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Inselnächte
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Beschreibung:
Ein heißer Sommer auf Norderney: Als ein Kind in den Dünen fast verschüttet wird, ahnt Inselpolizist Martin Ziegler noch nicht, dass dies erst der Auftakt zu einer Reihe dramatischer Ereignisse ist.
Wenige Tage später wird an derselben Stelle eine Leiche gefunden – Kevin Jansen, der jüngste Spross einer zerstrittenen Inselfamilie.
Bei ihren Ermittlungen stoßen Ziegler und sein Team auf ein Netz aus alten Familiengeheimnissen, dubiosen Erbstreitigkeiten und längst vergessener Schuld.























Cosy-Krimi mit Schauplatz Norderney
Es handelt sich bereits um den 8. Band dieser Reihe und wir befinden uns auf Norderney. Dort warnt der Dienststellenleiter Martin Ziegler einen Vater, daß dieser seine Tochter und den Welpen von den Dünen zurückrufen soll. Dieser, ein aufgebrachter Tourist weigert sich und kurze Zeit später geschieht das Unglück - Dünenbruch. Die Tochter wird gerettet, der Hund überlebt nicht. Kurz darauf findet ein Insulaner mit Hund bei einem weiteren Dünenbruch die Leiche von Kevin Jansen. Allerdings bestehen gleich Zweifel, ob dies ein Unfall gewesen sein könnte, denn ihm wurde ein Zahn ausgeschlagen und das Hemd ist zerrissen. Kevin war drogensüchtig und Mitglied einer reichen Großfamilie mit noch fünf Geschwistern. Sie hatten als Kinder unter den geizigen und strengen Eltern zu leiden, von Tante Ella hatten sie ein doch fragwürdiges Erbe erhalten. Im Ernstfall jedoch halten die Geschwister zusammen – Schweigegebot! Aber dann kommt es zu einer zweiten Toten in der Familie. Außer den Ermittlern Martin und seinem Kollegen Gerd aus Aurich werden sehr viele Personen eingeführt, die teilweise mehr schmückendes Beiwerk sind. Den Fall um den Tod von Kevin können sie am Ende natürlich lösen.
Als Süddeutsche lese ich sehr gerne Regionalkrimis und hier vor allem von der Nord- und Ostsee. Ich hatte von dieser Reihe schon den ersten Band gelesen und es war überhaupt kein Problem in den aktuellen 8. Fall einzusteigen. Routiniert schreibt die Autorin auch diesen Band. Mir persönlich fehlte die Spannung, dafür gab es einiges zum Schmunzeln. Der Schreibstil war flüssig zu lesen, mir in seiner Ausführlichkeit etwas zu viel und brachte die Sache nicht vorwärts. Für mich hätte dieser Band sehr gut gekürzt werden können. Die Figuren fand ich authentisch und liebevoll (mit einem gewissen Augenzwinkern) beschrieben.
Und auch hier hat der Verlag wieder ein tolles Cover gewählt.
Fans von Cosy-Krimis werden bestimmt unterhaltsame Lesestunden verbringen.
Spannender Krimi auf Norderney
Ein kleines Mädchen und ihr Welpe werden in den Sanddünen verschüttet, aber von Inselpolizist Martin Ziegler und dessen Frau Anne, die privat unterwegs waren, gerettet-leider kommt für den Hund die Rettung zu spät.Kurz zuvor hatte der Inselpolizisten Martin Ziegler den Vater des Kindes gewarnt,den schnell kann der Deich abbrechen und die beiden verschütten.Nun ist das Unglück geschen-ein paar Tage später wird an fast genau derselben Stelle ein Toter gefunden.Der Tote ist Kevin Jansen ein Einheimischer.Es gibt gleich Zweifel, ob dies ein Unfall gewesen sein könnte.Ihm wurde ein Zahn ausgeschlagen und das Hemd ist zerrissen.Kevin Jansen war drogensüchtig ,und das Kind einer reichen Großfamilie mit noch fünf Geschwistern. Als Kinder hatten sie unter den geizigen und strengen Eltern zu leiden.Eine Spur zum Täter hat Martin Ziegler leider nicht,sein Festlandkollege Schneyder ist genauso ratlos wie er selbst.Familiengeheimnissen und Erbstreitigkeiten machen den Fall auch nicht leichter.Und dann wird die Schwester von Kevin Jansen Freyja Jansen in ihrem Laden tot aufgefunden….
