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Das letzte Buch von Marceau Miller
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Am malerischen Genfersee wird der Bestsellerautor und Abenteurer Marceau Miller tot am Fuß einer Felswand aufgefunden.
Seine Frau Sarah, ungestüm und naturverbunden, ist als Einzige überzeugt, dass es kein Unfall war: Vor zwanzig Jahren führte ein tragisches Ereignis sie schon einmal in diese Gegend, und nun hat Marceau ein letztes Manuskript hinterlassen, das ein lebenslanges Geheimnis enthüllen soll – enthält es auch den Grund seines Todes?
Von der lokalen Polizei im Stich gelassen, begibt sich Sarah auf den Gipfeln und in den dichten Wäldern, auf den Wassern des Genfersees und gar in den eigenen vier Wänden auf eine Spurensuche, die sie alles – und jeden um sie herum – in Frage stellen lässt. Eine rasante Ermittlung setzt ein, die keine Verschnaufpause erlaubt, denn das Manuskript ist verschwunden! Wem kann sie noch vertrauen? Und wer ist ihr Mann, wer ist dieser Marceau Miller eigentlich gewesen?
Das Buch von Marceau Miller ist ein fesselnder, vielschichtiger Spannungsroman darüber, wie wenig wir unsere Nächsten kennen; über die dunklen Hintergründe von Erfolg, über Verrat und die Unbeständigkeit der Wahrheit – ein Meisterwerk psychologischer Spannung vor atemberaubender Kulisse!





















Manchmal ähnelt das Leben Kintsugi
Der Bestsellerautor Marceau Miller ist tot. Mit 4o Jahren tödlich verunglückt beim Freeclimbing. Oder war es Mord? Der Leser weiß durch den Prolog schon mehr. Aber was ist tatsächlich wahr? Sarah Miller glaubt, dass ihr Mann ermordet wurde. Niemand scheint ihre Überzeugung zu teilen. Schon gar nicht der ermittelnde Polizeibeamte Delmas. Aber Sarah lässt nicht locker.
Zunächst scheint alles klar. Marceau wird vermisst und schließlich zerschmettert am Fuß eines steilen Felsens gefunden. Überspannter Schriftsteller stirbt tragisch durch seinen gefährlichen Sport, so der Tenor von Polizei und Freunden. Doch die verzweifelte Sarah kann und will das nicht glauben. Beharrlich sucht sie nach Indizien und geht ihrer Umgebung, vor allem Delmas auf die Nerven. Angeblich hat Marceau ein letztes geheimnisvolles Buch hinterlassen, aber dieses ist spurlos verschwunden. Akribisch verfolgt Sarah jede Spur. Dabei fühlt sie sich mehr und mehr verfolgt. Seltsame Dinge geschehen. Verliert sie langsam den Verstand oder steckt etwas Anderes dahinter? Wem kann sie noch vertrauen? Im Verlauf der Ereignisse gerät ihre Welt immer mehr aus den Fugen. Wie gut kannte sie Marceau eigentlich?
Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht von Sarah erzählt. So sind ihre Gedanken, Motive und was sie antreibt gut nachvollziehbar. Gelegentlich kommt ihre Freundin und Kollegin Karen zu Wort. Sie ergänzt Sarahs Beschreibungen. Und dann sind da die Erinnerungen und Überlegungen von Marceau selbst, die vor allem die Vergangenheit betreffen.
Entgegen meinen Erwartungen rückt statt des toten Bestsellerautors die Witwe ins Zentrum der Erzählung. Sie ist eine starke, beinahe unbändige Persönlichkeit, die impulsiv handelt und sich nicht einschüchtern lässt. Grundsätzlich habe ich mir etwas schwergetan mit ihr. Voll verständlicher Wut und Trauer poltert sie los. Dabei nimmt sie keinerlei Rücksicht auf ihre trauernden Kinder, die sie egoistisch vernachlässigt. Es klingt an, dass auch zu seinen Lebzeiten, Marceau für die Kinder „zuständig“ war. Jetzt schiebt sie Benjamin und Hermione zu Karen ab. Sarah konzentriert sich auf die Suche nach dem Manuskript, dem sie eine Schlüsselrolle zumisst.
