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Die Kommissarin und die blutigen Spiegel

Der zweite Fall für Kriminalhauptkommissarin Antje Servatius. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 288 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404188136

ISBN-13: 

9783404188130

Auflage: 

1 (29.07.2022)

Preis: 

11,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404188136

Beschreibung von Bücher.de: 

Eine junge Frau wird tot aufgefunden – vergewaltigt, ermordet, brutal entstellt. Ihr jetziger Partner und ihr Ex geraten schnell unter Tatverdacht.

Auffällige Einschnitte am Körper der Toten lenken die Ermittlungen in eine neue Richtung. Antje Servatius und ihre Kollegen vom KK11 stoßen auf einen Mord nach identischem Muster, begangen vor über 20 Jahren.

Dann wird eine zweite Leiche gefunden – auch hier diente offenbar eine frühere Tat als Vorbild. Wer kopiert alte Morde? Und warum? Für die Ermittler beginnt die Jagd auf einen perfiden Serientäter und ein Wettlauf mit der Zeit …

Kriminetz-Rezensionen

Überleben kann auch Strafe sein

Kriminalhauptkommissarin Antje Servatius vom KK11 aus Köln und ihr Team müssen im Fall einer grässlich zugerichteten weiblichen Leiche ermitteln. Gefunden wurde sie vom Besitzer der Werkstatt, der eigentlich einen Besichtigungstermin für den Verkauf der Immobilie vereinbart hatte. Der Kaufinteressent kam nicht, dafür hat er die Leiche von Linda Kemp entdeckt. Sie war mit dem verheirateten Floristen Ken Harkort befreundet, allerdings wollte sich ihr Ex Tobias Saxen damit nicht abfinden und es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden. Deshalb rücken sie beide in den Fokus der Ermittlungen.

Als Nächstes wird die Leiche von Frauke Horn in ihrem hauseigenen Pool gefunden. Hat sie es beim 2. Versuch geschafft, sich selbst zu töten? Hier sind die Familienverhältnisse zuerst sehr zweifelhaft und ein enterbter Verwandter gerät unter Verdacht.

Und wieder erinnert dies an einen Fall aus dem Jahr 2003. Mehr zufällig wird der Hinweis auf den Täter gefunden, aber bis er gestellt werden kann, besteht für eine weitere Person höchste Lebensgefahr.

Für mich waren die Autoren neu, aber ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, erst beim 2. Band einzusteigen. Der Schreibstil ist flüssig und durchaus spannend zu lesen. Allerdings war mir der Privatanteil von Antje Servatius und ihrer behinderten Teenie-Tochter Kira eindeutig zu dominant, ebenso die Rolle des Vaters. Sie nahmen mir zu viel Platz ein, hier wäre weniger mehr gewesen. Die Atmosphäre, die Ermittlungsarbeit und auch das Miteinander des Teams fand ich sehr gut beschrieben. Bei der Lösung des Falles konnte man gut miträtseln, bis er schlüssig gelöst werden konnte.

Ein solider Krimi für zwischendurch.

Viel Luft nach oben

Band 2 um Antje Servatius und ihr Team. Die Kenntnis von Band 1 ist nicht zwingend notwendig, da wichtige Informationen inhaltlich gut eingebaut wurden.

Ein brutaler Mord an einer jungen Frau hält das Ermittlerteam in Atem. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, Verdächtige werden gefunden, aber es geht nicht richtig vorwärts. Ein Detail gibt den Hinweis auf einen Mord, verübt vor 20 Jahren. Eine zweite Leiche verstärkt den Verdacht, dass hier ein CopyKiller unterwegs ist.

Soweit so gut. Eine gute Grundlage für einen spannenden Krimi. Ein Ermittlerteam, das zusammen funktioniert und in dem ganz verschiedene Persönlichkeiten ihre Fähigkeiten einbringen können.

Jetzt kommt das »Aber«: Für den Leser war sehr schnell offensichtlich, wer der Täter war. Das hat dem Ganzen etwas die Spannung genommen und zusätzlich war die schlussendliche Auflösung mir nicht überzeugend genug. Auch aus einigen Ermittlungsergebnissen (ohne ins Detail zu gehen), hätte man viel mehr machen können.

Das größte Hindernis für einen guten Krimi, ist aber der private Teil um Antje und ihre Tochter, der mir einfach zu viel Raum einnimmt. Dafür ist das Buch entschieden zu kurz. Nichts gegen private Einblicke, das bringt einem die Ermittler näher. Aber hier wurde der Fortlauf der Handlung immer wieder unterbrochen und die Krimihandlung überlagert.

Ich hatte die gleichen Probleme schon mit Band 1 der Serie, so dass ich jetzt sagen kann, einen Band 3 wird es für mich nicht geben.

In den Nebenhandlungen überzeugender als im Krimiteil

»Die Kommissarin und die blutigen Spiegel« ist ein Kriminalroman von Peter Strotmann & Annette Neubauer, der 2022 bei Bastei Entertainment erschienen ist.

Zum Autor:
Annette Neubauer lebt als freie Kinderbuchautorin in Köln. Ihre Titel wurden in über 20 Sprachen übersetzt. »Die Kommissarin und die blutigen Spiegel« ist ihr zweiter Krimi für Erwachsene.

Peter Strotmann lebt und arbeitet ebenfalls in Köln. Tätigkeiten als Journalist, Redakteur, Deutschdozent, Dreh- und Jugendbuchautor. Auch für ihn ist dies der zweite Kriminalroman.

Meine Meinung:
Mit Antje Servatius habe ich eine überaus interessante Figur kennengelernt, die sowohl als Mutter als auch als Kommissarin gefordert wird. Ihre behinderte Tochter hütet ein dunkles Geheimnis und nach totaler Verweigerung drängt der Vater sich in das Leben der Tochter. Das bereitet Antje ziemliche Probleme und nimmt einen erheblichen Teil ihrer Zeit und des Buches in Anspruch. In Sachen Morde verfügen die Leser über einen deutlichen Wissensvorsprung gegenüber den Ermittlern. Es gibt den wissenden Erzähler im Hintergrund, der die Auswahl der erzählten Teile steuert. Dabei sind der zeitliche Ablauf und die handelnden Personen nicht immer deutlich erkennbar. Meist ist der Erzählstil von Sachlichkeit geprägt und wirkt relativ nüchtern. Geht es um Antje und ihre Tochter, wirkt es deutlich empathischer. Die Ermittler wirken kompetent und erfahren, wichtige Handlungsfortschritte basieren aber auch auf Zufälligkeiten.

Das Gleichgewicht zwischen Neben- und Krimihandlung fand ich gegeben. Zum Ende hin nimmt das Tempo in beiden Bereichen deutlichen zu und es gibt einen gelungenen Showdown. Die Auflösung des Kriminalfalles ist vollständig und nachvollziehbar.

Fazit:
Bei diesem Buch hat mir vor allem die Figurenzeichnung und die interessante Nebenhandlung gefallen. Der Kriminalfall wirkte ziemlich konstruiert, wurde aber spannend dargeboten. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.