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Und mit mir die Angst
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Lana hat ein Faible für ungelöste Kriminalfälle ihrer Heimat Velvet Cove. Und so glaubt sie, als Hobbyermittlerin irgendwann aus ihren Ermittlungen Kapital schlagen zu können und über ihre Berichterstattung auf ihrem Blog den Durchbruch zu schaffen und endlich ernst genommen zu werden.
Sie entdeckt, dass vor über 30 Jahren ein Pfarrer spurlos verschwand und aus unerfindlichen Gründen nicht weiter ermittelt wurde. Und sie wird bald lernen, dass es Gründe hierfür gab, die auch für sie gefährlich werden könnten, wenn sie keine Ruhe gibt.





















"In einer kleinen Stadt..."
Schon längst wollte ich hier die Reihe von Daniel Leitner weiterlesen, weil mich der erste Teil aus Velvet Cove schon unfassbar angesprochen hat. Und so bin ich hier mit viel Vorschussbegeisterung wieder eingestiegen und ich kann verraten, dass ich nicht enttäuscht wurde.
Wir kehren zurück nach Velvet Cove und lassen uns gleich ganz von diesem Flair einnehmen. Kleinstädte sind einfach besonders. Man weiß sofort, welche Typen von Menschen man dort findet. Und auch, dass manche Geheimnisse unter einem Deckmäntelchen versteckt gehalten werden, koste es, was es wolle.
Das hätte auch Lana klar sein müssen, aber ich kann sie trotzdem gut verstehen, dass sie die Geschichte um diesen spurlos verschwundenen Pfarrer dermaßen angespitzt hat. Ich hätte auch wissen wollen, wieso das damals einfach so stillschweigend im Nichts versandet ist.
Und dann gibt es da Teile der Geschichte, da kommt dann das Gänsehautfeeling. Ein Teenager verliebt sich in einen erwachsenen Mann und dann nimmt das alles eine Wendung, wo man an so mancher Stelle Schnappatmung bekommt und eben Gänsehaut. Da möchte man eingreifen, das Mädel schütteln, ihr was zurufen. Diese Teile des Buches sind heftig, für eine gestandene Frau schwer zu ertragen.
Nicht minder Gänsehaut bescheren einem die dritten Passagen, die eines offensichtlichen Mörders. Brutalste Gedanken, total krank einfach nur, denen man beiwohnt und sich fragt, wieviel ertrage ich noch von diesem Teufel in Menschengestalt?
Und dann findet sich alles zusammen und zwar so, dass DIE Gänsehaut und der trockene Mund (weil er offen stehen bleibt) nicht zu toppen waren bisher.
Wie gesagt, auch im 2. Velvet-Cove-Band hats mich echt gerissen und ich war wieder begeistert und dachte dann am End, wie schon vorbei?!
Hier legt der Autor wieder einen Finger ganz böse auf eine sozialkritische Wunde und bohrt noch etwas nach, das muss man aushalten können. Und eben auch die Gedanken eines kranken Mörders. Wenn man das alles gut verpacken kann, dann ist dieses Buch ein Page Turner, der nachhallt und wovon man eigentlich noch mehr haben möchte. Wie gut, dass es noch Teile hiernach gibt!
Fazit:
Welcome Back in Velvet Cove und zu weiteren Psychos… Auch im 2. Teil (der in sich abgeschlossen und unabhängig vom 1. Teil gelesen werden kann) der Reihe muss man sich als Leser einem durchgeknallten Killer stellen, aber auch dem Thema der häuslichen Gewalt in einer schwer ertragbaren Form. Wenn man das aushält, dann ist das ein echt starker Psychothriller, den ich empfehlen würde!