Cover von: Meeresdunkel

Wenn Du über einen Link auf dieser Website kaufst, unterstützt Du Kriminetz, da wir dann eine kleine Provision erhalten.

Meeresdunkel

Zwei Familien. Ein Ferienhaus. Ein Sommer, der tödlich endet. Thriller
Buch
Broschiert, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3499017199

ISBN-13: 

9783499017193

Auflage: 

1 (17.04.2026)

Preis: 

18,00 € (bei Erscheinen)
Amazon-Bestseller-Rang: 1.195
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499017199

Beschreibung: 

Das Thriller-Highlight des Jahres. Psychologisch abgründig, atmosphärisch düster, brillant konstruiert. Ein packendes Leseerlebnis mit enormer Wucht.

Es sollte der perfekte Urlaub werden, ein echter Familientrip, wie früher: Henrike, Hans, Onkel Freddy und die Zwillinge. Eine Woche ausspannen, die letzten Sommertage genießen. Vielleicht die Chance auf einen Neubeginn, weit weg vom Alltag – in der beeindruckenden Finca mit Blick über die Bucht.

Doch als sie ankommen, sind sie nicht allein: Es gab eine Doppelbuchung, noch eine weitere Familie ist angereist. Auch sie haben eine Woche Urlaub vor sich. Und weil die ganze Insel voll ist, ziehen beide Familien ins Ferienhaus ein. Die Stimmung ist gut, niemand möchte die Urlaubslaune verderben. Platz ist ja genug da.

Ganz leise bröckelt die schöne Fassade. Das Haus ist in die Jahre gekommen, der Pool längst trockengelaufen. Irgendwie scheint eine Bedrohung in der Luft zu liegen. Und ein Gewitter braut sich zusammen.

Dann finden die Familien in der Finca eine Leiche. Es ist einer von ihnen.

Während draußen der Sturm wütet, bricht sich drinnen die Wahrheit Bahn. Keiner von ihnen ist zufällig hier. Jemand wollte, dass sie an genau diesem Ort zusammenkommen. Und nicht alle sind sich so fremd, wie sie vorgeben …

Glauser-Preisträger Till Raether brilliert im psychologischen Thriller.

Kriminetz-Rezensionen

Fragezeichen bis zum Schluss

Zwei Familien wollen Urlaub in einer Finca auf Mallorca machen. Bei der Anreise stellen Sie fest, dass es eine Doppelbuchung gibt und beide Familien für die gleiche Unterkunft zur gleichen Zeit gebucht sind.Da die Insel zur Ferienzeit natürlich total ausgebucht ist, machen Sie das Beste aus der Situation und bewohnen die Finca gemeinsam, Platz ist genug vorhanden. Bald stellt sich heraus, dass in dem alten Gemäuer nicht nur die Fassade bröckelt, nein, auch in den Beziehungen der beiden Paare ist nicht so wie es sein sollte.Außerdem sind sich die Familien gar nicht so fremd ,wie es den Anschein hatte.

Ich hatte von Beginn an große Probleme mit dem abgehackten Schreibstil.Es gab ständige Wechsel aus der Sicht der einzelnen Protagonisten,was für mich die Sache zusätzlich verkomplizierte.Während die erste Hälfte die Elemente eines Thrillers völlig vermissen ließ,kam dann durch den Leichenfund etwas Spannung auf.Danach nahm meine Verwirrung durch die völlig verschachtelte Handlung aber weiter zu und so blieb ich am Schluss unzufrieden mit vielen Fragezeichen zurück.Von mir keine Leseempfehlung und leider nur zwei Sterne.

Mehr ein Familiendrama

Eigentlich sollte es für zwei Familien der perfekte Urlaub werden, doch nun laden beide wegen einer Doppelbuchung gemeinsam in einer abgelegenen Finca auf Mallorca. Beide versuchen die Urlaubsstimmung zu bewahren, nur fällt es sehr schwer. Die Finca ist sehr renovierungsbedürftig. Der Pool ist leer und eine unheimliche Atmosphäre legt sich über den Ort. Dann zieht ein heftiger Sturm auf. Für einen von ihnen endet die Reise tödlich. Der Sturm hindert an der Abreise und in der eingeschlossenen Situation wird deutlich, dass niemand zufällig hier ist. Jemand hat diese Begegnung geplant, und zwischen den Beteiligten bestehen verborgene Verbindungen, die nun ans Licht drängen.

Das Setting mit der abgelegenen und renovierungsbedürftigen Finca direkt an einer Klippe von Cala Santyaní war super. Der Schreibstil lässt sich angenehm flüssig lesen und man kommt relativ schnell durch die Seiten. Das war aber auch schon gefühlt das einzig positive an diesem Thriller.

Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven zwischen Henrike, Samuel und dem achtjährigen Juri erzählt. Durch diese Erzählweise hätte man Dynamik erzeugen können, doch leider enstand hier kaum Spannung. Über weite Strecken ist es träge und langatmig. Die erste Hälfte fühlt sich fast an wie eine Urlaubserzählung, wann welche Unternehmungen gemacht wurden und mit wem. Ab der Mitte wird es kurz besser, bevor das Tempo wieder abfällt. Trotz Sturm, Dunkelheit und bedrohlicher Atmosphäre entsteht kein echter Nervenkitzel. Es wirkt weniger wie ein Thriller und sondern eher wie ein Familiendrama über Beziehungen, Risse und unausgesprochene Konflikte.

Die Spannung ist nur unterschwellig durch das Setting und der düsteren Atmosphäre. Außerdem wurden die Figuren in der Handlung bewusst unsypathisch gehalten, was vermutlich zu dieser unterschwelligen Spannung beitragen soll. Allerdings fällt es dadurch schwer überhaupt eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Zwischen ihnen brodelt es, ohne dass es je richtig eskaliert.

Mein Fazit:
Dieser Thriller hatte definitiv Potenzial allein schon von der Plotidee. Allerdings wurde es ganz und gar nicht ausgeschöpft, was sehr schade ist. Ein tolles Setting und die düstere Atmosphäre wurde gut geschaffen, aber leider ist hier Fehlanzeige an Spannung und Nervenkitzel und das habe ich eigentlich von diesem Thriller erwartet. Daher kann man es lesen, aber man darf nicht viel erwarten. Wenn man es nicht liest, verpasst man aber auch nichts.