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Léon und die Frau im blauen Kleid
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Nizza, im Sommer – ausgerechnet hier, wo die Reichen und Schönen unter Palmen flanieren, prunkvolle Yachten ausfahren und den Apéro an der Promenade genießen, spült das Meer die Leiche einer jungen Frau in einem blauen Kleid an den Strand. Nachts gab es keinen Schiffsverkehr – was hat sich also auf dem Wasser zugetragen?
Die Ermittlungen führen Commissaire Léon de Cavallier und seine zupackende Kollegin Nadia Bentaleb ins Innere der High Society, wo Geld und Macht eine unheilige Verbindung eingehen mit Sex, Drogen und Korruption.
Bestsellerautor Alexander Oetker schickt ein neues Ermittlerduo, das gegensätzlicher nicht sein könnte, vor der mondänen, sonnengefluteten Kulisse der Côte d’Azur auf die Spur eines eiskalten Verbrechens.





















Mord an der Côte d’Azur
Commissaire Léon de Cavallier wird unsanft aus dem Schlaf gerissen, weil sein Telefon klingelt. An der Promenade des Anglais genau vor dem berühmten Hôtel Le Negresco wurde eine Tote angespült. Am Fundort erwartet Léon eine Überraschung. Er wusste nicht, dass ihm eine neue Kollegin zugeteilt wurde, nachdem sein langjähriger Partner Guillaume Hoche in Rente gegangen ist. Commissaire Nadia Bentaleb lässt sich aber von nicht einschüchtern und so ermittelt dieses ungleiche Paar gemeinsam.
Dieser Auftaktband der neuen Reihe von Alexander Oetker hat mich sehr gut unterhalten. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen. Die Atmosphäre an der Côte d’Azur ist wundervoll und bildhaft beschrieben. Die Touristen bestimmen tagsüber das Bild, aber es gibt auch die Ecken, die den Einheimischen vorbehalten sind.
Die Protagonisten haben mir ausgesprochen gut gefallen. Léon ist adlig, reich und pflegt sein Image als Snob. Er hatte sich schon gefreut, zukünftig alleine ermitteln zu können, da sein Kollege Loïc Duval ungern aus dem Büro kommt. Aber nun hat man ihm einfach eine Kollegin aufs Auge gedrückt. Nadia kommt aus der Banlieue von Paris und weiß sich durchzusetzen. Sie bietet Léon Paroli. Leon hat aber auch eine ganz andere Seite, die er vor allen verbirgt, und Nadia hat ihre eigenen Gründe, warum sie an die Riviera gekommen ist.
Die Ermittlungen sind nicht einfach, denn die Reichen und Schönen sind gerne unter sich und lassen sich von ihren Anwälten abschotten. Aber es gibt auch in dieser Gegend die anderen, die dunklen Seiten, in die die Ermittler eintauchen müssen, um diesen Mordfall aufzuklären.
Mir hat dieser Côte d’Azur Krimi mit interessanten Charakteren, tollen Dialogen und der besonderen Atmosphäre sehr gut gefallen. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall mit Léon und Nadia.
Die Taffe und der Schnösel
An der Côte d’Azur herrscht Hochbetrieb. Trotz des Ansturms der Touristen bleibt es bei der Polizei ruhig. Offensichtlich macht die Hitzewelle auch Verbrechern zu schaffen. So hat der Polizeipräfekt Zeit, Guillaume Hoch in den Ruhestand zu verabschieden. Dem leitenden Commissaire Léon de Cavallier macht es schwer zu schaffen, nach zehn Jahren seinen Partner zu verlieren. Hat er schon im Allgemeinen Probleme mit Menschen, so trifft dies auf Kollegen, mit denen er eng zusammenarbeitet erst recht zu. Der gemütlichen Brigadier Loïc Duval soll Hochs Position übernehmen. Doch die neueste Direktive aus dem Innenministerium beschert Léon Commissaire Nadia Bentaleb, die aus der Pariser Banlieue stammt, als neue Partnerin. Zwei Welten prallen aufeinander.
