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Der Knochenjäger

Der erste Lincoln Rhyme-Roman
Buch
Taschenbuch, 512 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3442434599

ISBN-13: 

9783442434596

Erscheinungsdatum: 

01.02.2000

Preis: 

8,95 EUR
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442434599

Ex-Detective Lincoln Rhyme ist nach einem Arbeitsunfall querschnittsgelähmt und zieht sich immer mehr zurück. Bis einSerienkiller die Stadt in Angst versetzt: an jedem Tatort hinterläßt er einen Hinweis auf seinen nächsten Mord. Lincolns Interesse wird geweckt - denn langsam kommt ihm der Verdacht, daß er den Mörder kennen muß...

Kriminetz-Rezensionen

Was man vom Bett aus alles erledigen kann ...

Der Knochenjäger ist der erste Band der Lincoln-Rhyme-Reihe und so werden natürlich auch erst einmal die Protagonisten dieser Reihe vorgestellt. Jeffery Deaver gelingt das, ohne dass Langeweile aufkommt und ich mich überfordert fühle angesichts der vielen Personen. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei selbstverständlich auf Amelia Sachs und Lincoln Rhyme.

Lincoln Rhyme
Allerdings sind die beiden Hauptakteure auch alles andere als langweilig. Lincoln Rhyme hadert mit seinem Schicksal, das ihn dazu verdammt, seine Tage im Bett zu verbringen. Er findet sein Dasein nicht mehr lebenswert und hat just an dem Tag, als die Polizei ihn um Hilfe bittet, beschlossen seinem Leben ein Ende zu setzen. Ich finde seine Gefühlslage sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Was hält einen noch im Leben, wenn man sich selber nutzlos und nicht mehr gebraucht fühlt?

Amelia Sachs
Amelia Sachs hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Auch sie ist krank und versucht die Schmerzen, die die Krankheit verursacht, mit Tabletten zu unterdrücken. Als ausgerechnet sie von Lincoln Rhyme zur Untersuchung der Tatorte beordert wird, beginnen Welten aufeinander zu prallen. Während Rhyme die Tatorte losgelöst von den Opfern begutachtet und nur die verwertbaren Spuren im Auge hat, sieht Sachs auch das Leid der Opfer und ist oft genervt von Rhymes schroffen Anweisungen, die er ihr per Kopfhörer gibt. Es knallt mehr als einmal heftig zwischen den beiden.

Ein starkes Team
Aber die beiden raufen sich zusammen, denn beide wollen den wahnsinnigen Täter stoppen. Aus wechselnden Perspektiven besucht man als Leser mit Amelia Sachs die gruseligen Tatorte, versucht Lincoln Rhymes Analysen der Beweismittel zu begreifen oder taucht in die Gedankenwelt des Täters ein. Letzteres fand ich eher verwirrend, denn der Täter pendelt gedanklich immer zwischen dem hier und jetzt und dem alten, längst verschwunden New York, das auch er nur aus einem ganz bestimmten Buch kennt. Aber nach und nach setzt sich ein Bild des Täters zusammen, auch wenn einige geschickte Wendungen eingebaut sind und das Ende überrascht.

Schreibstil
Jeffery Deavers Schreibstil kenne ich schon aus anderen Büchern von ihm und fand ihn auch in »Der Knochenjäger« einfach toll. Er schafft es, die Mischung aus Privatleben der Ermittler und einer sehr spannenden Kriminalstory so zu verbinden, dass man immer weiterlesen möchte – weil man immer wissen möchte, wie beides weitergeht. Es ist stellenweise schon recht brutal und auch sehr detailliert – aber ich empfand es nicht als Effekthascherei, sondern ich hatte immer den Eindruck, dass die Schilderung an der genau der Stelle jetzt einfach sein muss.

Mein Fazit
Der Knochenjäger ist ein toller Auftaktroman zu einer Reihe, die man meiner Meinung einfach gelesen haben muss :-) Spannend, gruselig, stellenweise auch lehrreich und nie langweilig.