Cover von: Leise Wut
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Leise Wut

Der dritte Fall für Sozialarbeiterin Lena Borowski
Buch
Taschenbuch, 285 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3947612893

ISBN-13: 

9783947612895

Auflage: 

1 (14.10.2020)

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3947612893

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein totes Kind. Das Jugendamt am Pranger. Die Presse sucht nach Schuldigen.

Die Offenbacher Sozialarbeiterin Lena Borowski wird, kaum aus ihrem Urlaub zurück, mit dem Fall ihres Ex-Schützlings, des kleinen Tobias, konfrontiert und kurz nach dessen gewaltsamem Tod suspendiert. Als auch noch Tobis Mutter Selbstmord begeht, steht für Lena fest, dass dies kein gewöhnlicher Fall ist. Sie will und muss für Aufklärung sorgen. Und schon bald findet sie sich in einer Welt wieder, mit deren Grausamkeit sie nicht vertraut ist …

Wut und Spannung in Offenbach und auf Menorca - denn bis dorthin führt Lenas Weg bei der Lösung des Falles. Auch im dritten Band mit der Sozialarbeiterin Lena Borowski zeigt Cornelia Härtl ihren LeserInnen ein Milieu, das niemand so genau kennt … oder kennen will.

Kriminetz-Rezensionen

Bestens zu empfehlen

Es ist kein schönes Urlaubsende von Lena Borowski. Denn kaum zurück, wird sie mit dem Tod von dem kleinen Tobias, eines Ex Schützlings von ihr, konfrontiert. Kurz darauf wird sie sogar suspendiert. Das will sie nicht auf sich sitzen lassen und sorgt selber für Aufklärung. Bald darauf findet sie sich in eine Welt wieder, wo Grausamkeit herrscht, welche sie nicht so kennt. Bei Ihrer Recherche führt sie der Weg bis hin auf Menorca. Wird sie den Fall aufklären?

Meine Gedanken zum Buch »Leise Wut« von n Cornelia Härtl ist der dritte Fall für die Sozialarbeiterin Lena Borowski. In diesem Fall kommt Lean fast an ihren Grenzen. Das Buch ist nicht einfach zu lesen. Obwohl Cornelia Härtl auf schlimme Beschreibungen verzichtet hat, spielt hier das Kopfkino eine große Rolle – zumindest bei mir und das hat mir etwas das Lesen schwer gemacht. Es geht jedenfalls um Gewalttätigkeit und Missbrauch bei Kindern. Tief gräbt sich Lena in den Fall ein und entdeckt unglaubliches. Tief gräbt sie hinein in das Geheimnis machtvoller Gruppierungen, die teilweise so unvorstellbar sind. Am Anfang wo ich begonnen habe, »Leise Wut« zu lesen, dachte ich erst, oh, bisher kommt bei mir noch kein Lesevergnügen auf, denn es wirkt am Anfang etwas langatmig. Aber das ist nur der Einstieg, denn dann geht es spannend zu. Immer tiefer kommt man mit Lena in das Geheimnis und man fängt mit ihr und ihren Bekannten an zu bangen. Man schüttelt teilweise ungläubig den Kopf und denkt, wie kann man nur so sein. Der Spannungsbogen baut sich stets auf und am Ende zum Showdown ist er zwar etwas abgeflacht, aber macht das Buch nicht minder lesenswert. Vor allem wird man kurz auf die falsche Spur geführt und das allein ist schon interessant. Die mitwirkenden Personen, vor allem die Protagonistin, sind mir durchaus sympathisch und vor allem realistisch dargestellt. Mit all ihren Gefühlen und Sorgen. Aber auch die Liebe zwischen Rohloff, dem Rotlicht-Chef wird gut dargestellt.

Wer schon die vorigen Bücher von Cornelia Härtl gelesen hat, weiß ja, wie es um Lena normalerweise steht. Daher finde ich diese Sache zwischen den beiden gut geschrieben. Die Ermittlungsarbeiten, die hier dargestellt sind, finde ich auch recht gut, trotzdem aber auch ein wenig »abenteuerlich« wenn ich es so ausdrücken darf / kann. Also auf das Buch abgestimmt. Aber das macht diesen Krimi lesenswert, denn das echte Leben kann auch langweilig sein.

Ich finde den dritten Fall von Lena Borowski gut gelungen und nachdem ich das erste Drittel gelesen habe, konnte ich diesen Krimi fast nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende hat mich ein klein bisschen überrascht, aber fand ich echt gut. Ich sag nur SM … mehr nicht, sonst spoilere ich. Jedenfalls hat es mir wie gesagt, sehr gut gefallen und wurde realistisch dargestellt :-).

Der Erzählstil: Hauptsächlich wird das Buch aus der Sicht von Lena erzählt, aber es kommen auch immer die andere Mitwirkenden zur Sprache. Sei es die Kriminalbeamtin, Rohloff oder die Sozialdezernentin nebst Mann, Nachbarn. Alle erzählen hier in der dritten Person. Kursiv kommt hier ein Mädchen zu Wort, dass wohl schrecklich es erlebt hat und nun auf der Flucht ist. Sehr gelungen.

Das Cover … Ein dunkler Feldweg, grau in grau, ein Teddy mit blauem Pulli liegt verloren dort. Der Titel in unterbrochenen weiß. Wenn man diesen Krimi liest, weiß man, was es mit dem Teddy auf sich hat.

Für mich ist es der zweite Fall der Sozialarbeiterin. Ich habe vor längerer Zeit schon den ersten Fall gelesen »Böse Spiel«. Und fand es durchaus gut. In diesem Sinne kann ich die Bücher von Cornelia Härtl bestens empfehlen und werde mir sogar noch den zweiten Fall „Finstere Geschäfte“ zulegen.