Cover von: Mit kalter Hand

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Mit kalter Hand

Der dritte Fall für Dr. Sabine Yao. Ein Rechtsmedizin-Thriller
Buch
Broschiert, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

342656095X

ISBN-13: 

9783426560952

Auflage: 

1 (01.09.2025)

Preis: 

16,99 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 10.245
Amazon Bestellnummer (ASIN): 342656095X

Beschreibung: 

Dr. Sabine Yao und das Team der BKA-Einheit »Extremdelikte« haben es erneut mit bizarren Todesfällen zu tun.

Der dritte atemberaubend spannende True-Crime-Bestseller um die Rechtsmedizinerin!

Sabine Yao muss diesmal ihre rechtsmedizinische Expertise in der Sonderkommission um Profiler Milan Hasanović einbringen, die die Ermittlungen zum »Pferderipper von Lübars« übernommen hat. Die Befürchtung, dass der brutale Täter früher oder später von Tieren auf Menschen umschwenkt, ist mehr als begründet.

Noch von allen unbemerkt, plant ein online-süchtiger Mann in einer schäbigen Pankower Einzimmerwohnung, seine barbarischen Fantasien erneut in die Wirklichkeit umzusetzen. Auf einer Erotik-Plattform für Männer bahnt er eine Verabredung für ein tödliches Rendezvous mit seinem nächsten Opfer an.

Zeitgleich werden an verschiedenen Orten über Berlin verteilt Leichenteile gefunden.

Sabine Yao muss immer tiefer in die düsteren Gefilde der menschlichen Seele hinabsteigen, um die labyrinthischen Abgründe einer kranken Psyche ergründen zu können …

Eine forensische Thriller-Reihe der Extraklasse: So hart und authentisch wie nie.

Beklemmend authentisch: Wie in den Vorgängern »Mit kalter Präzision« und »Mit kaltem Kalkül« sind wir mit Michael Tsokos, dem bekanntesten Rechtsmediziner Deutschlands, mittendrin im nervenaufreibenden Alltag am Seziertisch – ebenso wie in einem komplexen Kriminalfall für das BKA!

Kriminetz-Rezensionen

Pferderipper und grausige Funde

Auch dieser 3. Band der Sabine Yao-Reihe befasst sich wieder mit einer fiktionalen Erzählung von echten Kriminalfällen, die sich so oder so ähnlich ereignet haben. Dieses Mal sind die Kenntnisse und Expertisen der stellvertretenden Leiterin der Berliner BKA-Einheit »Extremdelikte« doppelt gefragt.

Im ersten Fall sucht das LKA Berlin fieberhaft den Pferderipper von Lübars (Ortsteil des Bezirks Berlin-Reinickendorf). Er hat vier Pferde zum Teil so schwer verletzt und verstümmelt, dass man sie einschläfern muss.

Die Art und Weise der Tötung der Tiere macht es wahrscheinlich, dass der Täter irgendwann seine Projektionsfläche von Tieren auf Menschen überträgt. Das ist in der wissenschaftlichen Literatur belegt. Hier sei aus der Praxis an den deutschen Serienmörder Frank Gust erinnert. Hunderten von Tieren hat er sexuelle Gewalt angetan und sie getötet, bevor der sogenannte Rhein-Ruhr-Ripper zwischen 1994 und 1998 insgesamt vier Frauen ermordet und verstümmelt hat.

Im zweiten Fall entdeckt der Hund einer Spaziergängerin beim morgendlichen Auslauf im Spandauer Forst einen abgetrennten Fuß in einer Plastiktüte. Sowohl die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao als auch die Leiterin der vierten Berliner Mordkommission Monica Monti sind überzeugt, dass bei genauerem Suchen noch weitere Funde zu erwarten sind.

