Cover von: Lockvogel
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Lockvogel

Kriminalroman
Buch
Gebundene Ausgabe, 392 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3709981034

ISBN-13: 

9783709981030

Auflage: 

1 (16.03.2021)

Preis: 

24,90 EUR
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3709981034

Beschreibung von Bücher.de: 

TONI IST PLEITE UND IHR LÄUFT DIE ZEIT DAVON
Toni hat praktisch keinen Euro mehr in der Tasche. Nicht, weil die SCHAUSPIELSCHÜLERIN ihren Allerwertesten nicht hochbekommt, sondern weil sich ihr FREUND FELIX mit ihren Ersparnissen auf und davon gemacht hat.

GELD WEG, FREUND WEG

(Oder Ex-Freund? BETRÜGER? Was zur Hölle ist er denn nun?), dafür werden die unbezahlten Rechnungen immer mehr. - Toni hat einen riesigen Berg besonders saurer Zitronen vorgesetzt bekommen. Nur: Was macht sie daraus? Zuerst einmal: Durchatmen, Limonade machen auf später verschieben und schleunigst Felix ZUR REDE STELLEN. Dafür wendet sie sich an PRIVATDETEKTIV Edgar Behm. Der könnte Felix aufspüren. DOCH WIE SOLL SIE IHN BEZAHLEN?

EIN FALL VON #METOO? - UNDERCOVER ALS LOCKVOGEL
Auch Sybille Steiner findet den Weg in Behms Detektei: Die Ehefrau eines STARREGISSEURS hat beunruhigende Post erhalten. Einem ANONYMEN TAGEBUCH zufolge soll ihr Ehemann vor Jahren gegenüber einer jungen Schauspielerin seine Machtposition ausgenutzt haben. Sind die ANSCHULDIGUNGEN wahr? Wer ist die Verfasserin? Hat damit gar der TOD EINES MANNES auf einer von Steiners HIGH-SOCIETY-Partys etwas zu tun? Möglichst schnell, bevor die Presse Wind davon bekommt, muss Behm genau das herausfinden. Wie praktisch, dass gerade eine Schauspielschülerin bei Behm aufgetaucht ist, die ihn nicht bezahlen kann: TONI WIRD ALS LOCKVOGEL ENGAGIERT. Welche Gefahren warten auf sie in der FILMBRANCHE, die für MACHTGEFÄLLE und INTRIGEN berüchtigt ist?

THERESA PRAMMERS KRIMINALROMAN BRINGT DEINEN PULS AUF HOCHTOUREN!
Ist das nur ein »lockerer Typ« oder nutzt er seine Position aus? Darf ich noch VERTRAUEN? Was zieht es nach sich, wenn ich MUTIG bin und MISSSTÄNDE aufzeige? - Es ist ein BRISANTER STOFF, dem sich die AUTORIN, SCHAUSPIELERIN UND REGISSEURIN THERESA PRAMMER in »Lockvogel« zuwendet. Und genau dafür wird sie geschätzt: Dass ihre Bücher nicht nur spannend sind und bis tief hinein die Nacht bei geöffneten Buchdeckeln mitfiebern lassen. Sondern dass sie uns in ihren Romanen VOR FRAGEN STELLT, DIE UNS AUCH IM RICHTIGEN LEBEN BESCHÄFTIGEN.

Kriminetz-Rezensionen

Eine runde und unterhaltsame Angelegenheit

Schauspielschülerin Toni hätte sich nicht vorstellen können, dass ihr das passiert. Ihr Freund Felix ist auf und davon und hat ihre ganzen Ersparnisse sowie den Schmuck ihrer Oma mitgenommen. Zur Polizei will sie nicht gehen, da sie dann der Oma beichten müsste, was geschehen ist. Aus diesem Grund sucht sie Hilfe bei Edgar Brehm, seines Zeichens Privatdetektiv. Dieser ist nicht nur gesundheitlich angeschlagen, sondern auch finanziell in einer Notlage, weshalb ihm sein neuer Auftrag gerade Recht kommt: Sybille Steiner, Frau eines erfolgreichen Regisseurs, engagiert ihn, um Anschuldigungen gegen ihren Mann prüfen zu lassen. Dieser soll jahrelang die Situation junger, ambitionierter Schauspielerinnen ausgenutzt haben. Da kommt Toni ins Spiel: Sie hat zwar kein Geld, um den Detektiv zu bezahlen, aber als Lockvogel kann sie die Kosten quasi abarbeiten.

