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Ihr letztes Stück

Der erste Fall für Privatdetektiv Mike Müller. Ein Bochum-Krimi
Buch
Broschiert, 300 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3948346402

ISBN-13: 

9783948346409

Auflage: 

1 (01.11.2021)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 3948346402
Beschreibung von Arne Dessaul

LIEBE, EIFERSUCHT UND GIER - Am Bochumer Schauspielhaus ist der Teufel los.

Die Kulturredakteurin der RZ (Ruhrzeitung) Leonie Gratz wird auf bestialische Weise ermordet. Musste sie wirklich sterben, weil sie regelmäßig die Aufführungen am Bochumer Theater verreißt?

Wo steckt der Vater von Intendant Leo Kaufmann, der seinen bisher größten Coup – er möchte den Kaufmann von Venedig mit einem strahlenden Helden Shylock inszenieren – plant und dabei auf breite Ablehnung stößt?

Und mit wem verbringt der untreue Starschauspieler Veit Grosser seine Nächte?

Kriminalkommissarin Lisa Bertram hat in ihrem ersten Fall in Bochum alle Hände voll zu tun, Licht ins Dunkel zu bringen und weitere Verbrechen zu verhindern. Ihr zur Seite stehen Privatdetektiv Mike Müller mit seiner rauen, zynischen Schale und Ex-Kommissar Helmut Jordan. Nach seinem Aus bei der Kripo Wolfenbüttel ist Jordan mit seiner Lebensgefährtin Jutta Langner nach Bochum gezogen, die genau gegenüber vom Schauspielhaus das Restaurant Sommernachtstraum eröffnet hat.

Kriminetz-Rezensionen

Spannender Krimi um einen brutalen Mord und weitere rätselhafte Vorgänge am Bochumer Schauspielhaus

Mit diesem Kriminalroman startet der Autor Arne Dessaul eine neue Reihe, die diesmal nicht in seiner alten Heimat Wolfenbüttel und Umgebung angesiedelt ist, sondern in seiner Wahlheimat Bochum spielt. Auf einige der bekannten Figuren aus früheren Büchern müssen Fans dabei aber nicht verzichten. Helmut Jordan ist nach seinem Ausscheiden bei der Polizei mit seiner Freundin Jutta Langner nach Bochum übergesiedelt, wo diese ein Restaurant in unmittelbarer Nähe des Bochumer Schauspielhauses übernimmt. Und Jordans ehemalige Mitarbeiterin Lisa Bertram hat sich der Liebe wegen nach Bochum versetzen lassen und ermittelt nun im KK 11 der dortigen Kriminalpolizei. Vorwissen aus früheren Büchern benötigt man hier aber nicht, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Der brutale Mord an Leonie Gratz, Kulturredakteurin der Ruhrzeitung, ist der Auftakt für weitere rätselhafte Vorgänge rund um das Bochumer Schauspielhaus, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Neben der Bochumer Kriminalpolizei versucht auch der Privatdetektiv Mike Müller, über den Helmut Jordan den Einstieg in die Branche sucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Haben das Verschwinden des Vaters des Intendanten Leo Kaufmann oder das undurchsichtige Liebesleben des Starschauspielers Veit Grosser etwas mit dem Mord zu tun?

Mit einem packenden Schreibstil, reichlich Bochumer Lokalkolorit und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte voran und liefert am Ende eine ziemlich überraschende, aber doch absolut schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Kurze Kapitel aus wechselnden Perspektiven sorgen dabei für ein hohes Erzähltempo, die Kapitel aus der Sicht von Mike Müller werden sogar aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen sind durch die Bank gut gezeichnet und vielschichtig angelegt, die Mischung aus alten und neuen Charakteren weiß direkt zu überzeugen. Fein dosierte Ausflüge in das Privatleben der Akteure lockern das Geschehen immer wieder ein wenig auf, die Krimihandlung steht hier aber dennoch immer im Mittelpunkt der Geschichte.

Als besonderes Bonbon hat der Autor jedes der 59 Kapitel mit einem Zitat aus bzw. einer Anspielung auf bekannte Werke aus Literatur, Musik und Film versehen, so dass man dabei herrlich mitraten kann. Die Auflösung findet sich dann in einem Glossar am Ende des Buches.

