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Lilly Red Corvette
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Eine Serienkillerin zieht ihre blutige Spur durch Wien – ihre Opfer sind Männer, die Frauen Gewalt angetan haben. Lilly Martens, eiskalt und charmant, wird zur Ikone des Widerstands gegen Femizid und Missbrauch. Doch hinter der Rächerin steckt mehr, als es scheint.
Chefinspektorin Betty-Tulli Navratil jagt Lilly – und gerät selbst in ein tödliches Spiel aus Verlangen, Schuld und Rache. Während die Medien eine Heldin feiern, droht Betty zwischen Pflicht und Leidenschaft zu zerbrechen.
»Lilly Red Corvette« – ein düster-satirischer Thriller voller Wiener Schmäh, schwarzem Humor und schonungsloser Abrechnung mit einer Welt, die Frauen immer noch schutzlos zurücklässt.





















Lilly Red CORVETTE
Ein Krimi, der noch lange in mir nachhallen wird, außerordentlich gut geschrieben, spannend, obwohl von Anfang an bekannt ist, wer hier mordet. In Wien kommt es zu Serienmorden. Es werden nur Männer getötet, die ihre Frauen mißhandelt und gedemütigt haben. Die Wiener Polizei fahndet mit Hochdruck, doch der Täter wird nie gefaßt, selbst in Anwesenheit der Polizei in einem Beisl wird ein Mann getötet. Und dann dürfen wird das Leben eben dieser Täterin mitverfolgen. Als Kind bei der ungeliebten Großmutter in einem Bauernhof aufgewachsen, die Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen und nach dem Tod des Großvaters nimmt sie ihre Tante Sissy mit nach Wien. Wir erfahren das weitere Leben von Lilly, eine bildhübsche und sehr intelligente Frau. Chefinspektorin Betty ermittelt mit ihren Kollegen, aber die Mörderin ist immer einen Schritt voraus. Doch dann treffen die Chefinspektorin und Lilly auch privat aufeinander. Wird Lilly erkannt? Handelt sie im Auftrag oder aus sich selbst heraus? Ihre Raffinesse kann niemand durchbrechen. Das Ende ist bahnbrechend aber auch traurig zugleich. Der Autor erspart es dem Leser nicht, die Grausamkeiten genau darzustellen und man staunt, wie kalt und abgebrüht Menschen sein können. Adrian Schmelzenbart drückt sich sehr gekonnt aus, klare und prägnante Sätze. Die einzelnen Kapitel sind mit Überschriften und Datum versehen. Der Spannungsbogen steigt von Seite zu Seite und man erwartet bei jeder Begegnung die Entlarvung und die Festnahme. Am Ende des Buches werden uns die wienerischen Ausdrücke erklärt. Besonders hervorzuheben ist der Wiener Schmäh, der sich durch das ganze Buch zieht und auch die Gespräche und die Frotzeleien zwischen den Beamten. Das Cover zeigt eine Episode am Schluß des Krimis. Ein Buch, das mich mehr als gefesselt hat,und ich es aus lauter Neugierde und Sensationsgier nicht aus der Hand legen konnte. Wirklich ein Wiener-Krimi voller Charm und Kaltblütigkeit,.