Cover von: Das Krähenzimmer

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Das Krähenzimmer

Thriller
Buch
Broschiert, 432 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3499018810

ISBN-13: 

9783499018817

Auflage: 

1 (14.08.2026)

Preis: 

18,00 € (bei Erscheinen)
Amazon-Bestseller-Rang: 10.499
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499018810

Beschreibung: 

Die große neue Stimme der psychologischen Spannung: Carolin Frey begeistert mit ihrem Thrillerdebüt.

Es sollte der sicherste Ort der Welt sein. Das gemütliche Reetdachhaus hinter den Dünen, wo Lotta die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbrachte. Sie weiß genau, wo der Schlüssel liegt, wie die Krähen im Garten klingen. Hier will sie sich verstecken, hier wird sie niemand finden.

Doch anders als früher, als der Strand voller Touristen und alles bunt und lebendig war, scheint das Örtchen am Meer jetzt verwaist. Und auch im Haus ist etwas anders als früher. Lotta hat immer öfter das Gefühl, nicht allein zu sein. Jemand beobachtet sie. Jemand folgt ihr, wenn sie draußen ist. Jemand ist bei ihr, wenn sie schläft.

Lotta beginnt, an ihrem Verstand zu zweifeln. Was ist mit diesem Haus, das sie so gut kannte? Warum sind die Menschen so abweisend?

Als sie anfängt, Fragen zu stellen, setzt sich ein düsteres Bild zusammen. Das Haus in den Dünen scheint eine Geschichte zu haben, die es tief in sich bewahrt. Eine Wahrheit, verborgen in einem Tagebuch.

Dann erfährt Lotta von der jungen Frau, die vor ihr hier war. Die auch in diesem Haus wohnte. Die vor ihr hier gestorben ist …

Düstere Atmosphäre, vielschichtige Figuren, Gänsehaut – ein Leseerlebnis, das noch lange nachwirkt.

Kriminetz-Rezensionen

Beklemmende Atmosphäre

Das idyllisch gelegene Reetdachhaus hinter den Dünen sollte Lotta eine Zuflucht bieten. Hier hat sie die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbracht und hier will sie sich nun vor ihrem Leben verstecken. Doch das vertraute Ferienörtchen wirkt verlassen, die Menschen begegnen ihr kühl, und im Haus selbst scheint etwas nicht zu stimmen. Immer häufiger glaubt sie, beobachtet zu werden. Während ihre Zweifel wachsen, stößt sie auf Hinweise, dass das Haus eine verborgene Vergangenheit hat, die in einem Tagebuch festgehalten wurde. Schließlich erfährt sie von einer jungen Frau, die vor ihr dort lebte und dort ums Leben kam.

Die Story wird hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Lotta erzählt. Dadurch wird man komplett in ihre Gedankenwelt gezogen und man erlebt ihre Ängste, ihr Misstrauen gegenüber den Einwohnern und ihr ständiges Hinterfragen hautnah mit. Zwischen Lottas Erzählung tauchen immer wieder Tagebucheinträge auf und man weiß noch nicht sofort, wer diese verfasst hat. Man fragt sich ständig "Wer hat das geschrieben?". Zudem gibt es Einschübe einer unbekannten Person, die offensichtlich mit dem Geschehen zu tun hat und auch hier bleibt lange offen, wer dahintersteckt. Diese wechselnden Perspektiven sorgen für ein Hin und Her, dass einen rätseln lässt.

Mit jedem Vorkommnis oder auch Begegnung gegenüber den Dorfeinwohnern wächst das Misstrauen. Ob Nele, Bo, Justus, Friedrich oder die Nachbarin, jeder wirkt potenziell gefährlich. Das verursacht eine beklemmende, unheimliche Atmosphäre und sorgt für Gänsehautmomente.

Allgemein ist die Atmosphäre sehr düster. Allein schon durch den düsteren Monat November wirkt alles sehr trist, dunkel und unheimlich. Das verstärkt noch einmal die Beklemmung. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Durch die bildhaften Beschreibungen sieht man die Szenen vor sich und kann die Kälte, die raue See sowie den Wind sich gut vorstellen.

Der Showdown am Ende war sehr gut, aber hätte durchaus noch ein bisschen mehr Tempo und Nervenkitzel haben dürfen. Das Ende war eigentlich schon rund und abgeschlossen, aber dann gab es nochmal einen Cliffhänger. Der hätte nicht mehr unbedingt Not getan, außer es soll vielleicht nochmal eine Fortsetzung folgen.

