Cover von: Die letzte Predigt

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Die letzte Predigt

Akte Nordsee. Der vierte Fall für Anwältin Fentje Jacobsen. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404194454

ISBN-13: 

9783404194452

Auflage: 

1 (01.06.2026)

Preis: 

13,99 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 3.716
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404194454

Beschreibung: 

Der Pastor in Estherwieck wird tot im Watt aufgefunden. Ertrunken. War es ein Unfall?

Am Tag zuvor hatte er jedoch eine ungewöhnlich entrüstete Predigt gehalten, und die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Die Ermittlungen der Polizei nehmen eine neue Wendung als eine frühere Freundin, die den Pastor am Tag zuvor besucht hatte, als vermisst gemeldet wird, und Niklas John gerät unter Verdacht. Er hatte die junge Frau am Abend ihres Verschwindens noch getroffen.

Als deren sterbliche Überreste in der Nähe einer alten Marinekapelle gefunden werden und Niklas den Verdacht nicht ausräumen kann, bitte er Fentje Jacobsen als Anwältin um Hilfe. Können die beiden gemeinsam den wahren Mörder finden?

Kriminetz-Rezensionen

Die letzte Predigt

Schon der Prolog beginnt unheimlich spannend. Lena lebt in Hamburg ein unstetes Leben. Zu ihrer 25jährigen Konfirmationsfeier kommt sie in ihren Heimatort Estherwiek zurück. Dort will sie auch mit ihrem Exmann ein klärendes Gespräch führen, was ihr aber mißlingt. Dann sucht sie den Pastor der Gemeinde auf und möchte ihm unter Hinweis auf das Beichtgeheimnis etwas anvertrauen. Bei einem Spaziergang am Deich macht sie plötzlich eine folgenschwere Entdeckung, die ihr das Leben kostet. Und auch der Pastor hat seine ursprüngliche Predigt umgestaltet und voller Entrüstung zu den Gläubigen gesprochen, am nächsten Tag liegt er tot im Watt. Da der Journalist Niklas mit Lena als letztes gesehen wurde, wird er sofort des Tötungsdelikts verdächtigt. Er ruft seine On- und Off-Freundin und Anwältin Fentje zur Hilfe, damit beide den richtigen Mörder finden. Dabei gerät Fentje selbst in große Lebensgefahr. Die Autorin hat hier wieder einen ihrer berühmten Nordseekrimis geschrieben und es gelingt ihr sehr gut, den Leser in diese Gefilde zu entführen. Die Gezeiten, die Inseln, der Wind, alles wird derart realistisch dargestellt, so dass man beim Lesen Sehntsucht nach diesem Landstrich bekommt. Sie verbindet gekonnt Kriminalgeschichte mit den persönlichen Belangen der Protagonisten, ihre Alltagssituation und deren großen und kleinen Probleme. Sehr lange können wir überhaupt nicht erahnen, warum und weshalb die Morde geschehen sind, wir werden auf andere Begebenheiten hingeführt, die sich aber alle letztendlich als Finte erweisen und am Schluß dann der große Showdown kommt, mit dem wir nicht gerechnet haben. Aber am schließlich verbindet sich das Ende mit dem Prolog. Die Ausdrucksweise von Eva Almstädt ist leicht verständlich, sie kommt ohne viel Bling Bling aus, ihre Figuren sind bodenständig und die Spannung steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Dies ist der vierte Band um das Paar Fentje/Niklas und man darf schon auf eine Fortsetzung warten. Das Cover zeigt eine stürmische Nordsee und am Ufer steht auf einer Anhöhe eine kleine Kapelle.

Die letzte Predigt

In Estherwiek steht die Feier zur Silbernen Konfirmation an. Dazu reist auch Lena Beyer an, die schon lange nicht mehr hier im Ort war. Aber sie hat noch andere Gründe für ihr Kommen, denn sie möchte etwas mit ihrem Ex klären. Dann bittet sie den Pastor Tammo Gerdes um ein Gespräch. Beim Festgottesdienst ändert der Pastor spontan seine Predigt und ist dabei voller Entrüstung. Einen Tag später liegt er tot im Watt. Dann wird auch noch Lena vermisst und später ebenfalls tot aufgefunden. Niklas John gerät unter Verdacht und bittet Fentje Jacobsen um Hilfe. Bei ihren Nachforschungen bringt sie Fentje dabei in Gefahr.

