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Der Mann, der zweimal starb

Der zweite Fall für den Donnerstagsmordclub. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 400 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3471360131

ISBN-13: 

9783471360132

Erscheinungsdatum: 

22.01.2022

Preis: 

16,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3471360131

Beschreibung von Bücher.de: 

Nach dem Weltbestseller Der Donnerstagsmordclub der zweite Fall für agilste Seniorenquartett der Krimigeschichte.

Da hat er sich in etwas reingeritten, der gute Marcus Carmichael. Und jetzt soll Elizabeth ihm da wieder raushelfen. Dabei sollte ihr ehemaliger Geheimdienst-Kollege doch eigentlich wissen, von wem man besser keine Diamanten mitgehen lässt, wenn man sich gerade auf einem Einsatz für den MI5 befindet. Dazu gehören ganz bestimmt: die New Yorker Mafia und kolumbianische Drogenkartelle. Sind die erst einmal im Spiel, geht es ziemlich sicher bald jemandem an den Kragen.

Doch auch Profimörder können Fehler machen, etwa ihrem Handwerk in der Seniorenresidenz Coopers Chase nachzugehen. Denn wer hier mordet, dem ist der Donnerstagsmordclub auf den Fersen, und der macht, schneller als ihm lieb sein kann, aus dem Jäger den Gejagten.

Kriminetz-Rezensionen

Das Zweite liest sich noch besser

Die vier SeniorInnen ermitteln wieder. Der Donnerstagsmordclub hat es diesmal mit hochkarätigen Verbrechern wie die New Yorker Mafia zu tun. Ein Ex-Kollege von Elisabeth sucht Zuflucht in ihrer Senioren-Residenz. Er erhofft sich Hilfe von ihr. Der Donnerstagsmordclub besteht aus Joyce, einer ehemaligen Krankenschwester, die etwas betulich wirkt, es aber faustdick hinter den Ohren hat, Elisabeth, einem ehemaligen Geheimdienstmitglied und der Erfahrensten in dieser Gruppe. Ibrahim, einen ehemaligen Psychiater, der das Ganze ordnet, und Ron, einem Gewerkschafter, augenscheinlich der Mann fürs Grobe, aber man kann sich täuschen.

Ich fand das erste Buch schon großartig, trotzdem hat der Autor es geschafft, sich selber zu übertreffen. Eine wirklich reife Leistung. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil ich wusste, ich bekomme wieder einen außer-gewöhnlichen Fall plus britischen Humor und das alles mit sehr viel Herz, Wärme und Freundlichkeit geschrieben.

Die Tatsache, man ist nur auf dem Abstellgleis, wenn man sich dahin schieben lässt, schwingt zwischen den Zeilen wieder mit. Diese vier gehören noch lange nicht dahin. Ihre Aufgeschlossenheit und Neugier gegenüber allem Neuen, ihr Mut, sich mit Unbekannten auseinanderzusetzen, auch wenn es nicht auf Anhieb klappt, finde ich bewundernswert. Alle Figuren haben so viel Charme und ich würde gern mit ihnen befreundet sein. Elisabeth ist natürlich die uneingeschränkte Königin, aber sie kann man manchmal nur häppchenweise genießen. Dann kommen die anderen ins Spiel. Anscheinend sieht es der Autor genauso. Gerade dann, wenn man es braucht, kommt zum Beispiel Joyce ins Spiel und erzählt von ihrem Kuchen, Freundschaftsbändern oder ihrem Instagram-Account. Auch die Personen, die in der zweiten Reihe stehen, sind besonders. Sie bilden den Rahmen für ein Bild, das nur als bemalte Leinwand an Bedeutung verlieren würde.