Eine Hundertschaft der Polizei durchkämmt daraufhin das Gebiet weiträumig, wobei mehr und mehr Leichenteile eines getöteten Menschen gefunden werden. Die meisten Teile sind schon stark skelettiert bis auf den Torso, der tief vergraben war. Nachdem die Meldung über den grausigen Fund auf mehreren Berliner Online-Portalen erschienen ist und der Täter sie liest, ist er verwundert darüber, dass man die Leichenteile so schnell und überhaupt gefunden hat.

Obwohl der erste Fall nicht zum Fachgebiet von Yao gehört, bittet Kriminalhauptkommissar Milan Hasanovic, Leiter der operativen Fallanalyse (OFA) beim Berliner LKA sie, bei einer eigens dafür eingerichteten SOKO ihre Expertisen zur Rechtsmedizin mit einfließen zu lassen.

Unbeachtet von seiner Außenwelt lebt in einer Ein-Raum-Wohnung in Berlin-Pankow ein Mann, der seine abartigen Fantasien in Dating-Portalen und im Darknet auslebt, bis ihm dies keine Befriedigung mehr bringt. Er möchte von der virtuellen in die reale Welt übergehen.

In den Erzählungen in Form eines whodunit erfahren wir immer mehr über diese Person, je näher wir dem Ende kommen. Der Mann hat ein verkorkstes Leben ohne Halt und eine kranke Psyche. Schlussendlich kommt es zu einem Polizeieinsatz kommt, der völlig aus dem Ruder läuft.

Alle Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen beschrieben, sodass man sich ein Bild von ihnen machen kann, wobei der Schwerpunkt auf der Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao liegt. Dass Yao bei den beiden Fällen an ihre körperlichen Grenzen stößt, kommt gut zum Ausdruck.

Manche Beschreibungen sind grausam und brutal. Sie wirken sehr realitätsnah. Das bezieht sich sowohl auf die Obduktionen im Sektionssaal als auch auf die Beschreibung der Tötung und Zerteilung eines Menschen. Das komplette Setting kann man als plausibel bezeichnen.

Fazit

Wie schon beim vorherigen Band »Mit kalter Präzision« fällt auf, dass bei dem Plot sehr viele Sequenzen dem Thema Rechtsmedizin gewidmet sind. Diese geben einen realistischen und informativen Einblick in den Beruf eines Rechtsmediziners.
Werden Fachbegriffe mit einbezogen wie bspw. »Asphyxie« oder »Exazerbation«, so werden sie dem Laien vom Autor verständlich erklärt. Trotz der Überladung mit Fachtermini ist der Schreibstil flüssig. Die Kapitel sind kurz und springen zwischen den Handlungssträngen hin und her. Sie enden mit Cliffhangern, was die Spannung beim Lesen hochhält.
Die fiktionale Handlung zu den hier geschilderten Fällen bekommt zu wenig Spielraum. Sich aufbauende Spannungsspitzen flauen somit immer wieder ab. Erst zum Ende hin entwickelt sich eine Art Sogwirkung.
Das Buch empfiehlt sich denen, die den Stil einer sachbuchähnlichen Darstellung gepaart mit fiktionalen Thrillersequenzen mögen.

Bizarr und spannend

Das Grauen lauert zwischen dem gewohnt schlichten Cover des neuen Tsokos-Thrillers.

Zum Ende des Jahres wird es in der Rechtsmedizin des BKA in der Sondereinheit „Extremdelikte“ noch einmal recht bizarr. Dr. Sabine Yao’s Expertise zu gleich zwei Fällen ist erwünscht. Profiler Milan Hasanović braucht Hilfe zu den Ermittlungen eines Pferderippers und Monica Monti, die Leiterin der vierten Mordkommission, bekommt es mit einem Fall von Leichenzerstückelung zu tun.

Ich habe bisher nur ein Bruchteil der Bücher des Autors gelesen, diese jedoch sehr gerne, da sie unheimlich spannend sind und ich mich jedes Mal frage wieviel Realität in den Fällen steckt. In diesem Buch weist der Autor gleich daraufhin das in diesem Thriller fiktionalisierte Erzählungen echter Kriminalfälle. Spannend, jedoch auch erschreckend wie bizarr die realität sein kann.