Obwohl dies bereits der vierte Band aus der Reihe „Akte Nordsee“ ist, war es für mich der erste Fall, in dem die Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John ermitteln. Der Schreibstil der Autorin liest sich auch hier, genau wie bei der Reihe um Pia Korittki, schön flüssig. Allerdings zieht sich die Geschichte anfangs etwas, da doch viele Personen im Spiel sind, die eingeführt werden. Außerdem ist damals im Konfirmanden-Camp etwas geschehen, das im Dorf nicht vergessen wurde. Was also hat der Prolog, bei dem jemand in Norwegen abstürzte, mit dem Tod des Pastors zu tun?

Die Charaktere sind alle gut dargestellt. Jede Person hat ihre Eigenheiten und Probleme. Fentje weiß nicht so genau, wo sie in der Beziehung zu Niklas steht, zumal der Vater von Niklas sich eine andere Frau an der Seite seines Sohnes wünscht und dies bei seiner Geburtstagsfeier auch sehr deutlich macht. Niklas lässt sich Zeit statt das mit Fentje zu klären. Doch als Niklas unter Verdacht gerät, müssen sie wieder zusammenarbeiten.

Etwas ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte dann ein wenig mehr Fahrt auf. Es gibt immer wieder Wendungen, so dass man sich nicht sicher sein kann, wer die Morde begangen hat. Doch am Ende löst sich alles schlüssig auf, auch wenn ich manche Handlungsweisen nicht wirklich nachvollziehen konnte.

Insgesamt hat mich dieser ruhige, aber dennoch spannende Küsten-Krimi gut unterhalten.

Tödliche Feier

Tammo Gerdes, der Pastor von Estherwiek, wird tot in einem Priel gefunden. Am Vortag hat er noch anlässlich der Feier einer Silbernen Konfirmation aufwühlend über Verrat gepredigt. Unfall oder Suizid? Die Polizei beginnt zu ermitteln.

Eva Almstädt lässt in „Akte Nordsee - Die letzte Predigt“, dem 4. Band ihrer Nordsee-Reihe, Journalist Niklas John und Anwältin Fentje Jacobsen erneut gemeinsam ermitteln. Der neue Fall hat mich, abgesehen von kleineren Abstrichen, gut unterhalten.

Mit einer Reihe von Ereignissen beginnt der Krimi eher gemächlich. Erst die Trennung von Fentje und Niklas, dann eine kranke Katze, später die Feier zur Silbernen Konfirmation in Estherwiek. Lena, eine der damaligen Konfirmandinnen, macht in Sankt Peter-Ording eine überraschende Beobachtung, die sie zu einem langen Gespräch mit Pastor Gerdes bewegt. Am folgenden Tag ist dieser tot und Lena verschwindet über Nacht, ohne ihr Fremdenzimmer zu bezahlen.

Der neue Fall bietet Einblicke ins Dorfleben mit Klatsch und Tratsch. Ehemalige Einwohner, Zugezogene und Auswärtige haben hier zuweilen keinen leichten Stand. Der Mord am beliebten Pastor wirft genauso Fragen auf wie der Auftritt und das Verschwinden von Lena, die in Estherwiek aufgewachsen ist. Die Ermittlungen der Polizei und auch Fentjes Recherchen lassen Ereignisse aus der Vergangenheit wieder wachwerden. Hängt der Tod des Pfarrers mit einem Unfall in einem Ferienlager vor über 20 Jahren zusammen oder hat der Mörder jüngere Motive? In der zweiten Hälfte gewinnt der Krimi deutlich an Tempo und Spannung.

