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Im Labyrinth der Furcht
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Im Labyrinth der Furcht lauert der Tod.
Francis Ackerman jr. ist in den Fängen eines der gefährlichsten Verbrecher der Welt: des Hüters. In einem der kältesten Dörfer der Erde, weit entfernt von jeder Zivilisation, ist Ackerman seiner Nemesis gnadenlos ausgeliefert.
In Washington, D.C. jagt Ackermans ehemalige Partnerin Nadia Shirazi vom FBI derweil einen gnadenlosen Serienkiller. Dabei ist sie, ohne es zu ahnen, auf einer Fährte, die sie zu Ackerman führen könnte. Aber selbst wenn Nadia Ackerman findet, würde sie ihm überhaupt noch helfen können? Oder hat der Hüter ein Ass im Ärmel, das diesmal selbst Ackerman nicht kontern kann?
Band 2 der HÜTER-Reihe um den berühmtesten Serienmörder der Welt: Francis Ackerman jr.





















Spannend, aber um einiges schwächer als Band eins der Hüter-Reihe
Nachdem ich den Auftaktband der Hüter-Reihe IM LABYRINTH DER RACHE regelrecht verschlungen habe, bin ich nun IM LABYRINTH DER FURCHT angelangt.
Der Hüter der Kuriositäten hält Francis Ackerman jr gefangen. Und nicht nur ihn, seine ganze Familie hält er sicher verwahrt an einem unwirtlichen Ort, denn er hat Großes vor mit den Geschwistern Francis, Marcus und Annabelle. Derweilen macht sich Nadia auf, Francis zu finden. Aber nicht genug damit, Nadia Shirazi, FBI Special Agent, hat noch mehr zu tun. Sie muss eine unheimliche Verbrecherserie stoppen, von dessen Vollstrecker bekannt ist, dass er sich im Netz Preservationist nennt. Und noch immer schwebt diese mysteriöse Liste im Raum, für dessen Entschlüsselung es zwei Personen braucht.
Wie ich es von einer Serie erwarte, werde ich auch hier kurz zurückerinnert, denn die Frage, was der Hüter vor hat, drängt sich nach dem Ende des ersten Buches auf. Es ist noch angeklungen, das er Ackerman sen, der sich Thomas White nennt, aus dem Gefängnis befreien will, was Francis so gar nicht behagt. Er findet sich in einem riesigen gläsernen Cubus wieder, dessen Räume gespickt sind voller ausgeklügelter Folterinstrumente – hier ist Ethan Cross wie gewohnt sehr einfallsreich. Und selbstredend steht der Hüter seinem Erschöpfer in nichts nach. Um des Hüters absolute Überlegenheit zu demonstrieren, wird Francis gleich mal in ein perfides Spiel involviert, bei dem er – egal, wie er sich entscheidet – nur verlieren kann. Diese heimtückischen Machtdemonstrationen treibt er immer weiter voran, da bin ich, trotzdem ich um Ackermans Fähigkeiten weiß, nicht nur um ihn besorgt, auch Marcus steht direkt am Abgrund.
Im zweiten Handlungsstrang ist es Nadia, die alle Hände voll zu tun hat. Einmal ist es ihre Suche nach Francis und da sind noch zwei Ganoven, die mir ziemlich unbedarft vorkommen. Allerdings möchte ich denen nicht zu nahe kommen, denn sie fackeln nicht lange. Man könnte sie eher als unerbittlich, ja barbarisch und gnadenlos beschreiben.
Nadia ist überhaupt der heimliche Star dieses zweiten Bandes, sie ist wieder voll drin, nachdem sie lange eher ein Nischendasein geführt hat. Sie weiß um ihre Feinde, ist hochkonzentriert und scheut sich auch nicht, mit der ihr verhassten Ruth Giordano zusammenzuarbeiten. Francis dagegen ist eher handlungsunfähig, wenngleich ich seinen Gedanken viel abgewinnen kann. Ich vermisse so manch actionreiche Szene à la Ackerman jr, die hier eher in seinem Kopf stattfinden. Gut, er ist gefangen – aber hat ihn das je gestört?
Der zweite Band der Hüter-Reihe ist um einiges schwächer als gewohnt, nichtsdestotrotz werde ich Francis Ackerman jr treu bleiben und bin gespannt, wie es denn weitergehen mag. Denn noch ist der in den Fängen des Hüters.
Gelungene Fortsetzung der Thriller-Reihe um den charismatischen Killer Francis Ackerman jr.
Mit diesem Thriller setzt der Autor Ethan Cross seine inzwischen dritte Reihe, in der der charismatische Serienkiller Francis Ackerman jr. im Mittelpunkt des Geschehens steht, fort. Nach sechs Bänden der Shepherd-Reihe und vier Bänden, in denen Francis an der Seite von Nadia Sharizi als Sonderermittler des FBI seine besonderen Fähigkeiten zeigen konnte, bekommt er es hier nun mit dem Hüter zu tun, der dieser Reihe auch seinen Namen gibt.
Der zweite Band schließt direkt an die Geschehnisse im Auftaktband an, so dass es sich schon empfiehlt, zumindest diesen Band bereits zu kennen. Darüber hinaus braucht man hier aber keine Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden der beiden ersten Reihen, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.
Nach den dramatischen Ereignissen in Glasgow sind Francis Ackerman jr, sein Bruder Marcus Williams, seine Schwester Annabelle und sein Schützling Jesse Gibson in der Gewalt des mysteriösen Hüters, der ganz besondere Pläne mit seinen Gefangenen hat. Hat Francis in diesem skrupellosen Gegner seinen Meister gefunden oder gibt es noch einen Ausweg aus der verzweifelten Lage ? Parallel sucht Nadia Scharizi verzweifelt nach einem Hinweis auf den Aufenthaltsort des Hüters. Kann ihr der Bewahrer, der in Besitz von Demons Liste ist, weiterhelfen ? Doch dazu muss sie erst einmal wissen, wer sich hinter diesem Namen verbirgt.
Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und einem hohen Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und lässt sie schlussendlich in einen fulminanten und zweigeteilten Showdown münden. Dabei wechselt das Geschehen immer wieder zwischen den beiden parallelen Handlungsstränge um Francis und Nadia, die jeweils einen ungefähr gleich großen Anteil bekommen. Und obwohl wir Francis lange Zeit in einer ungewohnt defensiven Rolle erleben, spendiert ihm der Autor doch wieder ein paar ziemlich denkwürdige Auftritte. Dabei muss man sich aber auf die fast schon comichafte Überhöhung des ehemaligen Serienkillers einlassen, um das wilde Treiben in Gänze genießen zu können. Aber auch Nadia, Marcus und die weiteren Nebenfiguren bekommen hier durchaus Raum zur Entfaltung, den sie auch nutzen können. Nach dem krachenden Showdown bringt Ethan Cross die Geschichte allerdings nur zu einem vorläufigen Ende, der Konflikt zwischen Francis und dem Hüter ist aber noch längst nicht entschieden.
Wer Gefallen an actionreichen Thrillern mit ungewöhnlichen Protagonisten findet, wird hier daher sehr gut bedient und spannend unterhalten. Nicht das beste Buch mit Francis Ackerman jr. in der Hauptrolle, unter dem Strich aber doch gute Thrillerkost.