Einen Donnerstag später

Manchmal sollte man vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht. Während die knuffige alte Joyce sich ein bisschen mehr Action wünscht – hat sie doch scheinbar Blut geleckt bei dem ersten Fall, den der Donnerstagmordclub gelöst hat – wird zuerst ihr lieber Freund Ibrahim von Kleinkriminellen überfallen und schwer verletzt und dann taucht auch noch einer von Elizabeths alten Ex auf: in mehrfacher Hinsicht. Er ist ein alter Geheimdienstkollege und außerdem ein geschiedener Ehemann. Und er hat Probleme, die 20 Millionen Pfund wert sind. Der Donnerstagmordclub läuft zu Höchstform auf, ganz besonders, als rechts und links wieder Tote den Weg säumen. Gegen diese Truppe sehen sämtliche Kriminellen alt aus.

Mann, ich liebe diese alten Herrschaften! Die sind so wahnsinnig clever, rührend umeinander besorgt, richtig gute Freunde. Und sie haben mittlerweile auch richtig gute Freunde bei Polizei und gewissen Kreisen, von denen die Polizei nicht unbedingt etwas wissen möchte. Auf jeder Seite gibt es Tränen zu lachen und im nächsten Moment wieder erschütternde Ereignisse zu bedauern.

Dabei sind die alten Leute natürlich keine Superhelden. Sie haben ihre Wehwehchen, machen das aber mit Cleverness und einer Kaltschnäuzigkeit wett, die einfach nur beeindruckend ist. Gut gefällt mir, dass hier nicht auf Zehenspitzen um den unvermeidlichen Tod oder Demenz oder andere altersbedingte Probleme getippelt wird; diese Themen nehmen die Ladies und Gentlemen genauso bei den Hörnern wie alles andere, das sie anpacken. Das Einzige, was man vielleicht ein bisschen kritisieren könnte, wäre ihre Wunderwaffe Bogdan, aber da auch dieser so sympathisch ist, lasse ich das durchgehen und wünsche mir einfach nur endlich eine Verfilmung bei Netflix. 4,5/5 Punkten.

Mörderisches Wiedersehen

Zum Inhalt:
Elizabeth – ehemalige Geheimagentin – erhält eine Nachricht eines neuen Bewohners des Altersheims, in dem sie residiert. Diese ist deshalb seltsam, weil sie an der Beseitigung der Leiche des Absenders beteiligt war. Als sie den Treffpunkt aufsucht, wird sie von einer Geschichte überrascht, die nur gemeinsam mit dem Donnerstag-Mordclub zu lösen ist.

Mein Eindruck:
Auch wenn das Buch alleine zu lesen ist, bietet es einen besonderen Genuss, wenn man den Vorgänger kennt. Denn nicht nur die vier Hauptpersonen – die Clique des Mordclubs – sind wieder da; auch eine große Anzahl liebgewonnener Nebencharaktere spielen zumeist tragende Rollen im zweiten Fall. Dieses Mal geht es – neben Mord – um Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund, Organisierte Kriminalität, den britischen Geheimdienst und Jugendbrutalität. Das klingt im ersten Moment überfrachtet, wird jedoch von Osman in einer Virtuosität zusammengefügt, die vor Humor und Spritzigkeit nur so sprüht. Trotzdem gibt es auch einige sehr ernsthafte Teilstücke und die Story ist gut entwickelt, spannend und – durch die Erzählung in verschiedenen Sichtweisen – immer wieder überraschend. Bis zum Schluss zweifelt man, knobelt man, bangt man.

Mein Fazit:
Die Oldies agieren noch rasanter als im ersten Teil.

Mein erster Fall mit dem Donnerstagsmordclub – klasse! *****

Bisher hatte ich gedacht, dass es in einer Seniorenresidenz recht gesittet und ruhig zugeht. Da kannte ich aber auch den Donnerstagsmordclub, bestehend aus Joyce, Ron, Ibrahim und Elizabeth aus der noblen Seniorenresidenz Coopers Chase in der Grafschaft Kent, noch nicht. Die haben wirklich mit alten Tattergreisen nichts zu tun, sind geistig rege und fit und haben sich den Mordermittlungen verschrieben.

