Cover von: Merano mortale
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Merano mortale

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 272 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740813199

ISBN-13: 

9783740813192

Erscheinungsdatum: 

20.01.2022

Preis: 

13,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740813199

Beschreibung von Bücher.de: 

Meraner Atmosphäre, Humor und skurrile Figuren … eine tödlich-unterhaltsame Mischung.

Ispettore Emmenegger hat als neuer Chef der Meraner Mordkommission alle Hände voll zu tun. Seine Nachbarin Lisa Granelli wird bei einer frühmorgendlichen Gassirunde erschlagen. Vom Täter fehlt jede Spur, und Feinde hatte Granelli viele. Als Leiterin der Kreditabteilung einer Meraner Bank stürzte sie so manchen in den finanziellen Ruin.

Doch Emmeneggers erster Fall wird zur echten Bewährungsprobe, denn die Indizien sprechen eine klare Sprache: Der Hauptverdächtige ist er selbst.

Kriminetz-Rezensionen

Absolut spannend und sehr vielseitig

Auf dem Hundeplatz am Falschauer-Ufer in Oberlana bei Meran entdeckt ein Hundefreund die Leiche einer Frau. Ispettore Emmenegger, der zum Tatort gerufen wird, erkennt als Erstes den Hund. Hilde, der Hund seiner Nachbarin Lisa Granelli, die in der Wohnung unter ihm lebte. Sie wurde mit einem runden Gegenstand erschlagen.

Zur gleichen Zeit sitzt der junge Paul Tschugg, den Commissario Pavarotti »adoptiert« hatte und den auch Emmenegger in sein Herz geschlossen hat, in einer Zelle in der Carabinieri-Station Meran-Mitte in der Petrarcastraße. Die Carabinieri haben ihn wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses festgenommen. Der angehende Schauspieler meinte, bei seinem Tanz in einem beleuchteten Brunnen am Passeierufer auch die letzten Hüllen fallen lassen zu müssen. Paul will nur mit Emmenegger sprechen.

Ispettore Emmenegger hat also viel zu tun als neuer Chef der Meraner Mordkommission.

Ich kenne Ispettore Emmenegger ja nun schon ein paar Jahre durch die Zusammenarbeit mit seinem Vorgänger Commissario Pavarotti. Und ich freue mich sehr, dass ich ihn als einen der Hauptprotagonisten hier bei seinen Ermittlungen begleiten darf. Immer an seiner Seite seine Assistentin Eva Marthaler, die genauso sympathisch, vielleicht nicht ganz so eigenwillig agiert wie ihr Vorgesetzter.

Dieser Fall lässt sich nicht nur auf den Mordfall an der Bankangestellten Lisa Granelli reduzieren. Hier kommt so viel mehr zum Tragen. Es geht um verlorenes Glück, Liebe, Trauer, zu sich selbst finden, Rache, Raffgier, Düfte und tiefe Freundschaft. Mir haben gerade die Gespräche zwischen den verschiedenen Menschen, die ich hier kennenlerne, sehr gut gefallen und auch berührt.

Es ist sehr knifflig, mit was sich Emmenegger und Eva hier herumschlagen müssen. Am Ende wird es im wahrsten Sinne des Wortes sehr brenzlig und ich habe nicht nur um Emmenegger gebangt. Die vielen Fragen in meinem Kopf lösen sich schlüssig auf und die einzelnen losen Fäden bringen den Fall zu einem nachvollziehbaren Abschluss.

Ein spannender Fall, der mich ab den ersten Seiten gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen hat. Mit Menschen, bei denen ich meine Sympathiepunkte, an den einen mehr, an andere weniger bis gar keine, schnell vergeben konnte. Mit einer Hundedame und einem jungen Mann, die ich beide ins Herz geschlossen habe. Eine Geschichte, bei der ich miträtseln, mitermitteln und mitleiden und mich mitfreuen konnte. Die mich am Schluss doch überrascht und vor allem sehr gut unterhalten hat.

Unterhaltend und spannend

Inhalt:
Ispettore Emmenegger wartet. Er wartet auf seinen ersten Mordfall als kommissarischer Leiter der Meraner Mordkommission. Und dann läutet das Telefon und Emmenegger hat seine Tote. Doch dieser erste Fall wird für ihn alles andere als einfach. Nicht nur, dass die Ermittlungen sich als schwierig erweisen. Nein, auch privat läuft einiges drunter und drüber …

Leseeindruck:
»Merano Mortale« ist der erste Krimi mit Ispettore Emmenegger als leitender Ermittler. Ganz unbekannt ist er nicht. Schließlich hat er als Nebenfigur bereits in den Commissario-Pavarotti-Krimis mitgespielt. Letzterer ist nicht mehr im Amt und Emmenegger wurde als sein Nachfolger auserkoren. Da tritt er in große Fußstapfen und Emmenegger muss sich erst beweisen. Denn mit dem neuen Polizeichef ist er sich auch nicht ganz grün. Alleine das ist schon Stoff, der gute Unterhaltung verspricht.

