Cover von: Eine Melange für den Schah
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Eine Melange für den Schah

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740805226

ISBN-13: 

9783740805227

Erscheinungsdatum: 

21.02.2019

Preis: 

14,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 196.710
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740805226

Beschreibung von Bücher.de: 

Wien, Februar 1965. Die Stadt fiebert der Ankunft des persischen Schahs entgegen, doch Chefermittler Wilhelm Fodor beschäftigt eine Mordserie an Mitgliedern einer linken Studentengruppierung. Eskaliert hier ein Streit mit nationalsozialistischen Kommilitonen? Als Fodor in einem Drohbrief nahegelegt wird, die Nachforschungen einzustellen, greift er zu unkonventionellen Ermittlungsmethoden - und gerät dabei selbst zwischen die Räder der internationalen Politik.

Kriminetz-Rezensionen

Mörderjagd im Wien der 60er Jahre

Inhalt:
Kommissar Wilhelm Fodor und seine Mit-Ermittler werden mit mehreren Mordfällen konfrontiert. Augenscheinlich hängen sie alle zusammen. Aber wo ist das Motiv zu finden? Im politischen oder eher doch im privaten Bereich? Die Beamten ermitteln in alle Richtungen. Hat der Besuch des Schahs etwas mit den Morden zu tun?

Meine Meinung:
Sabine Naber entführt uns in das Wien der 1960er Jahre. Immer wieder war ich erstaunt, was es damals alles noch nicht gab. Anstatt Handys gab es Viertelanschlüsse am Festnetz. Fernsehen war längst nicht in jedem Haushalt vertreten und die Programmauswahl war eher bescheiden. NIcht jeder hatte ein Auto. Die Liste könnte man ewig fortsetzen. Von der Mode ganz zu schweigen ... Was allerdings noch weit verbreitet war, war das nationalsozialistische Gedankengut. Der Krieg ist noch nicht allzu lange her, die Folgen sind noch deutlich zu spüren.

Eine Gruppe junger Männer des VSStÖ (Verband Sozialistischer Studenten in Österreich) steht im Mittelpunkt des Geschehens. Sie werden der Reihe nach ermordet. Bei Nachfragen im persönlichen Umfeld der Opfer stoßen die Ermittler auf Lügen oder eine Mauer des Schweigens.

Die Möderjagd ist spannend und abwechslungsreich. Der Leser wird verwirrt und auf falsche Fährten gelockt, bis zum (überraschenden!) Ende war ich völlig ahnungslos, was Täter und Motiv angeht.

Die Ermittler sind keine knallharten Cops ohne menschliche Züge, im Gegenteil! Sie haben Schwächen, sind nur allzu menschlich. Das macht sie sympathisch und glaubwürdig.

Die Autorin erzählt die Geschichte mit dem typischen Wiener Charme und Humor. Die besondere Würze waren für mich die vielen österreichischen mundartlichen Ausdrücke. Sie haben mich in meine Kindheit zurückversetzt, die ich in diesem Umfeld verbracht habe.

Fazit:
Ein absolut lesenswerter Krimi! Hoffentlich lesen wir bald mehr von Fodor und Co.