Ein gelungener Kriminalroman, der mich gut und spannend unterhalten konnte. Auf weitere Auftritte dieses gut aufeinander abgestimmten Ensembles bin ich auf jeden Fall schon ziemlich gespannt.

Ganz starker Krimi

Zum Inhalt möchte ich mich nicht weiter äußern. Da ist der Klappentext schon ergiebig genug, denke ich.

Helmut Jordan ist zurück. Nach seiner Pensionierung zieht es ihn nach Bochum, wo er mit Jutta das »Sommernachtstraum« eröffnet. Auch die anderen liebgewonnenen Figuren aus der Helmut-Jordan-Reihe finden sich in »IHR LETZTES STÜCK« wieder. So fühlen sich Lesende, die die anderen Krimis aus Arne Dessauls Feder kennen, direkt verbunden. Da die Geschichte in sich abgeschlossen ist, ist es nicht zwingend erforderlich, die vorherigen Krimis zu lesen. Sie runden aber das Gesamtbild und die Entwicklung, die die bekannten Figuren genommen haben, ab.

Mit Mike Müller erweitert er den Kreis der Figuren. Er ist Privatdetektiv in Bochum und der Autor bezeichnet ihn in seinem Personenregister als »Jim Rockford Bochums«. Treffender hätte ich es nicht ausdrücken können. Seine Erlebnisse werden aus der Ich-Perspektive erzählt, und das auf eine durchaus humorige Art und Weise. Trotz dieses Perspektivwechsels fügt sich Mike Müller absolut harmonisch in die bereits bekannte Gruppe ein.

Diese humorigen »Ausflüge« tun der Spannung aber keinen Abbruch. Die Story ist geschickt und abwechslungsreich aufgebaut. Dadurch lässt sie auch Krimi-Profis bis zum Schluss miträtseln.

Das Setting rund um das Bochumer Schauspielhaus ist sehr gut gewählt und spricht auch diejenigen an, die grundsätzlich eher weniger mit Theater am Hut haben. Die Konzentration auf eine Stadt als Handlungsort empfand ich als sehr gelungen. Wer den Verlauf der Krimis beobachtet hat, mit ihren Pendeleien zwischen Wolfenbüttel und Bochum, gewinnt nun den Eindruck, Arne Dessaul ist angekommen. Und hier darf es sehr gerne weitergehen.

Arne Dessaul ist ein Autor, der für mein Empfinden von Band zu Band stärker wird, und das ausgehend von einem schon recht hohen Niveau! »IHR LETZTES STÜCK« ist somit nur ein vorläufiger Höhepunkt und hiermit jedem Krimifreund ans Herz gelegt.

In Bochum geht ein Mörder um

Inhalt:
Aufruhr am Bochumer Theater. In seinen Reihen wird ein Mörder gesucht. Eigentlich logisch, dass die Polizei um Kriminalkommissarin Lisa Bertram und ihrem Partner Henning Schmitt genau dort Befragungen vornimmt. Schließlich ist die Kulturredakteurin der Ruhrzeitung Leonie Graz bestialisch ermordet worden, nachdem sie eine Aufführung des Theaters zerrissen hat. Gleichzeitig wird Privatdetektiv Mike Müller beauftragt, den Vater des Intendanten Leo Kaufmann zu finden, der spurlos verschwunden ist. Zudem soll er auch noch den Starschauspieler Veit Grosser observieren, der die Nächte meistens nicht zu Hause verbringt. Hängen die Fälle etwa zusammen?

Leseeindruck:
Nach 5 Bänden um Kriminalhauptkommissar Helmut Jordan verlagert Arne Dessaul seine Krimis nun nach Bochum und führt eine neue Figur ein: Privatdetektiv Mike Müller. Aber auch auf Helmut muss man nicht verzichten. Er hat sich unfreiwillig zur Ruhe gesetzt und führt nun mit seiner Lebensgefährtin Jutta ein Lokal. Zudem trifft man andere liebgewonnene Figuren wieder. Z.B. ist Lisa jetzt in Bochum tätig und ermittelt dort mit Ihrem Partner Henning. So war es für mich wie ein Neuanfang, gleichzeitig auch ein nach Hause kommen.

