Amazon Preis: 11,99 €
Bücher.de Preis: EUR 11.99

Die Leiche am Westerdeich

Der erste Fall für die Kripo Norden. Ostfrieslandkrimi
Buch
Taschenbuch, 200 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3965862960

ISBN-13: 

9783965862968

Auflage: 

1 (11.01.2021)

Preis: 

11,99 EUR

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 3965862960
Beschreibung von Rena Larf

Hauptkommissar Axel Groot und Kommissarin Hilka Martens sind die neuen Ermittler der Kripo Norden. Doch Zeit, sich an der Nordseeküste einzuleben, bleibt keine, denn schon am Tag vor dem offiziellen Dienstantritt haben die beiden ihren ersten Fall.

Nach einer wilden Sturmnacht liegt ein Mann tot am Westerdeich von Neßmersiel! Auf den ersten Blick scheint er im Meer ertrunken und an Land angespült worden zu sein. Mehrere Stichverletzungen lassen jedoch keinen Zweifel: Es war Mord.

Wer hatte ein Motiv, den Hobby-Historiker Rolf Behrend, der sich mit der ostfriesischen Geschichte beschäftigte, aus dem Leben zu reißen? Ist er in seinen Nachforschungen auf unerwünschte Wahrheiten gestoßen, und wurde deshalb auch sein Laptop gestohlen?

Der erste Weg der beiden Ermittler führt zu Behrends Tochter Christel. Sie bringt einen konkreten Verdächtigen und ganz andere Motive ins Spiel …

Kriminetz-Rezensionen

Spannender Fall, toller Schreibstil und interessante Charaktere

»Die Leiche am Westerdeich« von Stefan Albertsen ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe mitten in Ostfriesland. Der Schreibstil des Autors ist lebendig und temporeich, mir gefällt er richtig gut. Schnell bin ich in die Geschichte gekommen. Der Fall ist komplex und zuerst auch ziemlich undurchsichtig, so etwas liebe ich.

Die Charaktere sind facettenreich und lebendig. Hauptkommissar Axel Groot ist mir gleich sehr sympathisch. Er hofft, dass es etwas ruhiger auf seiner neuen Dienststelle zu geht. Doch bereits vor seinem Dienstantritt muss er in einem Mordfall ermitteln. Bei Kommissarin Hilka Martens habe ich am Anfang meine Probleme, sie ist sehr forsch und unfreiwillig bei der Kripo Norden, eigentlich komm sie aus Hamburg und hat auch dort die Hektik und den Stress geliebt. Ihre Alleingänge finde ich sehr anstrengend, vor allem, weil sie auch nicht immer ungefährlich sind.

*Fazit*
Ich bin froh, diese Reihe entdeckt zu haben. Hier stimmt alles: spannender Fall, toller Schreibstil und interessante Charaktere. Dieser Krimi bekommt von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Ein genialer Auftakt, der mich absolut begeistern konnte

Auf diese neue Ostfrieslandkrimi-Reihe war ich total gespannt, weil der Inhalt sich unheimlich vielversprechend angehört hat und ich neugierig darauf war, wie dieser ausgearbeitet werden würde.

Stefan Albertsen hat einen sehr angenehmen und leicht zu lesenden Schreibstil, der zugleich sehr charmant und humorvoll ist, so dass ich nur so durch die Zeilen gerauscht bin.

Mir hat dieser Fall unglaublich viel Spaß gemacht, weil vieles nicht offensichtlich war und anhand des stürmischen Settings eine wirklich beklemmende und unheilvolle Atmosphäre hineingezaubert wurde.
Und das passte hier einfach mehr als gut.

Ganz besonders gut haben mir die beiden Kommissare gefallen. Die zunächst etwas verbissen wirkten, sich aber im Laufe des Geschehens immer weiter öffneten und dabei nicht nur mit ihrem kriminalistischen Spürsinn punkten konnten. 

Axel Groot fand ich manchmal etwas anstrengend, weil ich manchmal das Gefühl hatte, er vergräbt sich zu sehr. Zudem denke ich, dass bei ihm noch einiges verschüttet liegt, was unbedingt an die Oberfläche möchte. Er wirkt dadurch manchmal etwas griesgrämig, was er aber eigentlich gar nicht ist, wenn man ihn mal besser kennenlernt.

