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Klein aber tot
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Der erste Krimi, der in der fiktiven Stadt Knuffingen im Miniatur Wunderland spielt – Deutschlands beliebtester Touristenattraktion mit 1,5 Millionen Besuchern jährlich.
Willkommen in Knuffingen, der malerischen Miniaturwelt zwischen Harz und Alpen – ein Ort, der vor allem eines ist: überschaubar. Und friedlich. Zumal die Knuffinger gar nicht ahnen, dass sie Teil eines berühmten Miniaturuniversums sind …
Doch die Idylle trügt, denn plötzlich steht Kommissar Jojo Wunder vor einem Riesenproblem. Friedrich Frank, Journalist und berüchtigter Schmähkritiker, wird ermordet aufgefunden. Der Tote hatte mehr Feinde als Freunde, was den Fall nicht leichter macht.
Und ausgerechnet die Menschen, die Jojo am nächsten stehen, geraten unter Verdacht: seine heimliche Liebe, die undurchschaubare Blumenhändlerin Liora Märklin – und seine eigene Mutti, deren Restaurant Frank zuvor vernichtend verrissen hat. Als Jojo sie verhaften soll, ist für ihn endgültig Schluss mit lustig.
Der erste Band der Knuffingen-Krimis entführt uns in eine einzigartige Welt, die Humor, skurrile Charaktere und knifflige Spannung auf charmante Weise miteinander verbindet. Eine Miniaturwelt voller großer Geheimnisse – liebevoll erzählt und zum Hineinschlüpfen schön.





















Kriminaloberkommissar Jojo Wunder und sein erster Fall
Herzlich „willkommen in Knuffingen, dem erstaunlichsten Krimischauplatz der Welt.“ Schon der erste, visuelle Eindruck, macht Lust auf mehr. Und ja, auch die Buchgestaltung lädt förmlich dazu ein, mehr als einen Blick hinter die Kulissen dieser Miniaturwelt zu riskieren.
Jo Fischler, der erstaunlich vielseitige Autor, hat mit seinem Kommissar Jojo Wunder und so etlichen in Knuffingen ansässigen Bewohnern einen Ort erschaffen, in dem es nicht immer friedlich zugeht, denn spätestens dann, als die Leiche des Journalisten Friedrich Frank gefunden wird, wird dies klar. Und selbstredend ist Kommissar Jojo Wunder sofort am Ermitteln. Er durchleuchtet das Leben des Toten, stößt auf so einige Ungereimtheiten und auch die Schmähkritiken, die er kurz zuvor im Knuffinger Tagblatt veröffentlicht hat, lassen erste Schlüsse auf den Täter zu.
Schlägt man das Buch auf, sind gleich mal einige Kurzinfos zu den Hauptakteuren zu finden. So auch zu Helga Schumann, der Assistentin des Polizeichefs. Sie ist es, die nicht nur Jojo fest im Griff hat – zumindest hat es den Anschein, denn dieser ominöse Polizeichef ist eher unsichtbar. Was da wohl dahinterstecken mag? Dabei drängt sich mir als versierte Krimi-Leserin sofort ein Verdacht auf, den ich hier aber nicht näher erläutern möchte. Viel eher bin ich gespannt, was diese Krimi-Reihe noch so alles zu bieten hat, denn ich bin schon im Knuffingen-Fieber. Nun, auch wenn der Chef gerade nicht greifbar ist, so ist es doch Buddha, der tierische Detektiv, der ganz brauchbare Fährtenleser, den die Schumann Jojo aufs Auge drückt. Als weitere polizeiliche Mitarbeiterin wäre da noch die ehemalige Rechtsmedizinerin Bohne mitsamt Olaf, ihrem knallgelben Gefährt, zu erwähnen. Und - persönlich sehr nahe sind Jojo einige Bewohner dieser Stadt, die allesamt ihre Leidenschaften pflegen.
Die Suche nach dem Mörder ist so spannend wie mysteriös. Wir lesen von einer Molekularküche, von Kinokarten und einem USB-Stick, von Lügen und geheimnisvollen schwarzen Blüten und von noch sehr viel mehr, auch führen Spuren ins Schloss Löwenstein. Die Zeit drängt, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, denn die Feier zu zwölfhundert Jahre Knuffingen steht an.