In dieser Geschichte bekommt Elizabeth einen Brief von einem gewissen Marcus Carmichael mit der Bitte um ein Treffen. Aber wie kann das sein? Carmichael, ehemals ihr Ehemann Douglas Middlemiss, ist seit Jahren tot. Nur hat dieser Diamanten im Wert von 20 Mio. Pfund entwendet und wird nun vom Besitzer bedroht. Unterstützung erhält Douglas von der kellnernden Poppy. Dann geschehen zwei Morde. Oder doch nicht? Und wo sind die Diamanten? Alles sehr mysteriös und undurchsichtig. Aber der Donnerstagsmordclub wetzt schon die Messer, um einzugreifen und Recht walten zu lassen.

Dies ist meine erste Begegnung mit den vier Herrschaften aus der Seniorenresidenz. Und ich muss sagen, ich hatte lange nicht mehr so einen Spaß beim Mitermitteln und Miträtseln wie hier.

Es ist herrlich, dabei sein zu können, wie die Vier Hinweise zusammentragen und Spuren verfolgen. Als Ibrahim von Kleinkriminellen zusammengeschlagen wird, wird auch schnell klar, dass der Viererclub auch Freunde bei der Polizei hat. Denn kaum ist die Tat geschehen, stehen Detective Chief Inspector Chris Hudson und Police Constable Donna De Freitas auf der Matte. Die beiden haben gerade erst die Observierung von Drogengroßhändlerin Connie Johnson abgebrochen. Warum? Das müsst ihr selbst lesen.

Obwohl Elizabeth der Kopf der Truppe zu sein scheint, habe ich mich mit Joyce noch ein bisserl mehr angefreundet. Ich habe ihre Geschichte mit ihrem neuen Hobby – sie strickt neuerdings Armbänder – oder ihrem neuen Instagramaccount so genossen. Und sie wünscht sich so sehr einen Hund. Aber ob sie den in ihrem Alter dann noch überlebt?

Die einzelnen Charaktere sind sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet und ich lerne sie nach und nach immer besser kennen. Jeder hat seine kleinen Eigenheiten und Macken, die sie aber umso liebenswerter machen.

Gerade bei den Gesprächen und bei manch eigentlich unwichtigen oder unwesentlichen Begebenheiten kommt der englische Humor, den ich so liebe, richtig gut rüber. Ich hatte seitenweise ein Dauergrinsen im Gesicht. Aber es gibt auch die traurigen Seiten, die hier nicht ausgespart werden, wie Demenz oder Tod. Es gehört halt alles zum Leben dazu.

Eine tolle Geschichte über 4 Senioren, die in ihrem Altersruhesitz nicht ruhig sitzen, sondern ihre Passion gefunden haben. Eine Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und den Willen, das Leben auch im hohen Alter noch selbstbestimmt zu leben und ein bisserl Action zu haben.

Ich freue mich jetzt erst mal auf ein Wiederlesen beim Fall 1, den ich noch nachholen muss. Und dann hoffentlich auf bald im 3. Fall für den Donnerstagsmordclub.

Action statt Ruhestand

Der ehemalige MI5-Mitarbeiter und Ex-Ehemann von Elisabeth hat eine dumme Sache gemacht und sich mit der Mafia angelegt, indem er Diamanten hat mitgehen lassen. Nun soll ihm Elisabeth aus der Patsche helfen. Aber die Profimörder wissen nicht, mit wem sie sich da anlegen, denn mit dem Donnerstagsmordclub ist nicht zu spaßen.

Ich habe den Vorgängerband »Donnerstagsmordclub« nicht lesen, aber so viel Gutes darüber gehört, dass ich bei diesem Buch nicht widerstehen konnte und ich wurde nicht enttäuscht.

