Cover von: Lavendel-Sturm

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Lavendel-Sturm

Sechster Band der Reihe »Die Lavendel-Morde«. Ein Provence-Krimi
Buch
Taschenbuch, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426530643

ISBN-13: 

9783426530641

Auflage: 

1 (02.05.2024)

Preis: 

11,99 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 374.819
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426530643

Beschreibung: 

Leuchtender Lavendel und ein totes Schneewittchen in der Provence. »Lavendel-Sturm« ist der 6. Band der Urlaubskrimi-Reihe »Die Lavendel-Morde« von Carine Bernard und bietet wieder ganz viel Frankreich-Flair zum Miträtseln.

Aufgebahrt wie Schneewittchen, so wird Angeline Cravasse gefunden, im Drogenrausch erstickt in einer geheimnisumwitterten Höhle am Rocher du Rocalinaud.

Für die junge Kommissarin Lilou Braque bekommt der Fall besondere Brisanz: Bei der Toten handelt es sich um die Schwester ihrer Kollegin Valerie – und obwohl alles auf einen Unfall hindeutet, sucht Valerie die Schuld bei Angelines Freund Pascale. Tatsächlich scheint der aufstrebende Musiker in dunkle Geschäfte verstrickt.

Als der Mann aber selbst erschossen aufgefunden wird, geht Lilous Verdacht auf einmal in eine gänzlich andere Richtung. Doch gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen seinem Tod und dem von Angeline?

Spannende Unterhaltung zum Wohlfühlen, untermalt vom Duft der Provence und gespickt mit kulinarischen Köstlichkeiten – Carine Bernards Krimi-Reihe ist Südfrankreich-Urlaub im Kopf.

Die Provence-Krimis um die sympathische Kommissarin Lilou Braque aus Carpentras sind in folgender Reihenfolge erschienen:
Lavendel-Tod
Lavendel-Gift
Lavendel-Fluch
Lavendel-Grab
Lavendel-Zorn
Lavendel-Sturm

Kriminetz-Rezensionen

Das tote Schneewittchen

Die noch junge Kommissarin Lilou Braque bekommt es mit einem sehr persönlichen Fall zu tun. Die Schwester ihrer Kollegin Valerie wird tot in einer Höhle aufgefunden. Ihr Leichnam ist so drapiert, dass der Eindruck entsteht, es läge Schneewittchen vor einem. In der Forensik kann kein Anzeichen eines gewaltsamen Todes gefunden werden, aber die Auffindesituation deutet darauf hin, dass es sich nicht nur um einen traurigen Unfall handelt. Schnell gerät ihr Ex-Freund unter Verdacht, zumal er schon mehrfach in Verbindung mit Drogengeschäften die Gesetzeslinien überschritten hat. Als aber auch er ermoret wird kommt Lilou nicht daran vorbei, auch ihre Kollegin in den Kreis der Verdächtoigen mit einzuschliessen...

"Lavendelsturm" ist mittlerweile der sechste Band um die engagierte und sehr sympathische Ermittlerin Lilou Braque in der Provende. Ich bin mit dem aktuellen Fall in die Reihe eingestiegen und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme. Die Autorin Carine Bernard erzählt die Geschichte in einem hervorragend zu lesenden Schreibstil, der die Geschehnisse lebendig vor Augen führt und mich schnell in den Süden Frankreichs entführte. Der Spannungsbogen wird mit dem rätselhaften Auffinden der Leiche zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die authentisch wirkenden Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich ein spannender Fall mit einigen Verdächtigen, was dem Leser immer wieder die Möglichkeit gibt, eigene Überlegungen bezüglich Täter und Tathintergründe anzustellen. Das Ganze konnte mich bis zum Finale, welches den Kriminalroman mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen abrundet, in den Bann ziehen.

Insgesamt ist "Lavendelstrum" für mich ein sehr gelungener Regionalkrimi, der mich mit einem clever inszenierten Kriminalfall, einem wohldosierten Lokalkolorit und dem Erzähltalent der Autorin überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Kollegin unter Verdacht

Die Autorin lässt ihre Kommissarin Lilou in der Provence ermitteln. Zu meiner Freude gibt es einige sehr stimmungsvolle Beschreibungen der Landschaft, die mich in Urlaubsstimmung versetzen. Dies war für mich eine erfreuliche Zugabe zu einem spannenden Fall und fesselnden Ermittlungen.

Es beginnt mit dem Tod von Angeline, der Schwester der Polizistin Valerie. Zuerst als weitere Drogentote abgetan, entwickelt sich der Fall zu einem undurchsichtigen Verwirrspiel. Pascal, der Ex-Freund der Toten und Drogendealer, wird ermordet. Valerie hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie ihn für den Tod ihrer Schwester verantwortlich macht. Lilou gerät in einen Gewissenskonflikt, da sie Valerie sehr gerne unschuldig sähe . Auch privat ist sie im Zwiespalt. Ihr Freund plant bereits eine Familie, wo hingegen sie gerne noch warten würde.

