Cover von: Kaltherz
Amazon Preis: 16,95 €
Bücher.de Preis: 16,95 €

Kaltherz

Thriller
Buch
Broschiert, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3423220120

ISBN-13: 

9783423220125

Auflage: 

1 (18.05.2022)

Preis: 

16,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3423220120

Beschreibung von Bücher.de: 

Acht Minuten. Länger war die fünfjährige Marie nicht alleine. Doch als ihre Mutter zum Auto zurückkommt, ist Marie spurlos verschwunden.

Kommissarin Kim Lansky übernimmt den Fall. Es ist ihre letzte Chance, sich als Ermittlerin zu beweisen. Die Suche nach der Wahrheit führt sie in die dunkelsten Kapitel ihrer eigenen Vergangenheit – und zu einer erschreckenden Frage: Warum bleiben gerade in München so viele Kinder verschwunden?

Kriminetz-Rezensionen

Marie

Kommissarin Kim Lansky wird er Vermisstenabteilung zugeteilt. Es ist ihre letzte Chance, denn zu viele Alleingänge und Fehler hat sie bei der Polizei schon gemacht. Dort stößt sie auf den Fall der 5-jährigen Marie Lipmann, die seit gut 4 Monaten verschwunden ist. Ihre Mutter wollte mit ihr Enten füttern und war davor 8 Minuten auf einem öffentlichen WC. Dabei ist das Kind verschwunden, ebenso wie das Kindermädchen plötzlich abgetaucht ist, die sofort als Hauptverdächtige eingestuft wird. Kann Kim ihre letzte Chance nutzen und den Fall aufklären?

Das Cover des Buches ist wieder hervorragend gelungen; es zeigt auch gut die Düsternis und Verzweiflung, die auch im Buch vorkommen.

Der Schreibstil des Autors ist (wie schon in seinem 1. Werk »Ausweglos«) ausgezeichnet. Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Dazu kommt, dass die einzelnen Kapitel immer in der Ich-Form geschrieben werden, aber immer von jemand anderem (Marie, Kim, Jakob, Klara). Dies führt dazu, dass der Leser noch tiefer mithineingezogen in die Handlung wird.

Der Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr hoch gespannt, ohne jemals abzusinken oder gar zu reißen. Im Gegenteil kann dieses Buch mit etlichen Überraschungen aufwarten, die auch der geübte Krimi-/Thriller-Leser nicht erwarten kann.

Durch den oben genannten Schreibstil mit überraschenden Wendungen und den wechselnden Hauptprotagonisten in der Ich-Form bleibt sich der Autor auch seinem Schreibstil treu.

Ich hoffe sehr, dass man noch viel von diesem Autor zu lesen bekommt, besonders, wenn es in der Qualität seiner bisherigen geschieht, die in ihrem Schreibstil an die frühen Werke von Sebastian Fitzek erinnern.

Fazit: Wieder ein perfekter Thriller, den man nicht aus der Hand legen möchte. 5 von 5 Sternen!

Gutes tun muss nicht immer gut sein

Der Albtraum jeder Mutter wird für Clara Lipmann wahr. Auf dem Parkplatz am Feringasee bei München geht sie nur kurz – nach ihrer Meinung für max. 8 Minuten – zur Toilette und als sie zu ihrem Auto zurückkommt, ist der Kindersitz leer und ihre fünfjährige Tochter Marie verschwunden. Hat das Kindermädchen Melina Katsaounis etwas mit Maries Verschwinden zu tun?

Kommissarin Kim Lansky, die nach ihrem Rauswurf aus der Abteilung Cybercrime in der Vermisstenabteilung eine allerletzte Chance bekommt, macht sich auf die Suche nach Marie. Aber es gibt weder eine Lösegeldforderung noch finden sich andere Spuren. Clara Lipmann geht an ihren Selbstvorwürfen zugrunde und Kim muss sich einem dunklen Kapitel ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

Was für eine grandiose Geschichte. Was hier geschieht, hätte ich mir in meinen kühnsten Albträumen nicht vorstellen können.

Mutter Clara, 28, versinkt in Selbstvorwürfen, wirkt äußerst depressiv und hat nach Maries Verschwinden sämtlichen Lebenswillen verloren. Vater Jakob, 37, absolut karriereorientiert, spielt nach außen den starken Mann und lässt niemanden in sein Privatleben schauen. Jeder in seinen eigenen Gefühlen gefangen, geht anders mit dem Verlust der Tochter um. Diese häusliche und eheliche Situation finde ich sehr gut dargestellt.

Mit Kommissarin Kim Lansky bin ich zuerst gar nicht klargekommen. In ihrer impulsiven, unangepassten, einzelgängerischen Art eckt sie überall an, wirkt auf mich verschlagen und gerissen, was vielleicht auch ihrer Herkunft geschuldet ist. Da ich in der Nähe lebe, wo Kim aufgewachsen ist, ist mir das Milieu bekannt und ich kann sie mir in diesem Umfeld sehr gut vorstellen. Eine sehr außergewöhnliche Ermittlerin mit einem extremen Hintergrund. Aber auch sie hat eine sehr weiche, sanfte und liebevolle Seite, die sie nur nicht oft zeigt. Ihr letzter Besuch bei Jakob hat mir daher sehr gut gefallen.