Mit „Léon und die Frau im blauen Kleid“ startet Alexander Oetker seine neue Côte d’Azur-Reihe. Das gegensätzliche Ermittlerduo und die malerische Kulisse, die Abgründe verbirgt, sorgen für spannende Unterhaltung mit High Society-Flair.
Wer ist die tote Schöne im eleganten blauen Kleid und wie kommt sie an den Stand von Nizza? Während sich Frage zwei mithilfe von Überwachungskameras und eines fähigen Ozeanlogen schnell beantworten lässt, führt die Identifizierung des Opfers die Ermittler ins benachbarte Fürstentum Monaco. Dort erweisen sich Recherchen in den Kreisen der Superreichen als nicht einfach. Doch bald haben Nadia und Léon nicht nur Tatverdächtige für den Mord festgenommen, sondern auch Beweise für Korruption bei der Gendarmerie maritime entdeckt. Eine weitere Spur führt nach Nice-Nord, ins Drogenviertel von Nizza.
Gegensätzlicher können zwei Ermittler nicht sein. Léon, der schwerreiche Sproß einer alten Grafenfamilie, „begehrtester Junggeselle der Côte d’Azur“, der sich mit Luxus wie Ferrari, Millionenyacht und Rolex umgibt. Dagegen Nadia aus einfachsten Verhältnissen, aufgewachsen im schlimmsten Viertel des Pariser Banlieue, die eine Traumkarriere bei der Polizei hingelegt und sich gegen Drogendealer und andere Widrigkeiten durchgesetzt hat. Wie Kollege Loïc sagt „Ich weiß noch nicht, was das mit Ihnen beiden wird, aber ich kann mir vorstellen, dass es richtig gut wird. Oder es explodiert, und er wirft Sie sofort wieder raus. Alles ist möglich.“ Bald zeigt sich, dass die beiden ungleichen Commissaires deutlich mehr verbindet als gedacht. Überraschenderweise passt die Chemie und ihre Geplänkel sind köstlich. Außerdem ergänzen sie sich prächtig. Während er auf dem „Bal de l’été“ überzeugt, rettet sie beide aus der Hölle von Nice-Nord.
Alexander Oetker schreibt wie immer bildhaft, mit viel Lokalkolorit und Sachkenntnis. So ist es spannend zu lesen, wie die Dinge zwischen Monaco und Frankreich laufen, was die französische Polizei beachten muss, wenn sie dort ermitteln will oder wie ein Ozeanologe vom Fundort einer Leiche am Strand ausgehend, feststellen kann, wo diese ins Wasser gestürzt ist.
Der Fall entwickelt sich spannend und wendungsreich. Auf den Täter wäre ich nicht gekommen, aber die Auflösung ist logisch und passt. Am Ende entwickelt sich der Krimi in eine andere Richtung, die sich vorher schon angedeutet hat. Ich bin zuversichtlich, dass die „feministische Anarcho-Polizistin“ und der „größte Snob der Welt“ weiterhin ein effizientes Team bilden, ergänzt vom gemütlichen Loïc am Computer.
Oetkers neue Côte d’Azur-Reihe hat mich angenehm überrascht. Zwar hätte es für mich etwas weniger Glamour sein dürfen, aber das ist wohl dem Auftaktband geschuldet. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung „Léon und der König der Riviera“ und hoffe, dass dann Capitaine Dalmasso bekommt, was er verdient.
Mord mit Glamourfaktor
Commissario Léon de Cavallier ,ein reicher Adelsspross ,ist einerseits ein brillianter Ermittler,andererseits ein Snob,der seinesgleichen sucht. Als sein Teamkollege in den Ruhestand geht ,wird er ,sehr zu seinem Missfallen, durch die junge Nadia Bentaleb ersetzt.Obwohl sie aus einem völlig anderen Milieu stammt,läßt sie sie sich von seinen arroganten Aktionen und Sprüchen nicht abschrecken,sondern bietet ihm Paroli.Bevor Sie sich richtig kennenlernen können, werden sie mit ihrem ersten Fall konfrontiert. Die Leiche einer jungen Frau, deren Identität zuerst nicht fest steht, wird morgens am Strand von Nizza angespült.Bei den Ermittlungen geraten sie in einen unglaublichen Sumpf ,in welchem es von krimineller Energie sprüht und Korruption zum Tagesgeschäft gehört.
