Cover von: Kant und das Leben nach dem Tod
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Kant und das Leben nach dem Tod

Der dritte Fall für Kommissar Kant. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3453428501

ISBN-13: 

9783453428508

Auflage: 

1 (15.11.2023)

Preis: 

16,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 103.743
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3453428501

Beschreibung von Bücher.de: 

Die Einsamkeit und der Tod.

Im Hofoldinger Forst nahe der A8 wird der abgetrennte Arm eines alten Mannes gefunden. Der Befund der Rechtsmedizin macht die Sache nur noch rätselhafter: Offenbar war der Arm über einen längeren Zeitraum tiefgekühlt, ehe er in dem Waldstück deponiert wurde. Die Spuren führen Hauptkommissar Kant und sein Team in eine Hochhaussiedlung im Münchner Stadtviertel Hasenbergl.

Doch niemand in der Nachbarschaft scheint das Opfer zu kennen. Und der einsame alte Mann ist nicht der Einzige aus der Siedlung, der verschwindet. Welche finstere Wahrheit versteckt sich hinter den Wohnungstüren?

Kriminetz-Rezensionen

Die Stimmen der Toten

Hauptkommissar Kant bekommt es mit einem neuen und zugleich sehr schwierigen Fall zu tun. Vom Opfer wird zunächst lediglich der abgetrennte Arm gefunden, der eine Identifizierung fast unmöglich macht und somit die Ermittlungen nicht vorankommen lässt. Durch einen Zufall stoßen die Ermittler aber auf weitere Leichenteile, die die Recherchen dann in eine Hochhaussiedlung im Münchener Stadtviertel Hasenbergl lenkt. Das mittlerweile identifizierte Opfer hat hier gewohnt, aber niemand scheint ihn zu kennen oder hat ihn in den letzten Jahren gesehen. Die Obduktion der Leichenteile lässt Kant aufhorchen, da sie anscheinend über einen längeren Zeitraum eingefroren waren. Ein kniffliger Fall verlangt höchste Aufmerksamkeit, da es möglicherweise nicht bei einem Opfer bleiben könnte...

"Kant und das Leben nach dem Tod" ist bereits der dritte Band um den charismatischen Ermittler aus München. Ich bin mit dem aktuellen Fall in die Reihe eingestiegen und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme. Der Autor Marcel Häußler erzählt die Geschichte in einem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat. Er fängt sehr gut die Atmosphäre rund um eine von der Anonymität geprägte Wohnsiedlung mit all ihren Problemen ein und bindert sie hervorragend in einen authentisch wirkenden Fall ein. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden des ersten Leichenteils direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die ereignisreichen Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich ein clever inszenierter Fall, der von einem durchaus auch einen gesellschaftskritischen Inhalt bestimmt ist und die volle Kapazität des Ermittler-Teams fordert. Das Ganze fesselte mich bis zum fulminanten Finale, welches den Kriminalroman mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen abrundet.

Insgesamt ist "Kant und das Leben nach dem Tod" ein für mich mehr als gelungener und sehr authentischer Kriminalroman, der mich mit interessanten Charakteren, einem gesellschaftlich kritischen Unterton und sehr ausgeklügelten Story voll und ganz überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Anonymes Leben

In der Nähe der Autobahn findet ein Kind einen Müllsack, in welchem sich ein abgetrennter Arm befindet. Ein außergewöhnlicher Fall für Hauptkommissar Kant und sein Team, unter Hochdruck beginnen die Ermittlungen. Als weitere Leichenteile gefunden werden, ist auch die Identität des Toten bekannt. Schon bald stellt sich heraus, dass es weitere Tote gibt, und alle Spuren führen in ein Wohngebiet, was von Hochhäusern dominiert ist und in denen die Menschen mehr oder weniger anonym leben.
In diese Siedlung hat es auch Antonia (Toni),die nach dem Tod ihrer Mutter ohne Bleibe ist,verschlagen,denn dort lebt ihr Großvater mit seiner Lebensgefährtin.Die Beiden nehmen das junge Mädchen zwar bereitwillig auf ,aber schon bald entdeckt Toni einige Ungereimtheiten,welche sie um ihr Leben fürchten lassen.
Welche Zusammenhänge es zwischen den Ermittlungen,die bis weit in die Vergangenheit zurückreichen,und Toni gibt,erschließt sich erst ziemlich zum Schluss.
Mir hat es sehr gut gefallen,mit welcher Präzision das eingespielte Team um Hauptkommissar Kant ,arbeitet ,bis es zu einer schlüssigen Lösung kommt.
Die näheren Umstände der Toten und das Leben ,welches sie geführt haben ,hat mich betroffen gemacht.Ein lesenswerter Krimi.

Nachdenklich und überzeugend

Kant ermittelt zum dritten Mal. Das Team ist unverändert und der Focus in der Story liegt wieder auf der Ermittlertätigkeit.
Private Informationen über Kant und sein Team sind nur dezent vorhanden, so dass die Krimihandlung zu keinem Zeitpunkt in den Hintergrund rückt.
Das Thema ist keine leichte Kost. Es geht um Einsamkeit im Alter, Anonymität in Hochhaussiedlungen und über allem schwingt eine Gesellschaftskritik mit.
Ein abgetrennter Arm, tiefgekühlte Leichen und Menschen, die keiner vermisst. Dieser Fall geht nicht nur Kant und seinem Team nah, sondern berührt einen auch als Leser.
Marcel Häußler gelingt es mit seinem Schreibstil, der ohne Schnörkel und Ausschweifungen daher kommt, den Spannungsbogen über das ganze Buch aufrechtzuerhalten. Der Leser hat genug Gelegenheiten mitzurätseln. Die Auflösung meint man schon zu kennen, aber es kommt dann doch anders als erwartet.
Auch der dritte Fall bekommt 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

Geisterwohnungen

Südlich von München, im Hofoldinger Forst wird in einem Müllsack ein abgetrennter Arm gefunden. Die Rechtsmedizin stellt nicht nur fest, dass der Arm zu einem älteren Mann gehört, sondern auch, dass er längere Zeit eingefroren war. Eine Spur führt Hauptkommissar Kant und sein Team in das Münchner Hochhausviertel Hasenbergl, wo niemand den alten Mann kannte und niemand ihn vermisst.
Ich kenne die ersten beiden Teile dieser Krimiserie bislang nicht, hatte bei diesem dritten Fall aber zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt.
Die Protagonisten wurden sowohl bildlich als auch lebensecht gut in Szene gesetzt. Besonders sympathisch ist mir Joachim Kant, er ist charmant, humorvoll und vom Autor mit einem unfehlbaren Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen ausgestattet. Aber auch die anderen Charaktere des Ermittlerteams sind sehr interessante Figuren. Gefallen hat mir, dass wir über die Privatgeschichten jedes einzelnen eher zurückhaltende Informationen erhalten. So steht der Fall im Vordergrund und nicht die problembelasteten Ermittler.
Die Thematik um die trostlosen Wohnsituationen von älteren oder einsamen Menschen in anonymen Hochhaussiedlungen wurde sehr gut mit dem Fall verwoben und sorgte für eine düstere Atmosphäre.
Mit einem flüssigen Schreibstil beschreibt Marcel Häußler die Ermittlungsarbeit überaus realitätsnah ohne große Ausschweifungen. Durch clevere Wendungen konnte mich die spannende Story bis zum Schluss fesseln.