Die anderen Charaktere bleiben ziemlich flach und erscheinen bis zum Ende undurchsichtig. Liegt das daran, dass Sarah sich nie die Mühe gemacht hat, die anderen richtig kennenzulernen? Eigentlich hatte sie nur zu Jade, Marceaus vor Jahren verschwundener Schwester eine echte Verbindung.
Aus meiner Sicht ist die Erzählung mehr ein Spannungsroman als ein Krimi. Was treibt die Menschen an? Warum handeln sie so, wie sie es tun? Warum werden sie zu Verrätern? Kennt man diejenigen, die einem nahestehen wirklich? Diese Fragen werden gestellt, aber nur teilweise beantwortet. Zwar blieb mein Interesse am Fall Marceau Miller immer wach, doch gab es kleine Längen im Mittelteil. Obwohl die Zahl der Protagonisten klein ist, waren Täter und Motiv für mich überraschend, aber logisch passend. Leider bekam die Auflösung für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum.
„Das letzte Buch des Marceau Miller“ hat mich gut unterhalten. Es ist flüssig, teilweise „blumig“ geschrieben („Ein Uhu, einsamer Bariton, stimmt eine Arie an“) und punktet mit einer beeindruckenden Naturkulisse. Ein „psychologisches Meisterwerk“ wie es der Verlag nennt, ist es für mich allerdings nicht.
Lügen, Geheimnisse und Mord
Sarah meldet ihren Mann, den Bestsellerautor Marceau Miller, als vermisst, doch die Polizei nimmt das nicht besonders ernst. Aber dann wird er gefunden. Er ist in den Bergen abgestürzt und die Polizei geht von einem Unfall aus. Doch Sarah sieht das anders, sie geht von Mord aus. Das letzte Manuskript ihres Mannes soll ihr helfen herauszufinden, was geschehen ist. Doch je mehr sie entdeckt, umso mehr muss sie sich fragen, wer ihr Mann wirklich war.
Von Anfang an hat mich dieser Roman gepackt, denn immer wieder gibt es neue Wendungen, welche die Spannung hochhalten. Man fragt sich beim Lesen genau wie Sarah, wohin diese Geschichte führt.
Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen und die Geschichte nimmt zunehmend Tempo auf. Die Perspektiven wechseln dabei von Zeit zu Zeit. Der Handlungsort am Genfer See ist sehr schön atmosphärisch beschrieben.
Das mysteriöse Manuskript von Marceau bleibt lange Zeit verschwunden. Zwischendurch gibt es Bruchstücke davon, die Geheimnisse aufdecken.
Sarah versucht herauszufinden, was geschehen ist und das wird bei ihr zur Obsession. Ihre Kinder, die gerade ihren Vater verloren haben, verliert sie dabei aus den Augen. Ganz gleich, was sie entdeckt und wie bedrohlich es wird, sie macht weiter. Was sie herausfindet, macht sie fassungslos. Wem kann sie überhaupt noch trauen? Denn fast alle haben wohl etwas zu verbergen. Auch wenn ich es spannend fand, ihre Suche zu verfolgen, war sie mir aber auch absolut nicht sympathisch.
Ein spannender Roman mit einem Ende, das ich so nicht unbedingt erwartet hatte.
Der Absturz
Der berühmte Schriftsteller stürzt beim Freiklettern ab. Das reißt seine Frau Sarah in ein tiefes Loch, dass er von einer auf die andere Minute nicht mehr da ist. Sie kann sich nicht damit abfinden, dass es ein Unfall war, und das sagt sie auch dem Ermittler Delmas. Doch es weist nichts auf einen Mord hin. Deshalb macht sie sich mit einem Freund, dem ehemaligen Kommissar Reynaud auf die Suche und sie werden fündig. Es gibt Hinweise, dass jemand in den Absturz verwickelt war. Außerdem bekommt sie einen Brief, den Marceau hinterlassen hat und in einer Bank findet sie 3,5 Millionen Euro aber kein Manuskript, wie ihr Mann es angekündigt hat. Irgendetwas ist faul und auch die verschwundene Jade, Marceaus Schwester, wird wieder zum Thema. Und es wird noch mysteriöser.
