Image of Der junge Mann Luther: Eine psychoanalytische und historische Studie (suhrkamp taschenbuch, Band 4711)
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Der junge Mann Luther

Eine psychoanalytische und historische Studie
Buch
Taschenbuch, 428 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3518467115

ISBN-13: 

9783518467114

Auflage: 

1 (29.10.2016)

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 468.186
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3518467115

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein Klassiker der Luther-Forschung – neu zu entdecken Der renommierte Psychoanalytiker Erikson erzählt in Der junge Mann Luther die Geschichte der Kindheitskonflikte und Jugendkrisen, die Martin Luther zum Reformator machten.Als junger Mann durchlief Luther eine dramatische Identitätskrise: Er rebellierte gegen seinen dominanten Vater, weigerte sich zu heiraten und Jurist zu werden; stattdessen trat er ins Kloster ein und ließ sich zum Priester weihen – bis er sich im Alter von 34 Jahren dann mit dem folgenreichen Thesenanschlag entschieden gegen die Autoritäten von Papst und Kirche stellte. Luther hatte damit eine Lösung für seine persönliche Krise gefunden, die gleichzeitig einschneidende Umwälzungen für die gesamte christlich-westliche Welt bedeuteten.

Kriminetz-Rezensionen

Ein völlig anderer Blick auf Luther

Der Suhrkamp Verlag hat die psychoanalytische und historische Studie Erik H. Eriksons „Der junge Mann Luther“ neu aufgelegt. Erik Homburger Erikson war bekannt für seine Studien über Luther und Gandhi und erhielt den Pulitzer Preis. Der Deutsch-Amerikaner war Psychoanalytiker und Professor in Berkeley und Harvard.

Erikson durchleuchtet Jugendjahre allgemein, bevor er sich dem jungen Luther im Besonderen zuwendet. Einem Jugendlichen, der in ständiger Sorge vor des Vaters Zorn leben musste, eines Vaters, der von seiner „rohe Überlegenheit“ „fragwürdigen Gebrauch machte“. Auch die Mutter habe „strenge Zucht“ an ihm verübt, wegen einer Nuss, die er unerlaubt gegessen habe, schlug sie ihn „daß das Blut hernach floß“. Erikson erklärt am Falle Luthers den Schritt vom strafenden Vater zum rächenden Gott. Nach seinem mit Triumph verbundenen Einzug in Worms konnte Luther sich seiner Rolle als Reformator nicht mehr verweigern. Die Studie beleuchtet das „göttliche Vater-Sohn-Verhältnis“ aus psychoanalytischer Sicht. Erikson deutet an, dass der ursprüngliche Glaube, an den Luther anknüpfen wollte, auf „das Grundvertrauen der frühesten Kindheit zurückgeht“. Untersuchungsgegenstand ist die Identitätskrise, aus der der Mann als Rebell gegen die Kirche hervorging.

„Der junge Mann Luther“ ist auch für Laien verständlich geschrieben, spannend, interessant und sehr gut lesbar: Im Lutherjahr eine völlig andere Annäherung an den Manne, der vor 500 Jahren die Erneuerung der Kirche anstrebte und ihre Spaltung bewirkte.