Meine Meinung:
Der Autor ist mir bereits von unterschiedlichen Romanen bekannt und ich war sehr gespannt auf sein neues Werk.
Mit dem ungleichen Ermittlerpaar ist ihm ein weiterer guter Wurf gelungen. Die unterschiedliche gesellschaftliche Stellung ist Ihnen bei der Arbeit sehr zuträglich,so kann jeder auf seine Weise in die Ermittlungen eingreifen.
Ein Krimi in diesen „illustren Kreisen“ war für mich Neuland und ich musste mich erst an diese Gepflogenheiten gewöhnen. Schnell fand ich aber einen Zugang sowohl zu den Protagonisten,als auch dem Umfeld.Zuerst war mir der arrogante Schnösel Léon zuwider,schon bald erkannte ich aber seine andere Seite ,die er mit seinem Gehabe gekonnt zu verbergen sucht.Auch seine neue Kollegin, bringt ein nicht gerade kleines Päckchen mit sich, von dem sie in einem längeren Gespräch Léon berichtet.Bevor er ihrerseits seine Geschichte offenbaren kann (wir als LeserInnen wissen schon mehr),kommt es zu einem dramatischen Showdown,der sehr neugierig auf die Fortsetzung macht.
Von mir fünf Sterne für einen grandiosen Serienstart.
Interessantes Duo vor glanzvoller Kulisse
Côte d'Azur, die Welt der Reichen und Schönen. Aber auch hier macht das Verbrechen keine Pause. In dieser Welt ermittelt Léon de Cavallier, der selbst in diese Welt gehört. Ihm eilt der Ruf voraus ein Snob und Ekel zu sein. Auf ihn trifft seine neue Kollegin Nadia Bentaleb, eine Polizistin aus der Pariser Vorstadt, die mit beiden Beinen im Leben steht und Léon Paroli bietet. Unterschiedlicher könnten die beiden gar nicht sein.
Ihr erster Fall, eine angespülte Frauenleiche, führt in die dunklen Abgründe der französischen Riviera. Korruption, Macht, Drogen und Sex bestimmen die Ermittlungen. Die Atmosphäre aus Reichtum, Landschaft, Menschen und dem besonderen Flair der Umgebung ist perfekt eingefangen. Der Schreibstil ist flott, die Dialoge haben Tiefe und der Fall ist gut aufgebaut und führt zu einem logischen Ende. Gleichzeitig wird ein anderer, persönlicher roter Faden der Kommissare gelegt, der den Leser wahrscheinlich durch diese neue Serie begleiten wird.
Fazit: Ein toller Reihenauftakt mit starken Protagonisten, der viel Lust auf den zweiten Band macht.
Der erste Fall für de Cavallier und Bentaleb - gelungener Auftaktband
Alexander Oetker präsentiert das neue Ermittlerteam an der Côte d’Azur: Commissaire Léon de Cavallier, adeliger Leiter der Brigade criminelle von Nizza, nie unterwegs ohne Ferrari und Maßanzug und Commissaire Nadia Bentaleb, zuletzt im Einsatz in der Banlieue, nie unterwegs ohne ihre Kawasaki und ihre Lederjacke.
Diese ersten Infos sind absolut treffend. Beide sind sie erfahrene Commissaire, beide sind sie durchsetzungsstark, beide leben sie für ihren Beruf, auch wenn auf den ersten Blick der Anschein nach außen hin zuweilen trügt.