Theresa Prammers Krimi ist eine unterhaltsame Mischung aus klassischem Mordfall, immer wieder humorvollen Einschüben und der immer noch aktuellen #MeToo-Debatte. Die liebevoll gezeichneten Figuren tragen dabei ganz entscheidend zum Gelingen bei: Sowohl die bisweilen naive und chaotische Toni wie auch der angeschlagene Detektiv Brehm wirken wie aus dem Leben gesprungen: Sie sind keine Superhelden, im Gegenteil, nicht wenig geht bei ihren Ermittlungen auch schief, aber die kleinen und großen Schwächen machen sie schlicht sympathisch und menschlich.

So richtig scheinen in dem Fall die Puzzleteile nicht zusammenzupassen: Bei einer schillernden Party im Haus der Steiners wird ein Aushilfskellner getötet. War das Drehbuch, das der verhinderte Autor dem Starregisseur zustecken hat der Anlass? Doch wie brisant sollte dessen Inhalt gewesen sein? Da ist das anonyme Tagebuch, das man Sybille Steiner zugespielt hat, deutlich aufschlussreicher. Das ungleiche Team stürzt sich in die Ermittlungen, wobei Toni bald merkt, dass sie zwar über Schauspieltalent verfügt, aber die Improvisation, die undercover Einsätze erfordern, auch geübt sein will, weshalb sie ein ums andere Mal in durchaus kritische Situationen gerät. So wie Brehm sie aus diesen retten muss, kommt auch sie ihm zu Hilfe, denn mehr als einmal drohen sie gnadenlos aufzufliegen und zu scheitern.

Obwohl es sich um einen Krimi handelt, war die Spannung eher moderat, was für mich aber durch den lockeren Erzählton und die wirklich herausragenden Figuren locker wettgemacht wurde. Die verschiedenen Handlungsstränge wurden überzeugend miteinander verbunden und letztlich auch sauber gelöst. Eine runde und unterhaltsame Angelegenheit.

Lockt ungemein mit immer weiterlesen vor Spannung

Theresa Prammer hat mir schon als Krimi Autorin ihrer vorherigen drei zusammenhängenden Bücher bestens gefallen und so ging ich mit großen Erwartungen an »Lockvogel«. Und ich bin nicht enttäuscht worden, ganz im Gegenteil bin ich nun noch mehr Fan von ihr geworden!

Der Wiener Krimi ist für alle gut verständlich, da er kaum auf wienerisch verfasst wurde. Eigentlich könnte er genauso gut in Deutschland oder Österreich spielen. Die äußerst sympathischen Hauptpersonen kommen sehr menschlich rüber und alles ist gut nachvollziehbar. Einesteils der etwas behäbige Detektiv Edgar, der am finanziellen Abgrund steht, und die Schauspielschülerin Toni, die naiv wirkend von einem Schönling ausgenommen wurde. Beide brauchen dringend Geld und so kommt der Auftrag einer Regisseursgattin zur passenden Zeit. 

Obwohl nur ein recht unblutiger Mord in diesem Krimi passiert, ist das Buch fesselnd und nach nur zwei Tagen hatte ich es durchgeschmökert, Corona sei Dank hatte ich genug Zeit. Geschickt präsentiert die Autorin mehrere mögliche Täter und am Ende wurde ich dann doch überrascht. 

Auch die Nebenfiguren, nämlich Tonis Großmutter und ihre beste Freundin Lena, sind gut mit in die Geschichte eingebaut und es ergibt sich dann sogar ein Zusammenspiel mit ihnen. Ohne groß auf die Geschichte einzugehen, um ja nicht zu viel zu verraten, kann ich nur wärmsten empfehlen, es selbst zu lesen. Es ist einfach pures Vergnügen und am liebsten würde ich einen Extra-Stern bei voller Punktezahl vergeben.

Ein guter Wien-Krimi mit Lokalkolorit!

