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Johannismord

Der siebte Fall für die Kommissare Grote und Lessing. Ostfrieslandkrimi
Buch
Taschenbuch, 180 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

396586727X

ISBN-13: 

9783965867277

Auflage: 

1 (16.02.2023)

Preis: 

12,99 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 1.159.372
Amazon Bestellnummer (ASIN): 396586727X
Beschreibung von Marcel Gröger

»Sehr geehrter Herr Grote. Wenn Sie dies lesen, weile ich nicht mehr unter den Lebenden!«

Eine äußerst makabre Botschaft trifft bei den Kommissaren Stefan Grote und Stine Lessing in Aurich ein. Der kürzlich verstorbene »Johannismörder« Hajo Alsen erklärt in einem Brief, unschuldig am Tod seiner Partnerin zu sein, und bittet Stefan Grote, der bei seiner Verhaftung dabei war, den Fall wieder aufzunehmen, um den wahren Täter zu ermitteln. Dann behauptet er auch noch, dass es nicht bei einem Mord in Harlesiel geblieben ist. Nach anfänglichem Zögern lässt Grote sich von Stine schließlich dazu überreden.

Kaum dass sie die Arbeit aufgenommen haben, überschlagen sich bereits die Ereignisse. Ein tragischer Todesfall erweist sich als Mord und ein ostfriesisches Bauernhaus im geht in Flammen auf. Der einzige Hinweis auf den Täter ist die verschwommene Kameraaufnahme eines Mannes mit einem Gehfehler. Eigentlich ein guter Ermittlungsansatz – doch die Suche nach dem »Hinkebein« scheint eine unlösbare Aufgabe zu sein.

Bald merken die Kommissare, dass hinter den ganzen Vorgängen eine Gruppe skrupelloser Menschen steckt, die entschlossen sind, ihre Ziele mit allen Mitteln zu verwirklichen …

Kriminetz-Rezensionen

Ein alter Fall?

Kommissar Stefan Grote erhält Post von einem Toten. Er hatte den „Johannismörder“ zwar vor einigen Jahren verhaftet, aber nicht selbst ermittelt. Nun möchte Hajo Alsen, dass posthum seine Unschuld festgestellt wird. Grote hat keine rechte Lust, sich mit der Sache zu beschäftigen, doch seine Kollegin Stine Lessing weiß, wie man ihn überzeugt. Dann stellt sich heraus, dass ein kürzlich geschehener Unfall in Wirklichkeit ein Mord war. Doch damit nicht genug, es wird auch noch ein Brandanschlag auf einen Bauernhof verübt, der nur von einem alten Ehepaar bewohnt wird. Alles scheint zusammenzuhängen und doch brauchen die Ermittler eine Weile, bis sie das wahre Ausmaß des Falles erkennen.
Der Kriminalfall ist nicht gleich zu durchschauen, auch wenn man bei einigen Personen bald sicher ist, dass sie Dreck am Stecken haben, doch wie skrupellos sie ihre Ziele verfolgen, wird erst später klar.
Dies ist meine erstes Buch aus der Reihe „Ein Fall für Grote und Lessing“.  Mir gefällt der lockere Umgang der Polizisten, obwohl sie dennoch respektvoll miteinander umgehen. Stine akzeptiert, dass Grote ihr Vorgesetzter ist, und er erkennt an, dass sie wirklich clever ist. Aber auch der Skipper passt gut in dieses Team.
Es zeigt sich bei diesem spannenden und atmosphärischen Krimi wieder einmal, wozu Gier und Skrupellosigkeit Menschen bringen können, und es bereitet