Als Thema hat Arne Dessaul die Theaterwelt gewählt und drumherum einen spannenden Fall gesponnen. Bei diesem geht es zuweilen bunt, im wahrsten Sinne des Wortes, zu. Hier muss ich zugeben, dass mir diese Szenen nicht ganz so gut gefallen haben. Genau wie die Ausflüge ins Politische. Das war es dann aber auch schon mit meiner Kritik. Die neue Figur Mike Müller z.B. konnte mich überzeugen. Die Kapitel mit ihm sind in Ich-Form geschrieben. So habe ich wie nebenbei seinen Charakter kennengelernt und musste über seine Art manches Mal schmunzeln. Positiv fand ich die Einführung zu dem Shakespeare-Stück »Der Kaufmann von Venedig«. So konnte auch ich, die mit Theater nicht viel am Hut hat, einiges lernen. Was auch hilfreich für die Szenen im Theater war. Zudem gibt es am Anfang ein Personenregister, in dem die Figuren kurz vorgestellt werden. Für mich ein »Must have« in Büchern. Leider noch nicht weit verbreitet. Und last but not least haben mir die Zusammenkünfte in Juttas und Helmuts Lokal gut gefallen, bei denen man anfangs sogar die Namensfindung live miterleben konnte. Den Fall selbst fand ich spannend, habe fleißig gerätselt, wurde am Ende überrascht. So soll es ja auch sein.

Fazit:
Ich mag Arne Dessauls besonderen Schreibstil und seinen trockenen Humor. Mit Mike Müller hat er eine Figur geschaffen, die für Fortsetzungen noch ordentlich Potenzial hat. Für mich war »Ihr letztes Stück« ein sanfter und fließender Übergang von der Helmut-Jordan-Reihe zur neuen Reihe. Ich empfehle den Krimi gerne weiter und freue mich hoffentlich bald Mike, Helmut, Lisa und Co. wieder zu begegnen.

Spannender und undurchsichtiger Fall, sympathische Ermittler lösen ihren ersten Fall

»Ihr letztes Stück« von Arne Dessaul ist der erste Fall mit dem Privatdetektiv Mike Müller.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und fesselnd. Schnell ist eine Spannung aufgebaut und hat mich in die Geschichte gezogen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Mir gefällt es auch sehr gut, dass die Story in der Theaterwelt angesiedelt ist. Diese Ränkespiele und die unterschwelligen negativen Behauptungen, einfach klasse. Arne Dessaul erzählt die Geschichte aus zwei Perspektiven, die Ich-Form aus der Sicht von Mike Müller finde ich besonders gut. So bin ich ganz nah dran und kann sein Handeln nachvollziehen und verstehen.

Die Kapitel sind kurzgehalten und sorgen somit für einen guten Lesefluss. Die Kapitelüberschriften sind etwas ganz Besonderes, sie sind immer an Titel aus Liedern, Filmen oder Serien, Büchern oder Theaterstücken angelehnt. Es hat mir Spaß gebracht, zu erraten, woher ich das Zitat kenne. Wer es nicht errät, findet im Anhang zu jedem Kapitel die Erklärung.

Die Charaktere sind facettenreich und lebendig, aber auch ganz schön viele, zum Glück gibt es da auch im Buch eine Übersicht. Im Laufe des Buches musste ich dann aber auch nicht mehr nachschauen.

Die Kriminalkommissarin Lisa Bertram ist mir gleich sympathisch, sie ist noch neu in Bochum, gewöhnt sich aber schnell ein. Mit ihrem Freund Henning Schmitt, ebenfalls Kommissar, löst sie ihren ersten Fall. Aber auch das Wirtspaar Jutta und Helmut ist mir schnell an Herz gewachsen. Bei dem Privatermittler Mike Müller hat es etwas gedauert.

*Fazit*
»Ihr letztes Stück« ist ein spannender Krimi, der mich in die Theaterwelt entführt hat. Dies ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe, die ich gerne weiterverfolge.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Nun werde ich mir mal die andere Reihe von Arne Dessaul anschauen.