Cover von: Missing. New York
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Bücher.de Preis: EUR 14.99

Missing. New York

Der erste Fall für Frank Decker. Roman
Buch
Broschiert, 400 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3426304287

ISBN-13: 

9783426304280

Erscheinungsdatum: 

01.10.2014

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 315.114
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426304287

Beschreibung von Bücher.de: 

Die siebenjährige Hailey spielt im Garten, als das Telefon klingelt und ihre Mutter kurz ins Haus geht. Eine Minute später kommt sie zurück. Und ihre Tochter ist verschwunden. Zwei Wochen später verschwindet ein weiteres Mädchen diesmal wird die Leiche gefunden, der Täter gefasst und auch mit dem Mord an Hailey belastet. Akte geschlossen. Aber Frank Decker, dessen Job es ist, Verschwundene aufzuspüren und zurückzuholen, hat Zweifel. Er glaubt, dass Hailey lebt, irgendwo versteckt während die Uhr tickt. Ein vager Hinweis führt ihn nach New York. Sanft wenn möglich, hart wenn nötig, folgt er Schritt für Schritt der Spur, die ihn in die Hölle lotsen wird.

Kriminetz-Rezensionen

Zwischen Doku-Serie und alter Meisterschaft

Die positive Nachricht sei für alle Winslow-Fans vorweggeschickt. Missing: New York ist nicht schlechter als Vergeltung. Allerdings auch nicht viel besser. Bleibt die Frage, warum ein so hochkarätiger Autor wie Don Winslow, der seine Könnerschaft in Meisterwerken wie Tage der Toten, Zeit des Zorns und Kings of Cool hinlänglich bewiesen hat, nur noch mittelmäßige Bücher verfasst. Die Antwort dürfte so einleuchtend wie bitter sein: Um den Massengeschmack besser zu treffen und sich höhere Profitraten zu sichern.

Missing: New York erinnert - zumindest zu Beginn des Buches – an Reality TV, insbesondere Serien wie The first 24 Hours, Autopsie etc. Winslow inkorporiert die Machart der Serien in seinen Roman, um eine möglichst breite Leserschaft anzusprechen. Frank Decker, ein Detektiv im Mittleren Westen, macht sich auf die Suche nach zwei vermissten Mädchen. Die Suche gerät zur Obsession. Da Deckers Ehe ohnehin am Ende ist, quittiert Decker den Polizeidienst und macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem immer noch verschwundenen afroamerikanischen Mädchen. Dabei gerät er nach New York. Decker erzählt in der Ich-Perspektive und die Konfrontation mit der Metropole New York und der Welt der Schönen und Reichen führt ihn an seine Grenzen. Hier gelingt es Winslow allerdings keinesfalls erzählerisch überzeugend zu agieren. Deckers Schilderungen aus einer naiven Midwest-Sicht wirken aufgesetzt und nicht authentisch. Der Charakter vermag auch keine Persönlichkeit und Tiefe zu entfalten. Schließlich gelangt Decker auf die richtige Spur und gerät dabei selber in Lebensgefahr … Auch hier vermag es Winslow nicht, innovativ zu werden und so bewegt er sich im Mainstream des Genretypischen.

Missing: New York ist trotz aller Kritik unterhaltsam geschrieben und taugt gut als leichte Kost für das Nachttischschränkchen. Allerdings bleibt zu hoffen, dass es Winslow bald wieder gelingen wird, sich zu alten Meisterschaft emporzuschwingen und seinen treuen Fans zu beweisen, dass er es besser kann.

Mein erster Winslow

Gleich vorneweg – es war mein erster Don Winslow und ich bin begeistert.

Die kleine Hailey Hansen verschwindet aus dem Garten. Ihre Mutter Cheryl war nur kurz ins Haus gegangen und danach fehlt jede Spur von dem Kind. Frank Deckers Aufgabe bei der Polizei von Nebraska besteht darin, vermisste Personen aufzuspüren. Diesen Fall nimmt er so persönlich, daß er der Mutter quasi in die Hand verspricht, ihre Tochter wieder zu finden. Um dies durchzuziehen, gibt er sogar seine sichere Stelle auf und setzt seine Ehe endgültig aufs Spiel.

Mit kurzen Sätzen und ohne jegliche Ausschmückungen zieht einen der Autor in seinen Bann und gibt ein hohes Tempo vor. Man nimmt mit Frank Decker die Suche auf. Parallel dazu kommt in kursiver Schrift Hailey zu Wort und dadurch wird alles noch dramatischer und stellenweise wollte ich tatsächlich eingreifen, um Frank zu helfen.

Das Buch bleibt spannend bis zur endgültigen und schlüssigen Auflösung, die ich in diesem Ausmaß nicht auf dem Plan hatte. Frank Decker, für mich der Typ "Einsamer Wolf", sensibel, durch seine Vergangenheit geprägt, war mir sehr sympathisch. Er und alle anderen Figuren wurden genau gezeichnet und charakterisiert, so daß für mich ein richtiges Kopfkino ablaufen konnte. Ich würde gerne einen weiteren Band mit Frank Decker lesen!

Von vielen positiven Stimmen angefixt, habe ich mir gleich die Tage der Toten gekauft!