Auf das Miniatur Wunderland Hamburg bin ich in einer Talkshow aufmerksam geworden, als die Gründer, die Zwillingsbrüder Braun, davon erzählt haben. Und nun bin ich sozusagen mittendrin, folge den Ermittlungen, die viel Spürsinn erfordern. Der Fall an sich ist ganz schön verzwickt, es gibt so einige Verdächtige, die Indizien sprechen eine eindeutige Sprache. Die liebenswerten, zuweilen kauzig bis schrägen Figuren, der witzig-spritzige Unterton sowie die vielschichte, komplexe Story erzeugen viel Spannung.
Der Auftakt zu dieser Reihe ist gelungen, nun heißt es erst mal Abschied nehmen von Jojo Wunder und den anderen, die sich von diesem komplexen Fall in ihrem Miniatur-Knuffingen erholen dürfen. Bis zum nächsten Mal, ciao einstweilen.
Tod in Knuffingen
In Knuffingen geht alles seinen Lauf und am Wochenende am Schloss ein Fest stattfinden soll. Doch kurz vor dem Fest wird eine Leiche gefunden und das ist der Redakteur des Knuffinger Tageblatts, der mit jedem Streit hatte. Er hatte über jeden und alles ein schlechte Kritik geschrieben, auch über das Restaurant Wunderküche, das JoJos Mutter betreibt. Nun hat der Oberkommissar JoJo Wunder ein Problem, muss er unter Umständen gegen seine Mutter ermitteln? Aber so weit ist er noch nicht, denn er findet noch reichlich andere Verdächtige, auch seine heimliche Liebe Liora Märklin. Er geht nun auf die Spur des Mörders und dabei ist auch sein Helfer Buddha, der Bernhardiner und sein guter Freund Ecki.
Der Kuffingen-Krimi „Klein aber Tot“ von Jo Fischler spielt in der fiktiven Welt des Miniatur Wunderlands. Es ist schon eine ernste Geschichte, die hier im Miniatur Wunderland spielt und die die Hauptfigur JoJo Wunder lösen muss. Er hat aber Gott sei Dank einen vierbeinigen Helfer, der Bernhardiner Buddha, der sonst eigentlich vor der Tür des Chefs liegt, den keiner so recht gesehen hat. JoJo liebt es geregelt, so geht er morgens in der Bäckerei frühstücken, immer dasselbe und immer am selben Platz, von dem aus er die Blumenhandlung von Liora Märklin sehen kann. Doch in diesem Fall kommt der Oberkommissar an seine Grenzen, die er aber souverän übersteht. Dieser Tote ist aber auch ein Früchtchen, so richtig fies, wen er alles erpresst und dann auch noch wo. Das ausgerechnet der überaus neugierige Eiling zur Lösung einiges beiträgt ist schon geschickt gelöst vom Autor. Aber ansonsten ist ganz schön was los im kleinen Knuffingen und die Spannung steigt zum Ende auch von Seite zu Seite. Die Sprache, die der Autor benutzt ist sehr bildhaft, so dass man das Geschehen deutlich vor Augen hat.
Ich war sehr gespannt auf diesen Miniatur-Wunderland Krimi und ich muss sagen der Autor hat mich komplett abgeholt. Selbst das Cover habe ich sehr wahrscheinlich schon live gesehen, oder zumindest eine Ähnliche Szene. Ein sehr gelungener erster Krimi aus Knuffingen.
Richtig knuffiger Krimi
Kommissar Jojo Wunder liebt seinen kleinen Ort Knuffingen und seine alltägliche Morgenroutine, ohne große Aufregung läuft alles immer in geordneten Bahnen. Doch eines schönen Morgens sollte sich plötzlich alles ändern, der Tag fing für Jojo schon mit einer ganz merkwürdigen Semmel an und sollte mit einem Mordfall enden. Der allseits unbeliebte Schmähkritiker Friedrich Frank wird tot im Wald aufgefunden. Es gibt zwar unzählige Verdächtige, darunter befinden sich leider auch Jojos Mutter, die zuletzt aufs heftigste kritisierte Spitzenköchin der Wunderküche und seine Angebetete, die Floristin Liora Märklin. Tapfer beginnt Jojo zu ermitteln, mit tatkräftiger Hilfe von Dr. Emma Bohne und Buddha, dem Bernhardiner seines neuen Chefs.