»Lockvogel« ist ein Kriminalroman von Theresa Prammer aus dem Verlag Haymon, der am 16.3.2021 erschienen ist. Diese Geschichte handelt von einem ungewöhnlichen Ermittlerduo, das aus einem Privatdetektiv und einer Schauspielschülerin besteht. Edgar Behm und Toni gehen auf Mörderjagd und sie gehen der Frage nach, was an der Geschichte dran ist, dass ein einflussreicher Regisseur übergriffig geworden sein soll.

Toni ist pleite und ihr läuft die Zeit davon. Sie hat praktisch keinen Euro mehr in der Tasche. Nicht, weil die Schauspielschülerin ihren Allerwertesten nicht hochbekommt, sondern weil sich ihr Freund Felix mit ihren Ersparnissen auf und davon gemacht hat. Geld weg, Freund weg (Oder Ex-Freund? Betrüger? Was zur Hölle ist er denn nun?), dafür werden die unbezahlten Rechnungen immer mehr. Toni hat einen riesigen Berg besonders saurer Zitronen vorgesetzt bekommen. Nur: Was macht sie daraus? Zuerst einmal: Durchatmen, Limonade machen auf später verschieben und schleunigst Felix zur Rede stellen. Dafür wendet sie sich an Privatdetektiv Edgar Behm. Der könnte Felix aufspüren. Doch wie soll sie ihn bezahlen?

Auch Sybille Steiner findet den Weg in Behms Detektei: Die Ehefrau eines Starregisseurs hat beunruhigende Post erhalten. Einem anonymen Tagebuch zufolge soll ihr Ehemann vor Jahren gegenüber einer jungen Schauspielerin seine Machtposition ausgenutzt haben. Sind die Anschuldigungen wahr? Wer ist die Verfasserin? Hat damit gar der Tod eines Mannes auf einer von Steiners High-Society-Partys etwas zu tun? Möglichst schnell, bevor die Presse Wind davon bekommt, muss Behm genau das herausfinden. Wie praktisch, dass gerade eine Schauspielschülerin bei Behm aufgetaucht ist, die ihn nicht bezahlen kann: Toni wird als Lockvogel engagiert. Welche Gefahren warten auf sie in der Filmbranche, die für Machtgefälle und Intrigen berüchtigt ist?

Ein Fall von #metoo? Undercover als Lockvogel.

Die Autorin, die gleichzeitig auch Schauspielerin und Regisseurin ist, hat mich in »Lockvogel« mit aktuellem und brisantem Stoff konfrontiert. Viel interessantes Insiderwissen gibt es hier zu lesen, deshalb kommt der Krimi sehr authentisch rüber. Einblicke aus dem harten Leben von Schauspielern und spannende Einblicke aus dem Detektivalltag wurden gut mit der Geschichte kombiniert. Sexuelle Übergriffe in der Filmbranche werden aufgegriffen, sodass ein vielfältiger Plot entsteht.

Der Krimi beginnt mit einem interessanten Prolog, der mir einen Einblick von der High-Society-Party der Steiners gab. Für mich hat der Krimi keine hohe und konstante Spannung, der Spannungsbogen hält sich eher im mittelmäßigen Bereich. Mehr war hier aber auch gar nicht nötig, denn der Wien-Krimi mit Lokalkolorit hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Zu keiner Zeit wurde es mir langweilig und ich hatte die 372 Seiten in kurzer Zeit verschlungen. Die komplette Geschichte ist sehr vielfältig und es hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

Theresa Prammer schreibt unheimlich detailliert, flüssig und authentisch, der eingebaute schwarze Humor hat mir gut gefallen. Ich wurde zum Miträtseln aufgefordert und es gab überraschende Wendungen, besonders am Ende. Ich als Leserin konnte undercover am Filmset mit ermitteln und ich wurde durch Wien gejagt.