Zunächst erwartet mich auf der aufklappbaren Cover-Innenseite eine Karte mit den Orten, in denen sich die Ermittlungen um den Leichenfund an der Promenade des Anglais bewegen - ein erster Pluspunkt dieses Côte d’Azur-Krimis, der neben den kriminalistischen Elementen und den gar köstlichen Dialogen der beiden Hauptakteure noch mehr zu bieten hat wie etwa die reizvolle Umgebung oder auch die Dekadenz der Reichen und Schönen mitsamt der kontrastierenden Drogenkriminalität in den sozialen Brennpunkten Nizzas.
„Frauenleiche, Anfang zwanzig. Wurde angespült. Ihre neue Kollegin ist schon vor Ort…“ Die Worte des Gendarmen haben Léon de Cavallier eiskalt erwischt. Mit einem Gefühl, das ihm Gänsehaut verursacht, sieht er eine junge Frau mit dunkelbrauner Haut - Nadia Bentaleb.
Das erste Zusammentreffen des zukünftigen Ermittlerduos fällt frostig aus, Léon gibt gleich mal den Macho, den versnobten Spross aus reicher, aus adeliger Familie. Seine neue Partnerin dagegen ist der genaue Gegensatz. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen in den Pariser Banlieues weiß sie sich durchzusetzen, was sie alsbald unter Beweis stellen muss. „Ich weiß noch nicht, was das mit Ihnen beiden wird, aber ich kann mir vorstellen, dass es richtig gut wird. Oder es explodiert, und er wirft Sie sofort wieder raus. Alles ist möglich.“ Schon die erste Einschätzung eines Kollegen spricht Bände.
Es dauert schon ne ganze Weile, bis sie sich zusammenraufen. Wobei gefühlt Nadja an Léons Snobismus schwer zu knabbern hat, sie aber es versteht, ihn mit Witz und einer gehörigen Portion Abgeklärtheit zu nehmen, ihre Pariser Vergangenheit hat sie gelehrt, mit den unterschiedlichsten Charakteren zurechtzukommen und nicht nur das, ihnen auch Paroli zu bieten. Und damit punktet sie bei Léon, der trotz seiner zur Schau gestellten Überheblichkeit alsbald weiß, dass er in ihr eine starke, eine verlässliche Partnerin hat.
Der wendungsreiche Krimi führt in die High Society und in Nizzas Brennpunktviertel und auch ins Fürstentum Monaco. Es bedarf einer Sondererlaubnis, um auf monegassischem Boden zu ermitteln, was sich auch hier als Hürde erweist, die jedoch Léon zu umgehen weiß. Er kennt die Gepflogenheiten vor Ort, geht so besonnen wie trickreich mit den Verdächtigen um, die sich im mondänen Fürstentum sicher und dank ihres Reichtums unangreifbar wähnen. Der Umgang mit den harten Jungs dann ist für Nadia lang erprobter Alltag, was Léon zuweilen staunen lässt. Ich meine, die ersten Hürden ihrer Zusammenarbeit dürften sie souverän gemeistert haben.
Der erste Fall für Léon und Nadia macht Lust auf mehr, die beiden Commissaires haben mich bestens unterhalten, die Auflösung dann hat mich verblüfft, ist aber in sich stimmig. Den nächsten Fall, der am 5. Mai 2027 erscheint, lasse ich mir nicht entgehen, ich werde pünktlich anreisen.
