Cover von: Lichtschacht
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Lichtschacht

Buch
Broschiert, 256 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3867542201

ISBN-13: 

9783867542203

Auflage: 

1 (14.04.2014)

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 562.851
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3867542201

Beschreibung von Bücher.de: 

Lena ist neu in der Stadt. Sie schlägt sich mit allerlei Jobs durch und genießt das Privileg, die schöne Dachgeschosswohnung einer weltreisenden Freundin für sich zu haben. Eines Abends gönnt sie sich nach getaner Arbeit ein, zwei Gläschen Wein und einen Joint. Entspannt sich. Beobachtet müßig drei Leute, die auf dem Dach eines nahen Hauses sitzen und offenbar etwas feiern. Plötzlich sind es nur noch zwei: ein Mann, eine Frau. Wo ist die Dritte hin? Hat Lena soeben ein Verbrechen beobachtet, oder geht ihre Phantasie jetzt mit ihr durch?

Das Ereignis lässt sie nicht mehr los. Sie ist fast sicher, dass da vor ihren Augen etwas Schlimmes geschehen ist. Doch an die Polizei mag sie sich nicht wenden zum einen hat sie keinerlei Beweis, zum anderen war sie selber in berauschtem Zustand. Freunde oder Vertraute hat sie hier noch nicht. Ihr bleibt nur, selbst ein paar Nachforschungen anzustellen, die jedoch nichts erbringen. Falscher Alarm also? Nach ein paar Tagen fällt ihr auf, dass über dem fraglichen Dach ständig Vögel kreisen Die Meisterin des leisen Unbehagens erzählt die Geschichte einer ortlosen jungen Frau und entwickelt eine kriminalistische Parabel über Manipulation, Initiative und das Ergreifen von Gelegenheiten.

Kriminetz-Rezensionen

Spannend ohne Blutbad

Lena kommt nach Wien um ein neues Leben anzufangen. Lena ist jung und weiß noch nicht so richtig wo es denn hingehen soll, also hangelt sie sich mit verschiedenen Nebenjobs durchs Leben. Als sie eines Abends leicht bekifft aus ihrem Wohnungsfenster guckt, sieht sie drei Leute auf dem Dach des gegenüberliegenden Hauses feiern. Sie sieht kurz weg, sieht wieder hin und plötzlich sind es nur noch zwei. Was ist mit der dritten Person geschehen? Sie weiß es nicht. Die beiden verbliebenen Personen verhalten sich ganz normal, so auf die Entfernung, und doch glaubt Lena nicht so recht daran, dass nix geschehen ist. Sie beginnt der Sache nachzugehen und ist sich lange nicht sicher, ob sie nicht doch eine Kifferparanoia vorantreibt und alle Menschen, die ihr begegnen, suspekt erscheinen lässt. So beschäftigt damit einen Täter auszumachen – denn es ist tatsächlich eine Frau aus besagtem Haus verschwunden – merkt Lena nicht, dass sie schon lange im Visier eines Psychopathen ist.

Dieser Krimi oder Thriller ist nicht im üblichen Who´s done it? Muster gestrickt. Also nicht Täter – Opfer – Detektiv – Lösung. Frau Goldmann geht da viel subtiler vor und versteht es, eine Geschichte aufzubauen und zeigt, dass Spannung ohne Blutbäder und wilde Verfolgungsjagden auskommt. Diese Autorin hat wirklich verstanden, was es mit dem Grundsatz “zeigen statt beschreiben” auf sich hat.

Die Schilderungen von Lenas Einsamkeit und dem modernen Großstadtleben sind von einer lakonischen Melancholie die an die Nieren geht. Die Verlegerin vergleicht Anna Goldmanns “Lichtschacht” mit den Werken Hitchcocks und liegt da sicher nicht falsch.