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Mausetot im Mausoleum

Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs
Buch
Taschenbuch, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3770015614

ISBN-13: 

9783770015610

Auflage: 

1 (01.09.2017)

Preis: 

10,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 228.466
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3770015614

Beschreibung von Bücher.de: 

Loretta hat Liebeskummer. Um sich abzulenken, widmet sie sich ihrem neuen Hobby, der Fotografie. Dabei lernt sie Stefan kennen, ebenfalls Hobby-Fotograf. Ob er der Überbringer der mysteriösen Blumengrüße ist, die Loretta plötzlich erhält? Doch bevor die beiden ihre Bekanntschaft vertiefen können, ist Stefan tot. und Loretta wird klar, dass ihr Rosenkavalier ein verrückter Stalker ist - der auch vor Mord nicht zurückschreckt, um seine Angebetete ganz für sich zu haben.

Kriminetz-Rezensionen

Loretta Luchs - Teil 9 - Die Blumensprache

Loretta Luchs, die in einem Callcenter arbeitet, aber nebenbei immer wieder über Leichen stolpert, bekommt in diesem Buch immer wieder geheimnisvolle Blumenbotschaften. Aufgrund ihrer privaten Probleme sucht sie auch die Astrologin Stella Albrecht auf.

Der 9. Band einer Serie rund um Loretta Luchs. Für mich war es allerdings der erste, obwohl meine Frau schon einige Bände gelesen hat (die ich auch noch lesen werde). Trotzdem kam ich gleich gut in die Geschichte rein.

Das Cover des Buches ist gut gemacht, passt zum Buch und zur ganzen Reihe.

Es handelt sich bei diesem Buch um das Genre Krimödie, d.h. eine Mischung aus Krimi und Humor. Das gelingt der Autiórin auch sehr gut. Ist die erste Hälfte noch überwiegend lustig, wird im 2. Teil des Buches die Spannung ausgepackt.

Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll, Protagonisten und Orte werden hervorragend dargestellt.

Ich freue mich jetzt schon auf die "alten" Bände und erst recht auf neues Material von der Autorin, die auch über die Astrologin Stella Albrecht eine Reihe beginnt, die abwechselnd mit Lorettas Abenteuer erscheinen sollen.

Fazit: Absolute Leseempfehlung für eine humorvolle, aber auch spannende Krimödie.

Nicht die Loretta, die ich mag ...

Loretta trauert um ihre Beziehung mit Pascal. Sie macht nur noch Nachtschichten, zieht sich zurück und ist einfach nicht mehr sie selbst. Immerhin gelingt es ihren Freunden, ihr ein neues Hobby nahe zu bringen, das Fotografieren, das ihr ein bisschen über ihre depressive Stimmung hinweghilft. Als sie immer öfter hinterlegte Blumen findet, kann sie das zunächst nicht richtig einordnen. Dann findet sie einen Bekannten mausetot in einem Mausoleum, in dem sie eigentlich nur zum Fotografieren war. Doch dieses Mal ist ihr nicht nach Ermitteln, das überlässt sie gerne der Polizei – bis sie sehr persönlich betroffen ist.

Dies ist bereits Band 9 der Reihe und punktet direkt wieder mit einem tollen Rundum-Cover von Ommo Wille (beim Ebook wird leider die hintere Hälfte unterschlagen) und den Kapitelüberschriften, die typisch für die Reihe sind und den Inhalt des Kapitels gut zusammenfassen, aber trotzdem nie zu viel verraten.

Die Romane der Reihe sind sogenannte Krimödien, haben also neben dem Krimianteil einen hohen Humoranteil. Diesen habe ich hier leider ziemlich vermisst, sicher gibt es auch hier Humor, und zwar recht schwarzen oder sogar Galgenhumor, ich denke z. B. an Franks Ausführungen über mögliche negative Botschaften der Blumensprache oder die Auffindesituation im Mausoleum, aber im Großen und Ganzen finde ich die Stimmung des Romans eher düster und bedrückend – zu bedrückend …

Wie schon erwähnt ist Loretta hier nicht ganz sie selbst, und mir gefällt das nicht. Natürlich kann ich nachempfinden, dass eine Trennung Probleme bereitet, ich hätte mir aber vorgestellt, dass Loretta etwas souveräner mit der Situation umgeht, zumal die Trennung schon etwas zurückliegt. Andererseits bin ich froh, dass Pascal und Loretta sich getrennt haben, für mich passten die beiden nicht zusammen und ich empfand Pascal immer als eher störend, ich hoffe also, dass die beiden nicht doch wieder zusammen kommen. Sicher könnte sich für Loretta ein passenderer Partner finden.

Lorettas Freunde haben alle ihren Auftritt, jedoch jeweils relativ knapp. Dafür lernen wir einen weiteren Mitarbeiter der Hotline, bei der Loretta arbeitet, kennen – und zwar recht ausführlich.

Der Kriminalfall bzw. die Auflösung steht für mich auf etwas wackeligen Füßen, die Motivation, vor allem im Speziellen, finde ich nicht ganz gelungen und auch nicht ganz nachvollziehbar.

So gut wie die (meisten) Vorgängerbände hat mir dieser 9. Fall nicht gefallen, dennoch freue ich mich auf weitere Fortsetzungen. Da die Autorin eine neue Reihe startet (eine Leseprobe gibt es im Anhang dieses Romans und die Protagonistin der neuen Reihe hat hier bereits einen Auftritt), werden neue Bände in größeren Abständen erscheinen (was der Reihe vielleicht sogar gut tut), es wird aber auf jeden Fall weitergehen (wie die Autorin in einer Leserunde verriet).

