Cover von: Lavendel-Zorn
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Lavendel-Zorn

Fünfter Band der Reihe »Die Lavendel-Morde«. Ein Provence-Krimi
Buch
Taschenbuch, 288 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426529742

ISBN-13: 

9783426529744

Auflage: 

1 (03.04.2023)

Preis: 

10,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 46.531
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426529742

Beschreibung von Bücher.de: 

Lavendel-Duft und ein mörderischer Rosenkrieg: Mit einer Leiche in einem Badesee beginnt der 5. Provence-Krimi um die sympathische junge Kommissarin Lilou Braque.

Die junge Kommissarin Lilou Braque und ihr Freund Simon wollen einen wunderbar warmen Herbsttag im beschaulichen Carpentras für einen Badeausflug nutzen – und machen eine furchtbare Entdeckung: Im Wasser des Lac du Péty treibt der leblose Körper einer Frau. Alles deutet auf einen tragischen Unfall hin.

Kurz darauf wird Lilou zu einem weiteren Todesfall gerufen, offenbar hat sich der Notar Jean-Claude Sousteron mit seiner eigenen Waffe erschossen. Als Lilou jedoch herausfindet, dass die Tote vom See eine Mitarbeiterin des Notars war, kommen ihr erste Zweifel. Und die einzige Spur führt ausgerechnet in Simons Restaurant …

Carine Bernards Krimi-Reihe »Die Lavendel-Morde« verströmt den Duft von Lavendel und provenzalischen Köstlichkeiten und bietet spannende Unterhaltung zum Wohlfühlen – ob im Frankreich-Urlaub oder auf dem heimischen Balkon.

Die Provence-Krimis um Lilou Braque sind in folgender Reihenfolge erschienen:
Lavendel-Tod
Lavendel-Gift
Lavendel-Fluch
Lavendel-Grab
Lavendel-Zorn

Kriminetz-Rezensionen

Ein Krimigenuss

"Lavendel-Zorn" ist bereits der fünfte Band aus der Provence-Krimireihe von Autorin Carine Bernard. Die Protagonistin und junge Kommissarin Lilou Braque verbringt mit ihrem Freund Simon einen schönen Spätsommertag als sie im Wasser des Lac du Péty den leblosen Körper einer Frau treiben sehen. Alles deutet zunächst auf einen tragischen Unfall hin. Am nächsten Tag wird der Notar Jean-Claude Sousteron mit seiner eigenen Waffe erschossen aufgefunden. Als Lilou jedoch herausfindet, dass die Tote vom See eine Mitarbeiterin des Notars war, kommen ihr erste Zweifel. Und die einzige Spur führt ausgerechnet in Simons Restaurant Der Krimi enthält alle Zutaten die einen guten Regionalkrimi ausmachen. Lokalkolorit entsteht durch die bildhafte Beschreibung der Provence und ihrer kulinarischen Genüsse.

Ein fast perfekter Mord

Lilou Braque ist jetzt frischgebackene Commissaire bei der Polizei in Carpentras und will an einem Nachmittag im Spätsommer an Simons freien Tag gemeinsam mit ihm einen Ausflug machen. Beide freuen sich schon auf das gemeinsame Picknick nach dem Schwimmen im kristallklaren Wasser des Lac du Petry. Doch es kommt anders, denn Lilou macht eine furchtbare Entdeckung im See – sie findet den leblosen Körper einer jungen Frau im Wasser. Alles deutet auf einen Unfall hin.

Kurze Zeit später ist Lilou vor Ort, weil der Notar nicht auffindbar ist. Als sie sein Büro öffnen lässt, findet man ihn tot an seinem Schreibtisch mit einer Pistole und einem Abschiedsbrief.
Bei ihren Ermittlungen stellt Lilou fest, dass die tote Charlene im See seine Mitarbeiterin war. Für sie kann das kein Zufall sein und so beginnt sie der Sache auf den Grund zu gehen. Doch die Spurensuche gestaltet sich schwierig. Es findet sich kein Motiv für den Tod beider.

Carine Bernard hat mit „Lavendel-Zorn“ den 5. Krimi in der Reihe der Lavendel-Krimis und den 4. Krimi um die Ermittlerin und Commissaire Lilou Braque geschrieben. Sie erzählt auf ungefähr 200 Seiten eine spannende Geschichte mit viel Lokalkolorit. Die Autorin ist eine ausgezeichnete Kennerin der Provence und ihrer Lebensart. Sie kann den Leser auf unterhaltsame Weise fesseln. Die beschriebene Rezepte und Lokale vermitteln südliches Flair und savoir-vivre.

