Cover von: Lauerholz
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Lauerholz

Der zwölfte Fall für Birger Andresen. Küsten Krimi
Buch
Taschenbuch, 240 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740806796

ISBN-13: 

9783740806798

Erscheinungsdatum: 

17.10.2019

Preis: 

10,90 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740806796

Beschreibung von Bücher.de: 

Zwei Teenager werden tot auf einer Wiese an der Lübecker Wakenitz gefunden. Alles sieht nach Suizid aus, doch ein kleines Detail stört. KHK Birger Andresen geht der Sache nach und stößt auf Ungereimtheiten im Leben der Schüler. Und auf Menschen, denen der Tod der beiden seltsam gleichgültig ist. Ein ungeklärter Vermisstenfall bringt die Ermittler schließlich auf die richtige Spur, doch plötzlich droht die Situation zu eskalieren ...

Kriminetz-Rezensionen

Schuld

Auf einer Wiese an der Lübecker Wakenitz werden zwei Teenager gefunden. In enger Umarmung sind sie offensichtlich gemeinsam in den Tod gegangen. Was kann passiert sein, dass die Jugendlichen keinen anderen Ausweg mehr wussten? Am Tatort überfällt Kommissar Birger Andresen ein seltsames Gefühl, das auch der junge Kollege Morten teilt. Ist der Fall wirklich so eindeutig wie es scheint?

Kann es etwas mit dem Prolog zu tun haben? Dort wird im düsteren Wäldchen Lauerholz der Junge Leif offensichtlich von Freunden verfolgt und gehetzt, er rennt zu den Bahngleisen und ein Güterzug nähert sich.

Die Benachrichtigung der Eltern ist in so einem Fall nie einfach, aber was Andresen im Zimmer des jungen Mädchens findet, erstaunt ihn sehr. Aber die Mutter blockt ab, ähnlich ergeht es ihm im Elternhaus des Jungen.

Der Krimi hat für seinen Plot ein schwieriges Thema gewählt, Suizid von Jugendlichen und was dazu führt, ist sicher nicht leicht umzusetzen. Das ist dem Autor hier gelungen. Feinfühlig werden die Hintergründe beleuchtet, Charakterbilder gezeichnet und mit spannender Polizeiarbeit abgerundet. Zusätzlich wird Spannung durch einen Nebenstrang der Handlung erzeugt. Der Kommissar begleitet einen Privatdetektiv, der nach 30 Jahren endlich erfahren will, warum seine Eltern ermordet wurden.

Da komme ich nun zu einem Knackpunkt für mich. Ich bin mit diesem Fall in die Serie um Birger Andresen eingestiegen und was mir selten passiert, ist hier eingetreten. Ich hatte das Gefühl, dass mir Vorwissen aus den früheren Bänden fehlt. So konnte ich diverse Beziehungen nicht nachvollziehen und auch die Nebenhandlung erschien mir dadurch nebulös. Deshalb blieben mir Birger Andresen und seine Kollegen, samt ihren Interaktionen fremd. Da sind Kenner der Reihe mit Sicherheit im Vorteil.

Mir gefiel die Handlung mit ihrer Ausgangsidee und die schlüssige Auflösung. Ebenso gefiel mir die einfühlsame Zeichnung der Jugendlichen mit ihren Ängsten und Nöten.

Insgesamt bin ich aber mit Birger Andresen nicht recht warm geworden und das hat mein Lesevergnügen ein wenig geschmälert.

Spannend und faszinierend

Ein wirklich überaus spannendes und faszinierendes Buch. Dies ist schon der 10. Fall von Kommissar Birger Andresen aus Lübeck. Für mich war es das erste Buch und ich war von der ersten Seite an gefangengenommen.

Auf einer Wiese an der Lübecker Wakenitz wird eng umschlungen ein totes Teenagerpärchen aufgefunden. Beim ersten Blick sieht es nach einem gemeinsamen Freitod der jungen Leute aus, doch Andresen bemerkt noch etwas, das ihn von dieser Theorie abbringt. Als den Eltern die Todesnachricht überbracht wird, reagieren sie ganz anders als erwartet und auch in der Schule werden nähere Auskünfte über die beiden eingeholt. Im Zuge der Ermittlungen wird auch über einen Jungen gesprochen, der seit einigen Monaten spurlos verschwunden ist. Doch dann macht ein Spaziergänger im Wald einen grausamen Fund und der Kreis der Verdächtigen und das Motiv kristallisiert sich immer mehr heraus.

In einem Nebenstrang wird dann noch erwähnt, dass Andresen mit einer befreundeten Privatdetektiv für einen Tag nach Norwegen fährt. Der Detektiv möchte endlich den Tod seiner Eltern vor 30 Jahren aufklären.

Schon bald hat man einen Verdächtigen im Visier und man meint, die Schlinge zieht sich jetzt um ihn zusammen. Aber dann wendet plötzlich sich das Blatt und man ist über den Täter dann doch schon etwas überrascht.

Der Autor schreibt hier einen Thriller, der den Leser öfter mal frösteln lässt. Die Figuren scheinen oftmals sehr kalt und man rätselt schon sehr über den Tod der Teenager. Die Ermittler bringen sich bei ihrer Recherche oftmals selbst in Gefahr. Die Szene sind gekonnt beschrieben und ausgeschmückt. Man kann nicht mehr aufhören. Bis man zum Finale kommt. Ein Krimi, der es in sich hat und auch so genannt werden muss. Es kommen auch die persönlichen Belange der Ermittler zur Sprache, was dies auch sehr menschlich macht. Das düstere Cover mit dem Holsten Tor und den schwarzen Vögeln am bedeckten Himmel zeigt schon auf eine Gefahr hin.