spannend, erschütternd und aufwühlend

Endlich gibt es Nachschub bei der Reihe um die Kommissare Stefan Grote und Stine Lessing aus Aurich, aus der Feder von Hans-Rainer Riekers.
Schon seid der Vorschau hab ich mich wahnsinnig darauf gefreut.
Und was soll ich sagen? Ich bin wieder komplett von den Socken.
Der Schreibstil des Autors ist dabei sehr fesselnd und einnehmend.
Stine Lessing und Stefan Grote stehen natürlich wieder absolut im Fokus.
Und ich liebe die beiden einfach. Sie haben eine ungeheuer große Dynamik.
Während Stine mit ihrer lebenslustigen und frechen Art alles um den Finger wickelt, so agiert Stefan eher ruhig und besonnen im Hintergrund.
Aber auch Frauke und Sören konnten mich hier komplett begeistern.
Ebenso wie die zentralen Charaktere, die mit Tiefe ausgestattet sind.
Dadurch dass man hier unterschiedliche Perspektiven erfährt, ist die Handlung auch sehr abwechslungsreich und man kann sich darüber hinaus auch sehr gut in die Charaktere hineinfühlen. Was keinesfalls heißt, dass man sie mögen muss.
Bereits der Einstieg war sehr beklemmend und erschütternd. Denn die beiden Kommissare bekommen es mit einem Fall zu tun, der erneut aufgerollt werden muss.
Denn warum sollte der Täter seine Unschuld beteuern, wenn er doch tot ist?
Der Autor hat dies sehr feinfühlig und akribisch ausgearbeitet und somit ist es kaum verwunderlich, dass man direkt sehr emotional reagiert, aber auch Zweifel an der Richtigkeit der Unschuld hat.
Hans-Rainer Riekers schreibt dabei sehr detailliert und tiefgreifend.
Und natürlich bleiben mit einer gewissen Dramatik auch weitere Morde nicht aus.
Auch wenn ich zugeben muss, dass ich schon früh auf die wahren Täter gekommen bin. So war dies nur ein kleines Stück des Ganzen.
Denn es ist viel komplexer, als ich mir hätte vorstellen können und das hat mir richtig gut gefallen.
Ich mochte besonders, wie auf die menschlichen und psychologischen Aspekte eingegangen wurde.
Denn hier geht es keinesfalls nur um eine Tragödie.
Die menschlichen Abgründe sind enorm tief und hier wird ordentlich daraus geschöpft.
Man denkt, schlimmer kann es nicht werden.
Aber mit dieser Gier, dieser Perfidität und Skrupellosigkeit habe ich nie im Leben gerechnet.
Das hat mich tief erschüttert.
Denn wenn du selbst kein Gewissen mehr hast, was bleibt dir dann noch?
Der Autor hat hier eine richtig tolle Thematik eingearbeitet und konnte mich damit ununterbrochen packen und begeistern.
Dank Stine kommt auch der Humor nicht zu kurz.
Auch wenn Sie hier wieder einige Hürden zu meistern haben, ist Ihnen das bemerkenswert gut gelungen.
Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf ihren nächsten Fall und freue mich sehr darauf.

Fazit:
Stine Lessing und Stefan Grote bekommen es in Johannismord mit einem besonders kniffligen Fall zu tun.
Hans-Rainer Riekers konnte mich auch diesmal wieder absolut begeistern.
Eine vielschichtige und tiefgreifende Geschichte, die erschüttert und klar macht, dass jeder käuflich ist.
Beklemmend, erschütternd und sehr aufwühlend.
Ich freue mich riesig auf ihren nächsten Fall.

5 von 5 Sternen

Ein Vermächtnis

Der Auftakt zum neuen Fall für das Team Grote & Lessing ist schon etwas ungewöhnlich. Da erhält Grote einen Brief von einem verstorbenen Mörder, den er einst verhaftet hat, und wird gebeten den wahren Mörder zu finden und seine Unschuld zu beweisen. Das Schreiben enthält auch einen Hinweis auf einen Unfall, der keiner ist. Grote ist von der ganzen Sache nicht allzu begeistert, doch die Neugier seiner Kollegin Stine ist geweckt.

Tatsächlich stellt sich bald heraus, dass der Tod von Fiete Deters, dem Freund des Verstorbenen, kein Unglücksfall war. Als auf dem Gehöft seiner Eltern ein Feuer ausbricht, wird klar, hier handelt es sich um Brandstiftung.

Der flotte und informative Schreibstil von Hans-Rainer Riekers fesselt sofort. Er erzählt eine komplexe Geschichte sehr anschaulich aus verschiedenen Perspektiven. So taucht man als Leser schnell in den Fall ein, der immer wieder durch neue Wendungen überrascht.

Die Suche nach Zusammenhängen gestaltet sich schwierig und die Kommissare müssen bei ihren Ermittlungen auch zu ungewöhnlichen Methoden greifen. Dabei können sie sich auf ihre Kollegen, die beiden jungen Streifenpolizisten aus Leer verlassen. Bald stoßen sie auf ein Tourismus-Projekt, in das viel Geld investiert wurde, aber nicht abgeschlossen werden kann. Erste Spuren und Hinweise führen zum Grundstück des Ehepaars Deters.

Bald laufen die Ermittlungen auf Hochtouren und der Krimi nimmt immer mehr an Tempo auf und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Doch was sich bei den Ermittlungen tatsächlich ergibt, verschlägt einem die Sprache. Bei den Recherchen stoßen Grote und Lessing auf einige Geheimnisse.

So gelingt in einem hochdramatischen Finale, vor grausiger Kulisse im Dauerregen, die Lösung dieser Fälle. Habgier, Skrupellosigkeit und Mord offenbaren menschliche Abgründe.
Die gesamte Handlung war super aufgebaut, logisch und spannend. Auch die Beschreibungen der Gegend und der Orte war interessant. Der Fall wurde in sich schlüssig gelöst. Das so gegensätzliche Team Grote & Lessing hat hier sein ganzes Können bewiesen und wurde tatkräftig von ihrem Freund und Kollegen „Skipper“ unterstützt.

Ein gelungener Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit vielen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Johannismord“ ist Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.