Inspiriert vom Hamburger Miniatur-Wunderland, siedelt Autor Joe Fischler seine neue Krimi-Serie kurzerhand dort an. Durch diese, wie ich finde, absolut orginelle Idee, gibt es dort mittlerweile sogar sein Knuffingen im Maßstab von 1:87 zu bestaunen.
Die Geschichte selbst ist total liebenswert und anschaulich erzählt, besonders großartig sind dabei natürlich die einzelnen Figuren, alle sind absolut treffend charakterisiert. Man kann sich diese kleine Stadt und ihre Umgebung sehr gut vorstellen, hat deren Abbild förmlich vor Augen. Trotz der snuggly Kulisse gibt es natürlich auch einen Toten zu vermelden und es tun sich einige Abgründe auf, deren Rätsel zu lösen sind. Die Handlung ist also auch durchaus spannend und unterhaltsam angelegt, trotz der skurrilen und cozy Anklänge.
Das Cover dazu ist ganz zauberhaft und passend zum Inhalt gemacht.
Mein Fazit:
Habe mich großartig amüsiert und unterhalten gefühlt. Schnell gelesen und perfekt zum mitnehmen auf die Strandliege! Gerne mehr davon :).
Buddha und Wunder
In Knuffingen herrscht Idylle. Eigentlich. Doch dann wird der Schmähkritiker Friedrich Frank ermordet. Kommissar Jojo Wunder muss bangen, dass ausgerechnet seine heimliche Angebetete oder sogar seine eigene Mutter Rache für einen Verriss geübt haben. Mit Bernhardiner Buddha, der eigentlich seinem Chef, der niemals auftaucht, gehört, im Schlepptau, folgt er den vorhandenen Spuren, die alles nur noch schlimmer zu machen scheinen!
Knuffingen liegt im Miniatur-Wunderland und die Figuren haben davon eindeutig keine Ahnung. Das macht es für mich ein wenig schwer. Mein Kopf will sich dauernd einschalten, dass die Figuren doch die Besucher sehen müssten, ständig an Grenzen stoßen müssten usw. Da merke ich, wie schwer mir das Loslassen fällt! Es gibt kleine Hinweise, die witzig sind, wie die Styroporkugeln, das zerbrochene Matterhorn, Wolken wie gemalt, immer wieder Feuer beim Schloss usw. Insgesamt aber lässt das die Knufflinger kalt. Der Krimi selbst ist cosy und humorig, aber nicht ohne Spannung. Die vielen kleinen skurrilen Szenen sind einfach nur köstlich! Ganz genial finde ich, dass alles so erschreckend logisch und stimmig ist.
Die Figuren sind zauberhaft! Auch ihre Namen sind einfach nur genial. Da hat der Autor viel Liebe zum Detail bewiesen! Fischler lässt die Charaktere mit wenigen Worten vor dem geistigen Auge entstehen und Simon Jäger macht sie wunderbar lebendig. Und wenn Dr. Bohne eins ums andere Mal „Wunder, oh Wunder“ ruft, muss man einfach grinsen. Simon Jäger hat jeder einzelnen Figur eine eigene Stimme gegeben und das in bewundernswerter, gelungener Art und Weise. Der Krimi ist ein gemütlicher Cozy Crime, der mit Schwung ein gar nicht so harmloses Ende findet.
Da ich die Bücher von Jan Beck liebe, war ich super gespannt auf die Bücher unter seinem weiteren Pseudonym bzw. Realnamen Jo Fischler. Dieser erste Band vom Miniatur-Wunderland ist kein schlechter Anfang! Allerdings sind die Anspielungen auf den fiktiven Ort ganz selten eingestreut, wodurch der Krimi auch an jedem anderen, realen Ort spielen könnte. Vielleicht wird das ja in den Folgebänden spezieller. Vielleicht sind die Wunderland-Macher ja Wunders Chef? Für diesmal also vier Sterne.