Viele Personen, viele Namen. Nicht alle spielen tatsächlich eine Rolle für die Handlung. Eva Almstädt schreibt gewohnt bildhaft und mit viel Lokalkolorit. Ihr Ermittlerpaar Niklas und Fentje funktioniert hervorragend, solange es nicht privat wird. Denn da haben die beiden ihre Probleme, die sie in diesem Band nicht angehen. Dagegen kommen sie dem Täter auf die Spur, lange vor der Polizei. Prompt gerät Fentje in Lebensgefahr.

„Akte Nordsee - Die letzte Predigt“ lässt mich etwas zwiespältig zurück. Der Krimi ist gut zu lesen, in der zweiten Hälfte kommt auch Spannung auf, doch manches Motiv und die daraus resultierende Handlung hat mich nicht völlig überzeugt. Die Hauptcharaktere, vor allem Fentje, sind glaubwürdig. Wobei Niklas` „Gutmenschentum“ mitunter etwas übertrieben wirkt und ihn wiederholt in Schwierigkeiten (schwerkranke Katze, Mordverdacht) bringt. Auch die Motive für die letzten Morde waren für mich nicht wirklich einleuchtend.

Letztendlich wird der Fall gelöst und die Umstände, die zu den Gewalttaten führten, aufgeklärt. Ich habe den Krimi gern gelesen und er hat mich gut unterhalten. Aber er ist nicht der stärkste der Reihe.

Der tote Pastor

Band vier um die Rechtsanwältin Fentje Jacobsen und Niklas John, den Journalisten, beginnt nach dem ziemlich heftigen Prolog damit, dass Niklas sie zu Alexander, seinem Vater, mitnimmt. Alexanders abfälliges Verhalten lässt Fentje dann fluchtartig das Haus verlassen. Blöd nur, dass Niklas einer momentan obdachlosen alten Freundin sein Gästezimmer anbietet. Die Verwicklungen sind vorprogrammiert, aus Fentje und Niklas Zweisamkeit wird wohl nichts.

Die Pfarrgemeinde indes bereitet sich auf die Feierlichkeiten zur silbernen Konfirmation vor, dabei begegnen sich alte, zum Teil längst vergessene Schulfreunde wieder. Sie blicken zurück, stellen fest, dass damals auch der jetzige Pastor Tammo Gerdes schon damals, in einem Ferienlager, dabei war. Und nun wird er tot aufgefunden. Ertrunken soll er sein. Seine schon vorbereitete Predigt hat er nach einem ziemlich aufschlussreichen Gespräch kurzentschlossen umformuliert – hat dies zu seinem Tod beigetragen? War es doch kein Unfall? Die Polizei ermittelt. Als dann eine weitere Leiche gefunden wird, gerät Niklas in Verdacht.

Fentje und Niklas, die beiden Hauptakteure der Akte Nordsee-Reihe, sind mir aus den Vorgängerbänden wohlbekannt. Beide Charaktere sind treffend skizziert, auch zu den anderen Personen habe ich eine konkrete Vorstellung.

Der Focus liegt schon im Hier und Jetzt, daneben aber blicken wir zurück, erfahren von längst vergangenen Aktionen. Ob diese Nebenhandlungen für die Aufklärung der Todesumstände von Gerdes und der weiteren Toten wichtig sind? Viele Ungereimtheiten lassen in eine bestimmte Richtung denken und doch frage ich mich, ob – und wann ja – wie diese eingeflochtenen Geschichten dazu beitragen, Licht ins Dunkle zu bringen. Für meine Begriffe waren es zu viele irritierende Erzählstränge, die ich mit der eigentlichen Story nicht so recht in Einklang bringen kann.

Was es mit dieser letzten Predigt auf sich hat, wird letztendlich klar. Auch andere beim Lesen aufkeimende Fragen sind geklärt, die actionreiche Auflösung ist spannend, auch wenn sich die Story zuvor schon etwas zieht und so manch Aktion sehr konstruiert wirkt.

