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Inseldrama

Der fünfte Fall für Gretje Blom
Buch
Taschenbuch, 200 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3965861662

ISBN-13: 

9783965861664

Auflage: 

1 (11.05.2020)

Preis: 

11,99 EUR

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 3965861662
Beschreibung von Marcel Gröger

Norderney ist alarmiert, als ein Enkeltrick völlig außer Kontrolle gerät. Sind die älteren Bewohner der idyllischen Nordseeinsel nicht mehr sicher? Gefesselt und geknebelt wird Elske Visser in ihrem eigenen Haus zurückgelassen. Die hinterlassene Drohung lässt keinen Zweifel: Es geht um ihr Grundstück, das einem millionenschweren Bauvorhaben im Wege steht.

Gretje Blom nimmt sofort die Ermittlungen auf, um ihre alte Freundin Elske zu unterstützen. Wer ist die junge Frau, die sich als Lebensgefährtin des Enkels ausgegeben und das Opfer so brutal überfallen hat? Ist Elskes Enkel Björn, der kurz nach der Tat auf Norderney erscheint, womöglich selbst in die Sache verstrickt? Und machen die Hintermänner ernst, falls sie das gesetzte Ultimatum verstreichen lässt?
Als tatsächlich eine Leiche auftaucht, nimmt das Drama auf der ostfriesischen Insel seinen Lauf …

Kriminetz-Rezensionen

Ach du dickes Ei!

„Inseldrama“ von Rita Roth ist der fünfte Fall der Reihe „Gretje Blom ermittelt“. Im April, zur Osterzeit, weilt Gretje Blom, eine ehemalige Postbotin, wieder auf ihrer Lieblingsinsel Norderney. Hier wohnt sie mit ihren Freunden fast wie in einer WG in der Pension „Friesenrose“. Sie ist eine Art ostfriesische Miss Marple, die irgendwie immer wieder über Mordfälle stolpert.

Doch in diesem Krimi passiert zunächst etwas Anderes. Eine alte Dame wird in ihrem Haus überfallen und gefesselt. „Die hinterlassene Drohung lässt keinen Zweifel: Es geht um ihr Grundstück, das einem millionenschweren Bauvorhaben im Wege steht. Gretje Blom nimmt sofort die Ermittlungen auf, um ihre alte Freundin Elske zu unterstützen.“ (aus der Inhaltsangabe des Verlages).

Die Geschichte, die die Autorin munter und flüssig auf ca. 140 Seiten erzählt, hat es in sich. Was aber alles auf der schönen Insel Norderney passiert und welche Rolle der Enkel von Elske spielt, möchte ich nicht verraten. Zur Freude von Gretjes Kumpel Piet müssen die beiden auch auf einer Baustelle recherchieren, wo sie eine folgenschere Entdeckung machen. Es ist wieder passiert – ein Mord. Das Opfer war eine Verflossene des Enkels. Jetzt ist der Spürsinn von Gretje gefragt, denn als Leser hat man das Gefühl, die Polizei allein kann das Verbrechen nicht aufklären.

Die Autorin hat offensichtlich Freude daran, eine Geschichte mit vielen Facetten und Nebenhandlungen zu erfinden, die den Leser schmunzeln lässt und ihm Kurzweil bereitet. Nein, man darf hier nicht alles so ernst nehmen. Das ostfriesische Lokalkolorit stimmt und man fühlt sich gut unterhalten. Gelungen ist ein buntes Kaleidoskop von Inselbewohnern und Verdächtigen, die alle sehr bildhaft und abwechslungsreich beschrieben werden.

Auch ein dramatisches Finale hat sich Rita Roth einfallen lassen, in dem Gretje an ihre physischen und psychischen Grenzen kommt. Aber zum Glück nimmt sie regelmäßig „Fittaminchen“ zu sich und kann sich am Ende ihren neuen Plänen, vielleicht ganz nach Norderney zu ziehen, widmen. Auch dieser, manchmal etwas verwirrende Fall, wird schlüssig gelöst.

Fazit:
Wer einen leichten, lockeren und unterhaltsamen Krimi mit Augenzwinkern lesen möchte, dem kann ich „Inseldrama“ für eine kleine Auszeit vom Alltag empfehlen. Wer echte Krimirecherchen bevorzugt, sollte hier nicht zu viel erwarten. Aus meiner Sicht gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Mit „Fittaminchen“ läufts

Gretje Blom, eine ehemalige Postbotin, will ein paar geruhsame Tage auf Norderney verbringen. Sie möchte dieses Mal ohne Stress und vor allem ohne Leiche die Tage genießen. Doch es kommt anders. Denn Elske Visser wurde mit dem Enkeltrick reingelegt, brutal gefesselt und geknebelt. Erst im letzten Moment konnte sie gerettet werden. Da Gretje Elske kennt, kann sie die Sache nicht auf sich beruhen lassen und beginnt mit ihren Freunden Piet, Onno und Leon die Ermittlung.

Hauptkommissar Jan Berg hat zwar den Verdacht, dass Elske Visser ihm nicht alles erzählt hat, aber sie kann sich einfach nicht erinnern. Bei Gretje ist sie etwas gesprächiger, aber sie hat furchtbare Angst. Man ist auf ihr Grundstück aus, das einem großen Bauvorhaben im Weg steht. Ihr Enkel Björn taucht auf Norderney auf und gerät auch in Verdacht. Und dann gibt es doch noch eine Leiche.

Dies ist bereits der fünfte Band aus der Reihe um Gretje Blom. Obwohl es sehr unterhaltsam zugeht, ist der Krimi dennoch spannend. Es gibt eine Reihe von Wendungen und einige Verdächtige. Aber zu ganz einfach ist der Fall nicht zu knacken. Gretje versucht mal wieder dem Kommissar zuvorzukommen.

Die Charaktere sind gut und lebendig beschrieben. Gretje ist ein richtiges Unikum und nicht auf den Mund gefallen. Aber auch die anderen Bewohner der WG haben so ihre Eigenheiten. Eigentlich wollte Gretje es ja nicht mit einer Leiche zu tun bekommen, aber als sie von dem Überfall auf Elske erfährt, ist sie sofort dabei. Mit der nötigen Portion „Fittaminchen“ und der Unterstützung ihrer Freunde kann sie dank ihres Spürsinns einiges ans Tageslicht bringen. Verdächtige und Motive gebt es genug. Am Ende löst sich alles schlüssig auf.

Dieser Ostfriesland-Krimi mit Lokalkolorit, tollen Charakteren, Humor und Spannung ist sehr unterhaltsam und hat mir Spaß bereitet.