Das Herz des Krimis sind für mich die perfekt ausgearbeiteten Protagonisten. Toni und Edgar Behm ergeben ein unheimlich gutes Ermittlerduo ab, sie harmonieren super miteinander und ich habe beide, besonders Toni, sofort ins Herz geschlossen. Da abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt wird, konnte ich mich in dessen Gedanken und Handlungen gut hineinversetzen. Der Ex-Polizist Edgar kämpft mit gesundheitlichen Problemen, am Anfang kamen einige Fragen über ihn auf, die bis zum Schluss jedoch alle beantwortet wurden. Obwohl er finanziell jeden Cent gebrauchen kann, findet er einen Weg, um Toni zu helfen. Beide nähern sich ganz langsam auf freundschaftliche Ebene an, die Entwicklung der beiden hat mir gut gefallen. Das Ende lässt darauf hoffen, das aus den beiden doch noch ein Herz und eine Seele wird. Denn Tonis liebenswerter und sympathischer Charakter ist für Edgar meiner Meinung nach die beste Medizin. Trotz Mord und einer Menge Intrigen ist dies ein Krimi, bei dem man sich wohlfühlt. Von mir gibt es viereinhalb Sterne.

Guter Neustart

Zum Inhalt:
Tonis Freund ist weg – und mit ihm sämtliche Ersparnisse. Und ohne Geld den Privatdetektiv Edgar zu engagieren, erweist sich zusätzlich als schwierig. Aber glücklicherweise schneit diesem eine Klientin ins Haus und mit der Observation des möglicherweise untreuen Ehe-Mannes wird Toni beauftragt – im Gegenzug für Recherchen. Der Beginn einer wundervollen Freundschaft? Oder doch eher ein Fiasko …?

Mein Eindruck:
Nach ihren Krimis im Opernmilieu hat sich Frau Prammer an die Erschaffung eines neuen Dream-Teams begeben, bleibt aber der künstlerischen Umgebung treu: Ihre Protagonistin ist Absolventin einer Schauspielschule und wirft das Talent zur Verwandlung und Improvisation gekonnt in den Ring. Dem Zeitgeist geschuldet noch eine Prise »divers« und ein guter Schluck aus der MeToo-Pulle – trotzdem ist die Geschichte nicht bemüht, sondern bleibt bis zu einem gewissen Grad glaubwürdig und wird durch eine hübsche Dosis Humor und Spannung aufgepeppt. Die Autorin hat ganz einfach die Gabe, mit einem guten Stil und interessanter Umgebung ihre Leserschaft zu fesseln. Dass weitere Bücher geplant sind (worauf das Ende von »Lockvogel« schließen lässt), freut deshalb ungemein.

Ein Manko ist jedoch zu beklagen: Einige Wendungen, welche die Spannungsschraube anziehen und auf die falsche Fährte locken sollen, sind sehr unglaubwürdig und die letztendliche Verhaftung und Motivlage wirken überstürzt und lassen an der Güte der Ermittlungen zweifeln. Super eingebaut hingegen die unterschwelligen Botschaften (beispielsweise der Grund für das Detektiv-Dasein Edgars), die auf ein Wiederaufleben von Verbindungen im zweiten Buch hoffen lassen. Gerne auch mit vielen, sehr liebevoll ausgearbeiteten Nebencharakteren.

Mein Fazit:
Fast großartig!

Sympathisches Ermittler-Duo

Toni macht in Wien ihre Schauspielausbildung und lebt vermeintlich glücklich mit ihrer großen Liebe Felix zusammen. Von einem Tag auf den anderen ist Felix aber verschwunden und mit ihm das Vermögen der Großmutter, was das Leben von Toni mitfinanziert hat. Sie kann noch immer nicht glauben, dass Felix sich wirklich auf und davon gemacht hat und würde ihn gerne zur Rede stellen.

Da sie sich nicht anders zu helfen weiß, sucht sie die Hilfe des Privat-Detektivs Brehm, der gerade einen neuen Auftrag an Land ziehen konnte. Er sieht in der angehenden Schauspielerin eine gute Unterstützung für seine Ermittlungen und will Toni im Gegenzug auf der Suche nach Felix behilflich sein. Die beiden schließen einen Pakt und das neue Ermittler-Duo beginnt mit den Recherchen …

Die österreichische Autorin Theresa Prammer konnte mich bereits mit ihrer Kriminalroman-Reihe um die Wiener Kommissarin Carlotta Fiore begeistern, so dass ich auf ihr neues Werk »Lockvogel« mit neuen Protagonisten sehr gespannt war. Sie erzählt die Geschichte in einem temperamentvollen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der den Krimi für mich schnell zu einem Page-Turner machte.

