Cover von: Die Kampagne
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Die Kampagne

Der fünfte Einsatz für Maggie Costello. Thriller
Buch
Taschenbuch, 448 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3404185153

ISBN-13: 

9783404185153

Auflage: 

1 (29.10.2021)

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
USA
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404185153

Beschreibung von Bücher.de: 

Als die hochkarätige Anwältin Natasha Winthrop eines Nachts in ihrem Haus überfallen und fast vergewaltigt wird, kommt es zum Kampf und sie tötet ihren Angreifer. Zunächst sieht es klar nach Notwehr aus, doch dann gibt es Unstimmigkeiten in Winthrops Bericht. Winthrop behauptet, Opfer einer Verschwörung zu sein, und beauftragt die Fallermittlerin Maggie Costello, herauszufinden, wer dahintersteckt.

Aber als sie in Natasha Winthrops Leben nach Indizien gräbt, stößt sie auf Lücken im Lebenslauf. Ist Winthrop doch nicht, wer sie zu sein vorgibt?

Kriminetz-Rezensionen

Packender und atmosphärisch dichter Thriller, der in die Untiefen der amerikanischen Politik führt

Mit diesem atmosphärisch dichten Polit-Thriller legt der Autor Sam Bourne (das Pseudonym des britischen Journalisten Jonathan Freedland) den bereits fünften Band rund um Maggie Costello vor und führt uns dabei wieder einmal in die Untiefen der amerikanischen Politik.

Um das Buch lesen und nachvollziehen zu können, braucht man allerdings kein Vorwissen aus den ersten vier Bänden. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Die Anwältin Natasha Winthrop gilt als kommender Stern am amerikanischen Politikhimmel. Das ganze Land wartet gebannt darauf, ob sie schon bei der nächsten Präsidentenwahl als Kandidatin ins Rennen geht. Doch dann wird sie eines Nachts in ihrem Haus überfallen und es kommt zu einem Kampf, bei dem sie den Angreifer tötet. Zunächst wird sie für ihre Tat gefeiert, doch dann tauchen erste Zweifel an ihrer Version der Geschehnisse auf und die Stimmung schlägt um. Daraufhin bittet sie Maggie Costello um Hilfe, da sie eine Kampagne ihrer Gegner inner- und außerhalb der Partei vermutet. Bei ihren Nachforschungen stößt Maggie schnell auf Lücken im Lebenslauf von Natasha Winthrop, die auch bei ihr Zweifel wecken.

Sam Bourne packt hier wiederum ein heißes Eisen an und strickt daraus einen packenden Thriller mit ordentlich Tiefgang, der seine Spannung in erster Linie aus seinen Protagonisten und ihrem Beziehungsgeflecht bezieht und weniger auf große Actioneinlagen setzt. Die Geschichte ist zudem deutlich von der »Mee Too«-Debatte geprägt, auch die Spekulationen um eine mögliche Beeinflussung des amerikanischen Wahlkampfes aus dem Ausland, speziell aus Russland, fließt in das Geschehen ein. Dazu reichert der Autor seine gut aufgebaute Geschichte mit zahlreichen Zusatzinformationen an, sodass man hier schon sehr aufmerksam lesen muss, um in der über eine lange Zeit ziemlich unübersichtlichen Gemengelage nicht den Überblick zu verlieren. Am Ende fügt sich dann aber alles auf überzeugende Art und Weise zusammen und es bleiben keine wesentlichen Fragen offen. Getragen wird die Geschichte von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind.

Wer auf undurchsichtige und atmosphärische dichte Polit-Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

Facettenreich und unerwartet

Sam Bournes dritter Band rund um die Anwältin Maggie Costello spielt im politischen Amerika mitten in den Kandidaturen zur Präsidentschaftswahl. Die Staranwältin Natasha Whintrop gilt inoffiziell als heiße Anwärterin, bis sie eines Nachts in ihrem Haus überfallen wird und dabei ihren Angreifer tötet.

Schnell verdichtet sich die Annahme, dass an der Schilderung des Tatherganges irgendetwas unstimmig ist. Obwohl sie zunächst als #MeToo-Heldin gefeiert wird, stellt sich die Frage, ist sie es wirklich? Natasha ruft Maggie Costello zur Hilfe, die als Troubleshooterin bekannt ist.

Sam Bourne gewährt tiefe Einblicke in den amerikanischen Wahlkampf und die Macht der sozialen Medien, die einen stellenweise schaudern lassen.