Autor Henri Faber erzählt die Geschehnisse jeweils aus der Sicht von Clara, Jakob und Kim. Und auch die kleine Marie meldet sich hier und da zu Wort. So bin ich immer aus jeder Sichtweise informiert, komme allerdings durch die verschiedenen Wendungen, die der Fall nimmt und die zahlreichen Spuren, die dann doch ins Nichts laufen, auch nicht schneller ans Ziel.

Die kurzen Kapitel lassen die Geschichte mit ihren Cliffhangern sehr schnell werden. Das steigert die Spannung und hält diese extrem hoch bis zum Schluss.

Ganz zum Schluss erfahre ich erst, wie diese Geschichte zu ihrem Namen gekommen ist.

Ein megaspannender, hervorragender Thriller mit interessanten Protagonisten und einer Geschichte, die mir den Atem geraubt hat. Allerfeinste Unterhaltung mit Gänsehauteffekt.

Außergewöhnlich spannungsvoller Thriller

Nichts ist wie es scheint.

Kim Lansky ist eine eigenwillige Ermittlerin mit einer großen Portion Eigeninitiative, die nicht überall gut ankommt. Ihr Jugendfreund Kriminalhauptkommissar Rizzi wird ihr neuer Boss und gibt ihr eine Chance in der Vermisstenabteilung.

Als die Mutter eines vermissten Mädchens wegen eines Selbstmordversuches im Krankenhaus landet, wird Lansky vom Krankenhaus informiert. Kim betrachtet sich den Fall und stößt dabei auf Ungereimtheiten. Was ist bei dem Verschwinden von Marie damals wirklich passiert?

Das Buch »Kaltherz« von Autor Henri Faber, hat sich den Begriff Thriller redlich verdient! Die Haupt-Protagonistin Kim Lansky begeistert durch ihren Einsatz, ihr Einfühlungsvermögen und ihre Scharfsinnigkeit. Auch alle anderen Figuren sind toll charakterisiert und fügen sich grandios in die spannungsreiche Story ein.

Der Spannungsbogen steigt dabei stetig, um den Leser immer wieder gnadenlos an der Nase herumzuführen. Allein das Setting in München, der Job und die Firma des Verdächtigen, seine überspannte Ehefrau, die Kombination der Ermittler und ihr Background haben mich in ihren Bann gezogen. Sicherlich auch, weil ich hier in München die Location kenne und mich einige Anspielungen begeisterten, war dieser Thriller besonders aufregend für mich. Das Cover ist nicht spektakulär, aber auf den Inhalt kommt es an;)

Mein Fazit:
Großartiger Thriller mit einer fesselnden und unterhaltsamen Geschichte, die Lust auf mehr Lesestoff aus dem Repertoire des Autors macht;). Famos!

Suche nach Marie

Nachdem Maries Mutter nach nur acht Minuten von der Parkplatz-Toilette zurück zum Auto kommt, ist ihre kleine Tochter Marie verschwunden. Eine verzweifelte Suche nach der Fünfjährigen beginnt.

Kommissarin Kim Lansky bekommt ihre letzte Chance bei der Polizei sich zu beweisen. Sie übernimmt den Fall und bei der Suche nach Marie führt sie die Spuren zurück in ihre eigene dunkle Vergangenheit. Außerdem stellt sie sich die Frage, warum grade in München so viele Kinder verschwinden.

Zu Beginn hatte ich leichte Startschwierigkeiten, mich in die Handlung einzufinden. Den Schreibstil fand ich doch etwas gewöhnungsbedürftig. Es wird flapsig und ein bisschen in einem »Assi-Tonfall« geschrieben. Aber grade dieses flapsige passte zur Kommissarin Kim Lansky.

Kim Lansky, die Hauptprotagonistin, ist sehr eigenwillig und macht es so wie sie es will, egal was andere sagen. Eigentlich kann sie niemand in ihrem Tun aufhalten. Sie und auch die anderen Protagonisten waren mir nicht wirklich sympathisch. Vermutlich war das auch so vom Autor gewollt. Aber ich muss auch nicht immer eine Bindung zu den Protagonisten aufbauen.

Teilweise fand ich die Handlung etwas vorhersehbar, aber die ein oder andere unerwartete Wendung und Überraschung hatte es dann doch auch noch zu bieten. Die Perspektivwechsel haben die Handlung abwechslungsreich gemacht und haben die Spannung nach oben getrieben.

Mein Fazit:
Nach den Startschwierigkeiten konnte ich mich dann doch noch ins Buch fallen lassen und habe mich ganz gut unterhalten gefühlt. Es war jetzt aber nicht unbedingt etwas Besonderes. Daher gibt es von mir 3,5 Sterne.