Cover von: Leiche in Acryl
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Leiche in Acryl

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3423214384

ISBN-13: 

9783423214384

Erscheinungsdatum: 

01.05.2013

Preis: 

9,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 2.033.135
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3423214384

Beschreibung von Bücher.de: 

Der zweite Fall für Opernjournalist Tom Hartmann, mit Humor und Charme erzählt.

Kriminetz-Rezensionen

"Künstlerischer" Krimi

Bei "Leiche in Acryl" handelt es sich um den Nachfolger von Øystein Wiik's "Tödlicher Applaus", in dem ebenfalls Tom Hartmann eine Hauptrolle spielt. Zwar folgen die beiden Roman aufeinander, allerdings ist es nicht Voraussetzung, den Vorgänger gelesen zu haben, um Leiche in Acryl zu verstehen - es handelt sich um zwei vollständig eigenständige Bücher, die relativ wenig miteinander zu tun haben.

Øystein Wiik's Schreibstil mag für Leser, die mehrere Handlungsstränge nebeneinander anstrengend finden, nicht unbedingt geeignet sein, da es durchaus fordernd ist, sich auf verschiedenen Charaktere und auch verschiedene Handlungen konzentrieren zu müssen. Mir persönlich gefällt die Herausforderung in jedem Fall, auch wenn die Story dadurch ein bisschen zerklüftet wirkt.

Etwas ungewohnt ist in jedem Fall, dass nicht die Ermittlerin bei der Lösung der Mordfälle im Vordergrund steht, sondern vielmehr ihr Exmann "zum Handkuss kommt" und eher unwissend in den Fall gerät und diesen schlussendlich auch löst. Tom Hartmann hat eigentlich nur eine "Flucht" vor seinem Privatkonkurs vor und folgt dem Ruf eines Freundes, der ihm einen Job anbietet. Doch dort stößt Tom Hartmann nicht nur auf eine Leiche im Kofferraum des Freundes, sondern auch auf eine alte Freundin, die längst vergessene Gefühle in ihm weckt...

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, stellenweise ist er wirklich superspannend und sehr packend, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte - im nächsten Moment hat man aber wieder das Gefühl, dass der Autor ab und an in seiner Geschichte "anstand" und dann einfach einen Zufall zu Hilfe nahm, um die Geschichte wieder ins Rollen zu bringen. Einige Szenarien sind doch ein bisschen weit hergeholt und durchaus auch unrealistisch.

Angenehm fand ich auch, dass die Morde zwar vorstellbar, aber keineswegs allzu blutrünstig und gemetzelhaft beschrieben wurden. Ich vertrage blutige Gemetzel zwar sehr gut, allerdings macht ein Gemetzel keineswegs einen guten Krimi aus. Wiik's Schreibstil fand ich nicht nur deswegen sehr angenehm, ab und an sorgt Wiik auch dafür, dass man durchaus auch schmunzeln muss, wenn man sich eine beschriebene Situation bildlich vorstellt. Besonders den Hunde Genevieve finde ich durchaus witzig.

Alles in allem ist Leiche in Acryl ein angenehmer Urlaubskrimi, den man auch als zarter besaiteter Leser gut lesen kann.