Das zweite Thema ist sexuelle Nötigung und deren dramatisch niedrige Verurteilungsraten. Das Buch bietet bei allen Themen viel Potential zum Nachdenken, Diskutieren und Recherchieren.

Die Charaktere sind mit viel Tiefgang gezeichnet und bilden ein nicht unkompliziertes Geflecht, das man mit viel Aufmerksamkeit verfolgen muss, um nicht den Überblick zu verlieren.

Fast alle losen Fäden werden am Ende stimmig zusammengeführt, eventuelle offene Fragen bleiben der Phantasie des Lesers überlassen.

Ich war mir zeitweise nicht sicher, ob man es hier tatsächlich mit einem Thriller zu tun hat. Aber ja, es ist ein gut geschriebener Politthriller, der durch die Komplexität der Themen bis zum Schluss undurchsichtig bleibt.

Von mir eine klare Leseempfehlung.

Sein oder Schein?

Maggie Costello bekommt von Präsidentschaftskandidat Tom Harrison ein Angebot, in seinem Team mitzuarbeiten, doch sie entscheidet sich, Natasha Winthrop, einer bekannten Anwältin, zur Seite zu stehen, der Probleme ins Haus stehen, da sie einen Mann getötet hat, der sie – nach eigenen Angaben – vergewaltigt hat. Jedoch gibt es Anhaltspunkte, dass etwas anderes dahinterstecken könnte. Da Natasha auch eine mögliche Präsidentschaftskandidatin ist, spricht manches dafür, dass ein ungutes Spiel mit ihr gespielt wird.

Bereits die beiden Vorgängerbände haben mir gut gefallen, und so war es keine Frage für mich, Band 3 der Reihe lesen zu wollen. Maggie ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen, und ich mag auch die gesellschaftskritischen Anklänge der Reihe, die auch hier wieder vorhanden sind. Im Zentrum steht vor allem die Tatsache, dass Frauen es schwer haben, Vergewaltigungen anzuzeigen und selten eine Bestrafung der Täter erreicht wird. Daneben gibt es, wie bei der Reihe gewohnt, auch Politisches, wie z.B. die Art, wie manche Kandidaten mit ihrem Gegner umgehen – wie wir das dieses Jahr auch besonders gut bei der Bundestagswahl in Deutschland sehen konnten.

Natasha Winthrop, die hier neben Maggie im Mittelpunkt steht, ist ein ambivalenter Charakter, nicht alles, was nach und nach ans Licht kommt, ist glaubhaft, aber manches vielleicht doch? Als Leser kann man gut eigene Spekulationen anstellen, die Auflösung ist letztlich nachvollziehbar. Ich bin gespannt, ob es weitere Bände der Reihe geben wird – ich hoffe es.

Band 3 der Reihe ist wieder sehr spannend, punktet erneut mit gesellschaftskritischen Themen und hat mich gut unterhalten. Ich vergebe gerne wieder volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für Genrefans.

Die Kampagne

Ein Thriller, der uns in Atem hält und unser Kopfkino in Gang bringt. Die renommierte Anwältin Natasha Winthrop wird in ihrem Appartement überfallen und vergewaltigt. In Todesangst nimmt sie den nächstbesten Gegenstand, den sie erreichen kann und tötet damit den Angreifer. Zunächst schaut dies eine Notwehrhandlung zu sein, doch dann verwickelt sich die Anwältin in Widersprüche und auf den Socialmedia-Kanälen wird plötzlich bekannt, dass sich die Winthrop des öfteren im Darknet aufgehalten hat. Zu ihrer eigenen Verteidigung arrangiert sie Maggie Castello, die ihr bei ihr beistehen und die Sache aufklären soll. Natürlich hat die Bevölkerung großen Anteil an der Sache, da Natasha als mögliche Präsidentschaftskandidatin gehandelt wird. Sie gibt Maggie alle Vollmachten um zu ermitteln. Doch im Zuge dessen stößt Maggie auf einige Ungereimtheiten, die Natasha immer mehr in Bedrängnis bringen und sie erfährt dadurch, dass Natasha nicht mit offenen Karten spielt. Nach einigen Recherchen gelangt Maggie an ein Tagebuch, dass sich um sexuelle Nötigung einer gewissen Mindy handelt. Ist sie dabei, ein großes Geheimnis aufzudecken. Sam Bourne greift mit diesem Buch die sexuellen Übergriffe auf Frauen auf, die immer noch nicht genügend aufgedeckt werden und die Täter kommen dabei noch gut weg. Wenn man den großen Prozentsatz der Vergewaltigungsopfer liest und wieviel davon nur aufgedeckt werden, macht einen sprachlos. Aber auch das Thema Wahlen in den USA findet hier seinen Platz und man merkt, wie korrupt und rücksichtslos der Wahlkampf geführt wird. Natasha ist eine ziemlich undurchsichtige Person. Man stellt sich hier mehrfach die Frage ob alles ein durchtriebenes Spiel ist und sie Maggie für ihre Ziele mißbrauchen will. Bis ganz zum Schluß sehr spannend und es werden hier verschiedene Themen angesprochen, die für den Leser sehr interessant sind. Man darf nur hoffen, dass es mit neuen Gesetzen leichter sein wird, Vergewaltiger dingfest zu machen.