Die Autorin Anja Eichbaum hat einen fließenden und spannenenden Schreibstil.Bildaft nahm sie mich mit nach Norderney.Es ist bereits der 8.Fall von Marin Ziegler.Es war sehr spannend und auch super Anne Martins Frau,Ruth Keiser und Daniela und Frau Marthe Dirkens wieder zu treffen.Sehr gerne 5 Sterne und bitte noch mehr von Martin Ziegler und den Inselbewohner.
Ich komme sehr gerne wieder
Gerade noch hat Inselpolizist Martin Ziegler einen Mann und eine Frau darauf aufmerksam gemacht, dass das Spielen und Toben ihres Kindes in den Dünen verboten ist, da passiert auch schon das Unglück. Das Mädchen wird zusammen mit ihrem kleinen Hund in den Dünen verschüttet, was der Hund leider nicht überlebt. Das Mädchen hat großes Glück im Unglück. Nicht so viel Glück hat ein paar Tage später ein junger Mann aus der auf der Insel als total zerstritten bekannten Jansen-Familie. Schnell kommt allerdings die Vermutung auf, dass es sich hier nicht um einen Unfall handelt. Als auch seine Schwester Freyja tot aufgefunden wird, beginnen Martin Ziegler und sein Kollege Gert mit den Ermittlungen, in die auch immer wieder die alteingesessene Insulanerin Marthe Dirkens nebensächlich eingebunden ist.
Aber hier stehen nicht nur die beiden Todesfälle im Mittelpunkt. Es geht auch um Familiengeschichten von z.B. Daniela und Frank Prinzen, die das Tea-Time-Hostel von Marthe Dirksen übernommen haben. Inselpolizist Martin Ziegler und seine Anne plagen bzw. nervt das Kinderthema, das alle anderen brennend zu interessieren scheint. Und auch bei Polizeipsychologin Ruth Keiser und ihrem Oskar Schirmeier läuft nicht alles ganz so rund, wie sie es sich manchmal vorstellen. Und alles zusammen auf dieser wunderschönen Insel Norderney In der Nordsee.
Für mich ist es das dritte mal, dass ich zusammen mit Martin Ziegler und Polizeipsychologin Ruth Keiser auf Tätersuche gehe. Und auch diesmal hat es mir großen Spaß gemacht.
Autorin Anja Eichbaum hat einen so bildhaften und aussagestarken Erzählstil, der mich sofort in die Geschichte hinein reißt und bis zum Schluss nicht mehr los lässt. Es tut sich aber auch ganz schön viel in diesem 8. Fall hier auf der Nordseeinsel Norderney. Es gibt so viele Menschen mit denen ich hier bekannt gemacht werde, die ich durch die detaillierten Beschreibungen aber bald in mein Kopfkino einflechten konnte. Bis auf ganz wenige sind sie mir alle mit ihren kleinen und größeren Macken, Ecken und Kanten sehr sympathisch. Gerade mit Marthe Dirksen hätte ich mich auch sofort angefreundet. Das Verdächtigenkarussell dreht sich ganz schön schnell und durch de kurzen Kapitel geht der Fall bzw. die Fälle ganz schön flott voran. Meine Täter, die ich für mich ausgemacht hatte, musste ich alle bald wieder laufen lassen. Als dann alte Familiengeheimnisse ans Tageslicht kommen, können auch die beiden Todesfälle geklärt werden. Was dabei alles heraus kommt, hat mich ganz schön geschockt.
Insgesamt war mir die Geschichte an manchen Stellen zu langatmig und zu ausschweifend, was auch der Spannung nicht gut getan hat. Andererseits haben mir die Einblicke in die verschiedenen Familien sehr gut gefallen und ich hätte sie nicht missen mögen.