Die rüstigen Rentner Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron aus der Seniorenresidenz »Coopers Chase« mögen das abenteuerliche Leben und sind sehr clever, wie sie bei ihrem letzten Fall schon bewiesen haben. Sie lassen sich also nicht lange bitten. In ihrer Residenz gibt es eine Reihe von liebenswerten und eigenwilligen Charakteren. Das Ermittlerquartett kommt den die Polizisten Chris Hudson und Donna De Freitas immer wieder in die Quere.

Es ist toll, wie der Donnerstagsclub sich mit Geschick und Eifer an die Ermittlung macht und natürlich alles aufklärt.

Mir hat dieser unterhaltsame, sehr britische Krimi mit den ungewöhnlichen Ermittlern gut gefallen.

Äußerst unterhaltsam

Douglas, Ex-Ehemann von Elizabeth und ehemaliger Kollege beim britischen Geheimdienst MI5 hat ein Problem: Bei der Durchsuchung der Villa eines Kriminellen konnte er der Versuchung nicht widerstehen und ließ Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund mitgehen. Nur dumm, dass sie eigentlich der Mafia gehören und diese sie gerne wiederhätte. Also versteckt er das Diebesgut und quartiert sich in der Seniorenresidenz ein, in der Elizabeth und die anderen Mitglieder des Donnerstagsmordclubs  wohnen, in der Hoffnung, dass er dort nicht aufgespürt wird. Außerdem: Wenn ihn jemand aus diesem Schlamassel befreien kann, dann Elizabeth!

Doch nicht nur dieser Fall beschäftigt die Mitglieder des Donnerstagsmordclubs: Ibrahim, einer der Ihren, ist bei einem Ausflug in die Stadt von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen und ausgeraubt worden. Er landet traumatisiert im Krankenhaus und seine Freunde sinnen auf Rache.

Es gibt also genug zu tun für Elizabeth, Joyce, Ron und ihren Helfer Bogdan. 

Richard Osman ist mit »Der Mann, der zweimal starb« wieder ein ausgesprochen kurzweiliger und humorvoller Roman gelungen, ein Vergnügen für Freunde des britischen Humors. Ich habe mich sehr darüber amüsiert, wenn sich Joyce beispielsweise darauf freut, in ihrem kommenden Weihnachtsbrief an Freunde und Bekannte erwähnen zu können, dass ihr Name in MI5-Kreisen ein Begriff ist! Wie schon beim ersten Band sind es der Humor und der Schreibstil des Autors, die für mich den Reiz ausmachen, der Kriminalfall selbst wird eher mit einem Augenzwinkern präsentiert und würde sich so mit Sicherheit nicht abspielen. Aber das ist völlig zweitrangig bei diesem äußerst unterhaltsamen Roman, der mir vergnügliche Lesestunden beschert hat!

When I'm 64

Mit der »Donnerstagsmordclub«-Reihe rund um Hobby-Detektive im Seniorenalter (70 plus) schreibt Richard Osman gegen den »Jugendwahn« (man denke etwa an das Young-Adult-Genre, das sich bestens verkauft) und gegen die Altersdiskriminierung in der Film- und Unterhaltungsliteraturbranche an. Eigentlich ist die Serie auch ein Plädoyer für ein Miteinander der Generationen, denn auch in einem »alten« Körper steckt ein wacher Geist.

»Der Mann, der zweimal starb« ist der zweite Band der Erfolgsreihe.

Worum geht’s?
Schauplatz Großbritannien: Das Ermittlerquartett ist wieder gefragt! Ron, Joyce, Ibrahim und nicht zuletzt die Ex-Agentin Elizabeth müssen einen heiklen Fall aufklären. Oft werden die Protagonisten, die im englischen Seniorenheim »Coopers Chase« leben, unterschätzt. Doch Elizabeths alter Freund Marcus Carmichael, auch ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, gehört nicht zu der Sorte Mensch (der Ex von Elizabeth, Douglas, hat ein großes Problem). Die Mafia ist ihm auf den Fersen, da er Diamanten im Wert von zwanzig Millionen Pfund »einkassiert« hat. Also bittet er die rüstigen Rentner um Hilfe. Natürlich mischen auch DCI Chris Hudson und Donna De Freitas wieder kräftig mit – die britische Polizei und der ominöse Bogdan sind also mit von der Partie!