Michael Tsokos gewährt in diesem Thriller auch wieder tiefe Einblicke in die rechtsmedizinischen Fälle und deren Untersuchungsmethoden, hierbei haben mir besonders die vielen ausführlichen Erläuterungen gefallen. Kleine Seitenhiebe auf die Darstellung der Arbeit von Rechtsmedizinern sei es in Serien oder auch Autoren-Kollegen habe ich schmunzelnd zu Kenntnis genommen. Die Fokussierung nicht nur auf zwei Fälle, sondern die deutlich realistische Beschreibung des Arbeitspensums der Rechtsmedizin in einer Großstadt, ist eine gelungene Abwechslung gewesen und erhält die Spannung konstant.

Ein winziges kleines Manko ist mir aufgefallen, dass jedoch nicht in meine Bewertung einfließen wird. Lieber Herr Professor, es gibt keinen Super-GAU in diesem Kontext. Der GAU ist der größte anzunehmende Unfall und bezieht sich auf kerntechnische Anlagen. Mittlerweile wird dieser Begriff in der Allgemeinheit fast inflationär für alles Mögliche verwendet und verharmlost deutlich die eigentliche Definition.

Rechtsmedizin hautnah

Michael Tsokos, selbst Rechtsmediziner und einer der bekanntesten True-Crime-Autoren Deutschlands, verbindet auch in seinem Thriller Mit kalter Hand kriminalistische Spannung mit medizinischem Fachwissen. Hauptfigur ist diesmal Dr. Sabine Yao, die als Rechtsmedizinerin in mehreren komplexen Fällen ermittelt. Sie muss sich gleichzeitig mit grausam zugerichteten Pferden, gefundenen Leichenteilen und undurchsichtigen Tatmotiven auseinandersetzen.
Besonders beeindruckend ist, wie Yao es schafft, mehrere Ermittlungsstränge parallel zu organisieren. Sie bleibt stets professionell, erkennt Zusammenhänge und gibt entscheidende Hinweise. Gerade diese Klarheit und Stärke machen sie zu einer überzeugenden Hauptfigur. Allerdings wirkt die Häufung von insgesamt vier Fällen etwas überladen. Zwei davon bleiben eher Randnotizen, trotzdem nehmen sie dem Roman an manchen Stellen die Konzentration auf die wirklich spannenden Elemente.
Sprachlich lässt sich der Thriller sehr leicht lesen, was den schnellen Lesefluss unterstützt. Der Perspektivwechsel zwischen Ermittler:innen und Täter bringt Abwechslung, dennoch bleibt die Handlung manchmal ein wenig eintönig. Yao selbst hätte mehr Tiefe und persönliche Facetten vertragen können – sie bleibt überwiegend als sachliche Profi-Figur erkennbar, statt auch privat stärker greifbar zu werden.
Trotzdem versteht es Tsokos, seine Fachkenntnisse geschickt einzubinden. Obduktionen, Ermittlungsdetails und realistische Arbeitsabläufe in der Rechtsmedizin verleihen der Geschichte Glaubwürdigkeit. Auch wenn die Spannung insgesamt noch stärker hätte sein können, bleibt der Drang groß, weiterzulesen und zu prüfen, ob sich die eigenen Vermutungen bestätigen.
Fazit:
Mit kalter Hand ist ein solider Thriller mit realistischem Hintergrund und einer starken Ermittlerin. Auch wenn die Vielzahl der Fälle und die fehlende Tiefe der Hauptfigur kleine Schwächen sind, überzeugt das Buch durch Fachwissen, gute Lesbarkeit und eine Handlung, die man kaum aus der Hand legen möchte. Nicht nur für Fans von Michael Tsokos bleibt es eine empfehlenswerte Lektüre – auch wenn noch mehr Spannung möglich gewesen wäre.