In Hilka Martens konnte ich mich unglaublich gut hineinversetzen. Sie ist eine verdammt gute Kommissarin, die ihr Schicksal tapfer trägt und bei der Kripo Norden zeigt, was in ihr steckt. Sie ist manchmal etwas zu spontan und impulsiv, aber genau das mag ich auch so unfassbar gern an ihr. Weil sie dadurch zeigt, dass sie nicht perfekt ist und auch Schwächen hat.

Richtig toll haben mir hier auch Dyssen und Charlie gefallen. Sie lockern die Atmosphäre mit ihrem Humor und ihrer charmanten und unverwechselbaren Art unglaublich auf, was dem Ganzen etwas die Schärfe nimmt.

Insgesamt alles sehr authentische und wandelbare Charaktere, in die man sich gut hineinversetzen kann.

Die Perspektiven erfolgen hier aus unterschiedlicher Sicht, je nachdem, wer gerade im Zentrum des Geschehens liegt. Das macht es nicht ganz so eindimensional und man erhält Einsicht auf unterschiedliche Blickwinkel. Interessant war hier vor allem, dass man hier auch Einsicht in die letzten Momente der Opfer erhält, was nicht nur unglaublich spannend, sondern auch sehr aufschlussreich ist.

Die Story fokussiert sich zunächst auf die Kommissare und wie sie sich in ihrem neuen Umfeld schlagen. Zudem werden sie sehr schnell mit einem kniffligen Fall konfrontiert, der sie schnell an ihre Grenzen bringt. Der Fall selbst hat mir ordentlich Kopfzerbrechen bereitet, weil ich keine Ahnung hatte, worauf das Ganze hinauslaufen würde.

Fakt ist, dabei ist nichts, wie es scheint und die Karten werden immer wieder neu gemischt.

Auch wenn die Nebencharaktere etwas blass wirken, so kann man sich dennoch ein sehr gutes Bild von ihnen machen.

Der Blick auf die Hintergründe hat gezeigt, dass es ordentlich hinter der Fassade bröckelt und es nicht viel fehlt, bis diese eingestürzt.

Ich war sehr beeindruckt, mit welch genialen Scharfsinn Hilka dem Ganzen zu Leibe rückte und so dem Ganzen immer wieder eine dramatische Wende eingehaucht hat. Und an Dramatik hat es hier definitiv nicht gefehlt. Aber auch nicht an niederen Beweggründen, die doch auch ein Stück weit auch schockieren und erschüttern. Denn dadurch wird auch klar, wie diese Menschen wirklich ticken und was sie ausmacht.

Insgesamt ein sehr vielversprechender erster Band um die Kripo Norden, die mich nicht nur begeistert hat, sondern auch mit Themen punktet, die Sprachlosigkeit als auch Beklemmung in einem hervorrufen. Denn hier geht es um Neid, Schuld und Gier. Eine Kombination, die selten gut ausgeht und zeigt, wie sehr es die Menschen verändert.

Beängstigend ist vor allem, wie weit Menschen zu gehen bereit sind, wenn es um ihren eigenen Vorteil geht. Das hinterlässt doch ein sehr beklemmendes Gefühl, dass man nicht mehr loswird.

Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall für Axel und Hilka.

Fazit:
Der Startschuss für die Kripo Norden ist gefallen. Hilka Martens und Axel Groot sind unglaublich sympathische und beeindruckende Charaktere, die mich absolut begeistert und überrascht haben. Daneben bekommt man einen Fall serviert, der definitiv nicht ohne ist und so einiges an Rätsel aufgibt. Verbunden mit der stürmischen Naturgewalt ergibt es nicht nur ein verdammt gutes Zusammenspiel, sondern erzeugt auch sehr viel Dramatik und Tragik. Unbedingt mehr davon. 5 von 5 Sternen.

Der 1. Fall für Groot und Jensen

Alex Groot, der neue HK von Norden hofft auf ein wenig Ruhe in seiner alten Heimat. Lange hat der Mann einen wichtigen Posten außerhalb seines Ostfriesland getan. Hilda Jensen kommt von Hamburg nach Ostfriesland.

Beide Protagonisten sind noch im Urlaub, da werden sie bereits in ihren ersten Fall verwickelt. Eine Leiche wird angespült fast vor den Füßen der beiden Ermittler.

Es stellt sich heraus, dass es ein ehemaliger Geschichtslehrer von Norden ist. Doch wieso wird ein Pensioner getötet?