Geschickt verbindet der Autor eine spannende Story mit leiser Gesellschaftskritik, Themen wie der Tod oder auch körperlicher Verfall sind ebenso Teil der Geschichte wie die Einsamkeit im Alter. Mal augenzwinkernd, mal sarkastisch ist der Ton, herrlich britisch der Humor. Als Leser/in rätselt man gerne mit, die Geschichte macht einfach Spaß! Beim Lesen musste ich oft schmunzeln, wenn die leicht besserwisserische Art eines Protagonisten trocken mit »Es ist mir ein Rätsel, warum Du nie geheiratet hast.« kommentiert wird, amüsiere ich mich köstlich. Die Figuren haben Ecken und Kanten, eine rasante Rahmenhandlung lässt keine Langeweile aufkommen. Es wird nie albern, trotz ernster Themen wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt. So muss ein guter Detektiv-Krimi sein! »Der Mann, der zweimal starb« kann auf ganzer Linie überzeugen.

Ich bin wieder sehr begeistert

Elizabeths Ex-Mann Douglas Middlemiss steht unter Verdacht, bei einer Durchsuchung Diamanten in Höhe von 20 Millionen Pfund entwendet zu haben, jetzt ist sein Leben in Gefahr, denn die Besitzer hätten ihre Diamanten gerne wieder. Er zieht in Coopers Chase ein und bittet Elizabeth um Hilfe. Diese wiederum setzt ihren Donnerstagsmordclub darauf an.

Nachdem mir der erste Band sehr gut gefallen hatte, musste ich natürlich auch den zweiten lesen. Es ist sehr schön, die Charaktere wiederzutreffen, neben den vier Clubmitgliedern, Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim, auch Bogdan und die beiden Polizisten Donna und Chris, die ihren eigenen Fall zu lösen haben, doch der Club wäre nicht der Club, wenn am Ende alle Fälle mit tatkräftiger Hilfe aller Charaktere gelöst wären.

Erzählt wird auch dieses Mal aus verschiedenen Perspektiven, wobei Joyce wieder Tagebuch führt und daher als einzige in Ich-Form erzählt. Richard Osmans Roman ist very british, vor allem – aber nicht nur –, was den Humor angeht. Aber – wie schon im Vorgängerband – gibt es auch traurige Passagen, Ibrahim wird überfallen und hat danach große Probleme, und auch die Demenz von Stephen, Elizabeths Ehemann, wird wieder thematisiert. So habe ich mich zwar die meiste Zeit köstlich amüsiert, aber auch mitgelitten.

Die Idee, vier geistig fitte Altersheimbewohner in Kriminalfällen ermitteln zu lassen, ist richtig gut. Dass die Vier ein bisschen mehr zu bieten haben, nämlich in ihren aktiven Zeiten Geheimdienstlerin, Gewerkschaftler, Krankenschwester und Psychiater waren, ändert daran nichts. Die Gedanken, Ideen und Tricks, die hier zur Lösung beitragen, sind klasse, wenn auch nicht immer legal, bedienen aber durchaus den Gerechtigkeitssinn. Als Leser:in kann man miträtseln, und am Ende schlägt man den Roman zufrieden zu, hoffend, die Vier (eigentlich Sieben, wenn man Bogdan, Chris und Donna mitrechnet, die einfach auch dazugehören) bald wieder zu treffen.

Was soll ich sagen, ich bin auch dieses Mal wieder begeistert, die sieben Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen, ich hoffe noch viel von ihnen lesen zu können. Auch die Fälle sind wieder interessant und werden mit Witz und Tricks gelöst. Selbstverständlich vergebe ich wieder volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung.