Der Spannungsbogen wird um einen rätselhaften Tod auf einer High-Society- Party direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und über die ereignisreichen Ermittlungen auf einem hohen Niveau gehalten. Der Verlauf der Geschichte gibt dem Leser immer wieder Möglichkeiten, eigene Überlegungen bezüglich Täterschaft oder Tathintergründe anzustellen, um dann im packenden Finale doch noch von einer raffinierten Auflösung überrascht zu werden.

Einen besonderen Charme verleihen dem Kriminal-Roman die beiden Hauptprotagonisten Toni und der Privatdetektiv Brehm. Sie ergänzen sich perfekt, sind interessant gezeichnet und können von Beginn an Sympathiepunkte sammeln. Ebenfalls aus meiner Sicht sehr gelungen war die Verarbeitung des aktuellen und brisanten #MeToo-Themas. Theresa Prammer baut dies geschickt in ihre Geschichte ein, ohne irgendwelche Klischees zu bedienen oder Effekthascherei zu betreiben.

Insgesamt ein für mich wirklich rundum gelungener Kriminalroman mit zwei äußerst sympathischen Hauptprotagonisten, denen hoffentlich noch eine längere gemeinsame Zukunft voraus steht. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Nicht so spannend

Toni wurde von ihrem Freund Felix verlassen. Nun sitzt sie ohne Geld da, denn das Vermögen ihrer Großmutter hat er mitgehen lassen. Da die Großmutter das nicht erfahren soll, geht sie nicht zur Polizei, sondern heuert den Privatdetektiv Edgar Breme an. Breme aber hat auch so seine Probleme. Fast zeitgleich will auch Sybille Steiner seine Dienste in Anspruch nehmen, denn sie glaubt nicht, dass ihr Mann, der Drehbuchautor Alexander Steiner, durch einen Unfall zu Tode kam, und will wissen, ob ihr Mann seine Position missbraucht hat.

Brehme und Toni tun sich zusammen, um der Sache nachzugehen, wobei Toni den Lockvogel spielen soll.

Theresa Prammer führt uns mit diesem Krimi in die Welt der Filmschaffenden und der High Society. Dort scheint man sich die Regeln, was erlaubt ist und was nicht, zurechtzubiegen.

Mit den Charakteren wurde ich nicht so recht warm. Brehme ist für mich ein etwas merkwürdiger Privatermittler. Er hat gesundheitliche Probleme und auch finanziell steht es nicht gut. Die Schauspielschülerin Toni ist nach dem Verschwinden von Felix pleite und nimmt das Angebot von Brehme an, da sie seine Dienste ja nicht bezahlen kann. Sie hat keine Ahnung von Ermittlungsarbeit und geht mit Eifer, aber auch etwas naiv an die Sache heran. Nachdem sich Brehme und Toni aneinander gewöhnt haben, ergänzen sie sich gut, auch wenn meiner Meinung nach professionelle Ermittlungsarbeit anders aussieht. Am Ende geht alles ein bisschen schnell.

Dieser Kriminalroman ist unterhaltsam, aber mir fehlte da ein Stück weit die Spannung.

Toni und Edgar - Ein starkes Team

In Tonis Leben läuft gerade alles schief. Ihr Freund hat sie betrogen und ist mit dem Geld und den Schmuck ihrer Großmutter abgehauen. Wie soll sie nun die Kosten für die Seniorenresidenz aufbringen? Auch in der Schauspielschule steht sie quasi auf der Abschussliste, obwohl sie sehr talentiert ist.

In dieser Situation trifft sie auf Edgar, der seinen Job bei der Polizei verloren hat und sich als Privatdetektiv mehr schlecht als recht über Wasser hält. Ihm ist gerade ein lukrativer Job angeboten worden, bei dem er Tonis Hilfe sehr gut gebrauchen kann. Beide schließen eine Übereinkunft, Edgar versucht ihren Freund oder vielmehr Ex-Freund, ausfindig zu machen und Geld und Schmuck ihrer Großmutter zurückzubekommen, dafür hilft ihm Toni unter Einsatz ihrer schauspielerischen Fähigkeiten bei seinem neuen Fall, bei dem es um Mord geht.