Aktuell, fesselnd, kurzweilig

Senator Tom Harrison, Spitzenkandidat um die US-Präsidentschaft, weiß, dass er gegen diese Frau nicht gewinnen kann. Ihr, der hochkarätigen Anwältin Natasha Winthrop, werden Ambitionen auf das Amt nachgesagt. Mittendrin in der heißen Phase des Wahlkampfes ist plötzlich nichts mehr so, wie es war. Wie es sein sollte.

Eine beklemmende Szene spielt sich ab in ihrem Haus: Natasha liegt am Boden, ein Mann auf ihr drauf, sie kann sich kaum bewegen. Mit letzter Kraft bekommt sie einen Gegenstand zu fassen, schlägt zu – und trifft den Eindringlich tödlich. Wer ist das? Wer steckt dahinter? Um hinter die Kulissen zu blicken, bedarf es eines klugen Kopfes. Natasha holt Maggie Costello an ihre Seite und diese gräbt ganz tief im Leben der Natasha Winthrop, sie will die Wahrheit ans Licht holen.

Buch 3 der Maggie Costello-Reihe ist für mich der erste Kontakt mit der Fallermittlerin Maggie. Sie ist brillant, hat für die beiden letzten Präsidenten gearbeitet, kennt den Politbetrieb und dessen Akteure in- und auswendig.

Sam Bourne schafft es sofort, mich in diese ganz eigene Welt zu ziehen. Ist hier auch nur einer ehrlich, geradlinig unterwegs? Der Blick hinter die Kulissen, deren Taktik und Methoden, all die Tricks und Kniffe rund um den Kampf des Präsidentenamtes liest sich äußerst spannend. Die sozialen Medien und die damit einhergehenden Fake News spielen schon lange eine große Rolle, nicht nur in den USA. Diese fiktive Story bescherte mir des Öfteren einen aha-Moment, die Realität kann hier locker mithalten. Viel Raum gibt der Autor dem Thema Vergewaltigung in all seinen schlimmen Facetten, verwebt alles sehr gekonnt zu einem homogenen Ganzen. Es geht um Macht, um Ehrgeiz und Rache.

„Die Kampagne“ ist fesselnde, sehr kurzweilige Unterhaltung. Aktuelle Themen hat Sam Bourne in glaubhafte Stories verpackt. Und - egal ob es sich um den Straftatbestand des sexuellen Übergriffes oder die Politik mit all seinen Intrigen handelt – die sozialen Netzwerke haben überall ihre Finger mit drin.

Eine mitreißende Story mit Charakteren, denen ich gut folgen konnte. Die mich empört haben, deren Ränke ich verabscheute. Gut durchdacht, zuweilen niederträchtig und heimtückisch, immer packend und interessant. Dubios bis zu Schluss – ein hochkarätiger Thriller, den ich sehr gerne weiterempfehle.

Macht und Manipulation

Zum Inhalt:
Die Trouble-Shooterin Maggie Costello hat die freie Auswahl aus zwei besonders interessanten Jobs: Einerseits lockt sie der Präsidentschaftskandidat in sein Team und auf der Gegenseite winkt Natasha Winthrop, eine erfolgreiche Anwältin. Diese hat einen Mann erschlagen, der sich in ihrem Büro auf sie gestürzt hat, um sie zu vergewaltigen. Maggie wählt die zweite Möglichkeit und sieht sich bald mit einer Gemengelage aus MeToo, dubiosen Dating-Portalen und der Schwerfälligkeit der Justiz, sich adäquat mit Fällen von Vergewaltigung auseinanderzusetzen konfrontiert. Und mit einer geheimnisvollen Natasha, die mehr verbirgt, als es den Anschein hat und dadurch Maggie in Gefahr bringt.

