Cover von: Madame Merckx trinkt keinen Wein
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Madame Merckx trinkt keinen Wein

Südfrankreich Krimi
Buch
Broschiert, 272 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3954515679

ISBN-13: 

9783954515677

Erscheinungsdatum: 

18.06.2015

Preis: 

10,90 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 750.237
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3954515679

Beschreibung Verlag: 

In einem der schönsten Dörfer Südfrankreichs stirbt ein Mann unter ungeklärten Umständen – sein Tod kommt sowohl dem hiesigen Polizisten als auch dem Commissaire aus der Stadt äußerst ungelegen. Als sich herausstellt, dass der Mann vergiftet wurde, ist für den Commissaire schnell klar: Die Witwe war’s. Das ruft jedoch die Damen des Dorfes auf den Plan, denn sie wissen, dass ihre Freundin es nicht gewesen sein kann. Beherzt nimmt das skurrile Trüppchen um die Belgierin Madame Merckx die Ermittlungen selbst in die Hand.

Kriminetz-Rezensionen

Urwüchsige Landschaft, knorrige Menschen

Zum Inhalt:
Jean war zwar nicht beliebt, aber dass er ermordet wird, kommt für die Einwohner in Colombiers doch überraschend. Der Dorfpolizist erhält Hilfe von einem Beamten aus der Stadt, welcher sich schnell auf die Witwe Mado als Mordverdächtige einschießt und die Ermittlungen nur einbahnstraßenmäßig vorantreibt. Aus diesem Grund beschließen Mados Freundinnen, unter ihnen die titelgebende Madame Merckx, selber nach dem Täter zu schnüffeln.

Mein Eindruck:
Die Autorin besitzt ein formvollendetes Händchen für Landschaften. In fast jeder Zeile, die sich damit befasst, spürt man die Liebe zu Südfrankreich und die Liebe zu dem dort heimischen Menschenschlag. Leider lässt sie dabei ein wenig die Charakterbildung schleifen und legt sich nicht wirklich auf ein, zwei Hauptpersonen fest, mit denen man hoffen und bangen oder die man auch verabscheuen könnte, sondern verzettelt sich in einer Vielzahl von relativ gleich wichtigen Figuren. Dadurch bleiben diese diffus in der Vorstellung des Lesenden: Mehr als "alt" für Madame Merckx, "deutsch" für Isa, "braun gefärbt" bei Mado oder "Marathon" beim Dorfpolizisten bleibt nicht haften und das finde ich schade.

Äußerst gelungen dagegen sind die Ausflüge ins Esoterische und die humorvollen Teile des Krimis. Wenn die älteren Damen auf leicht illegalen Pfaden wandeln, treibt es einem das Grinsen förmlich ins Gesicht. Dagegen hat mich die Detailverliebtheit bei einigen menschlichen Bedürfnissen eher gestört und war in ihrer Ausführlichkeit garantiert nicht notwendig. Weiterhin ist mir negativ aufgestoßen, dass die Polizisten als Vertreter von Recht und Ordnung nicht nur ein Auge bei minderen Vergehen zudrückten (das hätte ich gutheißen können), sondern selber das Gesetz in einer Schwere brachen, die meine Augenbrauen himmelwärts streben ließen.

Da jedoch Schreibstil und Landschaft sehr zu gefallen wissen und genügend weiteres kriminelles Potenzial bei Personal und Umgebung zu finden ist, hoffe ich auf Besserung in diesen Punkten bei einem zweiten Buch, welches auf jeden Fall veröffentlicht werden sollte.