Der Autorin ist bei ihren Protagonisten ein guter Wurf gelungen. Obwohl beide mit Feuereifer bei der Sache sind, stolpern Sie in manche Falle und nehmen auch das eine oder andere Fettnäpfchen auf ihrem Weg mit. Unterstützt werden sie bei ihren Bemühungen von Edgars ehemaliger Kollegin, Tonis Freundin und nicht zu vergessen ihrer Großmutter. Mit ihrer resoluten Art und einem ganz speziellen Humor half sie bei der Umschiffung so mancher Klippe, sie war in meinen Augen ein großer Gewinn.

Mir hat der Schreibstil – eine gelungene Mischung aus geschickt gelegten Fährten, reichlich Humor und Wiener Charme – sehr gut gefallen. Kurz vor Schluss war ich mir eigentlich sicher, die richtige Lösung gefunden zu haben, wurde jedoch am Ende eines Besseren belehrt, so soll es sein.

Ein kleiner Kritikpunkt zum Schluss: Die Auflösung fand ich etwas zu überhastet, deshalb nur vier von fünf möglichen Sternen.

Ein besonderes Lob möchte ich für das sehr schön gestaltete Cover aussprechen.

Undercover am Set

Der Freund von Schauspielschülerin Toni ist verschwunden, zusammen mit Schmuck und dem kompletten Barvermögen, das Toni für ihre Großmutter verwaltet. Sie will deshalb auch nicht die Polizei einschalten, sonst erfährt die Großmutter von der prekären Lage. Sie sucht deshalb Privatdetektiv Brehme auf. Der hat auch schon bessere Tage gesehen, ist gesundheitlich angeschlagen und seine Detektei steht kurz vor dem Aus.

Zufällig sucht auch gerade Sybille Steiner, die Gattin eines angesehenen Filmregisseurs, seine Hilfe. Auf einer High Society Party kam ein Aushilfskellner zu Tode, offensichtlich kein Unfall. Der junge Mann hat sich eingeschlichen, um Steiner sein Drehbuch zu zeigen. Außerdem fürchtet Frau Steiner, dass ihr Mann erpresst wird. Einige Tagebuchauszüge scheinen zu beweisen, dass Steiner für die Vergabe von Rollen Gefälligkeiten von den jungen Schauspielerinnen verlangt. Ein Desaster, wo die MeToo-Debatte gerade hochkocht.

Da Toni kein Geld für Brehmes Honorar hat, mimt sie für ihn den Lockvogel, um in sich in das Umfeld von Regisseur Steiner einzuschleichen.

Da findet sich ein außergewöhnliches Ermittlerduo zusammen. Brehme, immer kurz vor einem Herzinfarkt, und die etwas naive und mitunter tollpatschige Toni. Im Laufe der Handlung wachsen sie zu einem echten Team zusammen. Das zu verfolgen machte mir Spaß.

Der Fall schien mir sehr konstruiert und ich vermisste auch die durchgehende Spannung. Neben den gelungenen gezeichneten Ermittlern fielen die Protagonisten ab. Sie blieben blass und eindimensional. Als Ausnahme von Fernanda, der jungen Polizistin und Ex-Kollegin von Brehme, die ihm auch nach seinem Ausscheiden bei der Polizei verbunden blieb.

Die zwei Handlungsstränge – die Erpressung und der Mord an dem jungen Drehbuchschreiber – kreuzen sich immer wieder, auch wenn es dauert, bis Toni und Brehme eine Verbindung finden. Sprachlich fand ich das Buch ganz gelungen, die Filmwelt wird gut dargestellt. Das ist auch zu erwarten, arbeitet die Autorin schließlich auch als Regisseurin und Schauspielerin.

Insgesamt ein solider Krimi, von dem ich mir allerdings mehr versprochen habe, da ich die Autorin bereits von ihren Fiore-Krimis kannte.