Mein Eindruck:
Sam Bourne hat wieder einmal ein Garn gesponnen, in dem sich seine Leser gerne verfangen. Dabei nutzt er seine Erfahrungen mit den politischen Schlichen weidlich aus, um für seine Charaktere einen nicht nur glaubwürdigen, sondern auch noch höchst brisanten Hintergrund zu kreieren. Denn was an Manipulation durch social media und künstliche Intelligenz möglich ist, durchsetzt das öffentliche und private Leben schon längst wie ein Krake. Doch diese erschreckende Entwicklung ist nur das Hintergrundrauschen für eine Geschichte, die sich um die Hilflosigkeit dreht, die in Fällen von Vergewaltigung zum Tragen kommt: Aussage gegen Aussage, fragwürdige Einlassungen, Macht und Angst, - viele Vergewaltiger missbrauchen einfach deshalb weil sie es können und kaum Konsequenzen fürchten müssen.
Gut strukturiert, mit einer Grundspannung, die er teilweise noch einen Ticken höher dreht, fesselt Bourne mit einem eingängigen Schreibstil, interessanten Charakteren und einer durch und durch sympathischen, patenten, zugänglichen Protagonistin, die sich das Glaube an das Gute im Menschen bewahrt, - egal, wie oft dieser Glaube auf die Probe gestellt wird. Dass er sich zusätzlich so gut in die weibliche Psyche einfühlen kann, ist bemerkenswert; - dass er das sehr unaufgeregt und ohne den nervenden, erhobenen Zeigefinger tut sondern seine Fakten kühl präsentiert, ist eine Wohltat im Empörungsgewitter der heutigen Zeit.

Mein Fazit:
Die Kunst der Entzauberung, - perfekt beherrscht

Schmutziger Wahlkampf

Amerika befindet sich im Wahlkampf. Die Nominierung der Präsidentschaftskandidaten steht an. Einer der möglichen Bewerber ist die Anwältin Natasha Winthrop, die sich für Frauenrechte und den Umweltschutz starkmacht. Sie verkörpert all die Tugenden, für die Amerika einst das Synonym war.

Ihre Erfolgsaussichten verschlechtern sich über Nacht, weil sie einen Vergewaltiger, der in ihr Haus eingedrungen ist, in offensichtlicher Notwehr erschlägt.

Plötzlich tauchen beunruhigende Nachrichten über sie auf, die Zweifel an ihrer Integrität aufkommen lassen. Gezielte Fake News ihrer Gegner?

Winthrop beauftragt Maggie Costello, Nachforschungen anzustellen. In der aufgeheizten Atmosphäre wird auch Maggie das Opfer gezielter Angriffe. Wer ist Winthrop wirklich. Lichtgestalt oder Dämon?

Wie vom Autor nicht anders zu erwarten, liest sich das Buch packend und wartet mit vielen überraschenden Wendungen auf. Zugleich gewährt er interessante Einblicke in den Washingtoner Politikbetrieb. Dieses Mal werden die miesen Tricks im Wahlkampf thematisiert. Die Art und Weise, wie Wähler manipuliert werden, hat mich aufgewühlt und sehr wütend gemacht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Wahrheit von der Lüge trennen könnte.

Der andere Schwerpunkt sind die weltweiten sexuellen Übergriffe, denen sich Frauen ausgesetzt sehen, ohne dass die Justiz ernsthaft eingreift.

Die Handlung selbst ist zu Beginn undurchsichtig. Ist Winthrop Täter oder Zufallsopfer? Kapitel für Kapitel deckt der Autor ein weiteres Puzzleteil auf.

Maggie habe ich für ihre Beharrlichkeit, Kombinationsgabe, Intuition und Intelligenz bewundert. Wie sie Zusammenhänge herstellt, ist beeindruckend und überzeugend.

Die Auflösung des Falles war mir aber zu amerikanisch und in meinen Augen sehr realitätsfremd. Das tut zwar dem Lesevergnügen und der Spannung keinen Abbruch, hat mich persönlich aber enttäuscht.