Leider hält der Roman nicht mit früheren Bänden der Autorin mit, die Protagonistin ist kaum wiederzuerkennen und die Auflösung des Kriminalfalls lässt mir zu viele Fragen offen. Loretta-Fans werden den Roman sicher trotzdem in ihrer Sammlung haben wollen, Neuleser sollten am Anfang der Reihe anfangen. Von mir gibt es, nach reiflicher Überlegung, leider „nur“ 3 Sterne, ich werde die Reihe aber auf jeden Fall weiterverfolgen.

Gelungen

Loretta Luchs zieht Leichen an! Dann kann sie der Versuchung nicht widerstehen, der Sache selbst auf den Grund zu gehen. Oft unterstützt von ihren loyalen Ruhrpott-Freunden. Nur Pascal, ihr Partner, kann damit nicht umgehen und ist ausgezogen. Die Leere, die er hinterlässt, versuchen ihre Freunde zu füllen und schenken ihr eine tolle Kamera für ein neues Hobby. Doch just diese Kamera bringt sie schon wieder in Bredouille und sogar in große Gefahr. Aber Loretta ist wie immer schlagfertig – in jedem Sinn des Wortes – und meistert jede Situation.

Für die Loretta-Luchs-Krimis gibt es eine eigene Sparte: Krimödien. Eigenwillige Figuren, Situationskomik und immer auch ein wenig echter Ruhrpott-Slang machen den Charme der Bücher aus.

In diesem, nun schon 9. Band geht es etwas ernster zu. Das macht den Krimi spannender als seine Vorgänger und für mich ist immer noch genügend Humor dabei. Auch wenn die alte Truppe, den Stammlesern lieb und vertraut, nur noch kleinere Auftritte hat, Frank vom Büdchen ist immer für einen treffenden Spruch gut.

Loretta hat sich in den Jahren etwas entwickelt, nicht mehr ganz so schusselig, aber immer noch für spontane Aktionen zu haben und weiterhin loyale Mitarbeiterin von Dennis Sex-Hotline. Aber auch die neuen Protagonisten sind gut porträtiert und bringen Spannung in die Handlung. Die Autorin denkt aber auch an die Erstleser. Man braucht keine Vorkenntnis der früheren Fälle, um einzusteigen und sich gut zu unterhalten. Die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse freuen mich als treue Leserin, sind aber kein Hindernis für Neulinge. Ich meine sogar, dass für Neueinsteiger dieser Band besonders geeignet ist.

Mir hat das Buch ausgezeichnet gefallen, gerade weil es dieses Mal mehr Krimi als Slapstick geworden ist. Dabei habe ich mich köstlich amüsiert und bin nun auch in der Blumensprache bewandert. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich Loretta weiterentwickelt.

Der 9. und wohl letzte Fall für Loretta Luchs und ihre Freunde

Loretta ist nach der Trennung von Pascal noch nicht wieder so ganz auf der Höhe. Deshalb übernimmt sie momentan die Spätschicht im Callcenter und hat die Fotografie für sich entdeckt. So lernt sie auch Stefan kennen, der auch fotografiert.

Loretta findet seit neuestem auch einzelne Blumen an ihrem Auto und nun überlegt sie, wer wohl ihr heimlicher Verehrer ist. Als sie dann auch noch eine Leiche im Mausoleum findet, stellt sich Loretta die Frage, ob dies nicht alles irgendwie zusammenhängt.

Dies ist inzwischen schon der 9. Fall um Loretta Luchs und ihren Freunden den die Autorin Lotte Minck veröffentlicht hat. Da ich bis auf zwei Teile wirklich jeden Band gelesen habe, war ich natürlich auf diesen hier auch schon sehr gespannt und habe voller Neugier mit dem Lesen begonnen. Mir persönlich gefällt hier ja auch immer, dass es nicht zu blutrünstig zugeht, auch wenn es immer mindestens eine Leiche gibt, die den Weg von Loretta kreuzt. Da aber auch der Humor nicht zu kurz kommt ist es für mich einfach die perfekte Mischung.

Der Einstieg ins Buch ist mir auch wieder sehr leicht gefallen und ich bin auch sehr gut durch das Buch durchgekommen, so dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen hatte.

Wie immer wird die komplette Handlung aus der Sicht von Loretta erzählt, wobei aber wirklich alle anderen Figuren zur Genüge zu Wort kommen und alles zusammen ein völlig rundes Bild für den Leser ergibt.

Diesmal ist allerdings eines anders, denn Loretta hat für sich beschlossen, nicht mehr zu ermitteln und alles der Polizei zu überlassen. Was natürlich auch gleich ist, ist der Humor und die manchmal schon überzogene Handlung, dies muss man mögen und dann ist alles gut.

Der Handlung an sich konnte man sehr gut folgen und da der Spannungsbogen wirklich bis zum Schluss gespannt war, konnte man sich so während des Lesens seine Gedanken machen, wer wohl der Täter ist. Obwohl alles etwas suspekt war, hatte ich doch auf den richtigen Täter getippt.

Die vielen bekannten und auch unbekannten Figuren des Romans waren alle sehr detailliert beschrieben und so konnte man sich diese beim Lesen sehr gut vorstellen. Ich fand es fast schon Schade, dass Frank nur einen kleinen Gastauftritt hatte, aber ja, er ist ja auch nicht die Hauptfigur des Krimis. Auch die Handlungsorte empfand ich als gut beschrieben, so dass man sie sich problemlos vor dem inneren Auge entstehen lassen konnte.

Alles in allem hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen und ich habe unterhaltsame Lesestunden mit ihm verbracht. So wie es scheint ist dies erstmal der letzte Fall von Loretta, aber die nächste Krimödie aus der Feder von Lotte Minck wird im Frühjahr 2018 erscheinen und deshalb verabschiede ich mich von Loretta mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Für das Buch vergebe ich gerne die volle Punktzahl.