Mein Fazit:
Ein sehr gelungener Debütthriller, sehr atmosphärisch dicht durch die düstere, beklemmende Atmosphäre. Das Setting hat dazu mega gut gepasst. Ein toller Psychothriller, der eine klare Leseempfehlung verdient.

Beklemmend, bedrohlich, düster

Tief in der Nacht kommt Lotta in der Villa Sturmmöwe an, nachdem sie aus ihrem alten Leben regelrecht geflüchtet ist. Dieses Reetdachhaus in den Dünen war einst ihr Kindheitsparadies, paradiesische Verhältnisse jedoch findet sie hier nicht mehr. In diesem Haus lauert Gefahr, sie spürt es direkt. Mehr noch - sie hat das Gefühl, hier nicht alleine zu sein.

„Wenn er diese Tür öffnet, wenn er hier nachsieht, dann bin ich geliefert denkt sie voller Angst, doch seine Schritte verhallen…“

„Das Krähenzimmer“ habe ich als ungekürztes Hörbuch über 11 Stunden gehört, gesprochen von Anne Düe, die Lotta ihre Stimme verleiht und Tim Gössler, der den Unbekannten spricht, der sie ständig zu beobachten scheint und sich an Regeln hält, die einen erschauern lassen. Lottas Angst ist deutlich spürbar, man möchte sich am liebsten mit ihr verkriechen. Ganz anders dieser Beobachter, der unsichtbar, aber dennoch wahrnehmbar ist, der sich stets in Lottas Nähe aufzuhalten scheint. Schon seine Stimme lässt einen das Blut in den Adern gefrieren, seine auf Lotta zugeschnittenen Regeln verstärken diesen Eindruck. Beide Sprecher vermitteln eine ihrer Rolle entsprechend düstere, unheilbringende Atmosphäre.

Was hat sie getan? Warum hat es jemand auf sie abgesehen? Und warum gibt ihr niemand Auskunft über diese Tagebucheinträge, die sie findet und den Schluss nahelegen, dass hier eine junge Frau verschwunden ist, ja getötet wurde. Viele Fragen, auf die sie keine Antwort erhält. Überhaupt treten die Personen, denen sie hier begegnet, ihr gegenüber distanziert auf, andere dagegen geben sich sehr nahbar, sind benehmen sich aber dennoch sonderbar.

Einst war dieser Ort ihr Paradies, nun ist er ihre persönliche Hölle. Ein Psychothriller, der ab sofort dieses unterschwellig Bedrohliche vermittelt und diese beklemmende Stimmung auch dank der hervorragenden Hörbuchsprecher bis zum Schluss beibehält.

Spannender Debütroman

Nachdem es in ihrem Leben viele unschöne Ereignisse gab, möchte Lotta endlich wieder zur Ruhe kommen und zieht sich in das Haus ihrer Kindheit, was mit vielen glücklichen Erinnerungen verbunden ist, zurück. Doch die ersehnte Ruhe tritt nicht ein, ganz im Gegenteil wird sie systematisch verunsichert. seltsame Klopfgeräusche, Stimmen, Kinderweinen und verschwundene Gegenstände,die plötzlich an anderer Stelle wieder auftauchen, sind nur der Anfang. Schnell ist klar, jemand trachtet ihr nach dem Leben und die düstere Geschichte des Hauses, trägt zu immer mehr Verunsicherung bei. Zwar gibt es in dem kleinen Ort viele Menschen, die es vermeintlich gut mit ihr meinen,doch kann sie Ihnen wirklich trauen?

Die Autorin hat es in ihrem Debütroman gut verstanden, eine logische Handlung aufzubauen und den Spannungsbogen überwiegend zu halten. Lediglich im mittleren Teil gab es einige langatmige Wiederholungen, was aber nicht wirklich störend war. Sowohl die Protagonisten/Protagonistinnen ,als auch das Setting waren gut beschrieben und sehr gut vorstellbar. ich konnte von Anfang an in die Atmosphäre eintauchen. Auch wenn die Auflösung zum Ende hin gut erkennbar war, Hat mir das Buch gut gefallen.
Das Sahnehäubchen war der Vortrag von Anne Drüe und Tim Gössler, die mit ihren wandelbaren Stimmen entscheidend zum Gesamtbild beitrugen. Von mir vier Sterne.