Das reine Lesevergnügen

Die vier vom Donnerstagsmordclub bekommen es dieses Mal mit der New Yorker Mafia zu tun. Elizabeth muss ihren ehemaligen Geheimdienst-Kollegen Douglas Middlemis aus der Bredouille helfen. Das ist nicht einfach, geht es doch um Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund!

Aber auch Profis machen Fehler, indem sie zum Beispiel ihrem Handwerk in der Seniorenresidenz Cooper Chase nachgehen. Denn wer hier mordet, der wird vom Donnerstagsmordclub gejagt und ganz schnell werden aus den Jägern die Gejagten.

Ein Wiedersehen mit den vier Hobbydetektiven aus der Seniorenresidenz.

Es ist von Vorteil, den ersten Band zu lesen, denn so kommt man in den ganzen Genuss der Ermittlungen. Lernt die Vier so herrlich schrulligen wie pfiffigen Senioren besser kennen.

Vier starke und sehr fitte Senioren, die vor ihrer Rente viel mehr zu bieten hatten. In ihrer aktiven Zeit waren sie Geheimdienstlerin, Krankenschwester, Gewerkschaftsführer und Psychiater. Es ist so wunderbar zu lesen, was für Tricks und Ideen die vier anwenden, um zur Lösung des Falls beizutragen. Dabei geht es nicht immer ganz legal zu.

Aber die Gerechtigkeit muss doch siegen. Das wird mit viel Wortwitz und englischem Humor erzählt. Es macht großen Spaß, gemeinsam mit den Senioren zu ermitteln. Die Charaktere sind großartig beschrieben, wie aus dem Leben gegriffen. Die Ermittlungen sind so herrlich unprofessionell. Der Spannungsbogen ist gekonnt gesetzt und bleibt bis zum überraschenden Ende bestehen. Dazu kommt die flüssige Schreibweise des Autors, die einen richtig in die Geschichte zieht. Die Kapitel sind wieder kurz gehalten und werden durch Joyce unnachahmliche Art der Tagebucheinträge ergänzt.

Ein richtiges Lesevergnügen mit viel Humor und Herz.

Ein neuer Fall für den Donnerstagsmordclub – witzig, spritzig, warmherzig, wundervoll

Elizabeth erhält einen ominösen Brief, in dem sie von einem seit vielen Jahren Toten um ein Treffen gebeten wird – in einer Wohnung der Seniorenresidenz. Die Neugier ist geweckt und so geht sie zum Treffpunkt. Doch natürlich erwartet sie dort nicht der Tote, sondern ihr sehr lebendiger Exmann Douglas Middlemiss. Er hat sich in der Residenz einquartiert, weil er Hilfe von Elisabeth benötigt. Bei einer Observation des MI5, für den Douglas arbeitet, hat er aus dem Haus eines Verbrechers Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund mitgehen lassen. Jetzt ist ihm dieser Verbrecher auf der Spur, ebenso wie die Mafia, der das wertvolle Geschmeide eigentlich gehört. Elizabeth sagt ihre Hilfe zu, aber nur, wenn der gesamte Donnerstagsmordclub mit eingeweiht wird. Und so trägt es sich dann auch zu. Die vier Senioren ermitteln, was das Zeug hält und stolpern dabei über die eine oder andere Leiche. Darunter eines Tages auch Douglas selbst – doch nicht nur das! Vorher hat er die Diamanten versteckt und Elizabeth geheime Hinweise auf deren Verbleib hinterlassen. Nun ist Köpfchen gefragt.