Spannend, witzig, unterhaltsam

Die Schauspielschülerin Antonia ist am Ende. Nicht nur, dass ihr Freund Felix sie von heute auf morgen verlassen hat, er hat zusätzlich auch noch all ihre Ersparnisse bzw. die ihrer Oma mitgenommen. Von diesem Geld sollte nicht nur Toni ihr Auskommen haben, sie muss damit auch die Monatsraten für die Seniorenresidenz ihrer Oma bezahlen. Jetzt hat Toni praktisch nichts mehr, außer Frust, einen Haufen unbezahlter Rechnungen und die Seniorenresidenz, die die fehlenden Monatszahlungen einfordert.

Und so engagiert Toni den etwas abgehalfterten Privatdetektiv Edgar Behm, um Felix und das verschwundene Geld aufspüren. Doch Brehm will den Auftrag eigentlich gar nicht annehmen, außerdem – wie soll Toni ihn überhaupt bezahlen? Als Toni mitbekommt, dass Sybille Steiner, die Ehefrau des Starregisseurs Alex Steiner, Brehm anheuern will, hat Toni die glorreiche Idee, dem Privatdetektiv ihre Dienste anzubieten.

Einem anonymen Tagebuch zufolge soll der Regisseur vor Jahren gegenüber einer jungen Schauspielerin übergriffig geworden sein. Zudem ist gerade auf einer von Steiners luxuriösen Partys ein Kellner zu Tode gekommen. Privatdetektiv Brehm soll nun für Frau Steiner möglichst schnell Ermittlungen anstellen. Doch Brehm ist gesundheitlich, aber auch psychisch nicht so auf der Höhe, dass er tatsächlich ermitteln könnte. Da nimmt er zunächst eher widerwillig das Angebot von Toni an. Immerhin ist sie jung, engagiert und dazu auch noch eine talentierte Schauspielerin. Toni bietet sich Steiner als Lockvogel an und taucht ein in die gefährliche Filmbranche, die von Macht, schönem Schein, Sex, Neid und Gier geprägt ist.

Interessant ist vor allem das Zusammenspiel der beiden ungleichen Detektive, das zu Beginn noch eher holprig verläuft, dann aber zunehmend an Respekt, Vertrauen und Zuneigung gewinnt. Tonis Auftritte als Detektivin sind auch nicht immer von Erfolg gekrönt, zudem lässt ihre Menschenkenntnis sie des Öfteren im Stich. Brehm, der zu Beginn ziemlich deprimiert und lustlos daherkommt, wird dagegen durch Toni wachgerüttelt und findet wieder etwas besser ins Leben zurück.

Der Krimi bietet so manch überraschende Wendung, ist spannend, amüsant und unterhaltsam. Lediglich das Ende fällt für meinen Geschmack ein bisschen zu versöhnlich aus. Dennoch hofft man auf einen Folgeband mit dem sympathischen und originellen Ermittlerduo.

Mord in der Filmszene

Toni Lorenz ist geschockt, ihr Freund ist mit den ganzen Ersparnissen und dem Schmuck der Oma durchgebrannt. Mit der Hilfe von Privatdetektiv Edgar Brehm erhofft sie sich Felix aufzuspüren. Doch Brehm hat selber einige private Probleme. Allerdings hat er gerade einen kniffeligen Fall erhalten und da Toni seine Dienste nicht bezahlen kann, gehen die beiden einen ungewöhnlichen Handel ein.

Dieser Wien-Krimi ist in einem humorvollen und präzisen Schreibstil geschrieben, der mir wirklich gut gefallen hat. Freunde des Lokalkolorits kommen hier voll auf ihre Kosten.

Die Autorin versteht es, in der Story einen fesselnden Handlungsbogen zu einem aktuellen Thema aufzubauen. Die verschiedenen Handlungsstränge sind geschickt miteinander verwoben und die Ermittlungsarbeit der beiden Detektive laden zum Miträtseln ein.

Die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten sind liebevoll gezeichnet und sehr sympathisch, besonders der brummige Edgar Brehm hat es mir angetan.

Obwohl manche Szenen etwas konstruiert rüberkommen, die Spannung nicht unbedingt auf hohem Niveau war und die Handlungen am Ende etwas abgehackt waren, habe ich mich hier gut unterhalten gefühlt.

Gerne würde ich noch weitere Fälle mit Edgar und Toni lösen und vergebe hier gerne 4 Sterne.