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The Island
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Beschreibung:
Willkommen auf Keeper Island – dem tödlichsten Luxusresort der Karibik.
Weiße Sandstrände, türkisblaues Meer, endloser Sommer: Keeper Island ist das Paradies auf Erden. Zumindest auf den ersten Blick. Hinter der exklusiven Hotelfassade regieren Geld, Macht und Gier.
Als eines Morgens die Leiche des Resortchefs im Meer treibt, wird auch die neue Hotelmanagerin Lola in die Verlogenheiten der Gäste und Angestellten hineingezogen. Unbeirrt versucht sie herauszufinden, was auf der Insel vor sich geht – und droht dabei ebenfalls mit ihren Geheimnissen aufzufliegen.
Hotelmanagerin Lola muss dringend weg aus Hongkong, ihr Job dort endete in einem Blutbad. Zum Glück verschafft ihr alter Kollege Moxham ihr eine Stelle weit weg in einem karibischen Luxusresort. Auf Keeper Island kann sie sich voll und ganz darauf konzentrieren, mit ihrem Fünf-Sterne-Lächeln die Probleme der extravaganten Gäste zu lösen.
Doch nichts ist so einfach, wie es scheint. Kurz nach Lolas Ankunft wird Moxhams Leiche gefunden. Die Polizei geht von einem Unfall aus, aber Lola ahnt, dass es im Hotel nicht mit rechten Dingen zugeht. Angestellte und Gäste hintergehen sich gegenseitig.
Um in diesem Haifischbecken der Superreichen zu überleben, muss sich Lola ganz auf ihre zwei goldenen Regeln verlassen: Sei auf alles vorbereitet. Traue niemandem.





















In der Karibik lauert der Tod
Schon das Cover hat mich magisch angezogen – die knalligen Farben und der geheimnisvolle Titel haben sofort meine Neugier geweckt. Als ich dann den Klappentext las, war es endgültig um mich geschehen. Ich griff direkt zur Leseprobe – und die war blitzschnell verschlungen. Danach war klar: Ich muss dieses Buch haben! Zum Glück habe ich es bekommen – und ich bereue keine einzige Seite.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, der Spannungsbogen packend von Anfang bis Ende. Im Mittelpunkt steht Lola, die aus Hongkong flieht und der Einladung ihres ehemaligen Chefs Moxham auf die abgelegene Insel Keeper Island folgt – ein scheinbares Paradies. Doch schon einen Tag nach ihrer Ankunft ist Moxham tot. Unfall oder Mord? Die Umstände bleiben mysteriös, die Angestellten der Insel schweigen, und Lola beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln.
Je tiefer sie in die Geheimnisse der Insel eindringt, desto gefährlicher wird es für sie. Misstrauen, Lügen und dunkle Machenschaften kommen ans Licht – niemand scheint wirklich ehrlich zu sein. Auch Lola selbst trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, das sie aus Hongkong vertrieben hat. Keeper Island entpuppt sich als trügerisches Paradies voller verborgener Abmachungen und düsterer Wahrheiten.
Das Finale ist ebenso überraschend wie schockierend – ich habe mit vielem gerechnet, aber definitiv nicht damit! Ein echter Pageturner, bei dem man bis zur letzten Seite miträtselt – und sich am Ende eingestehen muss, komplett danebengelegen zu haben (so wie ich, lach).
Fazit:
Ein absolutes Must-Read für alle Thriller-Fans! Hochspannend, atmosphärisch und voller überraschender Wendungen – dieses Buch gehört definitiv in jedes Bücherregal!
Neuanfang im Paradies?
„Keeper Island war ein Smaragd, der aus dieser Entfernung so klein war, dass er in meine Hand zu passen schien. In der Mitte der Insel ragte ein grün bewaldeter Gipfel auf. Beim Näherkommen erblickte ich einen Sandstrand, Palmen winkten mir zu. Dies würde mein sicherer Hafen sein. Mein Zufluchtsort.“
Lola scheint hier endlich angekommen zu sein. Illustre Gäste finden in diesem Luxusresort die Erholung, die sich suchen. Jeder nur erdenkliche Wunsch ist dem Team Befehl, nichts ist unmöglich. Gleich nach Lolas Ankunft steigt eine Party, bald darauf gibt das Meer Moxhams Leiche frei. Er war hier Resortchef und er war es auch, der Lola diesen Traumjob besorgt hat. Denn schon in Hongkong waren sie Kollegen und nachdem sie von dort dringend weg musste, möglichst ohne Spuren zu hinterlassen, kam die Möglichkeit, hier zu arbeiten, mehr als gelegen.
Ein Unfall soll es gewesen sein, der Moxham das Leben gekostet hat. Lola glaubt nicht so recht an diese These – sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei vertraut sie zunächst einer Kollegin, auch ein Gast scheint ganz auf ihrer Linie zu sein. Dabei kommt es immer wieder mal zu bedrohlichen Szenarien, ein weiterer Todesfall wird als Unfall deklariert, zudem legt ein gewaltiger Sturm das Leben draußen weitgehend lahm.
Von Lola erfahre ich in Rückblicken mehr, auch weiß ich um ihre Schwester und deren Tochter, ein Typ aus vergangenen Zeiten will sie nicht loslassen, alles scheint ziemlich düster.
