Cover von: Mein Tod in deinen Augen
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Mein Tod in deinen Augen

Thriller
Buch
Taschenbuch, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3499291606

ISBN-13: 

9783499291609

Auflage: 

1 (19.02.2019)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 193.347
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499291606

Beschreibung von Bücher.de: 

Blinde Angst ...

Psychiaterin Jennifer leidet an einer traumatisch bedingten Blindheit, seit ein Stalker sie in Berlin überfallen hat. Als der an der Ostsee ansässige Therapeut Gideon sie um fachlichen Rat bittet, stimmt Jennifer einem Treffen zögernd zu. Im Zug lernt sie den Computerspezialisten Marc kennen, zu dem sie bald Vertrauen fasst. An ihn wendet sie sich, als Gideon etwas sagt, das Jennifer an den Stalker erinnert. Marc findet tatsächlich Belege dafür, dass der Therapeut häufig in Berlin war. Aber wem kann sie wirklich trauen? Und was hat das alles mit dem Unfalltod von Jennifers Eltern vor dreißig Jahren auf Rügen zu tun?

Sophie Kendrick dürfen Sie nicht verpassen! Der neue Thriller nach »Das Gesicht meines Mörders«. Intelligent, fesselnd, großartig geschrieben.

Kriminetz-Rezensionen

Warum du sterben wirst

Auf dem Weg nach Rügen lernt die blinde Kunsttherapeutin Jennifer Lark den charismatischen Marc kennen. Als sie kurz nach ihrer Ankunft bei ihrem Auftraggeber Gideon vermutet, dass es sich bei dem übernommenen Auftrag um eine Falle handelt, bittet sie Marc um Hilfe. Nachdem dessen Recherchen ihren Verdacht zu bestätigen scheinen, beginnt sie auf eigene Faust nach weiteren Hinweisen zu suchen. Als Gideon dies bemerkt, ist er zutiefst getroffen. Entsprechend abweisend reagiert er auf Jennifers Versuche, die Sache aus der Welt zu schaffen. In ihrer Enttäuschung klammert sie sich daraufhin an Marc, dem sie zunehmend vertraut. Doch schon bald muss sie erkennen, wie sehr sie sich geirrt hat und dass die Wahrheit eine vollkommen andere ist und dass sie ihr ganzes Leben auf einem großen Irrtum aufgebaut hat.

FAZIT
Eine spannende Vergangenheitsbewältigung, in der die Gegenwart mit alten DDR-Praktiken zu verschmelzen scheint.

Wem kann sie vertrauen?

Verursacht durch einen brutalen Vergewaltigungsversuch und den damit verbundenen Schock, ist die Kunsttherapeutin Jennifer traumatisch bedingt erblindet. Dessen ungeachtet bittet sie der Kinderpsychologe Gideon um ihre fachliche Einschätzung einer Kinderzeichnung.

Auf ihrer Bahnreise nach Rügen lernt sie den smarten Marc kennen, der unbefangen mit ihrer Blindheit umgeht und den sie auch deshalb gleich sympathisch findet. Sie wohnt in einem Gartenhäuschen bei Gideon und versucht trotz ihres Handicaps das Bild sowie vier weitere Zeichnungen des Kindes zu interpretieren. Gideon ist Witwer und sein Sohn Finn mag keine neue Frau im Haushalt und lässt dies Jennifer auch deutlich spüren.

Jennifer hat zu Rügen schlechte Erinnerungen, denn hier sind ihre Eltern und ihr Bruder vor vielen Jahren tödlich verunglückt. Sie gibt sich daran die Schuld und das belastet sie im Innersten bis heute schwer. Für Gideon und Marc entwickelt sie unterschiedliche Gefühle, die auch erwidert werden. Aber sie hat immer ihren Stalker im Hinterkopf und fühlt sich unwohl, vermutet ständig, dass er in ihrer Nähe sein könnte. So gerät dann Gideon in den Fokus ihrer Überlegungen. Marc unterstützt sie und recherchiert für sie über die Person Gideon. Aber trotzdem ist sie sich nicht sicher, wem sie vertrauen kann und wer es ehrlich mit ihr meint. Das Ende und die Auflösung bietet dem Leser dann eine Überraschung – hier fand ich manches gut, manches war mir persönlich zu glatt.

Es war mein erstes Buch der Autorin. Ihr Schreibstil lässt sich flüssig und locker lesen, man möchte immer wissen, was als Nächstes passiert. Die drei Hauptpersonen wurden für mich jedoch zu oberflächlich beschrieben. So richtig berührt hat mich die Geschichte nicht, ich konnte auch die Bedrohung durch den Stalker nicht spüren. Und schlussendlich fand ich die Blindheit und die Beeinträchtigungen tatsächlich zu lapidar beschrieben. Für mich blieben einige Fragen unbeantwortet, darauf möchte ich nicht näher eingehen, sonst müsste ich spoilern. Den Plot fand ich gut und er hätte auch ohne Blindheit mit kleinen Abänderungen gut funktioniert. Mein Wunsch wäre dagegen mehr Tiefe gewesen. Gut, authentisch und sympathisch wurde für mich der Sohn Finn beschrieben.

Spannend geschrieben, aber in meinen Augen mit einigen Schwächen.