toller Beginn der Krimi-Serie um de Cavallier und Bentaleb
Da ich die Bücher von Alexander Oetker kenne und sehr gerne lese, hatte ich natürlich große Erwartungen auf diese neue Serie. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es war ein super Einstieg für dieses neue Ermittlerpaar de Cavallier und Bentaleb an der Cote d´Azur. Wir erleben zwei total unterschiedliche Personen und zwar den Adeligen Léon de Cavallier und die Pariserin Nadia Bentaleb. Léon arbeitet schon lange als Kommissar in Nizza und leider geht sein Partner in den verdienten Ruhestand. Und jetzt wird ihm ein neuer Kollege zugeteilt. Das ist an sich nichts Neues, aber Léon ist nicht so einfach im Umgang mit anderen Menschen. Er ist mehr der Eigenbrötler und arbeitet gerne alleine. Außerdem überrascht sein ungewöhnlich schroffer und unangepasster Umgang mit den anderen Kollegen. Und da wird ihm überraschenderweise eine neue Kollegin zugeteilt. Nadia Bentaleb aus Paris wird hierhier versetzt. Und die Gegensätze könnten nicht größer sein. Léon, der Adelige Kommissar, der eigentlich nur aus "Überzeugung" und nicht aus Notwendigkeit arbeitet und mit einem Sportwagen zur Arbeit kommt und dazu dann die Pariserin Nadia aus der Pariser Banlieue stammend und sehr selbstbewußt und bodenständig auftretend. Hier treffen echt Welten aufeinander. Mir haben beide Protagonisten gut gefallen. Wobei ich Nadia etwas positiver sehe, denn sie ist eher an der Realität im normalen Leben dran als ihr neuer Kollege. Léon ist etwas abgehoben und hat sich so einige unangenehme Verhaltensmuster zugelegt, obwohl er beruflich sehr erfolgreich ist. Er "brennt" sozusagen für seinen Beruf und macht ihn gerne. Er findet ihn notwendig und sieht manchmal auch etwas kritisch auf seine gesellschaftliche Herkunft. Mir hat das Aufeinandertreffen der Beiden gut gefallen. Die Dialoge habe ich genossen, denn Nadia ist nicht auf den Mund gefallen und lässt sich von Léon nichts gefallen. Die beiden Kommissare haben so ihre Schwierigkeiten miteinander und ich fand León und seine Aktion mit dem Restaurantbesuch (ich möchte nicht mehr verraten...) schon ziemlich hinterhältig. Aber Nadia hat es gut gemeistert. Der zu lösende Todesfall ist auch sehr spannend und ich finde die Herangehensweise der Ermittler sehr interessant. Hier zeigt es sich, dass die verschiedenen Lebenssituationen der Kommissare ein absoluter Vorteil sind. Denn obwohl Léon meist sicher seine Handlungen überlegt und einordnen kann, wird er hier aber von Nadias Erfahrungen mehr oder weniger "gerettet". Denn sonst würden die Ermittlungen sicher anders aussehen. Und man erlebt so auch mal einen interessanten Einblick in die Gegend rund um Nizza. Landschaftlich natürlich, aber auch kulturell. Auch hier erlebt man die positiven wie die negativen Seiten der Realität. Und manchmal vermischen sich eben diese Welten zu unguten Konstellationen.
Das Buch war sehr spannend und niemals langweilig, voller interessanter Charaktere und abwechslungsreichen Ereignissen geprägt. Ich habe diesen ersten Band jedenfalls sehr gerne gelesen. Es macht Spaß und man kann sich alles durch die detailreichen und unterhaltsamen Schilderungen gut vorstellen. Die Personen waren wirklich sehr unterschiedlich und man konnte sich auch über bestimmte Details amüsieren. Mir gefällt es immer gut, wenn sich die spannenden Kriminalfälle und die privaten Lebenswege der Protagonisten ergänzen. Mal die Arbeit und dazu das abwechslungsreiche Leben der Protagonisten - das gefällt mir an solchen Serien. Jeder Band hat einen neuen Fall und dazu kann der Leser den fortschreitenden Lebensweg der Protagnoisten verfolgen. Es kommt sicher keine Langweile auf und man freut sich auf den nächsten Band.
Mir hat dier Auftakt um das Ermittlerteam in Nizza jedenfalls sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band. Ich möchte ja unbedingt wissen, was es mit Nadias weiteren Plänen auf sich hat und wie Léon sich seine weitere Zukunft vorstellt. Und ich freue mich auf die unterhaltsamen Zusammenarbeit von Léon und Nadia.