Kurz: Diesen vierten Band empfinde ich schwächer als die Vorgängerbände, es sind ganz einfach zu viele Geschichten dazwischen, die schon in die Irre führen, was wahrscheinlich so geplant ist, die aber dennoch eher als Fremdkörper fungieren. Davon abgesehen ist der Krimi gut zu lesen, wenngleich so manch Aktion dilettantisch anmutet.

undurchsichtiger Fall

Für eine freischaffende Rechtsanwältin gerät Fentje Jacobsen wirklich immer in die seltsamsten Verbrechen hinein. Und so auch diesmal und es fängt wieder sehr harmlos an. Fentje soll ihre Großmutter nur zu einem Gottesdienst im Rahmen eines Konfirmationsjubiläums fahren. Aber ihre Planung nicht selber am Gottesdienst teil zu nehmen, wurde dann doch vereitelt und so saß auch sie während der Predigt in der Kirche. Und diese Predigt hatte es echt in sich. Sie wich doch sehr von den normalen Predigten ab und so nahm alles seinen Lauf. Mir hat dieser Einstieg in die Anfänge von Fentjes Interesse an dem Fall gut gefallen. Wir wurden zwar schon vorher mit einigen interessanten und unklaren Ereignissen konfrontiert. Aber für Fentje fing hier alles an. Und wie immer gerät sie immer tiefer in die seltsamen Begebenheiten hinein. Da sozusagen auch ihr mehr oder weniger Freund Niklas involviert ist, kann sie garnicht anders als ihre ermittlerischen Fähigkeiten auch hier wieder unter Beweis stellen. Wir kennen Fentje ja und daher ist es nicht überraschend, dass sie auch diesmal wieder in Gefahr gerät, da sie immer wieder Alleingänge unternimmt. Der Fall an sich ist schon sehr abwechslungsreich und alles andere als gradlinig. Wir werden auf falsche Fährten geschickt und es gibt sehr viele interessante und abwechslungsreiche Charaktere, die hier involviert sind. Es macht jedenfalls Spaß den Ermittlungen zu folgen. Da ja Fentje sozusagen wieder mal im kleinen Umkreis ihres Zuhauses agiert, erkennt man Land und Leute immer wieder. Die Vergangenheit spielt eine große Rolle und trotzdem gibt auch die Gegenwart mit ihren Handlungssträngen Geheimnisse auf und macht alles etwas kompliziert. Mir haben diese Verwicklungen sehr gut gefallen. Und dazu kommen wieder die persönlichen Lebenssituationen unserer Protagonisten. Es wird nicht langweilig und der Leser wird auch emotional tief hineingezogen.
Dieser aktuelle Band der Serie "Akte Nordsee" ist jedenfalls wieder sehr interessant, spannend und voller Höhen und Tiefen im Leben der Protagonisten. Man wird tief in die Geschehnisse hineingezogen und kann durch die klare Darstellung der Situationen immer gut folgen. Der Text an sich ist flüssig und gut zu lesen, man kann alles gut nachvollziehen und anhand der detailreichen Schilderungen auch alles gut vor dem inneren Auge aufleben lassen. Etwas Nordseefeeling ist so immer dabei.
Ich habe mich jedenfalls mit dem Lösen des Falls durch Fentje sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich immer auf die persönlichen Lebenserfahrungen der Protagonisten.
Daher kann ich das Buch - die Serie - jedem Krimifan empfehlen und es werden interessante Lesestunden bei der Lektüre herauskommen.

Spannender und atmosphärisch dichter Kriminalroman aus dem hohen Norden

In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Eva Almstädt die Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John in ihren vierten gemeinsamen Fall. Obwohl mich der Kriminalfall auch diesmal nicht ganz so überzeugen konnte wie noch in den ersten beiden Bänden, liefert das Buch unter dem Strich doch wieder sehr gute Krimiunterhaltung.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten drei Bänden lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Lena kommt anlässlich der Feier zum 25-jährigen Jubiläum ihrer Konfirmation zurück in ihr Heimatdorf Estherwiek und will das Treffen zugleich zu einem klärenden Gespräch mit ihrem Ex-Mann nutzen. Doch die Rückkehr reißt schnell alte Wunden wieder auf. Eine mysteriöse nächtliche Begegnung und ein Gespräch mit dem Pastor des Ortes setzen eine unheilvolle Entwicklung in Gang, in die auch Fentje und Niklas verwickelt werden. Obwohl sich die beiden nach einem Vorfall auf der Geburtstagsfeier von Niklas Vater aktuell aus dem Weg gehen, sind sie plötzlich gezwungen, gemeinsam in zwei verzwickten Mordfällen zu ermitteln.