»Merano Mortale« ist aber noch viel mehr. Der Krimi bietet Spannung, Figuren wie du und ich und auch Humor ist reichlich vorhanden. Alles zusammen in einer für mich perfekten Mischung.

Emmenegger hat mich in einigen Szenen schmunzeln lassen. Wahrscheinlich sieht er es nicht so. Denn Paul – fast schon ein Ziehsohn – und die Hündin Hilde machen es ihm nicht einfach. Diese beiden waren für mich das Sahnehäubchen. Haben dem armen Emmenegger auch schon mal die Show gestohlen. Aber im Endeffekt nimmt er es mit Humor. Denn auch sein Herz ist riesengroß.

Der Fall selbst ist verzwickt. Die Tote hat so viele Feinde, dass bald jeder als Täter in Frage kommt. Da war es wirklich schwierig, den richtigen herauszupicken. So kommt es, wie es kommen muss und der Krimi hat einen Showdown, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Fazit:
»Merano Mortale« ist unterhaltend und spannend zugleich. Er hat alles, was ich für kurzweilige Lesestunden brauche. Das Thema Corona wird auch erwähnt. Jedoch nur am Rande. So dass ich es fast nicht gemerkt hätte. Chapeau. Gerne empfehle ich diesen Krimi weiter und freue mich auf weitere Bände mit Emmenegger.

Undurchsichtiges Spiel

Eines morgens wird die Angestellte der Banca di Poppolo in Meran erschlagen aufgefunden. Das ruft Ispettore Emmenegger, auch Emmi genannt, auf den Plan. Die Ermordete Lisa Granelli war kein unbeschriebenes Blatt und hatte eine Menge Feinde. Deshalb ist es für Emmi auch nicht leicht, die Ermittlungen durchzuführen, gerade hier im beschaulichen Meran, wo jeder jeden kennt.

Aber Ispettore Emmenegger ist auch so ein sehr verständiger Polizist. So nimmt er den jungen Paul Tschugg auf, der wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses aufgegriffen wurde und auch mit seinen Freunden aus dem Motorradclub »Flying Taifl« ist er sehr nachsichtig. Nur dieser Mordfall macht ihm arge Kopfschmerzen, denn das Opfer war nicht sehr beliebt und es gibt deswegen auch eine Menge Verdächtige.

Mit zum Ermittlerteam gehört Eva Marthaler, auf die er nicht nur ein Auge geworfen hat, und sein Vorgesetzter Branga, den er noch nicht richtig einschätzen kann. Doch langsam laufen die Ermittlungen in eine Richtung, doch es gibt noch einige Überraschungen.

Das hat allen noch gefehlt, ein Mordfall in Meran. Aber dieses Bild ist der Autorin Elisabeth Florin sehr gut gelungen. Die Darstellung der Charaktere sehr passend für diese Region, die Beschreibung der Umgebung: zum Träumen. Und in diese Idylle ein Mord einer Frau, die alle kennen und, so wie es aussieht, keiner mag. Es gibt so in der Beschreibung dieses Kriminalromans so keinen, der in die Rolle des Mörders passt, oder sagen wir mal sehr wenige.

Toll, wie so langsam, aber sicher herausgearbeitet wird, welche Geheimnisse auch die Freunde von Ispettore Emmenegger mit sich herumtragen. Das trägt alles zu dieser idyllischen, aber auch sehr angespannten Situation bei. Das ist das Salz in dieser Suppe, die Elisabeth Florin angemischt hat. Eigentlich reichen die schönen Bilder von Meran und Umgebung aus, aber nein, das Spannungselement ist die Unverbindlichkeit der Verdächtigen und die bis zum Schluss hoch gehaltene Anspannung.

Miträtseln ist zwar möglich, hat mich aber nicht weitergebracht, so habe ich der Autorin vertraut und mich diesem Szenarium hingegeben und bin nicht enttäuscht worden. Wenn die Story am Anfang auch nur plätscherte, am Ende kamen die überraschenden Effekte von ganz alleine. Und natürlich gab es auch mehr als einen romantischen Part, aber lest selber.

Ich habe es genossen, diesen Krimi zu lesen und irgendwann war er einfach zu Ende, nicht ganz überraschend, aber ich hätte mich noch weiter treiben lassen können in dieser Story und dieser wunderbaren Region. Also keine Frage: »Merano Mortale« von Elisabeth Florin ist sehr lesenswert.