Viel Arbeit für die Rechtsmedizin

Die BKA-Einheit für Extremdelikte hat momentan viel Arbeit, denn es sind einige Fälle in die Gerichtsmedizin gekommen, die sehr ungewöhnlich sind. Alle Mediziner sind an der Bearbeitung der Todesfälle beteiligt. Dr. Sabine Yao hat noch einen Spezialfall, denn es wird ein Pferderipper gesucht, der drei Pferde erstochen hat und die Expertise von Sabine Yao durch den Profiler Hasanovic angefragt wird. Außerdem hat die Mordkommission noch einen grausamen Fund gemacht, bei dem es um ein abgesägtes Bein geht. Alles Fälle die Dr. Sabine Yao managen soll und sie nimmt auch umgehend die Arbeit auf.
Der Rechtsmedizin-Thriller „Mit kalter Hand“ von Prof. Dr. Michael Tsokos passt genau in das Genre, denn es wird in aller Deutlichkeit die Arbeit der Rechtsmedizin beschrieben. Schon auf dem Cover, das ein weißes Laken und ein blutiges Skalpell zeigt, wird auf den Inhalt verwiesen. Es ist schon sehr brutal, was in diesem Thriller in allen Einzelheiten aufgezeigt wird, und deshalb ist es auch die Reaktion von dem ein oder anderen Polizisten verständlich. Auch dem Leser wird dies sehr nahegebracht und sehr deutlich beschrieben. Die Arbeit der Rechtsmedizinerin Sabine Yao wird hier sehr ausführlich erzählt und man kann sich vorstellen, dass diese Arbeit schon eine Berufung sein muss, da es sehr in das Private hineingeht. Die Story ist sehr gut nachvollziehbar, da der Autor immer wieder die einzelnen Schauplätze in den Kapitel aufzeigt. Der Leser weiß immer genau, wo der Thriller spielt. Sehr interessant ist neben dem Mord auch die Tatsache, dass die Expertise der Rechtsmedizinerin auch bei einem Pferderipper zum Tragen kommt. Sehr gut aufgebaut ist die Spannung in beiden Fällen und die Sprache ist sehr klar und deutlich.
Wer sich für die Arbeit der Rechtsmedizin in all seinen Facetten interessiert, ist in diesem Thriller und bei diesem Autor sehr gut aufgehoben. Der mit klarer Sprache und großem Fachwissen seines Stories erzählt. Ich habe es interessiert gelesen, aber auch gemerkt, dass das nicht mein Genre ist.

Gerne wieder

Es handelt sich hier um einen weiteren Teil der Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao. Ich hatte bereits die vorherigen Bücher gelesen und kann nun nicht einschätzen, ob dieses Wissen für das Verständnis dieses Buch nötig war. Denke allerdings nicht. Also mein Mann ist großer Tsokos-Fan. Hat auch dieses Buch, aufgrund der früheren sehr bildhaft und detaillierten Beschreibungen der rechtsmedizinischen Untersuchungen nicht gelesen. Das war ihm dort doch etwas zuviel. In diesem Teil finde ich es dezenter, reduzierter. Mehr außerhalb der Räume handelnd. Allerdings komme ich aus der Pflege und dem Rettungsdienst….Wobei man hat hier eine sehr gute Vorstellung bekommt, obwohl einem ja immerhin der Geruch erspart bleibt.
Ich fand die Mischung zwischen Privatleben der Dr. Yao und deren Berufsleben in diesem Buch sehr gelungen. Obwohl das Private, im Vergleich zu vorherigen Büchern, . hier lediglich gestreift wurde.
Die Handlung ist sehr schockierend und vermutlich doch deutlich realer als das wir Leser denken. Hartes und schwieriges Thema. Mir gefiel das Buch gut, allerdings eben nicht für jeden geeignet. Eventuell wären auch hier Triggerwarnungen angebracht?