Insgesamt eine interessante Geschichte, die auf einer wunderschönen Insel spielt und die ich sehr gerne gelesen habe. Ein bisserl weniger cosy und etwas mehr Crime, dann ist sie für mich genau richtig.
Mörderisches Familiengeheimnis
„Inselnächte“ von Anja Eichbaum, Band 8 der Norderney-Reihe, ist wieder ein eher ruhiger Krimi mit Schwerpunkt zwischenmenschliche Beziehungen und Charaktere.
Worum geht es?
Der jüngste Sohn einer alteingesessenen Familie wird ermordet in den Dünen gefunden. Die Familie schweigt hartnäckig, hütet ein düsteres Geheimnis …
Die Abendstimmung am Meer am Cover unterstreicht den Titel des Buches, das 2025 im Gmeiner Verlag erschien. Die Handlung spielt in der nicht näher bestimmten Gegenwart. Der Schreibstil ist flüssig, liest sich locker, ist bildhaft und dialogreich. Sowohl die Wesenszüge der handelnden Personen als auch die Landschaft, das Inselflair, das Treiben am Strand, der Tourismus, auch dessen negative Begleiterscheinungen sind anschaulich beschrieben. Die Kapitel sind extrem kurz gehalten. Zudem arbeitet die Autorin geschickt mit Cliffhangern. So entstehen immer wieder Spannungsmomente. Aber diese haben oft nichts mit den Morden, mit dem Fall, zu tun, sondern mit den zwischenmenschlichen Konflikten der Protagonisten. Letztere sind stellenweise langatmig, was dem Roman wiederum Spannung nimmt.
Für mich war dies, nachdem ich mit Band 6 quer eingestiegen bin, das dritte Buch dieser Reihe. Prinzipiell steht jedes Buch, was den Fall anbelangt, für sich alleine. Den relevanten Personenkreis überblickt man auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände problemlos. Dennoch, ich glaube, die Charaktere der Protagonisten, ihre Entwicklung und warum sie so sind, wie sie sind, versteht man sicher noch besser, wenn man die Reihe von Beginn an gelesen hat.
Abgesehen davon, dass es primär darum geht, einen Mörder zu finden, stehen meiner Meinung nach eher die Protagonisten und deren private Konflikte im Mittelpunkt. Alle haben so ihre Eigenarten und Probleme, Zweifel, fühlen sich einsam oder missverstanden. Durch die stetigen Sichtwechsel nimmt man teil an den Gedanken und Gefühlen jedes einzelnen. Die Art und Weise, wie sie die Differenzen bereinigen, ihre Freundschaft pflegen, vermittelt eine Wohlfühlatmosphäre. Obwohl das Private geschickt mit der Krimihandlung verwoben ist, diese Perspektivenwechsel die Handlung mit auch abwechslungsreich gestalten, verdrängt das zu sehr den Fall. Stellenweise köchelt die Spannung nur noch verhalten vor sich hin. Die Mördersuche mutiert zur Nebensache. Die polizeilichen Ermittlungen erweisen sich als mühsam, weder Motiv noch Tathergang ist ersichtlich, auch weil die Familie des Opfers nicht kooperiert. Der Kreis der Verdächtigen scheint übersichtlich, andererseits ist deren Täterschaft wieder unwahrscheinlich. Es ist generell ein eher ruhiger Krimi. Es gibt kaum packende Spannungsmomente, kaum Action. Dennoch ist es ein ungewöhnlicher, interessanter Fall. Die Lösung überraschte mich, war aber schlüssig.
Obwohl mir „Inselnächte“ aufgrund der sympathischen Protagonisten und dem Inselflair gut gefiel, so war die Handlung zu privatlastig. Ich würde mir für die kommenden Fälle mehr Gefahrenmomente, Action und Dramatik wünschen. Nichtsdestotrotz empfehle ich den Krimi gerne all jenen, die ruhige Cosy-Krimis mit Inselflair lieben und vergebe 4 Sterne.