Cover von: Die Meisterbanditin
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Die Meisterbanditin

Historischer Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 315 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3839223016

ISBN-13: 

9783839223017

Auflage: 

1 (05.09.2018)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 127.989
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3839223016

Beschreibung von Bücher.de: 

Die Welt der siebzehnjährigen Marie bricht jäh zusammen, als der Sohn eines wohlhabenden Bauern ihr eröffnet, dass er eine andere heiraten wird. Durch die Demütigung vom väterlichen Hof getrieben, tritt Marie in die Dienste der Mätresse des Herzogs von Württemberg ein. Als Dienstmagd auf Schloss Brenz muss sie sich der Nachstellungen des herzoglichen Jägers erwehren, der sie des Diebstahls bezichtigt. Anstatt sie zu bestrafen, schlägt Wilhelmine ihr vor, sich einer Truppe von fahrenden Schauspielern anzuschließen und für sie zu spionieren. Marie willigt ein und gerät dadurch schon bald in einen Strudel aus tödlichen Intrigen.

Kriminetz-Rezensionen

Fall und Aufstieg

1741 im Herzogtum Württemberg. Marie ist verliebt in Bartholomäus. Aber der wohlhabende Bauernsohn eröffnet ihr, dass er eine andere heiraten wird. Gedemütigt muss sie nun auch noch den elterlichen Hof verlassen. Sie begibt sich in die Dienste der Mätresse des Herzogs von Württemberg. Schnell gerät sie in eine missliche Lage, weil sie sich gegen die Übergriffe des Jägers wehrt. Die Mätresse Wilhelmine schickt sie daraufhin zu einer Truppe fahrender Schauspieler. Gemeinsam mit dem Leiter der Gruppe soll sie für Wilhelmine spionieren. Marie ahnt nicht, wie gefährlich die tödlichen Intrigen auch für sie werden.

„Die Meisterbanditin“ von Silvia Stolzenburg lässt sich flüssig und bildhaft lesen. Schnell ist man als Leser mitten im Geschehen. Die Autorin verliert sich nicht in seitenlangen Detailbeschreibungen, sondern konzentriert sich auf das Wesentliche und lässt dem Leser Spielraum für seine Fantasie. Silvia Stolzenburg vermischt in ihrem Buch historische Personen, wie z.B. Wilhelmine von Grävenitz und fiktive Geschehnisse rund um Marie. Durch die Darstellung von Maries und Wilhelmines Leben bekommt man Einblicke in die damaligen Lebensumstände im Dorf und bei Hofe.

Die geschichtlichen Hintergründe wurden gut von der Autorin recherchierte und in die Geschichte eingebunden. Am Ende kann der Leser nachlesen, was sind die Fakten und was ist Fiktion.

Von Anfang an ist dieser historische Roman spannend wie ein Krimi. Zum Schluss steigert sich die Spannung deutlich und man kann das Buch gar nicht aus der Hand legen. Am Ende hofft man, dass man erfährt, wie es weitergeht und hofft auf einen Folgeband.

„Die Meisterbanditin“ ist absolut lesenswert.

Die Meisterbanditin

Wer historische Romane liebt, der sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen, zumal es ein Krimi und voller Spannung ist.

Marie muss den elterlichen Hof verlassen, nachdem ihr ihr Bartholomäus mitteilt, dass er sie nicht heiraten kann. Die Eltern hätten ihm eine wohlhabende Bauerntochter ausgesucht.

Verzweifelt nimmt Marie eine Stelle als Küchenhilfe in Schloss Brenz an. Aber hier wird sie von dem Jäger Hubertus, der auch der Geliebte von Herzogin Wilhelmine ist, bedrängt. Als sie sich seiner Zugriffe erwehrt, bezichtigt er sie des Diebstahls.

Wilhelmine ist über ihren Liebhaber derart erzürnt, dass sie ihm des Schlosses verweist. Marie wird begnadigt und soll als Spionin für sie arbeiten und sich einer Gauklertruppe anschließen, um so an die Herrschaften heranzukommen. Doch auch bei den Gauklern hat es Marie schwer. Eifersüchteleien, enttäuschte Liebe und Intrigen bestimmen ihr Leben. Und dann gerät sie selbst in lebensbedrohliche Situationen.

Die Autorin versteht es gekonnt, den Leser in die Zeit um 1721 zu führen. Man erfährt hier das Leben vom einfachen Volk und von den höheren Herrschaften. Während die einen darben, schöpften die anderen aus dem Vollen. Da mir die Örtlichkeiten von Schloss Brenz, dem Ulmer Rathaus und den anderen Stätten in diesem Roman bekannt sind, lief das Buch und die Geschichte darin wie ein Film vor meinen Augen ab.

Was das Besondere an der Geschichte ist, ist die Tatsache, dass die meisten geschichtlichen Personen existiert haben, wie Wilhelmine, Bernhard, das Schloss Brenz und Ludwigsburg, das Dorf Brenz. Marie und andere Personen sind fiktive Gestalten. So erfahren wir einiges Geschichtliches und können bei offenen Fragen deren Geschichte nachschlagen. Wie immer sind die Romane von Silvia Stolzenberg eine Reise in die Vergangenheit. Nicht zuletzt ist noch das wunderschöne Titelbild zu erwähnen.

Maries Schicksal

Für die siebzehnjährige Marie gerät die Welt aus den Fugen, als ihr der Sohn eines reichen Bauern, der sich lange mit ihr getroffen hat, eröffnet, dass er eine andere heiraten will. Zur damaligen Zeit eine fatale Information, da Marie nun mit ihren siebzehn Jahren ihr Glück als Magd zu suchen hat. Ihr Vater fordert sie auf, unverzüglich für ihr eigens Wohl zu sorgen, so dass sie sich in die Dienste der Mätresse des Herzogs von Württemberg begibt. Sie ist zwar im Dorf als Hexe verschrien, aber Marie sucht dort dennoch ihr Glück. Eine Entscheidung, die ihr kommendes Leben total verändern soll ...

Ich habe sowohl einige Kriminalromane als auch historische Romane der Autorin Silvia Stolzenburg gelesen und wurde bisher niemals enttäuscht. Auch mit »Die Meisterbanditin« hatte die Autorin mich schnell gefesselt und ihr erfrischender und temporeicher Schreibstil führte mir die damalige Zeit lebendig vor Augen. An dem Schicksal der Hauptprotagonistin Marie wird der Leser ins 18. Jahrhundert entführt. Über die verzweifelte Situation der noch jungen Marie wird der Spannungsbogen aufgebaut und mit ihrer ungewissen Zukunft als Spionin der Mätresse auf einem hohen Niveau gehalten. Es machte Spaß, Marie auf ihren Abenteuern in einer sehr rauen Zeit zu begleiten, wobei der historische Hintergrund sehr gut recherchiert wirkt. Im Anhang geht die Autorin noch darauf ein, bei welchen Gegebenheiten es sich um reale historische Fakten oder eigene Fiktion handelt, was dem Buch noch eine zusätzliche Portion Authentizität verleiht.

Insgesamt war »Die Meisterbanditin« für mich ein spannender und temperamentvoller Ausflug ins 18. Jahrhundert. Das Buch stellt den Auftakt einer neuen Reihe der Autorin dar, so dass man sich auf weitere Abenteuer mit der Hauptprotagonistin freuen darf. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.