„Von außen betrachtet hatte ich hier einen Traumjob ergattert. Solange alles, was in Hongkong geschehen war, in der Vergangenheit blieb, war ich hier sicher.“
Es beginnt gemächlich, das erste Drittel scheint nicht allzu viel an Dramatik zu enthalten. Dass dies ein Trugschluss ist, stellt sich so nach und nach heraus, auch wird es zunehmend heftig und bedrohlich. Lola lässt nicht locker, gefühlt jeder scheint Geheimnisse zu haben. Wem ist hier noch zu trauen? Was mir so gar nicht gefällt ist, dass hier jeder nicht nur trinkt, nein. Es sind regelrechte Alkoholexzesse – egal ob Gast oder Angestellter - die an der Tagesordnung sind. Auch wenn es bei dem einen Toten nicht bleibt, ist es doch eher ein Psychothriller, der den Blick immer wieder auf die Vergangenheit lenkt. Die Charaktere – einschließlich Lola – waren mir durchweg unsympathisch, ihr Agieren war des Öfteren eher realitätsfern. Spannend war es trotzdem – ein durch und durch gefährliches, ein falsches Spiel vor herrlicher Kulisse.
Traue niemandem – nicht einmal dir selbst
Lola flieht aus ihrem Hoteljob in Hongkong. Erst nach und nach erfährt man, was in Hongkong wirklich passiert ist und warum Lola sich auch vor ihrem Freund Nathan unbedingt verstecken muss. Auf der abgelegenen Insel Keeper Island verschafft Mike Moxham, ein alter Kumpel, Lola eine neue Stelle. Keeper Island wirkt mit seinen weißen Sandstränden und dem türkisblauen Meer wie ein Paradies. Doch schon sehr bald merkt Lola, dass zwischen den Angestellten, aber auch unter den Gästen Geld, Macht und Gier regieren und sie niemandem trauen kann. Als kurz darauf dann auch noch Moxhams Leiche gefunden wird und der Hotelchef alles daran setzt, dass sein Tod als Unfall behandelt wird, ahnt Lola, dass auf der Insel so einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Mit ihrer Zimmerkollegin Diara versucht sie herauszufinden, was auf der Insel vor sich geht, doch dabei gerät sie selbst in große Gefahr.
Der Krimi beginnt vielversprechend, wobei vor allem Lolas Geheimnis, warum sie Hongkong verlassen musste, deutlich zur Spannung beiträgt. Dass das Urlaubsparadies der Superreichen natürlich für die Hotelangestellten kein paradiesischer Ort ist, wird schnell offensichtlich. Deutlich wird auch, wie einsam Menschen wie Lola sind, die rund um den Globus von einem gut bezahlten Jobangebot zum nächsten hetzen. Störend finde ich allerdings die ständigen Twists, dass ständig jemand anderes verdächtig wirkt. Lolas Motto: „Sei auf alles vorbereitet. Traue niemandem!“ beherzigt sie leider zu wenig und vertraut immer wieder den falschen Leuten. So kann man ihr Verhalten und ihre Handlungen oft nicht ganz nachvollziehen und sie wird einem im Lauf der Lektüre auch nicht sympathischer.
Wenn Luxus zum Problem wird
Die Hotelmanagerin Lola hat in Hongkong ein schweres Problem, welches sich anders löst als sie gehofft hat. Für sie gilt es die Flucht zu ergreifen und an einem anderen Ort einen Neustart zu versuchen. Ihr Freund Moxham kann da aushelfen und lädt sie auf Keeper Island ein, die Trauminsel für die ganz Reichen, auf der jeder Wunsch erfüllt wird. Das vermeintliche neue Glück stellt sich aber schnell als Alptraum dar, als die Leiche von Moxham im Meer gefunden wird. Lola glaubt den Vermutungen, dass es sich um einen Unfall handeln sollte, nicht und macht sich auf die Suche nach den Geheimnissen auf der Insel, ohne zu ahnen, auf welche menschlichen Abgründe sie dabei stößt...
Die prämierte amerikanische Autorin Nicola Martin hat mit "The Island - Auf der Flucht" einen aus meiner Sicht spannenden Thriller veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte in einem leicht zugängigen und flüssig zu lesenden Schreibstil und arbeitet viel mit der direkten Rede. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod des Ressource-Chefs gut aufgebaut und kann dann nach anfänglichen Schwierigkeiten auf einem guten Niveau gehalten werden. Gerade die erste Hälfte des Buches zog sich aufgrund vieler Protagonisten und vermeintlicher Nichtigkeiten ein wenig in die Länge, während das Tempo danach deutlich angezogen wurde und die Spannung somit auch deutlich in die Höhe ging. Das Ganze bleibt ein wenig verworren und die vielen Optionen laden zum Miträtseln bezüglich Täter und Tathintergründe ein. das fulminante Finale rundet das Buch mit einer nachvollziehbaren Auflösung gelungen ab.
Insgesamt ist "The Island - Auf der Flucht" für mich ein ordentlicher Thriller, der mir einige spannende Lesestunden bescherte. Die Autorin Nicola Martin kann mit einem ordentlichen tempo und einer komplex konstruierten Geschichte überzeugen. Ich empfehle den Spannungsroman daher gerne weiter und bewerte ihn mit guten vier von fünf Sternen.