„Das letzte Buch von Marceau Miller“ von Marceau Miller Ist ein sehr mysteriöser Krimi, der mit dem Tod des Titelgebers beginnt. Das Cover unterstützt mit einem mysteriös, schönen Bild eines Sees. Ich vermute mal eines kleineren Sees, an dem der Autor abgestürzt ist. Dadurch ist nun deine Frau die Hauptperson in diesem Krimi. Diese Person wird sehr authentisch beschrieben in ihrer Trauer und ihrer Orientierungslosigkeit nach dem Tod ihres Mannes. Das Verständnis für diese Situation ist groß, doch durch ihr chaotisches Verhalten wird es auch als Leser schwer auszuhalten, obwohl auch in mir ein großes Verständnis da war. Da die Sprache so lebendig diese Situationen, die diese Sarah durchlebt, wird man direkt in diese Szenerie hineingezogen. Sie, die sich in der Sorge um ihre Kinder und der großen Trauer um ihren Mann sehr schlingernd bewegt zieht alle Aufmerksamkeit des Lesers in ihren Bann. Sehr dicht geschrieben finde ich diesen Roman und ja man hat das Gefühl das Buch nicht aus der Hand legen zu können, so fesselnd ist die Suche nach dem Grund des Absturzes und der Suche nach dem Manuskript, das eine Aufklärung verspricht. Der Spannungsbogen ist sehr intensiv bis zum Ende aufgebaut und hält einige Überraschungen parat.
Ich finde diesen Roman sehr spannend und auch sehr interessant wegen des Themas und der sehr intensiven Sprache, die mich als Leser in seinen Bann gezogen hat. Klare Leseempfehlung von mir.
Dunkle Geheimnisse
Der Autor Marceau Miller hat seinen neuesten Bestseller vollendet, als er seiner gefährlichen Kletterleidenschaft nachgeht. Seine Risikobereitschaft, auf eine Absicherung zu verzichten, wird ihm zum Schicksal und er stürzt in die Tiefe. Beim Auffinden der Leiche gehen zunächst alle von einem tragischen Unfall aus, aber seine Frau Sarah hegt Zweifel und es tun sich auch immer mehr Ungereimtheiten auf. Marceaus Tod scheint mit Geschehnissen der Vergangenheit in Verbindung zu stehen und Sarah setzt alles daran, die lang gehegten Geheimnisse zu lüften, auch wenn die Gefahr für sie selbst immer greifbarer wird.
Der französiche Autor, der unter dem Psynonym Marceau Miller auftritt hat mit "Das letzte Buch von Mareau Miller" einen fesselnden Roman veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem temperamentvollen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann zihen konnte. Miller arbeitet dabei mit vielen kurzen Kapiteln, die mit ihren jeweiligen Perspektivwechsseln für ein zusätzliches Tempo sorgen. Der Spannungsbogen wird mit dem tragischen Kletterunfall direkt zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über die unausgesprochenen Geheimnisse der VErgangenheit auf einem aus meiner Sicht stets hohen Niveau gehalten. Die Protagonisten wirken interessant gezeichnet und tragen zum Gelingen des Buches bei. Die sich immer weiter zuspitzende Geschichte konnte mich bis zum Finale, welches mit einer für mich überraschenden, aber auch nachvollziehbaren Auflösung abgerundet wird, packen und begeistern.
Insgesamt ist "Das letzte Buch von Marceau Miller" ein für mich überzeugende Roman, der mir einige spannende Lesestunden bescherte und mit einer clever konzipierten Geschichte und dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.