Im Verlauf der fesselnd und spannend erzählten Geschichte ist es für Lilou nicht einfach zu beweisen, dass es sich nicht um einen Selbstmord beim Notar handelt, da der Gerichtsmediziner zwei Schusskanäle identifiziert hat. Alle möglichen Spuren werden akribisch verfolgt, als in Simons Lokal ein weiteres Unglück geschieht. Dabei kann sie auch auf die Unterstützung ihrer Kollegen und ihres Vorgesetzten Demoireau zählen, die sie in ihrer neuen Position akzeptieren. Der eine oder andere Kollege hat zwar noch ein paar kleine Schwierigkeiten, doch es funktioniert.

Die Geschichte, Caterine Bernard sehr flüssig und informativ erzählt, fesselt den Leser von Beginn an. Man ist mit Lilou und ihren Kollegen viel in der Umgebung von Carpentras unterwegs und sieht die bezaubernden Dörfer und den Lac du Petry direkt vor sich. Plötzlich werden Zusammenhänge erkennbar und Lilou kombiniert folgerichtig. Die Handlung nimmt an Tempo auf.

In einem dramatischen Finale, bei dem Lilou selbst in Lebensgefahr gerät und zeigt, was sie alles in ihrer Ausbildung gelernt hat, fiebert man als Leser mit. Die Lösung ist schlüssig und in sich stimmig. Jetzt passen auch die einzelnen Puzzlestücke der so unterschiedlichen Fälle zusammen und Lilou hat ihren ersten Fall als Commissaire erfolgreich mit ihren Kollegen gelöst.
Mich hat dieser neue Provence-Krimi begeistert und ich vergebe gern 5 Sterne sowie eine klare Leseempfehlung.

Lilous erster Fall als Commissaire

»Lavendel-Zorn« von Carine Bernard ist ein wunderbar stimmiger Cosy-Regionalkrimi.

Worum geht es?
Eine junge Frau ertrinkt am selben Tag in einem See, an dem ihr Chef, ein Notar, Selbstmord begeht. Eigentlich völlig klare Fälle, doch Lilou Braque kommen bei ihrem ersten Fall als Commissaire gewisse Zweifel an den Todesursachen, sie vermutet außerdem, dass die beiden Fälle zusammenhängen.

Bereits das Cover stimmt sehr eindrucksvoll auf das Umfeld ein, in dem der Krimi spielt. Das Buch erschien 2023 und ist bereits der 5. Band dieser Reihe mit Lilou Braque als zentrale Protagonistin. Nichtsdestotrotz kam ich als Quereinsteigerin problemlos in die Geschichte hinein und überblickte auch den relevanten Personenkreis mühelos. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Das Flair der Provence kommt sehr eindrucksvoll zum Ausdruck durch stimmungsvolle Szenerien, anschauliche Beschreibungen der Landschaft, des dörflichen Treibens und insbesondere von verlockenden kulinarischen Genüssen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, verfügen jedoch über keine Zeitangaben. Die Handlung spielt in der nicht näher festgelegten Gegenwart.

Von Beginn an ist man voll in die Ermittlungen integriert und mit den rätselhaften Komponenten konfrontiert. Wie Lilou tappt man voll im Dunkeln, ahnt, dass da etwas nicht stimmt und kann es sich doch nicht erklären. Viel Raum für eigene Theorien und zum Miträtseln, was ich sehr schätze. Im Prinzip ergeben die zwei scheinbar unabhängigen Fälle, die noch dazu von verschiedenen Polizeibehörden bearbeitet werden, zwei Handlungsstränge, die nach und nach zueinanderfinden. Der Spannungsbogen hält sich bis zuletzt auf gutem Niveau. Letztendlich klärt sich alles schlüssig und die Falle schnappt für den Mörder zu.

Das polizeiliche Ermittlerteam ist generell sehr sympathisch gezeichnet, durch freundschaftlichen Umgangston, Teamarbeit, aber auch Empathie und Interesse an privaten Problemen. Lilou, seit kurzem erst Commissaire, muss sich erst Respekt verschaffen innerhalb der männlichen und teils älteren Kollegen, aber sie ist selbstbewusst, zielgerichtet und durchsetzungsstark. Ihr Privatleben ist nur peripher erwähnt, der rote Faden fehlte mir ein wenig, weil ich die Vorgängerbände (noch) nicht kenne.

»Lavendel-Zorn« war ein Krimi genau nach meinem Geschmack: Wohlfühlambiente kombiniert mit Spannung und ein bisschen Reisesehnsucht. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle mit Lilou und möchte die anderen Bände nachlesen.

Eine unbedingte Leseempfehlung!