Mit einem packenden Schreibstil, reichlich Lokalkolorit aus dem hohen Norden und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre atmosphärisch dichte Geschichte voran und bietet am Ende eine schlüssige Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Auch wenn die Geschichte diesmal etwas länger braucht, um echte Krimispannung zu entwickeln, konnte sie mich doch schnell in ihren Bann ziehen. Allerdings ist der Fall diesmal nicht ganz so raffiniert gestrickt, wie ich es sonst von der Autorin gewohnt bin. Die Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen sind durch die Bank gut gezeichnet und vielschichtig angelegt. Die neuen Figuren reihen sich dabei nahtlos in das bereits aus den ersten Bänden bekannte und gut aufeinander abgestimmte Ensemble ein. Besonders das mehr als gelungene Zusammenspiel der beiden Hauptakteure kommt auch diesmal wieder gut zum Tragen und sorgt für reichlich Verwicklungen. Dies lässt mich auch über die eine oder andere leichte Schwäche im Plot gnädiger hinwegsehen wie ich es sonst vielleicht getan hätte.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit steht, wird hier erneut gut bedient und unterhalten, auch wenn die Klasse der ersten beiden Bände auch diesmal nicht ganz erreicht wird.

Atmosphärische Erzählung, die erst spät Spannung gewinnt

Buchmeinung zu Eva Almstädt – »Die letzte Predigt«

»Die letzte Predigt« ist ein Kriminalroman von Eva Almstädt, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der vierte Band in der Reihe »Akte Nordsee« um die Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John.

Zum Autor:
Eva Almstädt absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Sie ist Autorin der erfolgreichen Ostseekrimireihe um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki und lebt in Hamburg.

Zum Inhalt:
Zusammen mit ihrer Oma besucht Anwältin Fentje Jacobsen einen Gottesdienst in einer Nachbargemeinde. Kurze Zeit später wird der Pastor tot aufgefunden. Fentje Jacobsen und der Journalist Niklas John beginnen mit ihren Ermittlungen.

Meine Meinung:
Der Einstieg erfolgt mit einem Prolog, dessen Bezug zur späteren Handlung lange Zeit unklar bleibt. Jahre später findet eine Veranstaltung zum silbernen Jubiläum ihrer Konfirmation statt, bei der eine junge Frau für ziemlichen Aufruhr sorgt, weil sie ihr Kind wiedersehen will. Sie macht eine irritierende Beobachtung und wendet sich an den Pastor. Kurze Zeit später werden nacheinander ihre Leichen aufgefunden. Niklas John und Fentje Jacobsen beginnen zu ermitteln. Erneut fehlt Fentje lange Zeit ein Mandat und die Informationsbeschaffung gestaltet sich schwierig und langwierig. Zu Beginn lebt die Geschichte von der atmosphärischen Erzählung mit reichlich Küstenflair, den liebenswert beschriebenen Figuren, den interessanten Nebenhandlungen und den Beziehungsproblemen von Fentjes Nichte und dem Auf und Ab zwischen Fentje und Niklas. Für mich war es lesenswert, obwohl es kaum spannend war. Fentje und Niklas sammeln Informationen und sind auf der Suche nach einem Motiv für die Morde. Schön fand ich, dass sich einige Figuren entwickeln und für Überraschungen sorgen können.
Der Schreibstil hat mich von Anfang mitgenommen, während die Spannung sich erst langsam aufbaut. Gegen Ende wird es sogar dramatisch. Am Ende steht ein vollständig gelöster Fall und Beziehungen, die weiterhin nicht vollständig geklärt sind. Ich bin schon auf den nächsten Fall gespannt.

Fazit:
Ein Kriminalroman, der mit Figurenzeichnung, Schreibstil und Atmosphäre punktet und mich trotz einiger Ungereimtheiten sehr gut unterhalten hat. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde eher ruhiger Krimis aus.