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Jetzt bist du fällig!
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Chris Palmer ahnt nichts Böses, als sie die Tür ihres Hauses am See offenstehen lässt. Doch als die siebzehnjährige Lucie verstört in ihr Leben stürzt, beginnt für die Detektivin ein Albtraum.
Lucie gesteht ihr panisch, auf der Flucht vor einem Mann zu sein, den sie in Notwehr niedergestochen habe. Palmer will dem Verletzten helfen. Aber als die Polizei am Tatort eintrifft, ist Lucie verschwunden – samt Palmers Ersparnissen – und die Detektivin steht unter Mordverdacht …





















Kriminelle Tour de Suisse
Hach, die Schweiz! Alpen, Almen, Kühe, Käse, blaue Seen, grüne Wiesen... Ist das Land nicht der Himmel auf Erden? Nun, nicht ganz, wenn man Bruno Heinis neuesten Luzern-Krimi "Jetzt bist du fällig!" genau liest.
Die Privatdetektivin Chris Palmer muss diesmal gar nichts für einen neuen Klienten tun, sie bekommt den Fall frei Haus geliefert. Eine junge Unbekannte schneit in ihr Haus, ohne dass Chris etwas dafür kann. Und mit sich bringt sie jede Menge Action und gesellschaftliche Brisanz: Die verstörte Lucie mit dem schönen Schweizer Nachnamen Brupbacher wähnt sich verfolgt und belästigt sowie in Lebensgefahr. Ihre Freundin habe bereits den jungen Tod im Zürichsee gefunden. Sie sei die Nächste... Was tun?
Als hätte Chris Palmer nicht schon genug Ärger am Hacken, kann sie nicht anders, als sich um Lucie und ihre tote Freundin zu kümmern. Das ist sie ihrem Berufsethos schuldig. Das Problem - und zugleich die Existenzberechtigung von "Jetzt bist du fällig!" - ist, dass sich Lucie mit ihren Cassandra-ähnlichen, besorgniserregenden Informationen kurz darauf schon wieder aus dem Staub macht - und mit sich die Ersparnisse von Chris nimmt. "Gopferdammi!" Und damit ist Chris auf den Fall angesetzt, ob sie will oder nicht.
Mir jedenfalls hat die fulminante Tour de Suisse in Sachen Kriminalität einen Haufen Freude bereitet, weil man eben einiges von seinen Klischees im Laufe der Handlung über Bord schmeißen muss, gleichzeitig aber viel Landes- und Regionalkolorit erliest, das man ansonsten nur erfahren würde, wenn man eine Reise in die Schweiz unternähme. Und das ist mir Diogenes'schem Bücherwurm dann doch zu teuer!