Ich war ja von Teil 1 schon hellauf begeistert. Und Teil 2 hier knüpft nicht nur einfach grandios daran an, sondern toppt ihn sogar noch! Richard Osman schafft es irgendwie, dass ich alle bereits aus Teil 1 bekannten Charaktere (die vier Senioren, die beiden Polizisten, Ibrahims Enkel, Elizabeths Mann und natürlich Bogdan) so entzückend und wundervoll finde, dass sie mir jetzt nach Ende der Lektüre schmerzlich fehlen. Er gibt jeder Figur so viel Leben und Charakter, es ist die helle Freude. Aus jeder Zeile spürt man die tiefe Freundschaft und Verbundenheit der Personen untereinander, die aus dem Buch einen echten Herzwärmer machen. Dazu dieser trockene, unfassbar witzige englische Humor, der genau auf meiner Linie liegt und mich oft hat auflachen lassen. Der Fall selbst (oder die Fälle – geht es ja nicht nur um die Diamanten, sondern auch um Drogenhandel und Körperverletzung) ist bei allem Witz auch superspannend und fesselnd und perfekt konstruiert. Man wird dazu verleitet, mitzurätseln und doch auch immer wieder aufs Glatteis geführt. Und immer wieder diese ganz besonderen Menschen, ihre Beziehungen zueinander, diese tiefen, nahezu greifbaren Gefühle, die sie füreinander hegen. Ich bin hin und weg! Was würde ich dafür geben, diese Figuren im echten Leben einmal erleben zu können!

Für mich ein absolutes Lesehighlight und Herzensbuch mit allem, was eine gute Story für mich ausmacht. Daher natürlich 5 Sterne mit zusätzlichem Highlightsternchen.

Ich kann nur inständig hoffen, dass der Donnerstagsmordclub sich noch ganz oft trifft und ermittelt.

Ein Krimi, gespickt mit englischem Humor.

Die Geschichte ist eigentlich einfach und kurz erzählt. Es werden Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund gestohlen. Die Beute muss sofort wieder da hin, wo sie herkommt, der Dieb am liebsten beseitigt. Gelingt das nicht, geht es auch dem eigentlichen Besitzer der Diamanten an den Kragen. Und hier kommt der Donnerstagsmordclub ins Spiel. Das sind die vier gealterten Personen aus der Seniorenresidenz Coopers Chase, bestehend aus Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim.

Dieser Kriminalfall ist heiter bis lustig, gespickt mit englischem Humor und natürlich sehr wahrheitsfremd. Elizabeth verkörpert die pensionierte Geheimagentin, Joyce redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist und wirkt daher etwas plump, und auch die Männer haben besondere Charaktereigenschaften und runden somit das lustige Quartett ab. Ich fand es unterhaltsam. Etwas weniger ausschweifend wäre das Buch nicht so umfangreich und bestimmt immer noch sehr lesenswert gewesen. Aber alles in allem empfehlenswert.

Unterschätze niemals Senioren! Sehr humorvoll geschrieben.

Erst ganz zum Schluss enträtselt sich dem Leser dieser Buchtitel.

Der Donnerstagsmordclub besteht aus vier sehr rüstigen, scharfsinnigen Senioren über 70, die in tiefer Freundschaft zueinander verbunden sind. Ihre Alters-Probleme sind auch die von Rentnern nebenan: körperliche Wehwehchen, eine gewisse Einsamkeit bei zu seltenen Besuchen von Kindern und Enkelkindern und DEMENZ.

Tiefergehende Gedanken zum Tod in manchen kreativen Dialogen werden jedoch abgelöst von einem stets spannenden Plot um Diamanten, einigen Toten, vielen Verwirrspielen und Rätseln inmitten eines stets freundlichen, teils galanten, teils sehr humorvollen Schreibstils, der den Leser wunderbar durch das Ambiente von einem kleinen, unbedeutenden Ort in Kent führt.

Dieses Buch zu lesen, empfiehlt sich sicher nicht nur für Senioren.

Der Donnerstagsmordclub ermittelt famos

Die Hörbücher des Donnerstagsmordclubs sind wirklich ein Genuss. Die sehr versierten Sprecher verstehen es in allen Höhen und Tiefen stimmlich eine gelungene Geschichte zu erzählen. Wirklich gelungen und fesselnd eingelesen.

