Cover von: Lost
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Lost

Du darfst dich nicht erinnern. Der zweite Fall für Psychologin Augusta Bloom. Psychothriller
Buch
Taschenbuch, 464 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3442491746

ISBN-13: 

9783442491742

Auflage: 

1 (14.02.2022)

Preis: 

11,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442491746

Beschreibung von Bücher.de: 

Wie kannst du ein Verbrechen aufklären, wenn sich das Opfer an nichts erinnert …

Während einer Gala auf einer Militärbasis nahe Plymouth ereignet sich eine schwere Bombenexplosion. Die Verletzten werden in die nächstgelegene Klinik gebracht – doch der Krankenwagen mit Captain Harry Peterson kommt nie dort an.

Verzweifelt wendet sich seine Lebensgefährtin Karene an ihre alte Freundin, die Profilerin Dr. Augusta Bloom.

Als Harry in einem weit entfernten Krankenhaus auftaucht, muss Augusta Karene eine schreckliche Nachricht überbringen: Harry kann sich an die letzten vier Jahre nicht erinnern. Karene ist eine Fremde für ihn. Und Augusta wird den Verdacht nicht los, dass man Harry sein Gedächtnis mit Gewalt genommen hat …

Kriminetz-Rezensionen

Spannen, aber nicht immer nachvollziehbar

Captain Harry Peterson wird bei einem Bombenanschlag auf einem Militärstützpunkt leicht verletzt und verschwindet zunächst spurlos. Als er nach Tagen in einer entfernten Klinik gefunden wird, hat er schwere Kopfverletzungen und kann sich an die vergangenen Jahre nicht mehr erinnern. Auch nicht an seine Freundin Karene, die sich darauf an ihre Freundin Augusta Bloom wendet. Schnell verdichtet sich der Verdacht, dass bei dem Erinnerungsverlust nachgeholfen wurde.

Ich war gespannt, was sich hinter all dem verbergen würde.

Band 1 habe ich nicht gelesen, was an einigen Stellen durchaus hilfreich gewesen wäre. Spätestens als eine Figur aus der Vergangenheit auftaucht, die für das Zerwürfnis zwischen Augusta und ihrem Partner Marcus in Band 1 verantwortlich zeichnet.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat mich die Handlung wirklich gefesselt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und in kurzen Kapiteln wird die Spannung – auch durch Rückblicke in die Vergangenheit – hochgehalten.

Ja, aber halt nur bis zu diesem Zeitpunkt. Für meinen Geschmack wird es aber hier etwas unglaubwürdig. Es gibt keine logischen Gründe für das Auftauchen der o.g. Figur und warum sie Augusta und Marcus als Hauptprotagonisten so in den Hintergrund drängt. Auch die dargestellten Zusammenhänge und die schlussendliche Lösung entbehren für mich jeder Logik.

Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob das Leseerlebnis mit Kenntnis des ersten Bandes besser gewesen wäre.

So bleibt als Fazit nur ein Krimi, der sich zügig lesen ließ, an einigen Stellen durchaus spannend und fesselnd war, aber bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen wird.

​​Ein hervorragender Psychothriller mit durchgehender Spannung!

»Lost – Du darfst Dich nicht erinnern« ist ein Psychothriller von Leona Deakin, der am 14. Februar 2022 im Goldmann-Verlag erschienen ist. In dieser atmosphärisch dichten Handlung haben mich viele unerwarteten Wendungen und überraschende Geheimnisse erwartet, sodass der Autorin der Spannungsaufbau sehr gut gelungen ist. Mir hat die Geschichte über Captain Harry Peterson und seinem mysteriösen Gedächtnisverlust sehr gut gefallen, vor allem aber konnte mich die Privatermittlerin Augusta Bloom überzeugen. Dies ist zwar schon der zweite Band der Augusta Bloom-Reihe, jedoch konnte ich das hier geschilderte Geschehen auch ohne Vorkenntnisse des Vorgängerbands super verstehen.