Der Snob und die Commissaire aus der Pariser Banlieue
Der Autor schickt ein neues Ermittlerduo ins Rennen, das in meinen Augen , was sowohl die Persönlichkeiten als auch die Schauplätze betrifft, eher ungewöhnlich ist, wenn man sie mit seinen anderen Krimis - die ich liebe - vergleicht. Aber ich war bereits nach wenigen Seiten begeistert. Vielleicht liegt es am Schauplatz mit seinem besonderen Flair von Sommer und Meer, dass sich der Krimi trotz des bestürzenden Falles leicht und mit einer gehörigen Portion Humor liest. Definitiv tragen die beiden Hauptakteure ihren guten Teil dazu bei. Commissaire Leon ist unverschämt reich und von Adel und ein Snob. Regeln scheinen für ihn nur ausnahmsweise zu gelten. Zuerst dachte ich , was für ein Mistkerl, aber dann habe ich mich ein wenig in ihn verliebt, denn mit vielen hat er recht und einiges ist Fassade. Da ist Nadia schon ein ganz anderer Typ. Aufgewachsen in den Pariser Banlieue, aus ärmlichen Verhältnissen und zudem mit dunkler Hautfarbe ist sie durch eine harte Schule gegangen. Zwei Welten treffen aufeinander und ihre Wortduelle sprühen vor Humor und gelungenen Seitenhieben.
Der Fall ist tragisch und und offenbart die Gedankenlosigkeit und Überheblichkeit der Reichen und Schönen aufs beste. Die Suche des Opfers nach Glück und Liebe endet im Meer. Die Spur führt in das Herz von Monaco und damit zu den Superreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass die französische Polizei in Monaco keinerlei Befugnisse hat. Hier habe ich Leon bewundert, wie er sich von der einmal aufgenommen Spur nicht mehr abbringen lässt. Ich war begeistert und dabei auch voller Schadenfreude, wie die beiden Commissaires es doch noch schaffen, die Verdächtigen zu verhaften. Die Auflösung ist in meinen Augen überzeugend und auch erschreckend. Das Buch selbst endet mit einem Cliffhänger, was mich insoweit freut, weil es eine Fortsetzung geben wird, die ich ganz sicher lesen werde.
Glanzvoller Serienauftakt an der Cote d’Azur
Am prominentesten Strandabschnitt von Nizza wird ein totes Mädchen angespült. Wer ist die Unbekannte und war ihr Tod ein Unfall oder etwa gar Mord? Für den leitenden Commissaire Léon de Chevallier, der gerade seinen langjährigen Partner in den Ruhestand verabschiedet hat, kommt dieser Vorfall so kurz vor dem Sommerball nicht gerade gelegen. Er ist auch nicht amused, als er am Fundort unerwartet auf eine brandneue Kollegin trifft, denn damit hat er absolut gar nicht gerechnet!
Der erste Fall für de Chevallier und Bentalab mit dem Titel “Léon und die Frau im blauen Kleid” ist der Auftakt einer neuen Serie an der Küste der Schönen und Reichen. Autor Alexander Oetker präsentiert als Maincharakter einen smarten, reichen Grafen in der Rolle des Chefermittlers der Polizei-Brigade von Nizza. Als Gegenpol dient Nadia Bentalab, ein überraschender Neuzugang aus der Pariser Vorstadt, die so gar nicht in die chice Welt der Küsten-High Society passt. Die erzwungene Zusammenarbeit dieser ungleichen Ermittler entwickelt sich hoch spannend und ich habe insbesondere die humorvollen und bissigen Dialoge der beiden sehr genossen. Durch die spannenden Charaktere wird der Fall selbst beinahe zum Nebenschauplatz. Aber keine Angst, die Handlung ist dennoch interessant und absolut realistisch konstruiert.
Das Ende enthält eine ziemliche Überraschung und man fiebert regelrecht der Fortsetzung entgegen.
Das sonnig gelbe Cover wirkt absolut einladend und strahlend, das gefällt mir sehr.
Mein Fazit:
Gelungene Krimiunterhaltung, habe die Lektüre sehr genossen und das Buch fast in Ferrari-Geschwindigkeit durchgelesen.
Freue mich schon sehr auf den zweiten Fall.