Diesmal ist es ein besonders kniffliger Fall, der Elisabeth und ihre Freunde ermitteln lässt. Sie bekommt Post von einem alten Freund, der um ihre Hilfe bittet. Es geht um Diamanten, die Mafia, Verbrechen und üble Gesellen. Alles ganz nach dem Geschmack der rüstigen, cleveren Mitglieder des Clubs. Und so stürzen sich Elisabeth und ihre Freunde in eine gefährliche, aufregende Ermittlung, die mal wieder alles von ihnen fordert.

Sehr amüsant und humorvoll mit viel Cleverness und hintergründigen, frischen Ideen gespickt, ist es ein wahrer Genuss dieser Geschichte zu folgen.

Teil zwei einer unnachahmlichen Serie, die hoffentlich noch mehr Episoden zu bieten hat.

Noch besser als der erste Band!

Was habe ich mich gefreut, wieder nach Coopers Chase zu kommen, um mit den vier rüstigen und äußerst scharfsinnigen Senioren Elisabeth, Joyce, Ron und Ibrahim ihren zweiten Fall zu lösen. Der zweite Fall für den Donnerstagsmordclub von Richard Osman steht dem ersten in nichts nach und ist sogar noch besser.

»Langsam könnte wirklich wieder etwas Aufregendes passieren«, so beginnt Joyce ihre erste Tagebucheintragung. Und sie muss nicht lange darauf warten, denn der Exmann von Elisabeth (seines Zeichens Agent beim MI5) taucht in Coopers Chase auf und sucht die Hilfe des Donnerstagsmordclubs. Bei einem Undercovereinsatz von ihm sind Diamanten im Wert von 20 Millionen Pfund verschwunden und nun ist die Mafia hinter ihm her und der MI5 ist auch nicht gerade begeistert. Und schon hat der Donnerstagsmordclub einen neuen Fall, in dem es schon bald die ersten Toten gibt.

Gleichzeitig müssen die Senioren sich auch um Ibrahim kümmern, der bei einem Ausflug in die Stadt beraubt und schwer verletzt wurde. Natürlich wollen sie auch hier für Gerechtigkeit sorgen und den Täter zur Rechenschaft ziehen, gewitzt wie immer und nicht immer mit legalen Mitteln. Es ist wieder schön zu sehen, wie sie sich umeinander sorgen und füreinander da sind. Unterstützung bekommen sie dabei natürlich von Bogdan.

Und auch Chris Hudson und Donna de Freitas sind natürlich wieder mit dabei, diesmal auf der Jagd nach der ortsansässigen Drogenhändlerin Connie Johnson.

Am Ende schaffen es die scharfsinnigen Senioren tatsächlich, alle Fälle miteinander zu verbinden und zu lösen. Es endet mit einer Überraschung und auf den letzten Seiten erfahren wir den Hintergrund des Buchtitels.

Mich hat auch dieser gut durchdachte, spannende Fall mit zahlreichen Wendungen wieder in Atem gehalten. Der britische Humor, der immer wieder aufblitzt, bringt einen zum Schmunzeln und es gibt auch wieder skurrile Charaktere, von denen mir Martin Lomax besonders gut gefiel. Er ist ein schräger Mittelsmann zwischen Verbrechersyndikaten, der für deren illegale Geschäfte Anzahlungen entgegennimmt, wie Bargeld, aber auch Gemälde, Gold, Diamanten oder sogar ein entführtes Rennpferd.

Für mich war es ein spannender Fall voller Herz und Humor, der auch ernste Momente hatte (Stichwort Demenz oder Einsamkeit) und der mir großes Lesevergnügen bereitet hat. Ich warte sehnlichst auf die Fortsetzung.

Wer britische Krimis mag, sollte diese Reihe keinesfalls verpassen, mit dem Tipp am besten mit Band 1 zu starten.