Eine gemeingefährliche Psychopathin, die das Verhältnis zwischen Bloom und ihrem Kollegen Marcus Jameson sehr gestört hat, lässt es sich auch hier nicht nehmen, weitere Unruhe zu stiften. Obwohl die Beziehung zwischen den beiden Ermittlern sehr angespannt ist und Jameson eigentlich nicht mehr mit Bloom zusammenarbeiten wollte, ändert er seine Meinung, nachdem eine Bombe auf einem Militärball gezündet wurde. Ich konnte seinen Ärger über die Vergangenheit und Blooms damaliges Verhalten sehr gut spüren und irgendwann auch nachvollziehen. Sein professionelles Verhalten hat mir sehr gut gefallen, denn als ehemaliger MI6-Spion verfügt er über ein umfangreiches und sehr interessantes Fachwissen, welches von Leona Deakin super in die Handlung mit eingearbeitet wird. Rückblenden früherer Ereignisse gestalten den Thriller abwechslungsreich und spannend, ich wurde oft unerwartet von unvorhersehbaren Wendungen überrascht.

Captain Harry Peterson ist ein kompetenter und hoch angesehener Protagonist, der nach dem Anschlag nur leicht verletzt wurde und anschließend verschwindet. Als er plötzlich doch in einem Krankenhaus aufwacht, leidet er unter Gedächtnisverlust. Vier Jahre sind vor dem Attentat komplett verschwunden und besonders seine Lebensgefährtin Karene macht sich große Sorgen. Denn sie merkt als erste, dass das rätselhafte Verschwinden von Peterson größere Dimensionen annehmen wird, womit sie schließlich auch recht behält. Er hütet ein Geheimnis, dessen Ausmaß ihm nach und nach erst richtig bewusst wird. Auf der Suche nach Erinnerungen überschlagen sich die Ereignisse und immer mehr Menschen geraten deshalb in Gefahr. Während Bloom und Jameson sich mit den Umständen auseinandersetzen, tauchen immer neue Geheimnisse auf. Was hinter dem plötzlichen Erinnerungsverlust wirklich steckt, hat mich bis zum Schluss miträtseln lassen. Auf die Auflösung am Ende bin ich von alleine nicht drauf gekommen.

Ein Mann ohne Gedächtnis. Welche Geheimnisse musste er vergessen? Mit dieser Frage habe ich mich beschäftigt, während Dr. Augusta Bloom und ihr Partner und ehemaliger Geheimagent Marcus Jameson ermitteln und sich selbst in Gefahr begeben. Das Duo, welches aus einem Ex-Spion und einer Kriminalpsychologin besteht, kam sehr lebendig und authentisch rüber. Aber auch Karene hat eine gute Rolle übernommen, indem sie die ganze Zeit an Petersons Seite war, obwohl er sich an sie überhaupt nicht mehr erinnern konnte. Ihren Schmerz deswegen konnte ich deutlich spüren und ihr angespanntes Verhalten über diese verzwickte Situation wurde verständlich rübergebracht. Peterson war mir oftmals ein großes Rätsel, den ich bis zum Schluss nicht richtig einordnen konnte. Er wirkte trotz seines Gedächtnisverlustes sehr geheimnisvoll und manchmal sogar etwas kühl.

Wie es oftmals in einem Thriller üblich ist, werden einige Handlungen abseits der Realität beschrieben, was ich jedoch überhaupt nicht schlimm fand. Alle Protagonisten werden tiefgründig dargestellt und die Zusammenarbeit zwischen Bloom und Jameson hat mich trotz deren angespannten Verhältnisses super unterhalten.

Bloom ist eine intelligente und introvertierte Ermittlerin, deren Charakter besonders gut hervorgehoben wird.

Der Schreibstil ist durchgehend flüssig und bildlich, der Perspektiven- und Zeitenwechsel sorgt für ein rasantes Geschehen, und zwar bis zur allerletzten Seite. Die Atmosphäre ist außerdem fast pausenlos angespannt und geheimnisvoll. Es gibt wenige brutale Ereignisse, mich hat der Psychothriller durch seine psychologischen Aspekte überzeugt. Das Thema des Gedächtnisverlusts wurde tatsachengetreu beschrieben und insgesamt sehr gut in die Geschichte mit eingearbeitet. Zudem erhielt ich dank Peterson einige Einblicke aus der Arbeit der britischen Streitkräfte. Insgesamt gefällt mir der Thriller sehr gut und mich hat das Buch die ganze Lesezeit über gefesselt, da ein eindringlicher Plot für viele spannende Momente gesorgt hat.