Hilka Jensen und Alex Groot finden bei ihrer Suche nach dem Motiv einiges Erstaunliches heraus.

Das ist der erste Krimi eines neuen Autors Du Ostfriesland Krimis und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Der Klarant Verlag versteht es immer wieder neue Schriftsteller zu finden. Ein Stil der mir sehr gefällt. Ich freue mich bereits auf den nächsten Fall vom Team Norden.

Team Nord – ein gutes neues Ermittlerduo. Spannender erster Fall.

Meinung:
Das Cover zeigt weitläufig einen Deich und die blauen Himmel über Ostfriesland. Ich mag die Cover vom Verlag. Ruhig, unaufgeregt und doch schön anzusehen.

Der Autor lässt seine beiden Protagonisten gleich auf eine Leiche los, also im wahrsten Sinne des Wortes. Die beiden sind gleich mittendrin in den Ermittlungen und haben kaum Zeit, sich näher kennenzulernen und ihren Urlaub können sie auch nicht genießen. Denn die Arbeit beginnt schneller als ihnen lieb ist. Aber wie sagt man so schön, man lernt die Menschen erst richtig in stressigen Situationen kennen.

Die Spannung ist von der ersten Seite da und wird ständig und konsequent aufrechterhalten, ohne künstlich-spannend zu wirken. Der Fall ist komplex ausgearbeitet und als Leser ist man gespannt, was alles noch passiert und wie die Auflösung ist. Ich finde, genau so muss ein Buch den Leser ansprechen. Das Lesevergnügen ist kurzweilig, aber für einen schönen Lesenachmittag perfekt. Die Ostfrieslandkrimis sind hervorragend zum Abschalten und Entspannen – ich kann sie nur empfehlen.

Besonders gelungen finde ich Axel Groot und Hilka Martens, denn sie haben Potential und sie sind, wie ich finde, doch recht interessante Charaktere. Ich bin auf ihre weiteren Fälle und Ermittlungen sehr gespannt und hoffe doch sehr, es gibt noch einige weitere Fälle mit ihnen als Team Nord.

Fazit:
Team Nord – ein gutes neues Ermittlerduo. Spannender erster Fall.

Ein spannender Reihenauftakt !!

Mit »Die Leiche am Westerdeich« habe ich mein erstes Buch vom Autor Stefan Albertsen gelesen. Als ich gehört habe, dass er einen Ostfrieslandkrimi veröffentlichen wird, war ich sofort Feuer und Flamme. Der Inhalt hat mich auf Anhieb angesprochen. Ich bin immer sehr neugierig, insbesondere neue Autoren, aber auch neue Ermittler kennenzulernen. 

Die beiden Kommissare haben einen sehr direkten Einstieg in die neue Stelle und ihre erste Begegnung verläuft auch nicht so glücklich. Aber ich muss wirklich sagen, dass ich Axel und Hilka auf Anhieb sehr gerne leiden mag. Sie haben ihre Eigenarten, aber gerade das macht sie für mich doch sehr interessant. Bei Axel erhält man schon einen kleinen Einblick in seine Vergangenheit, hier bin ich gespannt, welche Details wir im Laufe der Reihe noch erfahren. Ebenso bei Hilka, sie hat ihren eigenen Kopf und auch ihren recht eigenen Humor, aber mir gefällt er sehr. Sie hält sich hier, weil sie die Neue ist, noch ein wenig zurück. Trotzdem spürt man, dass sie ihre Grenzen gerne austestet und sich nicht unbedingt unterordnen möchte. Hilka ist eine clevere und selbstbewusste junge Frau, die sich ganz gut auf ihre Instinkte verlassen kann.

Die Handlung in  »Die Leiche am Westerdeich« wird dem Leser aus Sicht beider Ermittler – sowohl von Axel Groot als auch von Hilka Martens –, aber auch aus Sicht einer unbekannten Person, geschildert. Man erhält so einen sehr umfassenden Einblick in die Geschehnisse. Mir hat es gut gefallen, dass man sich so intensiv mit den Gedanken und Gefühlen der Charaktere auseinandersetzen kann. Auch befindet sich der Leser hier absolut schnell mitten im Geschehen, was ich gerne mag. Die Spannung wird wunderbar aufgebaut und auch das Tempo steigert der Autor konstant. Der Schreibstil, den ich als flüssig und bildlich beschreiben würde, gefällt mir gut. Ich konnte mich problemlos in die Situationen hineinversetzen und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.