt ihren Teil zur immer unheimlichen Atmosphäre bei und irgendwann folgen die Wendungen und Enthüllungen in immer schnelleren Tempo. Ich musste mich immer wieder ganz neu auf die Geschichte einstellen – was ein bisschen mühsam ist, sich aber auf jeden Fall lohnt.

Charakterstudien
Mich haben aber vor allem die sehr eindrücklich geschilderten Charaktere beeindruckt. Abby ist sachlich, praktisch und eher robust. Sie hat einen frechen Sinn für Humor, eine Leidenschaft für Krimis und sie präpariert hobbymäßig Tiere. Ich glaube, mit Abby würde ich mich wirklich gut verstehen. Kate ist dagegen eher schüchtern, zurückhaltend und sie ist immer sehr emotional. Sie bricht schnell mal in Tränen aus, verfügt aber über keine nennenswerten Hobbys. Aber beide müssen herausfinden, wie gut man den Menschen kennt, den man liebt und ob man wirklich immer jedes seiner Geheimnisse kennen muss.

Mein Fazit
»Insel des Schweigens« von Christian White ist auf jeden Fall ein sehr spannender und leicht gruseliger Thriller. Allerdings braucht es eine ganze Weile, bis sich diese Spannung aufbaut und dafür hat sicher nicht jeder die Geduld. Ich finde, es lohnt sich geduldig zu sein, kann aber verstehen, wenn jemand anders das Buch genervt in die Ecke pfeffert. Aber ganz am Ende will man doch wissen, wie es weitergeht und man hebt es wieder auf.