Ich fand den Krimi sehr gut gemacht. Die Verdachtsmomente gegen Valerie verdichten sich zwar, aber es gibt durchaus die Möglichkeit, sie auch anders zu interpretieren. Da der zweite Tote mit Drogen gehandelt hat, gibt es Nachforschungen im Drogenmilieu Dreh-und Angelpunkt scheint ein Bistro zu sein, in dem Angeline gearbeitet hat. Die Wirtin selbst war mir sehr sympathisch. Ich war schockiert, als sie unter Verdacht gerät. Sehr realistisch erschien mir, dass Kompetenzgerangel der verschiedenen Polizeieinheiten die Arbeit von Lilou unnötig erschwert. Am Ende ist vieles anders, als es zu Beginn erschien. Ich bin mit einigen Ergebnissen sehr zufrieden, andere haben mich traurig gestimmt, aber immer überzeugt. Für mich war der Krimi eine sehr schöne Leseerfahrung und ich würde jederzeit wieder zusammen mit Lilou ermitteln.

Ein rätselhafter Unfall und ein kaltblütiger Mord

„Lavendel-Sturm“ von Carine Bernard ist ein Wohlfühlkrimi, unblutig, mit stimmungsvollem Provence-Flair.

Worum geht es?
Eine junge Frau wird tot in einer Höhle aufgefunden. Es ist die Schwester von Valerie, einer Kollegin von Kommissarin Lilou Braque. Pascal, der Freund der Toten hat sie immer wieder zu Drogenkonsum verleitet. Als Pascal ermordet wird, verdächtigt Lilou Valerie …

Bereits das Cover mit dem Lavendelfeld stimmt sehr eindrucksvoll auf die Provence ein. Das Buch erschien 2024 und ist bereits der 6. Band dieser Reihe mit Lilou Braque als zentrale Protagonistin. Ich fühlte mich nach wenigen Seiten wieder heimisch in Lilous Umfeld. Auch als Quereinsteiger*in kommt man sicher problemlos in die Geschichte hinein, jeder Fall steht ja für sich alleine. Allerdings ist es nicht so einfach, den umfangreichen Personenkreis zu überblicken. Ein Personenverzeichnis wäre da wohl hilfreich. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Das Flair der Provence kommt sehr eindrucksvoll zum Ausdruck durch stimmungsvolle Szenerien, anschauliche Beschreibungen der Landschaft, des dörflichen Treibens und insbesondere von verlockenden kulinarischen Genüssen. Das Lokalkolorit wird auch durch französische Ausdrücke gut dosiert unterstrichen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, verfügen jedoch über keine Zeitangaben. Die Handlung spielt in der nicht näher festgelegten Gegenwart. Eine Landkarte hätte mir gefallen, um die Schauplätze geografisch besser zuordnen zu können.

Von Beginn an ist man voll in die Ermittlungen integriert und mit den rätselhaften Komponenten konfrontiert und teilt Lilous Zweifel an der Unfallversion. Nach dem Mord sind es zunächst zwei scheinbar unabhängige Fälle, die noch dazu von verschiedenen Polizeibehörden bearbeitet werden. Während der Tod der jungen Frau als Unfall angesehen und quasi als erledigt angesehen wird, konzentrieren sich die Ermittlungen Lilous und ihres Teams auf den Mord an Pascal. Generell verläuft die Handlung relativ ruhig, die Recherchen gestalten sich mühsam. Privates ist mit Dienstlichem geschickt verwoben. Auch ohne Action gibt es ausreichend Spannungsmomente und unerwartete Wendungen und Erkenntnisse, um die Spannung am Köcheln zu halten. Letztlich klärt sich alles schlüssig und einigermaßen überraschend.

Sowohl Lilous privates Umfeld als auch das polizeiliche Ermittlerteam sind sympathisch gezeichnet. In der Dienststelle herrscht ein freundschaftlicher Umgangston und Teamarbeit. Die Charaktere, auch von Nebenfiguren, sind gut vorstellbar dargestellt. Im Mittelpunkt steht Lilou. Sie ist zwar erst seit kurzem Commissaire, hat sich bereits gut eingearbeitet und wird allseits respektiert. Sie liebt ihren Beruf, setzt sich voll ein, zeigt Eigeninitiative, verfolgt ihre Ziele, vertraut auch ihrer Intuition. Sie ist ehrgeizig, will Karriere machen, noch denkt sich nicht an Familiengründung – im Gegensatz zu ihrem Freund Simon. Wie sich die Beziehung wohl weiterentwickeln wird?

„Lavendel-Sturm“ ist ein Krimi mit Schwerpunkt Polizeiarbeit, wo sich erst nach und nach die Verdachtsmomente verdichten, ein Krimi mit einem sympathischen Umfeld, sowohl beim Polizeiapparat als auch im privaten Bereich der Protagonistin. Mit einem Wort: ein Wohlfühlkrimi, der zudem anhand der verlockenden landschaftlichen Schilderungen auch Fernweh weckt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle mit Lilou.